Man kann den Beruf auch Studieren? Quasi Doktor Druck oder wie?

  • @acid


    Meinst etz bafög als begleiter zum studium oder davon leben? Davon leben is keine option weil des nie im leben für 3 personen reicht. Und wenn ich noch was dazu verdienen muss kann ich auch gleich so arbeiten gehen.



    @ derreen


    Nimms mit ned übel aber im forum oder im chat is mit die rechtschreibung egal. Du kannst es lesen, ich kann es lesen, jeder kanns lesen, basst.


    Reallife oder emails is ne andere gschichte. Ausserdem tipp ich meist mit meine wurschtfinger am handy und ich schalt ned immer um dafür is ma mei zeit zu schad.



    Wer ein Ziel hat, nimmt auch schlechte Straßen in Kauf

    Einmal editiert, zuletzt von Dayshi ()

  • @ Robert
    Kleine Anmerkung am Rande...


    Wenn bei euch im Betrieb 80% der neuen MA nach
    einem Jahr schon wieder weg sind, dann würde ich
    mir ernsthaft Gedanken über die Entscheidungen der Personalabteilung
    Gedanken machen, und weniger mit dem Finger
    auf das Studium zeigen.


    Es zeigt aber auch den Bedarf an Akademikern in diesem Bereich,
    sonst würden solche "Pfeifen" keinen Job finden.


    Denn bei einer Sache hast Du schon Recht.
    Viele der Abgänger sind fachlich echt schlecht drauf.
    Die Erfahrung habe ich auch gemacht.


    Aber man darf sein Augenmerk nicht nur auf das Fachliche legen.
    Ich habe auch den Meistertitel.
    Und wenn ich einen Vergleich zwischen meinem Klassenkameraden
    in der Meisterschule und meinen Mitstudenten
    ziehen müsste, dann haben beide ihre Stärken und Schwächen.



    Fachlich sind viele Studenten Pfeifen, wie schon gesagt.
    Da kann selbst ein Einser Bachlor bei Dreier Meister nicht
    mithalten.
    Aber wenn ich sehe wie schwierig es war für meine Kameraden
    in der Meisterschule sich in neue Themen einzuarbeiten
    oder wie schwer es war mit ihnen über Gesamtzusammenhänge zu diskutieren.....
    Spätestens bei Englisch oder wenn mehr Mathe verlangt war als ein Dreisatz, hörte es bei vielen
    auf.


    Wenn ich hier auf der Arbeit nen Bachlor Student im Praxissemester
    vor mir habe, dann bin ich auch teilweise echt erschrocken wie wenig
    Ahnung der vom Drucken hat.
    Aber wenn ich zu dem sage dass wir uns in ein bestimmtes Thema
    einarbeiten müssen, und ich von ihm gerne dazu bestimmte Informationen
    brauche, und diese dann auch für den Kunden in PP grafisch
    aufbereitet brauche, dazu noch als Excel Programm
    wie z.B die Kosten sich in den Fällen A, B und C mit
    verschiedenen Variablen wie Abschreibungszeitraum, Zinsen usw.
    verhalten, und dann das alles noch in englisch.....


    Dann macht der mir das.
    Egal ob er fachlich ne Ahnung hat oder nicht.
    Die Meister die ich kenne wären dazu einfach nicht, oder nur schwer
    in der Lage.
    Genauso sind Studenten für viele Sachen nicht geeignet,
    was mir ein Geselle oder Meister in kurzer Zeit erledigt oder sich einarbeitet.


    Meister und Bachelor zu vergleichen is n Apfel und Birnen Vergleich.




    Was auch oft eine Rolle spielt bei der Überlegung ob man studieren
    soll oder nicht ist welche Stelle man gerne später annehmen möchte.


    Viele Unternehmen besetzen Stellen stur nach Abschlussart,
    auch wenn eine Person mit einem anderen Abschluss
    geeigneter wäre.


    Angenommen in einer Abteilung sind lauter Akademiker,
    da würde man keinen Nicht-Akademiker einstellen.
    Andersrum genau so.


    Das heisst wer eine bestimmte Stelle anstrebt,
    kommt um z.B ein Studium nicht rum.


    Das mag zwar an sich falsch sein, ist aber Realität.

  • "Wenn bei euch im Betrieb 80% der neuen MA nach einem Jahr schon wieder weg sind, dann würde ich mir ernsthaft Gedanken über die Entscheidungen der Personalabteilung Gedanken machen, und weniger mit dem Finger
    auf das Studium zeigen."


    Die fünf BA Absolventen haben sich auf Stellen mit klar definiertem Anforderungsprofil (Sachbearbeitung) beworben. Sie sind an den fachlichen Realitäten gescheitert. Da kann die Personalabteilung nichts für.


    "Es zeigt aber auch den Bedarf an Akademikern in diesem Bereich, sonst würden solche "Pfeifen" keinen Job finden."


    Wir suchen Sachbearbeiter mit Fachwissen. Das hat gar nichts mit Akademikern zu tun, die sind meiner Meinung nach dafür ungeeignet – es sei denn sie haben den Beruf vorher gelernt bzw. ausgeübt. Interessanterweise waren die drei, welche direkt nach dem Abi studiert haben am meisten von sich überzeugt und sind am tiefsten gefallen.


    "Aber wenn ich zu dem sage dass wir uns in ein bestimmtes Thema einarbeiten müssen, und ich von ihm gerne dazu bestimmte Informationen brauche, und diese dann auch für den Kunden in PP grafisch aufbereitet brauche, dazu noch als Excel Programm wie z.B die Kosten sich in den Fällen A, B und C mit verschiedenen Variablen wie Abschreibungszeitraum, Zinsen usw. verhalten, und dann das alles noch in englisch....."


    Kannst Du damit echtes Geld verdienen? Sämtliche aufgezählten Dinge macht mir Hiflex bzw. SAP auf Knopfdruck. Bei den heutigen Maschinenüberkapazitäten/Automatisierung liegen Gewinn oder Verlust zu großen Teilen in der AV. Und da ist Fachwissen nun mal entscheidend um z.B. durch ein anderes Ausschießschema, Sammelformen u.ä. einen kalkulatorischen Vorteil zu erzielen. Bunte Auswertungen nutzen mir da nicht allzu viel.


    "Meister und Bachelor zu vergleichen is n Apfel und Birnen Vergleich."


    Recht hast Du. Wobei mir bei der ganzen Diskussion immer noch nicht klar ist, wo nun ein prädestinierter Einsatzort für einen DMT BA Absolventen sein soll, welcher direkt nach dem Abi studiert hat. In einer klassischen Druckerei
    sicher nicht.


    Gruß nach Indien (?), Robert.

  • Wobei mir bei der ganzen Diskussion immer noch nicht klar ist, wo nun ein prädestinierter Einsatzort für einen DMT BA Absolventen sein soll, welcher direkt nach dem Abi studiert hat.


    Ein mögliches Beispiel hatte ich bereits genannt (Qualitätssicherung) und auch mehrmals geschrieben das die meisten Studenten vorher mind. eine Ausbildung abgeschlossen haben.
    Es gibt natürlich Ausnahmen.

  • Robert


    kurz zu der HR Geschichte.
    Da sehe ich echt anders als Du.
    Wenn man bedenkt wieviel eine
    Stellenneubesetzung i.d.R kostet,
    und dann nach einem Jahr 4 von 5 Stellen
    wieder neu zu besetzen sind.
    Also ich würde von der HR verlangen
    dass sie in der Lage ist Blender und fachlich
    unwissende zu erkennen und auszusortieren.


    Aber gut, ich kenne ja auch nicht alle Hintergründe.
    Seis drum.



    Zum Rest.
    Ich bin kein DTler, sondern WDler.
    Also Wirtschaftsingenieur Druck.


    Deshalb halte ich es für besser mich mal nicht
    zu sehr in die DT Geschichte weiter einzumischen.


    Grundsätzlich hast Du imho Recht:
    in einer klassischen Druckerei haben praxisunerfahrene DTler
    nichts verloren.


    Aber Was heisst klassisch?
    Wenn man davon ausgeht dass 80% der Druckereien in Deutschland
    20 oder weniger MA haben, ist das die klassische Druckerei?
    Klar, die holen sich keinen unerfahrenen DTler,
    schon aus rein finanzieller Sicht nicht.


    Aber es gibt ja noch andere Unternehmen,
    die es nicht schmerzt wenn "der Neue" erstmal
    ein Jahr hinterher hinkt und fachlich nicht zu gebrauchen ist.


    Auch zu der Aussage/Frage ob man mit dem von mir beschriebenen
    echtes Geld verdienen kann...
    Tja, was heisst hier "echtes" Geld?!


    Verdient ein UN Geld wenn der Assistent der GL
    das vergangene und potenzielle Wachstum des Digitaldruckmarktes
    " bunt auswertet"?
    Nein, damit nicht.
    Aber es hilft der GL eine Entscheidung zu treffen,
    welche dann zum Geld verdienen fürt.
    In dem Beispiel die Investition in solche Maschinen.



    Es gibt einfach Aufgaben, da ist z.B die Fähigkeit zur raschen Einarbeitung
    nötig. Und nicht nur Einarbeitung, sondern z.B
    auch Beurteilung der Ergebnisse oder sinnvolle Aufbereitung
    gegebener Informationen damit andere sie Beurteilen können.


    Und da tun sich Gesellen oder Meister eben sehr viel schwerer
    als ein Studierter.
    Wenn ich sehe was ich in 3 Jahren Ausbildung


    gelernt habe, und dann sehe was ein DT Bachelor in 3
    Jahren lernt....


    Aber solche Aufgaben gibts in einer klassischen Druckerei nicht,
    da haste ja Recht.


    Soviel mehr allgemein zum Thema Student vs. Mann vom Fach.
    Das sind oft einfach zwei Welten, die sich schlecht vergleichen lassen
    da die Einsatzgebiete unterschiedlich sind.




    Grüße aus Indien und 30 Grad im Schatten :)

  • So. Ich habe jetzt mit sechs Hochschulen telefoniert und nebenher meine Finger Wund gegoogelt nach einem Teilzeit Studiengang DMT BA. :cursing: :cursing: :bash:


    Falls irgendjemand, irgendjemanden kennt, der wiederrum irgendjemanden kennt, der darin Erfahrung hat oder weis wo man dieses auf Teilzeit absolvieren könnte, der darf sich gerne bei mir melden. Ich mach mir etz erst mal n Kaffee und geh dann Arbeiten. :coffee:



    Wer ein Ziel hat, nimmt auch schlechte Straßen in Kauf

  • Meines Wissens gibt es keine Möglichkeit Drucktechnik als Fernstudium zu absolvieren. Dazu ist der Studiengang viel zu exotisch. "Teilzeit" was immer Du darunter verstehst, auch nicht.
    Du kannst maximal versuchen Dich einzuschreiben und eine eigene "Teilzeit" zu praktizieren. Freunde schaffst Du Dir damit an der Uni sicher nicht, aber ob Du aufgrund von Fehlstunden wirklich exmatrikuliert wirst, glaube ich nicht. Du solltest bei dieser Methode natürlich fachlich extrem fit sein.


    Grüße, Robert.

  • Hmmmm... dann werd ich das ganze wohl oder übel im den wind schießen können... fachlich wäre ich relativ fit.


    Robert :
    Teilzeit iat für mich abendschule. So wie ich meinem meister halt auch gemacht hab. Aber der Markt scheint dies nicht anbieten zu wollen und maschinenbau könntw ich auf abendschule machen, reizt mich aber ned...



    Wer ein Ziel hat, nimmt auch schlechte Straßen in Kauf


  • Da kann ich Dir nur zustimmen !!! ;) ;) ;) :) :)


  • Da kann ich Dir nur zustimmen !!! ;) ;) ;) :) :)



    schön das alle denken, dass wenn man drucktechnik studiert hat man immer in eine druckerei gehen muss... es gibt viele andere möglichkeiten. und für manche dinge auch in kleinen druckerein werden auch bacheloranden oder techniker oder meister gerne genommen...


    Bedarf ist in der Druckbranche/Medienbranche mit allen dazugehörigen unterfirmen usw definitiv vorhanden.


    Und wenn sich bei euch viele vorgestellt haben die keinen Job bekommen haben, liegt das entweder daran das diese nicht die erforderlichen anforderungen hatten oder alle positionen die in frage kommen könnten besetzt sind. natürlich kann es auch sein das du in einer bude arbeitest wo es zwei kleine tiegel gibt die vom GF noch selbst mit bedient werden...

    "Mehr als das Gold hat das Blei in der Welt verändert – und mehr als das Blei in der Flinte das im Setzkasten."


    (Georg Christoph Lichtenberg)


  • So leicht ist das ganze leider nicht. Wie "Acid Green" bereits schrieb, hast du mit dem Meister leider keinen Hochschulabschluss,
    sondern eine Hochschulzugangsberechtigung erlangt. Du darfst also studieren. Bis zum Doktor ist es allerdings noch ein weiter Weg.
    Zunächst steht der Bachelor an. Dann der Master und wenn du dann noch Lust hast, der Doktor. Insgesamt solltest du für diesen
    Weg ca. 8-10 Jahre einplanen ;-)

  • Hi,


    hab etz grad mein Meister hingelegt & uns wurde gesagt das wir quassi Fachabi oder gar Bachelor gleichstellung haben?!?!



    Mahlzeit,


    du meinst sicher die neue Gruppierung seit 2014?


    Zitat

    Berufliche Qualifikationen finden sich auf den Niveaus 1 bis 7 des DQR und des EQR wieder. So wird beispielsweise eine dreijährige berufliche Erstausbildung auf Niveau 4 zugeordnet, ein Abschluss als Bachelor, Meister oder Techniker entspricht Niveau 6.


    Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, [Pressemitteilung 012/2014]


    Gruß Sebastian

  • schön das alle denken, dass wenn man drucktechnik studiert hat man immer in eine druckerei gehen muss... es gibt viele andere möglichkeiten. und für manche dinge auch in kleinen druckerein werden auch bacheloranden oder techniker oder meister gerne genommen...


    Bedarf ist in der Druckbranche/Medienbranche mit allen dazugehörigen unterfirmen usw definitiv vorhanden.


    Und wenn sich bei euch viele vorgestellt haben die keinen Job bekommen haben, liegt das entweder daran das diese nicht die erforderlichen anforderungen hatten oder alle positionen die in frage kommen könnten besetzt sind. natürlich kann es auch sein das du in einer bude arbeitest wo es zwei kleine tiegel gibt die vom GF noch selbst mit bedient werden...

    Das stimmt, es gibt wirklich viele andere Möglichkeiten. Ein Bekannter von mir hat sich sogar selbstständig gemacht und hat damit großen Erfolg.

  • Gottverdammich!

    Nimm es mir bitte nicht übel, aber das ist nicht egal.

    Ich bin, weiß Gott, nicht allzu konservativ. Aber:

    Du verwendest Wortverunstaltungen, bei denen mir das flüssige Lesen schwerfällt.

    Keiner hat etwas gegen Rechtschreib-und Grammatikfehler, das passiert und wird überlesen, aber man sollte einen gewissen Respekt vor dem Lesenden haben.

    Du verlangst, dass andere Menschen sich die Arbeit machen, deine verwaschene Sprache/Schrift entgegen allgemeiner Sprachgewohnheiten zu entschlüsseln und dazu noch adequate Antworten geben...

    Kannst du dir nicht wenigstens ein kleines bisschen Mühe geben, deine Gedanken für das Gegenüber verständlich zu formulieren und am Ende noch einmal drüberzulesen?

    Zumal in deinem Beruf?

    Und, Wurstfinger sind keine Entschuldigung, die hab ich auch.


    Just my 2 cents.