Man kann den Beruf auch Studieren? Quasi Doktor Druck oder wie?

  • Hi,


    hab etz grad mein Meister hingelegt & uns wurde gesagt das wir quassi Fachabi oder gar Bachelor gleichstellung haben?!?!


    1. Is des richtig???


    2. kann ich mit meinem jetzigen Titel Doktor Druck werden??? :| 8o :wacko:

  • Na klar doch, und vor dem Titel Bachelor Doktor kannst du das Wort Langzeitarbeitsloser auf deine Visitenkarte schreiben. 8o



    Bei uns haben sich schon einige solche Bachelors vorgestellt. Kein einziger hat einen Job bekommen.


    Die meisten Druckereien brauchen Drucker die die Maschinen laufen lassen und keine Bachelors.
    Das Geld was die meisten Für ihr Studium ausgeben bekommen die nie wieder rein. Weil im Druckerei Gewerbe der Bedarf an solchen Leuten sehr klein bis gar nicht vorhanden ist.



    :thumbsup:

    "Ich arbeite nach dem Prinzip, dass man niemals etwas selbst tun soll, was jemand anders für einen erledigen kann"
    Das Erfolgsrezept des Multimillionärs John D. Rockefeller
    :saint:

  • Hallo Dayshi,


    mit dem erfolgreichen Abschluss deines Meisters hast du eine Hochschulzugangsberechtigung erworben.
    Also quasi ein Abitur, denn du kannst an Fachhochschulen und Universitäten studieren - und das nicht nur fachbezogen.


    Der "Wert" des Meisters wurde dem des Bachelors gleichgestellt.
    Das dient aber eher der Vergleichbarkeit von Leistung im Ausland.
    Du hast also keinen Bachelor.
    Das ist halt immer noch ein Hochschulabschluss - in dem ja auch nochmal etwas andere Inhalte vermittelt werden.
    Falls du also vorhast bis zum Dr. zu studieren, wäre die Reihenfolge Bachelor -> Master -> Dr.
    Viel Spaß! ;)


    Ich habe zu dem Thema vor einiger Zeit auch einen Blogeintrag verfasst: Klick!



    digichrigi:


    Für was haben sich denn die Bachelor bei euch beworben?
    Als Drucker?
    Glaube ich kaum.
    Deine letzte Aussage zeugt nicht unbedingt von Kenntnis.
    An der Uni Wuppertal haben bislang alle Studenten nach ihrem Abschluss einen dementsprechenden Job bekommen.
    Ich denke nicht das es an anderen Hochschulen sehr viel anders aussieht.

  • Für was haben sich denn die Bachelor bei euch beworben?
    Als Drucker?
    Glaube ich kaum.


    Da glaubst du falsch. Aber du wirst ja wissen wer sich bei uns bewirbt und wer nicht. ;) (komischerweise waren das alles deutsche)


    Und ob du es glaubst oder nicht ich kenne auch einige die solche Schulen besucht haben.


    Und ob du es nun wahrhaben willst oder nicht diese Leute sind auf dem Markt nicht gefragt.

    Ich missgönn dir dein Studium nicht und wünsch dir alles Gute dafür.


    Gruß digichrigi

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  • Hi,


    also im grunde ging meine frage eher in die Richtung, was kann ich mir unter diplomierter Medientecfhnologe Vorstellen ?( Habs nur blöd formuliert denk ich 8o 8| :D


    weil ich einfach am Suchen bin ob ich nach meinem Meister ned noch eins drauf setzen will.... :wacko: :D


    Und bezüglich der Aussage, der Markt braucht Leute die drucken. zum einen ja, zum anderen Lebt der Markt von Leuten die sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit der Materie befassen und auskennen. Somit is ne gesunde Mischung aus beiden eigentlich der beste Weg.

  • Jetz misch ich auch mal ein, wenn auch OT. Sry...


    Also ich weiss auch nicht was Du hast digi, bzw. wie Du diese Meinung bekommen hast.Meiner Meinung nach liegst Du entweder vollkommen falsch, oder wir reden aneinander vorbei.



    Ich habe nach dem Meister auch auf Bachelor studiert.
    Und bei mir im Semester haben auch alle(!) nen Job danach bekommen.


    Und nicht nur dass, wir wurden auch von Studiengangsdekan
    gebeten Werbung für den Studiengang im Freundes, Bekannten und Kollegenkreis
    zu machen, da die Industrie mehr Ansolventen verlangt als er "herstellen" kann.
    Der Studiengang wurde auch unbenannt um ihn attraktiver/moderner zu machen
    um Schüler anzulocken!
    Auch haben wir so Infomaterial, Infostände und Studiengangsbotschafter gehabt
    die bei Gymnasien bei so Berufsinformationstagen die Werbetrommel gerührt haben.
    Wie gesagt, alles weil er mehr Stellengesuche der Industie hatte als Studenten.
    Das schwarze Brett hing voll mit Stellenangeboten usw.



    Und was die Bezahlung angeht.
    Also was ich als Meister Tarif bekommen habe, war unter meinem


    Einstiegsgehalt bei meiner ersten Firma nach dem Studium.


    Also auszahlen tut es sich definitiv.

  • weil ich einfach am Suchen bin ob ich nach meinem Meister ned noch eins drauf setzen will.... :wacko: :D


    Also wenn du der Meinung bist Mathe, Statistik,Physik usw packen zu können,
    dann kann ich dir aus persönlicher Erfahrung nur raten dich zumindest mal schlau zu machen.


    Ich habe Ausbildung, Meister und Studium gemacht und es nicht bereut.
    Auch schaue ich echt positiver in die Zukunft was das Geld verdienen in der Druckindustrie angeht als ich noch keinen
    Bachelor hatte.

  • Also ich muss digichrigi in großen Teilen Recht geben.


    Wir haben bei uns vor einem guten Jahr fünf Bachelors für die Sachbearbeitung eingestellt, da die Abteilung neu strukturiert wurde. Meister bzw. Techniker (gute!) waren einfach nicht zu bekommen. Heute ist nur noch einer von den Fünf an Bord.


    Drei waren nicht im Ansatz zu gebrauchen. Bis auf ein "Praktikum" noch nie eine Druckerei von innen gesehen. Die gemachten Fehler im täglichen Alltag würden ein Buch füllen. Fachlich eine Katastrophe und vollkommen praxisfremd. Theoretiker hoch drei. Allerdings hatten alle drei nach dem Abitur direkt studiert.


    Die anderen beiden waren etwas besser. Eine Mediengestalterin und ein Offsetdrucker als Eingangsberuf. Die Mediengestalterin war im Alltagsgeschäft ebenfalls überfordert und hat selbst gekündigt. Der Kollege, welcher nach seiner Ausbildung noch einige Jahre gearbeitet hat, dann studiert ist sehr gut. Scheint aber eine Ausnahme zu sein.


    Wenn ich nach dem Meister bzw. Techniker weiter machen möchte, halte ich den Bachelor für kontraproduktiv. Fachlich schmalspur für jemanden mit zehn Jahren Berufserfahrung und ob man den ganzen Grundstudiumkram im Alltag benötigt, wage ich zu bezweifeln - es sei denn ich gehe in die Forschung. Wenn bringt mir als Meister bzw. Techniker nur der Master etwas - welcher fachbezogen ist.


    Grüße, Robert.

  • Gut, wenn jemand direkt nach dem Abitur DMT studiert und danach im Betrieb eine eher praktisch ausgerichtete Tätigkeit ausüben soll ist das wohl wirklich nicht anders zu erwarten.
    Bei uns sind, soweit ich das jetzt mitbekommen habe, nur zwei Leute ohne vorherige Ausbildung/Berufserfahrung.
    Das wird sogar dringend von der Uni empfohlen.


    Ich frage mich ob du den Bachelorstudiengang vielleicht etwas unterschätzt.
    "Fachlich Schmalspur" würde ich das jedenfalls nicht nennen.
    Dafür ist es etwas zu umfangreich.
    Wie ist das genau gemeint?


    Mal davon abgesehen das der Master "nur" eine wissenschaftliche Vertiefung der Bachelorthemen ist, muss man den Bachelor vorher natürlich trotzdem machen.
    Warum der Master deshalb in der Praxis hilfreicher sein soll verstehe ich jetzt nicht.


    Es gibt halt immer solche und solche.
    Ich habe auch schon einen frisch studierten Betriebsleiter gehabt und das war eine Katastrophe.
    Das hat aber meist etwas mit der Person selber zu tun.
    Meiner Meinung nach müsste man für viele Stellen, die meist mit Akademikern besetzt werden, nicht wirklich studiert haben.
    Meister und Techniker bekämen das wahrscheinlich meistens genauso gut hin.

  • „Gut, wenn jemand direkt nach dem
    Abitur DMT studiert und danach im Betrieb eine eher praktisch ausgerichtete
    Tätigkeit ausüben soll ist das wohl wirklich nicht anders zu erwarten.“


    Unsere Firma ist ziemlich groß, aber mir würde kein Job
    einfallen, welcher nicht praktisch ausgerichtet ist. Sachbearbeitung/Projektmanagement
    ist eben mehr wie Daten ins MIS zu geben...


    Wo wäre denn aus Deiner Sicht in einer „normalen“ Druckerei
    sonst ein mögliches Einsatzgebiet, wenn nicht im angeführten Bereich? In der
    Technik sicher noch weniger…


    Ich frage mich ob du den Bachelorstudiengang vielleicht
    etwas unterschätzt.

    Ich unterschätze sicher nicht das Grundstudium. Respekt vor
    den notwendigen, zu erbringenden Leistungen in Mathe, Chemie und Physik! Könnte
    ich nicht.


    Aber vergleiche Mal die echte Fachstundenanzahl in
    den Bereichen Vorstufe, Druck, WV beim Bachelor mit der Stundenanzahl in der Meister
    bzw. Technikerausbildung. Die ist nämlich ziemlich identisch. Nur hast Du beim
    Meister bzw. Techniker vorher drei Jahre gelernt, Berufserfahrungen gesammelt und
    baust darauf auf.


    Auf der anderen Seite hast Du mehr oder weniger theoretische Grundlagen
    im Hörsaal, da der Bachelor eben nicht als Aufbau auf eine Ausbildung dient.
    Sonst wären die Praxiserfahrungen Eingangsvoraussetzung.


    Wie gesagt, die lebendigen Beispiele für meine Ansichten
    (positiv wie negativ) habe ich in unserer Firma selbst erlebt.


    „Warum der Master deshalb in der Praxis
    hilfreicher sein soll verstehe ich jetzt nicht.“

    Wenn ich mir die Inhalte des Masterstudienganges DMT anschaue, finde ich schon
    viele fachbezogene Dinge, welche die Technikerausbildung überschreiten.
    Im Gegensatz eben zum Bachelor, wo sogar die gleiche Literatur (Teschner, Kipphan,
    Liebau usw.) wie bei der Meister bzw. Technikerausbildung genutzt wird. Und
    lesen kann ich selber.


    Grüße, Robert.

  • Wo wäre denn aus Deiner Sicht in einer ?normalen? Druckerei
    sonst ein mögliches Einsatzgebiet, wenn nicht im angeführten Bereich? In der
    Technik sicher noch weniger?


    Es muss ja nicht unbedingt eine Druckerei sein.
    Entwicklung (z.B. Farblieferanten) wäre da evtl. eine Möglichkeit.
    Weiß der Geier.
    Die Wahlpflichtfächer gehen ja in die verschiedensten Richtungen.
    Im Normalfall kommen die Studenten auch aus der Ausbildung, bzw. haben Berufserfahrung.
    Bei uns sind auch Techniker und Meister dabei.
    Bin ja selber auch einer.
    Ich hatte ja auch geschrieben das es eine dringende Empfehlung der Uni ist, das Studium mit Vorkenntnissen zu beginnen.
    Das ist zwar kein Zwang aber wird in der Regel auch so sein.


    Was die Fachliteratur angeht:
    Schon möglich das auch der Teschner etc. empfohlen wird.
    Wenn ich mir die Vorlesungsfolien ansehe dann geht der Stoff darüber hinaus.
    Mehr möchte ich dazu eigentlich auch nicht sagen, denn ich bin noch im Grundstudium und kann da nicht mit Erfahrungen aufwarten.
    Ich kann mir lediglich schon die Klausuren und den Lehrstoff der höheren Semester ansehen und das wird nicht lustig. ;)
    Mit dem Stoff aus dem Meisterkurs hat das nichts mehr zu tun.
    Beides zu machen ist daher vielleicht nicht unbedingt schlecht.


    Wie auch immer, irgendwo findet der Studiengang ja anscheinend Anklang, bzw. wird gefordert.
    Das ein Studium therotischer angelegt ist, ist natürlich klar.
    Wobei wir, soweit ich weiß, auch viel mit den vorhanden Maschinen arbeiten.
    Es ist auf jeden Fall nicht "nur" Theorie. ;)

  • Lol, ichj wollt da etz keine Beef's starten :D


    Ich hab auf jedenfall recherchiert und bin auf Bachlor DMT gekommen. etz hoff ich nur das man des auch in Teilzeit machen kann weil vollzeit is finanziell als alleinverdiener nicht drin.
    Meister hab ich ja a gepackt, trotz 3 Schicht da bekomm ich des denk ich mal a hin.


    Hat da jemand erfahrungswerte für mich?


    TY


    :thumbup:

  • Klar wirds ned einfach aber vollzeit iat keine option... kann ich finanziell ned tragen. Wisst ihr obs des angebot gibt? Weil münchen und nürnberg rwagieren ned auf meine anfragen.... ;( ?( :huh:

  • Ob Studium oder bloss Farbsteller an dem G.T.O. : Die Grundregel lautet, dass Substantive (Nomen, Hauptwörter), Satzanfänge und Eigennamen mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben werden. Schwierigkeiten können dadurch entstehen, dass nicht immer klar zu erkennen ist, ob ein Substantiv, ein Satzanfang oder ein Eigenname vorliegt. :D