Beiträge von Schubbeduster

    Die besten Tücher wurden ja schon genannt. Darf ich mal in die Runde fragen wie der Standard( falls vorhanden ) gehandhabt wird?

    Also neu abgedruckt und Tonwertzunahmen kontrolliert und ggf. nachgeregelt oder wie es oft auch bei mir der Fall war, einfach weitergedruckt wie gehabt und soll sich der Drucker drum kümmern?

    Tatsächlich findert sich der Sieben/Acht Farbdruck in der Anwendung wieder. Im Verpackungsdruck um Waschgänge für Sonderfarben zu vermeiden. Habe Druckmuster gesehen und sie sind tatsächlich brauchbar. Voraussetzung ist natürlich eine perfekte Vorstufe mit entsprechendem Colormanagement. Der Drucker kann bei CMYKRGB nur noch an die Dichtewerte ranfahren und fertig. Der Bedruckstoff muss dies natürlich entsprechend hergeben bezüglich Passer u.s.w. Vielleicht schreibt ja Dexter mal was dazu, der druckt nämlich so ;-)

    Der erste Gedanke ist in der Regel, dass irgendwelche gesättigten Farben am Ende des Farbraums getroffen werden, die mit CMYK nicht erreicht werden. Hier gibt es sicherlich Anwendungen. Ein Beispiel aus der Praxis habe ich noch aus dem Etikettendruck. Es ging um einen Auftrag deren Farben im Sujet nahe des Unbuntpunkt lagen, heisst Beige und Lindgrün usw. Diese wurden im Flexodruck aufwendig gemischt und führten trotzdem zu Reklamation. Der Auftrag wurde dann an der Indigo mit den Farben CMYK und Light CMYK produziert. Hier ist eben durch die Lightfarben eine viel genauere Reproduzierbarkeit der Farben erreicht worden da feiner abgestimmt werden konnte, Motive hingegen kamen brilliant und kräftig rüber.

    Dexter ich verstehe deine Aussage. Tatsächlich ist Automatisierung immer noch ein grosses Thema. Der "Bediener" hat einfach andere Lohnkosten als "der Drucker" . Also sind vollautomatische Plattenwechsel, Ferndiagnosen, Farbführung , Bogenkontrolle per Kameraüberwachung ,notwenig um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern. Für mich als Drucker natürlich auch schrecklich, aber eben eine Entwicklung die nicht aufzuhalten ist.

    Ich empfehle Dir einmal " Push to Stop" von Heidelberg zu googlen. Die sind wirklich schon sehr weit .....

    Danke für die Blumen Inkman und gebe Sie zurück. Ich habe bewusst den Prozess so simpel beschrieben. Schreibe hier auch aus eigener Erfahrung als Akzidenzdrucker. Wie oft musste in der Nachtschicht irgendwas gedruckt werden, Tasche sagt " Drucken nach Farbmuster" , nimmst das rein und musst an den Farben rumdrehen um irgendeinen faulen Kompromiss aufs Parkett zu legen. Der Job geht dann durch oder eben nicht.

    Der Standard ist ein fantastisches Kontrollmittel und wie Du schon beschrieben hast eine Vereinbarung zwischen Kunde und Druckerei.

    Ich war erschrocken wieviele Druckbetriebe ich kennengelernt habe, die nicht nach Standard drucken. Dabei konnte ich immer zwei Faktoren beoabachten. Einmal Unwissenheit und Angst vor Kosten. Beide sind vollkommen unbegründet, Medienstandard Druck , also das Handbuch mit den Arbeitsanweisungen, sowie ICC Profile sind kostenlos. Die Zertifizierung hingegen, kostet Geld. Dort sind natürlich Dritte involviert, die die Urkunde verleihen. Dabei ist es wirklich simpel. Ich bestimme die Farborte meiner Grundfarben , notiere mir die dazugehörigen Dichtewerte. Drucke dann die Rasterkeile, erfasse diese densitometrisch und passe ggf. die Tonwerte nach Vorgabe der Tabellen an die im Medienstandard sind. Dies mache ich für meine Bedruckstoffkategorien. Die Zertifizierung ist kein muss, eher ein" nice to have".

    Was habe ich davon ?

    Kurz und knapp: Produktionssicherheit plus verkürzte Einrichtezeiten weniger Maku und das wichtigste nicht zu vergessen, eine Argumentationsgrundlage.

    Bei einer Reklamation kann ich beweisen, dass ich mich an Regeln einer weltweit anerkannten Norm gehalten habe ( ISO 12647).

    Alles im Allem eine wirklich tolle Sache und wer sich einmal die Mühe macht das PSO-Handbuch zu lesen ( über 600 Seiten) , erkennt das da wirklich viel Forschung und auch Leidenschaft für das Drucken drinnen stecken.

    Alternativ dazu empfehle ich den Medienstandard Druck , glaube knapp 50 Seiten und eine vollkommen ausreichende Zusammenfassung.

    Langfristig machst Du die Lettern rund, also kaputt. Diese Unsitte das man Buchdruck sehen muss ist leider weit verbreitet. Je härter dein Papier, je mehr Druck, je feiner die Schrift umso mehr leidet das Material. Abhilfe ist,mit Klischees zu arbeiten.Möglicherweise selbst hergestellte. Da kann drauf rumgebolzt werden wie will.

    Tricky Sache, mal sehen ob ich weiterhelfen kann. Ich hatte einen ähnlichen Auftrag. Hier musste eine Art Deckweiss verarbeitet werden, das man erst sehen durfte wenn es freigerubbelt wurde.( Die Farbe hat mit Metall reagiert) . Hier bestand also die Problemstellung darin, dass nicht zuviel Farbe auf dem Bogen liegt und die Buchstaben vorher schon erkannt werden, aber auch nicht zu wenig so das diese freigerubbelt werden können. Densitometrische oder spektralfotometrische Messungen kannst Du vergessen. Die helfen da nicht wirklich weiter. Im Endeffekt habe ich mir mit ,(umgangssprachlich) Schwarzlicht, geholfen. Das Licht am Leitstand ausgemacht. Das Deckweiss im InpressControl abgewähhlt , Licht am Leitstand ausgemacht und mit einer Schwarzlichtlampe kontrolliert ob genügend Farbe auf dem Bogen liegt.

    Mittlerweile stehe ich im Thema und habe auch alles beisammen was benötigt wird. Mir wäre wichtig zu wissen wie exakt diese zu erfüllen sind. Um die Anweisung von DE-UZ 195 (Blauer Engel) zu erfüllen , beschäftigt sich ein großer Teil mit dem Thema Energiemanagement. Hier wäre die ISO 50001 (Energiemanagement) von Vorteil , diese ist aber nicht vorhanden. Also muss ich etwas "ähnliches" aus dem Hut zaubern. Hier wäre jetzt meine einzige , noch offene Frage. Hat jemand eine Zertifizierung OHNE ISO 50001 hinbekommen und sind meine Befürchtungen richtig, dass dieser Artikel über Energiemanagement als sehr streng beurteilt wird?

    Ich arbeite mich gerade in das Thema Blauer Engel ein und wäre dankbar über Erfahrungsberichte, Vorgehensweise, Praxistipps, was immer.

    Stehe ganz am Anfang und würde gerne die geballte Kompetenz und die Erfahrung des Forums nutzen um in das Thema zu kommen.

    Danke

    Ich habe den Flexodruck während der Weiterbildung kennengelernt. Vibrierende Zylinder waren mir anfangs suspekt aber das gehört dazu. Flexo ist unglaublich vielfältig und absoluter Wachstumsmarkt. Ich kenne den Verpackungs- und Etikettenbereich.

    Also im Gegensatz zum Offset lief das tiefenentspannt ab und der vermeintliche Kartoffeldruck ist auch Geschichte. Die können richtig fein drucken. Ich behaupte mal mit Deiner Erfahrung und deinem Gefühl für Farbe wirst Du Dich da sehr schnell zurechtfinden.

    Alles Gute

    Das ist richtig . Du erhälst "falsche" Werte wenn Dein Axis Control (bei Heidelberg) den Kontrollstreifen misst. Weil einfach auf der Farbschicht noch eine Schicht Lack liegt. Bei Mattlack waren das gut 3% bei glänzend weniger. Beim Inpresscontrol kann der Kontrollstreifen selbstverständlich überlackiert werden. Hier erfolgt der Messvorgang im letzten Druckwerk BEVOR lack aufgetragen wird.

    Ich musste es erstmal nachschlagen und möchte Inkman ergänzen. Antwort gibt wie immer der Medienstandard Druck. Standarddruckbedingungen ist hier das Zauberwort und ICC Profil. Die Standdarddruckbedingungen werden von der Fogra "erforscht" um es einmal etwas lapidar auszudrücken. Da der medienstandard Druck ALLE Druckverfahren abdecken soll(tut er nur eingeschränkt) , ist er sehr allgemein gehalten. Also werfen wir einen Blick was eine Standardruckbedingung eigentlich ist.

    - Sie beinhaltet das Druckverfahren( egal ob Offset, Flexo, Tinte Toner.........)

    -Die Bedruckstoffkategorie (gestrichen, ungestrichen ......) und ggf. die mögliche Bedruckstoffmasse( Bsp.: 80-250 gr)

    -Die mögliche Rasterfrequenz und Rasterart

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    Im nächsten Schritt wird eine Druckkennlinie zugeordnet. Also egal wie das Druckverfahren funktioniert MUSS definiert sein ( mittels der Druckkennlinie) wie Primärfarben erreicht werden

    und die Lab Werte der Primär- und Sekundärfarben

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    Jetzt wird charaketerisiert. Ich drucke nun unter den beschriebenen Bedinguungen eine Testtafel aus. Die Einstellungen die ich benötogte um die Werte der Testtafel mit meinen Druckbedingungen zu erreichen speicher ich ab in einem ICC Profil.
    Wenn vorhanden kann ich natürlich auch ein ICC Profil nehmen welches mir zur Verfügung gestellt wird ;-)

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    Um die Frage von Inkman also zu beantworten ob 4 Farben Standard sind, dann muss das nach medienstandard druck mit Ja beantwortet werden. Ob eine Notwendigkeit besteht dieses zu ändern kann ich nur mit den genannten Fakten beantworten.

    Es ist egal welche oder wieviel Farben ich benutze, es ist nur wichtig das ich irgendwie am Ende die Testtafel gemäss ISO 12647-2 erreiche mit den zur Verfügung bestehenden Bedingungen die die Maschine hergibt.

    Kann man machen, wenn man einige Dinge berücksichtigt. Ich schliesse mich da Robert Kleist an. Aus eigener Erfahrung habe ich selbst und teilweise auch ehemalige Arbeitgeber bei den Onlineportalen bestellt. 9 Mal geht es gut, aber das eine Mal wo es schief geht ist es ein Problem. Es bleibt nämlich an Dir kleben. Die Kommunikation bei Problemen stelle ich mir auch schwierig vor. Du musst abwägen wie schlimm eine qualitative Minderwertige Ausgabe oder gar ein Ausfall dich träfe. Das dies garnicht so abwegig ist, haben wir erst in diesem Frühjahr gemerkt, da waren auf einmal die Grenzen dicht.

    Preislich ist da ganz klar nix zu wollen, gegenüber den MItbewerbern aus Osteuropa. So billig sind die aber auch nicht mehr. Als Beispiel wäre hier einmal erwähnt das die guten Zeitungsbeilagen von Edeka, Rewe, Aldi in Deutschland gedruckt werden. ( Möchte hier nicht den Firmennamen nennen). Das hat sicherlich Gründe.......

    Deine fallbezogene Druckmaschine gibt es nicht. Du benötigst tatsächlich einen mittelständischen Druckdienstleister. Eine gute Nachricht sind die Lieferzeiten, in 8-10 Tagen lässt sich das ordentlich produzieren, gerade wenn es sich um einen Periodika handelt. Deine Angaben haben durchaus Optimierungspotenzial. Lieferzeit(bestenfalls mit Redaktionsschluss also fixer Termin wann die Druckdaten zur Verfügung stehen ) , festes Erscheinungsdatum . Da kann sich eine Druckerei gut drauf einstellen. Sehr interessant auch für Spitzenzeiten. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber stiegen die Preise nämlich zu bestimmten Zeiten (z.B: Jahreswechsel , )

    Die Angaben reichen nicht aus um eine konkrete Aufstellung zu machen ob sich selber drucken rechnet oder nicht. Die aktuelle Auflage wäre für mich als Drucker ein Durchlaufposten". Der Preis für die jetzige Auflage und die Zukünftige hängt von der technischen Ausstattung der Druckerei ab, wie druckbereit die Daten zur Verfügung gestellt werden,wieviel Zeit die Drucker zu Produktion haben, u.s.w.

    Fazit :

    Alles Aspekte genau unter die Lupe nehmen und den Dienstleister nach seinen technischen Möglichkeiten auswählen. Das gewährleistet schinmal einen guten Preis. Selbst drucken kann ich Anhand der zur Verfügung stehenden Daten , nicht empfehlen.

    Wie gesagt müsste,ich den Auftrag besser kennen.