Beiträge von Colorless

    Moin Kollegen,


    ich kann euch sagen - auch euern Lieferanten geht es mit der jetzigen Situation nicht gut. Jeden Tag flattern auch für diese neue Preiserhöhungen ins Postfach. Lieferungen die zugesagt wurden, kommen einfach nicht an und und und.. das liegt an vielem. Das Transportwesen ist komplett überlastet, jegliche Rohstoffe sowie Vorprodukte werden nur in begrenzter Anzahl produziert, China verbietet den Firmen teilweise mit voller Kapa zu produzieren und soweiter.. lets wait and see!

    Hi BlackMamba,


    im Wasserlos hängt sehr viel, ich würde fast sagen alles, von der Temperatur ab. Sofern du noch Spielraum hast würde ich etwas niedriger gehen, du wirst aber vermutlich Farbstärke verlieren. Das Grundproblem ist tatsächlich die Farbe. Im Wasserlosen Offsetdruck ist die Rheologie sehr wichtig. Dadurch entsteht der Farbübertrag im großen und ganzen. Ich war die letzten Wochen viel an der Aniflo von CodiMag unterwegs..

    Finde den Fehler, wir drucken sehr oft Naturpapiere im UV! Sieht wirklich klasse aus, die Farbe steht eins A!

    Schutzlack muss meistens auch noch drauf! Die Scheuerfestigkeit lässt bei diesen Produkten zu wünschen über, gerade bei Umschlägen über 200gr!

    Das Gewissen wird dann damit beruhigt…. Hauptsache irgendein ein Clima Lable drauf und alles ist toll!

    Hoffentlich liest mein Chef nicht mit…..😕

    GuMo Brandeilig,


    ich kann dich beruhigen. Ihr seid da nicht die einzigen ;-)

    Ihr macht ja auch nur das was der Kunde sich wünscht..

    Ein komplettes Verbot kann ich mir tatsächlich nicht vorstellen (will ich auch nicht, vielleicht deshalb..) - mit gewissen Einschränkungen etc. wird man aber in Zukunft leben müssen, da bin ich mir sicher.

    Hallo Colorless,

    gilt das nur für gestrichene Bedruckstoffe oder etwa auch für Naturpapiere? In meiner Zeit waren alle Drucke auf gestrichenem Papier deinkbar, weil der Strich ausgeschwemmt wurde - und damit auch die Farbschicht. Bei ungestrichenem Papier und verfilmenden Farben saßen sie so fest auf den Fasern, dass sie in der Fasermasse blieben. Dabei reichte schon die oxidativer Verfilmung und die UV-Vernetzung erst recht.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Hallo Inkman,


    mittlerweile sind "reine" UV-Farben meist auch für ungestrichene Papiere deinkbar. Bei LED-UV sieht es zumindest aktuell noch etwas anders aus. Da es sich hierbei um hochreaktive Systeme handelt, ist dies noch etwas komplizierter, aber das brauche ich dir ja nicht zu erklären.

    Für die UV-Farben gibt es die INGEDE Methode, welche dies je nach Farbserie bestätigt.



    Hallo Hein,


    ich weiß es mittlerweile, da ich an der Quelle arbeite. Die Farbhersteller lassen dies aber auch immer mal wieder in einem toll geschmückten Presseartikel verlauten. Ich kann den Ansatz verstehen.

    Meine Wurzel ist eben genau der Bereich "in dem es nicht anders ging". Mittlerweile habe ich die Seiten gewechselt und kann daher aus erster Hand berichten.

    Also als ehemaliger UV-Drucker kann ich das auch bestätigen. Bei uns wurden von Tag eins an alle Klamotten in der Firma gewaschen. Ebenfalls gab es eine Trennung bei der Aufbewahrung im persönlichen Spind zwischen Arbeitsklamotten und privater Kleidung.


    Nach 9 Jahren mit UV-Farbe an der Maschine kann ich (gott sei dank) sagen, dass bei mir weiterhin alles gut ist. Ich bin daher eher ein Verbündeter dieser Technologie.

    Ich weiß zwar nicht wie es bei der SM52 ist, aber bei den Maschinen an denen ich bisher Walzenjustiert habe (Rollenmaschinen) sollte die Schränkung vor Justage auf 0 stehen, da sonst am Ende gar nichts mehr stimmt.

    Vielleicht kann ein Bogenjünger das nochmal bestätigen oder abschmettern, aber sollte dem so sein und deine Schränkung offen sein, würde ich nochmals justieren.

    Bitte beachten:


    Bei Lebensmittelkontakt (auch indirekt) ist wie Inkman schon sagte vorsichtig geboten!

    Eigentlich wäre eine Migrationsanalyse die sicherste Art und Weise um dies zu verifizieren. Der Druckfarbenhersteller wird sich nämlich immer aus der Haftung ziehen können.

    Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass es sehr wichtig ist, einen Mentor zu haben. Ich glaube du erfüllst diese Rolle ganz gut ;-)

    Aber wie du sagst, er wird einen Plan haben und nach deiner Beschreibung diesen auch gehen.

    Wenn man meinen Ex-Kollegen glaube darf hast du damit einen absoluten Glücksgriff. Gibts nicht mehr oft.

    Ich war bei uns in der Firma, der letzte Azubi, der die "Karriereleiter" etwas gekletter ist. Alle anderen haben eher mittelmäßig das ganze beendet..

    Halte den Jungen!

    Als Bogendrucker zur Rolle zu wechseln, ist auf jeden Fall ein Unterschied. Ich war mal eine zeitlang in einer rollenbude. Ich fand es schrecklich. Wird man zum hilfsbuchbinder 😂😜 Alte Maschine, falzapparat nur mit 1000 Tricks zu betreiben, wenn man nicht schon 20 Jahre an der Kiste gearbeitet hat, die Höchststrafe. Dann war die Bude platt.

    Das entfällt eben alles beim Drucken auf Folie, da wird nix gefalzt etc. Das höchste der Gefühle ist ein Trennschnitt um die Bahnen zu vereinzeln. Aber auch Rollendrucker sind schon gescheitert auf Folie zu drucken.

    Das hätte man damals nie gedacht,dass der Rollenoffset im Foliensegment so stark mitmischen würde. Habe nur wenig darüber gelesen (nur ein paar Artikel über die Contiweb Thallo und Rotatek). Wäre super,wenn du ein wenig darüber schreiben würdest bezüglich Farbe, Rüstzeiten , Trocknung, Feuchtwasser Inlineveredelung , Probleme, etc

    Mfg Morodin

    Hallo Morodin,


    ich glaube das ganze Thema ist gar nicht so klein wie man denkt. Natürlich ist hier der Tiefdruck und Flexodruck immer noch Vorreiter in der Branche aber gerade in der heutigen Zeit mit immer mehr unterschiedlichen Versionen und kleinen Auflagen kann der Offsetdruck natürlich seine Stärken (günstige Druckformkosten z.B.) ausspielen.


    Gedruckt habe ich bisher an MM Alprintas und einer DG Thallo. Wir haben ausschließlich Kombimaschinen gehabt, also immer noch Flexodruck oder sogar Tiefdruck mit dabei. Farben waren ausschließlich UV-Farben außer im Tiefdruck, hier war es Standard Lösemittel (meistens Lack oder Weiß oder Sondertöne (Gold, Silber etc.))


    Ich will nicht sagen auf Folie drucken ist schwieriger, aber was ich sagen kann ist, dass einige Papierdrucker an der Folienmaschine gescheitert sind :) es ist einfach anders! Gedruckt wird meistens von Rolle zu Rolle.


    Bei Fragen einfach Fragen!

    Hallo Kollegen,


    mich würde mal Interessieren, wer von euch bereits Erfahrung mit der Bedruckung von Folie gemacht hat.

    Zu mir selbst:


    Ich bin gelernter Rollenoffsetdrucker und habe eigentlich bisher zu 99,99% Folie bedruckt. Ich glaube, in meinem ganzen Leben, hatte ich zwei Papierjobs in der Maschine.


    Ich freue mich auf den Erfahrungsaustausch mit euch!


    Grüße,

    der Farblose.

    Deshalb den Techniker in Teilzeit machen, dann hast du mindestens 3 Jahre nebenbei Berufserfahrung gesammelt .. aber anderes Thema.