Lack auf Offsetpapier

  • Hallo Kollege Printerman! Ich halte von Lacken auf Offsetpapier ebenfalls nicht viel. Warum? Zu meiner Zeit bei HD in Hannover musste ich einmal einen Kundenauftrag nachträglich Dispersionslackieren. Der Kunde hatte den Auftrag bereits selber im eigenen Haus gedruckt und uns die Paletten dann zum Lackieren in die Niederlassung gebracht. Ich habe dann im Beisein des Betriebsleiters versucht, den Job auf unserer Ausstellungs-102er nachträglich zu lackieren.Das war damals noch eine frühe 102 mit 2Walzen-Lackierwerk.Das Ergebnis waren extrem eingerollte Bogenenden, die kaum in die Auslage zu bringen waren. Auch diverse Versuche mit unterschiedlichen Lufteinstellungen, Druckgeschwindigkeiten und Lackkennlinien waren vergebens. Wir haben uns dann echt gemüht, die Bogen durch die Maschine zu bekommen. Später gabs dann auch noch eine Rekla vom Kunden, da die Bogen in der WV nicht scheuerfest genug waren . Unnötig zu erwähnen, daß der Lackeffekt auf der Offsetoberfläche nicht zu sehen war. Fahr doch mal eine Testreihe auf deiner Maschine mit unterschiedlichen Offsetpapieren und berichte hier gerne mal deinen Eindruck - würde mich auch interessieren. Bis dahin gut Druck und beste Grüße, Olaf.

    Wir hatten es mit Instruktor Makaturbögen lackiert um zu testen das war 80g Offsetpapier und kam in der auslage als Rolle

  • Moin,

    Offsetpapiere zu lackieren bringt rein garnichts . Im Gegenteil wenn inline lackiert wird versiegelt der Lack die Oberfläche und die Farbe kann nicht oxidativ trocknen .

    Die besten Ergebnisse im Bezug auf scheuerfestigkeit gibt es auf ungestrichenen Materialien mit trockenstoff in die Farbe . (Damals grafo drier) .

    Eine andere Möglichkeit ist im uv Druck.

    Aber dispolack macht mehr Probleme als alles andere und bringt nicht mal was. Egal welche grammatur.

    Kollelge hatte mal mit Drucklack mal Visitenkarten lackiert (war glaube 350g Offsetpapier) 1 tag die Farbe gedruck nächten Tag Lackiert und die Farbe war wieder Frisch wie die eben werst gedruckt wurde ohne zu Pudern

  • zu mir sagte vor ein paar Jahren mal ein Geschäftsführer, ich solle 90gr Transparentpapier inline lackieren,

    weils so schneller verarbeitet werden kann .. ich riet Trockenstoff in die Farbe zu tun, kleine Stapel fahren

    und beizeiten vorsichtig umsetzen und dabei gut lüften dass die Verfilmung zügig vor ran geht.


    Er setzte sich durch mit seinem Geschäftsführer Status ...

    die kamen wie eine Rolle raus und brauchten eine knappe Woche zum trocknen :D


    Ist zwar nicht Offsetpapier aber ähnliche Thematik

  • Hallo!


    Nur noch einmal kurz zum Thema.

    Wenn die Möglichkeit besteht bei sich einrollenden Druckbögen den Bogenentroller einzuschalten,

    wäre das event.für den ersten DG. von Vorteil.Wenn nicht,könnte man mit einem Holzkeil über die

    komplette Breite des Druckbogens an der Bogenhinterkannte plaziert, für eine bessere Auslage für DG 2 sorgen.

    Desweiteren wäre möglich, nach DG1 eine Palette auf den Druckstapel zu legen,dass soll das spätere Einrollen der Druckbögen entgegen wirken.

    Denn Dispolack dünner zu machen,sollte man sehr Vorsichtig sein.

    Könnte event. das Trocknungsverhalten beeinflussen oder der Lack verliert seine eigentliche Funktion als Schutzlack.

    Davon abgesehen,das ein zu dünner Dispolack leicht zum spritzen und verblocken wärend des Druckvorgangs

    neigt.

    Noch eine Sache, wenn natürlich aus rein Materialwirtschaftlicher Sicht ,nicht so positiv.Ein etwas größeres

    Format zu wählen,beugt allen Ärger mit hochstehenden Ecken und sich einrollenden Druckbögen vor.


    Gruß



    Maik

  • Warum macht Ihr euch das alle so schwer. Wenn ich dünnes ungestrichenes Material bedrucken musste, was eine hohe Farbbelegung hatte, habe ich einfach die Farbe mit Drucklack gestreckt. Ein wenig Trockenstoff ins Feuchtwasser und den Trockner nur auf IR. Wir hatten nie Probleme mit Bogenroller oder in der Weiterverarbeitung.

    "Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken."