Corona in der Druckbranche

  • Also bei uns ist es jetzt so, dass wir unsere beiden Papiermaschinen für ~10-14 Tage aus der Produktion nehmen werden.


    Wir hatten bis diese Woche eigentlich genug Aufträge, aber da unsere Kunden auch sukzessive Maschinen rausnehmen quillt unser Lager langsam über. Müssen jetzt einmal schauen wie es sich in diesen 1-2 Wochen entwickelt und ob mehr abfließt.

  • Guten Morgen, ich grätsche hier mal rein und hab' 'ne Frage zu Kurzarbeit. Ist es denn erlaubt, Druckaufträge an wirmachendruck auszulagern, während wir Drucker nur noch 2 Tage/Woche a 7 Stunden arbeiten? Ich find das ne bodenlose Frechheit!


    Grüße aus der Home-Druckerei

    Andi

  • Hallo Andi,

    zu Deiner Frage Aufträge an WMD auszulagern und im Umkehrschluss die eigenen Mitarbeiter zu Hause zu lassen. Ich finde das Verhalten Deiner Geschäftsführung auch nicht schön. Schließlich stehen eigene Mitarbeiter zur Verfügung und könnten beschäftigt werden. Vielleicht sind es aber auch finanzielle Zwänge die Deinen Chef dazu treiben einen solchen Weg zu wählen. So ohne Hintergrundinformationen kann und will ich auch nicht richten über die Entscheidung. Fakt ist, jeder einzelne Euro der diesen Internet-Druckereien von Druckereien hinterher geworfen wird ist weitere Munition für den eigenen Exodus.


    Kollegiale Grüße

    Michael

  • Servus!


    Da möchte der Oberhäuptling noch mal schnell Kasse machen,bevor er seinen Stamm verlässt.

    Der möchte nicht mehr mit Euch kämpfen und das ist sehr schwach.Das eigene Stammesvolk in den

    Ruin zu treiben.

    Ich an Euerer Stelle ,würde einmal mit dem ganzen Stamm den Häuptling zur Rede stellen.Dann muß

    er ja mal mit einem Überzeugenden Plan,die Krieger wieder beruhigen und Hoffnung geben.



    Gruß


    Maik


    Drucker aus Leidenschaft

  • Ich sehe es genauso Fuxx das ist wirklich ne bodenlose Frechheit. Was heute alles von dem Arbeitgeber eingefordert wird von dem Arbeitnehmer da frage ich mich ob die noch alle Latten am Zaun haben. Da gibt es Branchen wie die Automobilindustrie da wird sowas nicht betrieben. Da steht eine Gewerkschaft hinter ihren Arbeitern. Es ist ja nicht so das ich sage zuerst meine Rechte und dann die Pflichten als Arbeitnehmer sondern umgekehrt erst tue ich gewissenhaft meine Pflichten aber dann fordere ich auch meine Rechte ein. Aber bei uns wird auch nichts gedankt rein garnichts. Sondern wir müssen den Mist ausbaden den die Geschäftsführung und Konsorten verbraten.

  • Hallo Miteinander,


    ich sehe das genauso! Früher, zu Zeiten von IG Druck & Papier, oder dann von IG Medien, wäre so eine Scheiße nicht so einfach möglich gewesen! Ich verstehe nicht, dass sich die heutigen "Chef´s" nicht in Grund und Boden schämen, für die Scheiße, die sie mit ihren Mitarbeitern abziehen! Was ist nur aus unserem Berufsstand geworden?! Traurig, richtig traurig! Keine Frage, die sog. "Internetdruckereien" wollen auch leben, aber doch bitte nicht auf die Kosten anderer?! Ich glaube nicht, dass es so rechtens ist, die eigenen Mitarbeiter in die Kurzarbeit zu schicken, und die Aufträge (hier an WmD) zu vergeben! Ist aber kein Einzelfall! Ich vermute, dass sich so mancher "Chef" der auch vor der "Covid 19-Krise" schon in finanziellen Nöten befand, jetzt versucht, sich hier billig zu sanieren! Der Schuss wird aber nach hinten losgehen! Irgendwann, ist die Krise überstanden! Dann wird jeder aufgefordert werden, die Staatskassen wieder zu befüllen! Man kann auf diese Zeit gespannt sein! Leider wird das noch etlichen Klein- und Mittelbetrieben den Kopf kosten und somit wieder auf unserem Rücken ausgetragen werden! Ich sag da nur noch: "Hurra Deutschland, was ist aus dir geworden"!


    Ich verstehe euch alle und leide mit euch!


    Gruß


    Ralf

  • Ich weiss nicht wie bekannt die Tatsache ist, dass man mit denen Deals machen kann und für die druckt. Wie erfolgreich das Geschäftsmodell ist vermag ich nicht zu sagen. Was ich jedoch weiss, dass es jemand in meiner Gegend nicht geschafft hat. Derjenige hat sich eine 3b Achtfarben reingestellt und es kam dann wohl nicht das was versprochen wurde. Das da viel hängen bleibt glaube ich auch nicht wirklich. Also gibt es mehr als zwei Verlierer bei der Nummer.

  • jaja die bösen Chefs, was bleibt denen denn übrig? Messe und Veranstaltungen gibts erstmal nicht mehr, noch weniger Druckaufträge. Die meisten von euch sind wahrscheinlich zum ersten Mal in Kurzarbeit und so gehts den vielen Klein- und Mittelständischen Druckereien wohl auch. Sie sind Anfänger in Sachen Kurzarbeit, ganz anders wie die Profis von der Autoindustrie wo sich die Stammbelegschaft seit 2 Monaten auf dem Balkon schon rotgebräunt hat. Was ist dort mit den Leiharbeitern? Ist für die eine Gewerkschaft da? VW z.B. mit 30 Mrd Gewinn, die schwimmen in Geld und fordern jetzt Hilfe die sie auch garantiert bekommen werden.

    Eure Chefs sind auch nur Menschen und die machen auch ihre Fehler, die haben auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen und wissen auch nicht wie das ausgehen wird. Es liegt an jedem einzelnen von uns das wir die so wichtigen Klein- und Mittelständer jetzt unterstützen und selber alles geben was wir können, der Ausgang bleibt ungewiss.

  • Schön das du VW ins Spiel bringst. Der VW Chef har sich hingestellt und behauptet das sie ja mit dem Steuern die sie zahlen das Geld für die kurzarbeit vorher erwirtschaftet und somit auch Anspruch darauf haben. Den Bericht habe ich bei der Sendung Monitor gesehen. Da wurde auch berichtet das die großen Unternehmen viele Steuertricks nutzen um ja Steuern zu vermeiden. Dann sollte die Regierung die Gesetze so machen das es heißt ihr bekommt keine Staatshilfe solange ihr euch nicht an diese Spielregeln haltet und im Falle von VW keine Gewinnausschüttung an Aktionäre in Krisenzeiten. Die Politik muss einfach nur wollen. Ich verlinke den Bericht von Monitor mal für all jene die es interessiert.


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  • ... Da gibt es Branchen wie die Automobilindustrie da wird sowas nicht betrieben. Da steht eine Gewerkschaft hinter ihren Arbeitern. ...

    ich hab auf deinen Kommentar geantwortet und versucht die Kehrseite aufzuzeigen. Die meisten von uns haben halt die Lusche gezogen.


    Ich finds auch nicht ok mit Online-Druckereien zusammenzuarbeiten und würde das auch niemals in Betracht ziehen. Ich finds aber wichtig das Druckereien vor Ort zusammen kooperieren, jeder macht dann das was er besonders gut kann und es steht nicht alles doppelt unbenutzt rum.


    Wer weiss, vielleicht kommt ja genau durch solch eine Krise mal wieder mehr Schwung in die Sache.

  • Wo das hier gerade mit der Gewerkschaft kurz angesprochen wurde.

    Wie möchtest Du denn etwas durchsetzen wenn kaum noch Mitarbeiter in der Gewerkschaft organisiert sind?

    Die paar Euros werden ja lieber gespart, man profitiert ja trotzdem davon was andere vor Jahren hart erkämpft haben.

  • Die Gewerkschaften der Automobileindustrie verhandeln mit den jeweiligen Konzernen und wenn diese sich an den ausgehandelt Tarifvertrag binden macht es schon sinn in einer Gewerkschaft zu sein die meine Interessen vertritt bzw der der Arbeitnehmer. Sollte es aber wie heutzutage sein das der AG nicht sich nicht Tarifgebunden fühlt zahlt er das was er für richtig hält. Da macht es wenig Sinn als AN in einer Gewerkschaft zu sein Beiträge zu zahlen wovon man letztendlich nichts hat wenn der AG nicht nach Tarif zahlt. Ich habe schon Stellenanzeige gesehen wo Betriebe Drucker suchen die am besten drucken, Platten belichten Aufträge weiterverarbeiten und und sollen. Also im Prinzip Alleskönner oder Allrounder sind aber der AG will nichts zahlen wollen. Da denke ich mir in welcher Welt die denn Leben. Man kann es nicht durchsetzen das die AG nach Tarif zahlen das ist Fakt man kann aber darauf hoffen das der Fachkräftemangel weiterhin steigt und die Betriebe nun irgendwie doch bermerken scheiße die Leute haben kein Interesse daran für das bißchen Geld hier zu arbeiten und sie nur die letzten Pfeifen vom Arbeitsmarkt abbekommen die im Prinzip keine Lust haben und dementsprechend unmotiviert und krank sind und das Zahnrad der Produktion ins Stottern wenn nicht gar zum erliegen kommt. Viele Betriebe müssen darum kämpfen gute Leute zu bekommen und das geht nunmal mit einer guten Vergütung und einem angenehmen Arbeitsklima ansonsten muss man damit leben das zu bekommen was der markt noch hergibt.