Was bei United Print im Drucksaal abging

  • Habe vor zwei Wochen über mit einem Kollegen über United Print gesprochen.Da hat er mir erzählt das er in seinem alten Betrieb einen Kollegen hatte der bei United Print gearbeitet hat und er erzählt hat was da so abging.Jede Druckmaschine hatte an der Auslage eine Art Ampel Anlage.Wenn du als Drucker dort in der Frühschicht angefangen hast stand die Ampel auf Grün.Hast du zu lange für zwei sagen wir Mal zu lange beim Einrichten gebraucht dann ist die Ampel auf Gelb gestanden.Bei Rot war es so Du warst zu langsam beim Einrichten oder beim drucken und die verlorene Zeit/ zu wenig Bögen dann nicht mehr aufgeholt dann wurde dem Mitarbeiter das vom Stundenlohn/Gehalt!? (Kann ich nicht sagen) abgezogen.Geil oder :D

    Was sagt ihr zu solchen Methoden?

  • Da müsste man wissen, was das für Zeitvorgaben sind! Ist das Utopie oder gut zu schaffen!

    Muss man für einen Toilettenhang einen Button drücken?

    Übel sowas! Hab das mal 4 Monate mitgemacht, da stehst Du nur unter Strom! Lange hätte ich das dort nicht aushalten! Es gab aber einige, die haben ihre Zeiten gut eingehalten, so ist das nicht! Für mich war das Nix…👴🏻

  • Ich hoffe, ich kann es dir verständlich erklären. An den besagten Maschinen von der Firma Heidelberg ist an jedem Druckwerk eine Lichtorgel, die entweder grün, rot oder gelb leuchtet je nachdem, ob man in der Zeitvorgabe sich befindet oder nicht. Und wie ich geschrieben habe, kann man sich das ganze zum Beispiel bei YouTube ansehen.

    Zu der Aussage, warum ich froh darüber bin, dass sie keine Großformat Maschinen mehr bauen. Unsere Firma steht in Verhandlungen mit diversen Druckmaschinen Herstellern unter anderem auch Heidelberg. Von daher könnte es nur eine im Mittelformat werden. Und da wir auch Großformatige haben, hoffe ich da wir bei unserem jetzigen Hersteller bleiben.

  • So vage erinnere ich mich! Mein früher Chef, hat des Öfteren auch von solchen Zeitvorgabenampeln geschwärmt! Und erst der Bus draußen mit den ganzen 1Eurojobbern, die nur drauf warten, das wir gehen……!

    „In anderen Druckereien“ war immer der Standardsatz!

  • Das hat aber nichts mit HD Maschinen zu tun, sondern ist anscheinend eine Lösung zur Produktivitätssteigerung seitens des Arbeitgebers. Denn wie Dexter schrieb befindet sich die Ampelanlage an der Auslage und nicht an den Druckwerken. Die LED Stripes von HD haben einen ganz anderen Hintergrund, "wie man sich bei Youtube ja anschauen kann" und was massl korrekt beschrieben hat.


    Ich finde ja generell eine leistungsbezogene Vergütung nicht verkehrt und auch das mit der Ampelanlage mag als Ansporn vielleicht noch durchgehen, aber bei Nichteinhaltung den Schaden vom Lohn abgezogen zu bekommen ist eine Gängelung, die ich mir nur sehr schwer vorstellen kann. Auch arbeitsrechtlich hätte ich da meine Bedenken.

  • Was hat denn der Maschinenhersteller damit zu tun ?

    Arbeitsrechtlich ist es nicht zulässig, jemandem den Lohn zu kürzen, weil er angeblich nicht schnell genug gearbeitet hat.


    Ein Bonussystem wäre etwas anderes.


    Ich persönlich würde niemals für einen solchen Arbeitgeber arbeiten

  • Also kurze Erklärung zu den LED Leisten an den Druckwerken.

    Leuchten die Blau heißt Produktion

    Gelb bedeutet hier muss händisch vom Personal an der Druckmaschine Farbe befüllt oder die Platte eingehängt werden muss

    Rote Anzeige rote Maschinenstörung

    Grün weiss ich nicht mehr

    Und wir an Drucker werden eh schon vollkommen an der Maschine überwacht.Die können jedes Detail auslesen.Wann du gewaschen hast.wann du welches Werk geöffnet hast usw.Das ist nicht mehr so wie in den 70ern oder 80ern ,wo der Tageszettel komplett voll mit lauter einrichtern war und du vllt drei Stunden effektiv gearbeitet .Der Rest der Zeit wurde dann angenehmen Programmen wie saufen und Karten spielen gefüllt 😁.Aber sowas ist ja heutzutage völlig undenkbar.


    Aber wie gesagt es geht nicht um den Druckmaschinen Hersteller sondern darum was da betrieben worden ist.Meines Erachtens war das völliger Wahnsinn, was da abgelaufen ist .Kein Betrieb kann sich sowas heutzutage erlauben noch erlauben.Ich rede von den Druckereien! United Print hatte wohl auch zum Schluss nur lauter Ausländer und billig Arbeiter aus dem Osten Europas.

  • Habe vor zwei Wochen über mit einem Kollegen über United Print gesprochen.Da hat er mir erzählt das er in seinem alten Betrieb einen Kollegen hatte der bei United Print gearbeitet hat und er erzählt hat was da so abging.Jede Druckmaschine hatte an der Auslage eine Art Ampel Anlage.Wenn du als Drucker dort in der Frühschicht angefangen hast stand die Ampel auf Grün.Hast du zu lange für zwei sagen wir Mal zu lange beim Einrichten gebraucht dann ist die Ampel auf Gelb gestanden.Bei Rot war es so Du warst zu langsam beim Einrichten oder beim drucken und die verlorene Zeit/ zu wenig Bögen dann nicht mehr aufgeholt dann wurde dem Mitarbeiter das vom Stundenlohn/Gehalt!? (Kann ich nicht sagen) abgezogen.Geil oder :D

    Was sagt ihr zu solchen Methoden?

    Habe viele Jahr für UP gearbeitet...die Aussage kann ich so allerdings so in Gänze nicht bestätigen. Es wurde zwar sehr auf Effizienz geachtet, aber niemanden wurde Lohn oder Gehalt gekürzt wegen zu langsamen Arbeiten o.ä.

  • Naja wir haben solche Dashboards in ähnlicher Form an jeder Maschine.


    Dort ist ein Maschinentacho, Rüstzeitanzeige und Plan Soll/Ist Abweichungen


    Das dient aber für uns nur zur Orientierung wie schnell welcher Auftrag im Durchschnitt gelaufen ist mit Orientierung Rot: langsamer als geplant, Dunkelgrün: geplante Geschwindigkeit, Hellgrün: schneller als geplant.

    Wo die Vorgabe zur Rüstzeit ist und wie lange man aktuell rüstet und wie viel Minuten man zum Plan voraus oder hinterher.


    Dazu muss man sagen dass alle Maschinen an unser Betrirbsplanungsprogramm gekoppelt sind und alle Zeiten automatisch erfasst werden, Stops/Rüsten/Produktion.

    Das Programm errechnet die Vorgabe aus dem Schnitt der letzten 5 Läufe abzüglich Bester und Schlechtester Lauf.


    Ich finds nicht schlimm und es gibt hin und wieder doch mal ne Motivation dem Auftrag doch noch mal was rauszukitzeln.


    Besxhweren tut sich aber keiner unserer Vorgesetzten wenn mal roten Zahlen drauf stehen, da sich ja jeder im normalfall Mühe gibt.


    Aber was willst du machen wenn die Pappe einfach extrem Krumm ist und man nur Stopper hat und man langsam fahren muss ums immerhin irgendwie durchzukommen.


    Ich finde auch die LEDs der Heidelberger i. O. dass dir die Maschine optisch schon sagt: Hey Druckwerk 3 hat grad ne Störung!

    1.) Alles, was gut beginnt, endet schlecht.
    2.) Alles was schlecht beginnt, endet furchtbar.
    3.) Wenn etwas einfach aussieht, ist es schwierig.
    4.) Wenn etwas schwierig aussieht, ist es unmöglich.
    5.) Wenn etwas unmöglich aussah, wird sich im Nachhinein rausstellen, dass es ganz einfach gewesen wäre!


    Puders Erkenntnisse aus Murphys Gesetz

  • Ist halt immer die Frage, was man daraus macht...

    - Kalkuliert man aufgrund dieser gewonnenen Erkentnisse beim nächsten mal angepasst.

    - Sucht man die Ursache, warum manche Dinge nicht reibungsloser funktionieren

    - Macht es gar keinen Sinn, so schnell zu planen und ist es unrealistisch....


    Oder - und so ist es doch auch oft: Am Anfang hat sich mal einer darum gekümmert und jetzt steht das halt so dran ;)...


    An für sich sind solche Dinge eigentlich immer auch ein Indiz, das sich jemand über den Prozess Gedanken macht. Wenn derjenige das dann zusammen mit dem Maschinenführer/Mitarbeiter aus der Praxis macht, kommt selten was schlechteres als zuvor raus. Kein Drucker beschwert sich, wenn das einrichten schneller geht, weil es aus Grund xy einfacher/standardisierter geworden ist. Beschwert wird sich nur, wenn man mehr "rennen" soll.
    Es gibt aber in den meisten Betrieben so viele Dinge zu optimieren, die dem Bediener das Leben leichter, anstatt schwerer machen. Das geht auch oftmals einher mit "schneller".

  • Ganz genau so läuft das bei uns und Sinn ist auch die Effizienz und Prozessoptmierung.


    Die vorgegeben Leistungszahlung werden glaub 1x im Quartal innerhalb jeder Schicht besprochen und Gründe für minderleistung erörtert und diskutiert. 1x im Jahr werden die Zahlen auch entsprechend dem Vorjahresverlauf angepasst.


    Von dem her alles halb so wild. Eher kritisch wird grad das Prozedere TPM das neu konzipiert wurde und neu überarbeitet wird. Da die Kollegen abzuholen wird schwierig.


    Ziel ist halt aber eine hohe Verfügbarkeit der Maschinen und dadurch kommen wir auch immer mehr Richtung SMED.


    Wenn man LEAN versteht und das Konzept erfolgreich einführen will muss man eben die Menschen an den Maschinen mitnehmen und verständlich machen dass man da nicht drum rum kommt wenn man die Produktivität und Effizienz steigern möchte.

    1.) Alles, was gut beginnt, endet schlecht.
    2.) Alles was schlecht beginnt, endet furchtbar.
    3.) Wenn etwas einfach aussieht, ist es schwierig.
    4.) Wenn etwas schwierig aussieht, ist es unmöglich.
    5.) Wenn etwas unmöglich aussah, wird sich im Nachhinein rausstellen, dass es ganz einfach gewesen wäre!


    Puders Erkenntnisse aus Murphys Gesetz