Druckplatten Archivierung

  • Guten Tag alle Zusammen,


    ich interessiere mich berufsbedingt für die Druckbranche, bin aber total neu in dieser Branche.

    Meine Frage lautet:

    Werden heutzutage noch Druckplatten im Offsetverfahren archiviert?

    Wenn ja, wie werden sie archiviert?

    Vielen Dank für Eure Kommentare.


    VG

    SL82

  • Hallo SL82,


    ich möchte es nicht ausschließen aber alle Unternehmen die ich kenne (und das sind mittlerweile ein paar) machen das nicht mehr.

    Vielleicht bei kleineren Druckereien aber noch üblich aber ich würde es auch als eher unwahrscheinlich einordnen.


    Die Platten werden gesammelt und dann dem Schrotthändler übergeben. Da bekommt man noch ein paar Euro für den Alupreis und alle sind glücklich.

  • Servus!


    Nach dem Druckauftrag wurden die (Druckplatte) ausgewaschen und gummiert.Anschließend am oberen Druckende mittig mit zwei Löcher versehen auf einen Aluminiumhacken aufgehängt. Meistens wurde noch als Schutzabdeckung für die erste Platte der Musterbogen Frontseitig mit angehängt.

    Bei größeren Wiederholungsaufträgen, wurden die Platten auch eingebrannt um so die Druckschicht robuster und damit langlebiger zu machen. Da gab

    es spezielle Brennöfen die sahen aus wie ein überdemensioniertes Waffeleisen.



    Gruß und noch eine schöne Woche.




    Maik




    Drucker aus Leidenschaft

  • Servus!


    Da ist die Warscheinlichkeit schon etwas höher, das man noch analoge Andrucke, Proofs oder Chromalin irgendwo im Schubkasten aufbewahrt, als

    noch Druckplatten ganz Old School zu archivieren.



    Gruß


    Maik



    Drucker aus Leidenschaft

  • Letzte Woche beim Kollegen gesehen: Da werden noch Platten für Geschäftsdrucksachen mit höherer Wiederholungswahrscheinlichkeit archiviert. Wenn die Maschine läuft reinigt und gummiert der Drucker die Platten.

    Ansonsten werden Druckmuster aus der letzten Produktion in der Auftragstasche archiviert.

  • Ich frage mich, wie soll das mit dem archivieren gehandelt werden! Wer hat dafür Zeit, bei den heutigen Durchlaufzeiten? Das sind ja nicht mal eben 4 Platten, die man auswaschen und gummierten muss! Da kommt einges zusammen 😉 auch liegen die gebrauchten Platten, nicht mehr so schön Plan! Dann hast Du Änderungen, die Platten sind schlecht gummiert oder ausgewaschen, Kratzer und was weiß ich noch! Ne, sowas muss man nicht mehr haben, stört den ganzen getakteten Arbeitsablauf!

  • Servus!


    Da kam meistens noch ein Lackgummituch mit Lackaussparung mit dazu. Das Lackgummituch haben wir anfänglich mit dem Skalpel selber ausgespart.

    Später hat das ein Plotter für uns schon einmal auf Stripgummitücher vorgeschnitten und wir haben die nur noch im eingespannten Zustand abziehen

    müssen. Bei bis zu 70 Nutzen auf dem Bogen im 6er Format, Stempelfelder und Klebelaschen, war das für uns schon eine enorme Erleichterung.



    Gruß




    Maik




    Drucker aus Leidenschaft

  • Vor Jahren noch gemacht mit Auswaschgummierung. Wenn die Lagerbedingungen nicht optimal waren hatte man dann Schwierigkeiten die Platte vom tonen frei zu bekommen da hab ich das Archivieren dann irgendwann aufgegeben. Besser neue Platte. Wie oben beschrieben gibts dann noch Änderungen beim nächsten Auftrag etc.

  • Stimmt, Auswaschgummierung gab es ja auch noch! Wenn ich mich nicht ganz irre, gab es doch noch Rapidschwärzer wurden damit auch die Platten konserviert? Kennt das jemand? Oder wurden die Platten damit behandelt, das man die druckende Schicht besser sehen konnte?

  • Ich denke seit Einführung von Computer to Plate macht dass keinen Sinn mehr. Früher mit Filmmontagen war dass noch eher üblich.


    Als ich in unserer Firma angefangen habe, hatten wir noch Filmmontagen. Da wurde tatsächlich der ein oder andere Auftrag archiviert.

    Dann kam die Umstellung auf CTP. Wir benutzen Polyester Platten, da stellt sich die Frage nach Archivierung sowieso nicht.

  • Wir haben das archivieren vor 3 Jahren aufgegeben. Obwohl wir ja auch sehr viele wiederholer haben, in der Zigaretten Industrie. Aber wegen Kratzer und Zeit und passer, war es besser. Wir haben da ne reprobude aufgekauft und den belichter bei uns stehen. Seit einiger Zeit jetzt die Sonora Platten und konventionell nur noch für ein paar fremdkunden.

  • Servus!


    Hab den Rapidschwärzer eigentlich immer bei Problemen mit der Filmfeucht-/ Chromwalze genommen. Wenn diese Farbe aufgebaut hatte, konnte man

    diese damit ganz gut und sauber wieder entfetten. Anschließend noch einmal mit IPA drüber, Ergebnis eine wirklich saubere, gleichmäßige Wasserführung.

    Ansonsten konnte man den Rapidschwärzer bei allen Sachen die fettfrei gereinigt werden sollen benutzen.Nur eines ist klar, Gummihandschuhe bei

    einer Reinigung mit Rapidschwärzer der löst auch die Fettschutzschicht der Haut ist, Pflicht !!!



    Gruß



    Maik




    Drucker aus Leidenschaft

  • Ich kann mich sehr wage erinnern, in der Ausbildung musste ich des Öfteren in den Keller zum Platten archivieren….. und einige Platten wurden schwarz eingefärbt mit irgendwas….! Warum weiß ich aber nicht mehr! War mir damals aber auch völlig egal, wenn ich ehrlich bin! Drecksladen war das, verfolgt mich heute noch!

  • An Alle,


    vielen Dank für Eure Antworten!!!

    Wird dann überhaupt noch etwas analog archiviert, wie Proofs etc?

    Platten habe ich zuletzt in 2003 archiviert.

    Das macht heutzutage keinen Sinn mehr, da die Probleme (Kratzer, Freilaufverhalten, Passerschwierigkeiten etc.) überwiegen.

    Hinzu kommt, dass das damals auch nicht wenig Lagerfläche in Anspruch genommen hat.

    Proofs aufzuheben macht in meinen Augen auch keinen Sinn.

    Wann und wozu braucht man die nochmal (ausgenommen bei Wiederholaufträgen)?

    Im Zweifel kann man besser mal ein Proof neu machen, als die alle zu lagern.


    Viel interessanter ist die Archivierung von Musterbogen.

  • Archivieren von Musterbogen😀 Auch so ein Thema! Da kommt einiges zusammen mit der Zeit! Nur wohin damit! Und noch besser, wo findet man was, was man gerade braucht!

    Wenn man Stur nach PSO druckt….. bracht man eigentlich kein Musterbogen mehr!

    Aber, werden Korrekturen an den Sollwerten vorgenommen um an irgend ein Proof oder Farbmuster ranzukommen……dann kann es gefährlich bei einer Nachauflage werden, wenn mal wieder keiner weiß was damals war! Wie handelt ihr sowas?

  • Servus!


    Standartdichtwerte je nach Farbe und dann in % + oder- in mit Zonenangabe und Duktorumdrehung. So haben wir das früher gemacht, geht

    natürlich heute genauso, nur wieoft braucht man das noch?

    Bei Sonderfarben, eigenes Mischrezept dazu geschrieben und je nachdem, mit dem Papierweiß abgegliechen und ggf. angepasst.



    Gruß


    Maik



    Drucker aus Leidenschaft