Beiträge von Schubbeduster

    Domster


    Die Absprache selbst funktionierte, da wir alle Probleme hatten mit zu wenig TWZ nachdem wir den Wasserkreislauf gespült hatten. Leitwert war zu niedrig. Unsere CD 74 die in 2 Schichten lief ,wurde jeden Montag komplett gewartet und daher klärten wir sowas auf kurzem Dienstweg.

    Zum Ablauf: Im Betrieb :Der Leitwert stieg zu hoch ,dann wurde einfach 1-2 Kanister abgelassen und es frisches Wasser nachgepumpt.

    Für die Wartung wurde Wasser abgelassen und altes Wasser aufbewahrt. Nach dem reinigen und spülen des Kreislaufs wurde das alte Wasser wieder mit eingefüllt, um einen etwas höheren Leitwert zu erreichen.

    Ich weiss, nicht perfekt hat aber ganz gut funktioniert für uns.

    Leitwert .....großes Thema als ich alkoholreduziert gedruckt habe. In welcher Beziehung stand ...µSiem/cm und TWZ will ich jetzt nicht weiter recherchieren. Doch es gab Einen, da wir uns ein Fenster gesetzt hatten ( glaube irgendwo zwischen 900-1100µSiem/cm ...ist lang her) indem wir unsere Akzidenzien halbwegs stabil gedruckt hatten.

    Lagst drüber hattest Du Tonwertsunami wie wir es scherzhaft nannten.

    Zum Thema Wasserwechsel. Gerade bei alkoholreduziert hattest Du bei ungestrichenen echte Probleme ,auch war ich nie ein Freund davon komplett frisches Wasser zu nehmen . Dadurch hatte ich dann nämlich zu wenig Tonwertzuwachs. Hatten uns dann eben Schichtübergreifend geeinigt immer so eine Art halb Gut/ halb schlechtes Wasser zu nehmen ,eben um stabil drucken zu können. Richtwert dafür war der Leitwert.

    Eine der letzten Klausuren beschäftigte sich mit dem Ablauf einer Messung eines Spektralfotometer. Eine Frage war, den Ablauf zu skizzieren und fachlich korrekt und detailliert wiederzugeben.

    Man weiss das diese Frage so kommt und übt seinen Text um Ihn flott runterzuschreiben. Exakt diese Begriffe hiess es auszuarbeiten . Reflexion/Remission.

    Schreibe hier eine Kurzform. Das Licht trifft auf die feuchte Probe und erhält neue Farbinformationen von der feuchten Oberfläche reflektiert es . Dies ist eine falsche Information die mithilfe von Polarisationsfiltern "ausgesiebt" wird. Die Remission ist das was wir messen wollen.

    (Reflektion ist interessant wenn wir einen Glanzpunkt messen wollen)

    Habe zu meinen eigenen Unterlagen auch noch oben beschriebenes Fachbuch zur Hand und eine Ausführung von Heidelberg. Hatte damit auch drei unterschiedliche Begriffe für den gleichen Vorgang . Nämlich remittiert/diffus reflektiert/reflektiert.

    Denke das Problem ist das diese Begriffe in unterschiedlichen Branchen unterschiedlich angewendet werden. Habe mich am Ende für Remission und Transmission entschieden.Gab volle Punktzahl und nix anderes interessiert mich in dem Moment.Das sehe ich dann pragmatisch ;-)

    Kann mich nicht beschweren, habe jetzt in den Ferien mit Tiegel und Zylinder ganz gutes Geld verdient.

    Wird immernoch gebraucht. Prägen, Rillen, Stanzen , absolut tiefenentspanntes arbeiten .Macht immernoch Spass, aber wie Boston schon sagte. Keiner von den jungen Druckern ( 3 an der Zahl ) will das lernen obwohl ich es angebote habe.

    Brandeilig


    Nein der Beitrag gefällt mir weil ich das absolut nachvollziehen kann. Deine Frustration verstehe ich. Bin den Weg der Weiterbildung jetzt gegangen um es mal anders zu machen. Habe meine 30 Jahre an der Maschine gestanden und mich mit Flitzpiepen gestritten, ob es aus dem Büro war oder mit unbegabten Druckern.

    Mache gerne meinen Job und muss gestehen, dass ich mich mit dem neuen Wissen nochmal neu verliebt habe. Auf die Frage was ich mal anders machen werde wenn ich in eine solche Positon bekleide, kann ich antworten das ich mich immer vor meine Drucker stellen werde. Wenn die Hütte brennt stell ich mich an die Maschine. Gibs Probleme stehe ich dabei, kannst mal glauben ...... nur verar...... sollten sie mich nicht dann gibs Streit.

    Habe aber eben nun auch Einblicke von der anderen Seite des Geschäftes, so brutal das klingt. Auf 14000 einrichten ohne Zuschuß ist dann so. Zeiten sparen , optimieren, managen. Das mache nicht ich , das machen " Wir" . Es würde mich sehr wundern, wenn dein Chef mit drucken die dicken Geldbündel rausträgt. Der Drops ist in unserer Branche gelutscht, ausser Du besetzt irgendeine NIsche.

    Flexo,Verpacker .... da geht noch was . Akzidenzoffset kannst vergessen. Gewinnmargen wie aufm Girokonto(übertrieben) . Daher der Druck der wird an Dich und Uns weitergegeben wird.

    Mein neuer Lieblingsspruch den ich gestern gehört habe und ich herzlich gelacht habe....

    Habe Sommerferien und war in der alten Firma zu Besuch. Da erzählt mir der Chef das sauviel zu tunist und fragt mich ob ich nächste Woche nichtmal ne Nachtschicht fahren will ^^

    Möchte Inkman ein wenig ergänzen, und auf jeden Fall noch eine Formel dazugeben die gut zu dem Thema passt und der Ein oder Andere vielleicht auch anwenden mag.

    Ich beziehe mich in meinem Beispiel auf die Dichtemessung mit einem Densitometer. Wir messen einmal eine Volltontonfläche und einmal eine Rasterfläche. Farbe ist Magenta. Messunterlage schwarz, Papier ist weiß.

    Hier mal rudimentär die Funktionsweise eines Densitometers

    -         Von einer kalibrierten Lichtquelle fällt weißes Licht (RGB) durch ein Linsensystem gebündelt auf eine mit einer lasierend bedruckten Fläche.

    -         Je nach Farbschichtdicke und Pigmentierung wird ein Lichtanteil absorbiert. (Bezogen auf das Beispiel – RGB auf Magenta - G wird absorbiert)

    -          RB remittieren als Magenta

    -         Ein Linsensystem fängt die Lichtstrahlen auf, die in einem von 45 Grad zum Messstrahl von der Oberfläche remittiert werden.

    -         Eine Fotodiode wandelt nun das empfangene Licht in elektrische Spannung um und die Elektronik vergleicht jetzt den erhaltenden Wert mit dem Wert des Referenzweiß. (Welches vorher ja immer im Densi hinterlegt ist.)

    Dies ist mal ganz grob zusammengefasst. Das sich zwei unterschiedliche elektrische Spannungen ergeben Papierweiß gegen Farbprobe ist selbstverständlich. Daraus wird der Wert errechnet den wir dann als Dichtwert im Display ablesen können. Um beim Beispiel zu bleiben haben wir jetzt mal eine Dichte von 1,60.

    Messe ich jetzt im Beispiel das Rasterfeld von 40% erhalte ich ebenfalls einen Wert, der sich errechnet wie oben beschrieben. Nennen wir diesen Wert mal 0,36.

    Mit diesen beiden Werten kann ich jetzt meine optisch wirksame Rasterfläche ermitteln.

    Die Rechnung dazu sieht wie folgt aus:


    (1-10-0,36­) :(1-10-1,6­) *100=57,8%

    Hier kann also die Tonwertzunahme errechnet werden in unserem Fall 17,8% und kann sofort kontrollieren ob diese innerhalb der Toleranzen vom PSO sind.

    Dieser Punktzuwachs ergibt sich aus optical Gain (Lichtfang) und dem Mechanical Gain (Einflüsse im Druck, Viskosität der Farbe, Geschwindigkeit, Temperatur usw.)

    Denke jetzt ist ein Schuh daraus geworden.

    Schönen Samstag noch ….

    Hexen können die aus Bayern nicht. Die sind gnadenlos in Bezug auf optimieren und investieren.

    Wir durften da ein wenig hinter die Kulissen schauen. Es ist eine Materialschlacht die der Mittelständer nicht anzutreten braucht. Dieser sollte sich seine Nische suchen, sonst geht das nicht gut.

    Im Flexo/Verpackungen da is wohl noch gutes Geld zu verdienen.

    Beflügelt wird diese Schlacht durch eine lockere Geldpolitik, hier muss ein konsequentes Umdenken geschehen .

    Verlinke mal einen interessanten Artikel.

    Kurze Zusammenfassung. Wer sauber wirtschaftet und kalkuliert ,verliert. Schulden bedeuten Wachstum.

    https://focus.de/10962703

    Ja so ähnlich und man muss hier immer auch vom theoretischen Farbraum ausgehen.

    Habe in dem Beispiel dem Cyan nur das Licht abgedreht.

    Du kannst demnach jeder Farbe das "Licht" abdrehen.

    Aber schreibe gerne nochmal was zu dem Lab Farbraum.

    L beschreibt das Licht . Dann gibt es noch 2 Achsen.

    Die A Achse (horizontal)geht von - 128 bis +128( soweit ich mich erinnere ,Klausur is wieder ne Weile her )

    Bei a-128 ist ein maximal gesättigtes Grün. Bei a+128 die Komplimentärfarbe maximal gesättigtes Rot.

    Jetzt gibt es vertikal die b achse mit den gleichen Werten bei b-128 gibt es ein maximales Blau bei b+128 ein maximales Gelb.

    Nun kannst Du mit drei Achsen L für Licht (Luminanz) a und b (theoretisch) jeder wahrnehmbaren Farbe eine Koordinate zuschreiben.

    Hier hat der Cielab Farbraum eine Antwort.

    Greife das Beispiel hellblau auf.

    Cyan liegt bei L 55 a -37 b-50 . Geht man jetzt auf der L(uminanz) Achse Richtung 100(maximum) hätten wir bei grob geschätzt L 85 a-37 b-50 ein schönes hellblau.

    Aber nehme ich die Luminanz raus und gehe Richtung 0, wird es am Ende schwarz.