Beiträge von ZeroMakeReady

    Vielen lieben Dank allen hier auch die dir mir privat geschrieben haben.


    Wir haben jetzt ein B&b Hotel in 8km Entfernung von der Messe für 100Euro 2Pers. Im Zweibettzimmer mit Frühstück gefunden.


    Liebe Grüße

    Servus,


    Ich gehe mit meinem Vater am 31.05. Auf die Drupa.


    Die Zimmerpreise sind ja jenseits von Gut und Böse..


    Gibt's gute und Günstige Empfehlungen zu Appartements/Hotels/Gästezimmer für 2 Erwachsene und 1 Übernachtung?


    Vom 31.05. Auf den 01.06. Wäre das.


    Würde mich freuen wenn paar gute Tipps zustande kommen.


    Wir haben über 5h Anfahrt deswegen kommt nach Hause fahren nicht in Betracht.


    Liebe Grüße

    Zero

    Also meine Ausbildung von 2007 bis 2010 war eigentlich auch sehr gut muss ich sagen.


    Uns wurde viel gezeigt, erklärt, durften auch Fehler machen die wir natürlich auch entspreche aussortieren mussten.


    Gelernt 1.LJ MOE und GTO 2. Lj SM102-2 und Kba 105-2 und ab dem 3. Lj KBA 74-5 und KBA105-5


    Ziel war es immer Ende des jeweiligen Lehrjahre die Maschinen eigenständig bedienen zu können und zu drucken. Wenn auch nicht auf Leistung aber selbstständig.


    Auch auf der MOE Einfarben ne Vierfarben Abschlussprüfung zu drucken war Teil.

    Theorie von A bis Z wurde wirklich ordentlich vermittelt.

    Trotzdem hab ich dem Offset DEN Rücken gekehrt und bin trotzdem im Wellpappe reich fündig geworden und auch sehr zufrieden.


    Obgleich sich die Technik verändert. Schneller moderner autonomer. Klar. Aber was viele Firmen so langsam wieder anfangen zu begreifen ist dass sie Fachpersonal brauchen.

    Auch wenn bei uns viele quereinsteiger sind werden diese zumindest Intern geschult und versucht auf ein Top Niveau zu bringen.


    Es gibt nichts was man nicht lernen kann wenn man die richtige Einstellung hat.


    Klar war es vor 10 Jahren etwas angenehmer zu arbeiten aber das ändert nix an dem Wandel der Zeit. Man kann sich entweder weiter drüber beschweren. Man begeistert sich für neues bzw ist demgegenüber offen. Oder man halt den Mund und sucht sich ne anderen Beruf.


    Nur vom Meckern und Maulen wird es nicht besser und vor allem nicht leichter.


    Ich finde den Beruf immer noch sauspannend und mega vielfältig. Auch wenn der Alltag etwas anderes zeigt. Aber abwegs vom Standard kann man dann doch mal zeigen was man kann.


    Grüße

    Danke für die Zusammenfassung.


    Und wie du auch selbst erwähnt hast "Prozess" nch und nach eins nach dem andern.


    Solche Systeme brauchen Zeit und Menschen die sie verstehen, für sinnvoll empfinden und auch leben.

    Es muss ja nicht immer das komplette reportoir sein, aber den ein oder anderen Schritt mal versuchen und einbauen kamm ja schon was bewirken. Kleinvieh macht auch Mist!

    Natürlich liegen diese Sachen nicht nur am Drucker und an der Maschine.


    Wie richtig gesagt muss da der komplette Betrieb mit machen. Ohne dass alle an einem Strang ziehen funktioniert es nur selten bis gar nicht das ist vollkommen richtig.


    Wenn aber das ganze sich durchzieht wie ein roter Faden, dann funktioniert das auch wirklich sehr gut und macht auch spass. Wir (unser Betrieb) befindet sich aber auch in einer Lage bzw Situation in der wir auf die Dinge angewiesen sind, da wir am Limit produzieren und fast voll ausgelastet sind.

    Kapazitäten sollen sich in den nächsten 10 Jahren verdoppeln und es wird auch entsprechend investiert.

    Da macht es durchaus Sinn sich durch TPM und SMED zusätzliche Produktivität zu schaffen. Und wir sprechen hier von ein paar Millionen Quadratmetern mehr an verarbeiteter Wellpappe nur durch das richtige zielgeführte umsetzen von LEAN-Management.

    TPM: Total Productive Maintanence


    Optimierung der Wartung/Instandhaltungsmethodik um ungeplante Stillstände zu minimieren und eine höhere Verfügbarkeit der Maschine erreichen zu können


    SMED: Single Minute Exchange of Die

    Optimierung der Rüstzeiten um mehr Produktionskapazitäten zu schaffen


    LEAN: volle effiziente Nutzung der Wertschöpfungskette

    Ganz genau so läuft das bei uns und Sinn ist auch die Effizienz und Prozessoptmierung.


    Die vorgegeben Leistungszahlung werden glaub 1x im Quartal innerhalb jeder Schicht besprochen und Gründe für minderleistung erörtert und diskutiert. 1x im Jahr werden die Zahlen auch entsprechend dem Vorjahresverlauf angepasst.


    Von dem her alles halb so wild. Eher kritisch wird grad das Prozedere TPM das neu konzipiert wurde und neu überarbeitet wird. Da die Kollegen abzuholen wird schwierig.


    Ziel ist halt aber eine hohe Verfügbarkeit der Maschinen und dadurch kommen wir auch immer mehr Richtung SMED.


    Wenn man LEAN versteht und das Konzept erfolgreich einführen will muss man eben die Menschen an den Maschinen mitnehmen und verständlich machen dass man da nicht drum rum kommt wenn man die Produktivität und Effizienz steigern möchte.

    Naja wir haben solche Dashboards in ähnlicher Form an jeder Maschine.


    Dort ist ein Maschinentacho, Rüstzeitanzeige und Plan Soll/Ist Abweichungen


    Das dient aber für uns nur zur Orientierung wie schnell welcher Auftrag im Durchschnitt gelaufen ist mit Orientierung Rot: langsamer als geplant, Dunkelgrün: geplante Geschwindigkeit, Hellgrün: schneller als geplant.

    Wo die Vorgabe zur Rüstzeit ist und wie lange man aktuell rüstet und wie viel Minuten man zum Plan voraus oder hinterher.


    Dazu muss man sagen dass alle Maschinen an unser Betrirbsplanungsprogramm gekoppelt sind und alle Zeiten automatisch erfasst werden, Stops/Rüsten/Produktion.

    Das Programm errechnet die Vorgabe aus dem Schnitt der letzten 5 Läufe abzüglich Bester und Schlechtester Lauf.


    Ich finds nicht schlimm und es gibt hin und wieder doch mal ne Motivation dem Auftrag doch noch mal was rauszukitzeln.


    Besxhweren tut sich aber keiner unserer Vorgesetzten wenn mal roten Zahlen drauf stehen, da sich ja jeder im normalfall Mühe gibt.


    Aber was willst du machen wenn die Pappe einfach extrem Krumm ist und man nur Stopper hat und man langsam fahren muss ums immerhin irgendwie durchzukommen.


    Ich finde auch die LEDs der Heidelberger i. O. dass dir die Maschine optisch schon sagt: Hey Druckwerk 3 hat grad ne Störung!

    Ja gut das mit Kontrolle zähl ich als selbstverständlich aber du kontrolliert ja nicht alle 5 Minuten.


    Bei meinem Vater liefen da so Sachen wie:

    Mega aufkochen

    Filme schauen nebenbei

    Konsolen und Handys patchen etc.


    Das is in meinen Augen schon extrem krass.


    Aber wenns euch mal wirklich langweilig werden sollte. Was für Ideen kommen denn so? :P

    Ich muss Karsten da schon auch recht geben. Deswegen habe ich ja auch gesagt: proof ist Anhaltspunkt. Wenn es abweicht, dann muss das nächst höhere Tier dazu kommen.


    Wir hatten auch schon Kundenabnahmen da musst ich mir an den Kopf fassen. Von wegen es muss quitschiger werden etc. 3 Stunden rumgeeiert. Ende vom Lied wir waren wieder ganz am Anfang als es dem Kunden gefiel.

    3 Monate später kam ein anderer der gleichen Firma und wollte das gleiche Produkt wieder vollkommen anders haben.


    Manchmal muss man eben auch von den Standards abweichen um das zu erreichen was gefordert wird.


    Hat einer meiner damaligen älteren Drucker immer gesagt: ein guter macht auch mal nicht nach Vorschrift wenn es nicht anders geht.


    Also entweder ihr findet euren Weg oder du musst dir ne andere Unterkunft suchen.


    Das sind halt aus wirtschaftlicher Sicht auch Stillstönde die man halt vermeiden könnte. Jetzt lass das am Tag verteilt mal insgesamt ne Stunde sein die verplempert wird summiert sich das halt übers Jahr auf immense Kapazitätsmengen..


    Was sagt eigentlich euer Chef dazu?

    Dann kann ich euch nur den Tipp geben dass ihr (die ganze Firma) die mit dem Thema Color Management betroffen seid euch mal jemand fachkundiges in die Bude holt und euch Schulen lasst.


    Wenn bei euch das Thema keiner wirklich ernst nimmt werdet ihr da nie auf nen guten Weg kommen, da sich sonst dauerhaft der eine die Schuld dem anderen zuschiebt und andersrum.


    Wie du schon erwähnt hast, wenn ihr ne Papiersorte habt die viel verdrjckt wird aber nicht ins PSO Profil passt muss dieses vermessen, hinterlegt und simuliert werden da sich euer maximal darstellbar Farbraum ja entsprechend verkleinert.


    Die Vorstufe muss sich an die Maschine anpassen und nicht andersrum.

    Maschine in gutem justieren und verlässlichen Zustand gibt der Vorstufe den maximal erreichbaren Wert.

    Also in meiner ehemaligen Druckerei mussten die Proofs innerhalb der Toleranzen sein.


    Wenn ein Proof nicht passend war war dieser für uns auch nicht Farbverbindlich. Es wurde dann ein zweiter geproofed der hat im Normalfall gepasst.

    Falls auch nicht mussten die in der Vorstufe schauen was falsch ist und diesen Fehler beheben.

    Ich setze eigentlich voraus dass zum Color Management auch eine regelmäßige Überprüfung und Rekalibrierung des Proofers gehören.


    Ebenso das Regelmäßige Abdrucken einer Testform um Kontrollieren zu können ob man sich mit der Maschine und den Papieren noch innerhalb seiner Toleranzen bzw PSO-Norm befindet.


    Wenn Kundenmuster Farbverbindlich sein müssen, dann ist ja auch der Proof nicht verbindlich.

    Aber dann gehört das Kunden Freigegebene Muster mit an die Maschine und der Vorgesetzte sollte das dann auch mit unterzeichnen. Falls dann doch die Reklamation kommt war es wieder mal keiner.


    In unserer Firma (Flexo) sind unsere Proofs nur Anhaltspunkte und nicht Verbindlich, da es in unserer Branche keinen einheitlichen Standard gibt.


    Bei Erst Produktionen muss bei uns eh immer der Schichtmeister mit drüber schauen und unterzeichnen auf der Laufkarte. Im Zweifelsfall wird noch der Sachbearbeiter oder die QS dazu geholt der/die dann entscheiden ob so produziert wird oder eben nicht.

    Also wir habeen bzw hatten schon 3 verschiedene Hersteller im Test, allerdings Flexobereich.


    Was hast du denn für Fragen?

    Frag mal bei Huber oder Flint nach.


    Angeblich gibt es nur einen Hersteller des Pigments der an die Farbhersteller dann liefert, deswegen sind die Preis/KG überall ziemlich ähnlich.


    Wichtig aufjedenfall den "Lack" nicht in Blecheimer/Büchse lagern. Der ist bei uns nach gut 10 Monaten schon sehr zerfallen dass er nicht mehr brauchbar war, erst die umlagerung in Kunststoff hat Abhilfe geschaffen.


    LG