Frage 305, Welche sind die physiologischen Risiken UV-härtender Farben?

  • Hallo Colorless,


    ich habe mal nachgeschaut, was die INGEDE zur Rezyklierbarkeit hier sagt. Sie sagt hier, kurz zusammengefasst, dass man alles bei ihr testen lassen soll. Und sie testen dann und sagen, ob etwas rezyklierbar ist. Und wenn man genau die gleichen Materialien verwendet, sei das zuverlässig. Im Prinzip sind also alle Systeme möglich. Ehrlich: Mir missfällt das.


    Die schlechte Nachricht:

    Wie ich es schon von früher kenne, wird mit abenteuerlichem Halbwissen argumentiert (Mineralöl - Pflanzenöl). Das ist in unserer Branche weit verbreitet. Ich finde solche Scheinargumentationen dumm und unnötig.


    Die gute Nachricht:

    Dem einzelnen Kunden geben sie nach Tests eine Aussage, die er für seinen Fall verwenden kann. Und da die INGEDE gerade von Deinken lebt, gehe ich davon aus, dass die Leute, die deinken, tatsächlich damit leben können. Ein empirischer Ansatz also, der auf jeden Fall ein Geschäftsmodell zu sein scheint.


    Was ist mein Fazit?

    Die alten Regeln gelten natürlich nicht für jedes einzelne Fitzelchen bedruckten Papieres. Aber in der Masse haben sie eine klare Berechtigung. Ich würde mich an die alten Regeln halten, weil sie Sicherheit geben. Und wenn für eine Auflage mal ein Marketing-Kunde partout UV oder LED-UV mit Rezyklierbarkeit kombinieren will, dann eben mit INGEDE-Gutachten. Und den Abfall einer Druckerei von strahlenhärtenden Farben auf ungestrichenes Papier würde ich in den Küchenabfall zur Verbrennung geben nicht zum Deinken. Weil das immer eine gewisse Menge ist und nicht einfach untergeht wie eine Schachtel im Verbraucherabfall.


    Viele Grüße ciao

    Inkman

  • Was soll ich sagen…. Bin im UV LED unterwegs und ihr haltet mir so richtig schön den Spiegel vor!

    Bei uns holt der Altpapierentsorger alles anstandslos ab! Wir haben im Vorfeld mit dem Entsorger abgeklärt, das wir jetzt in LED machen! Alles kein Problem….sagt der Entsorger!

    Papierries, Verpackungen, Pappe usw wird extra gesammelt und abgeholt! Da weigert er sich, wenn alles in der gleichen Tonne liegt!

    Gibt Fahrer von der Recyclingfirma, den ist das auch völlig egal!

    Was ist eigentlich mit den ganzen konventionellen Druckprodukten mit Cello, Volllackierung, Folienprägung und den ganzen Schnick Schnack! Recyclebar?

  • Wenn man bei uns im Keller (Mehrfamilienhaus) mal in den Altpapiertonnen schaut……möchte nicht wissen was alles falsch darin liegt!

    Das fängt bei der Haushaltsrolle aus 100% Altpapier an, mit der man Speisereste weggewischt hat und hört bei Umverpackungen für Pizza und Tiefkühlkuchen auf…..

    Und woher soll der Endverbraucher wissen, mit welcher Farbe der Flyer gedruckt wurde? Uv oder stand Öko auf dem Etikett? Schwierig alles….

  • Guten Morgen..☀️

    Na ja, wie definiert der Hersteller Öko?


    Aus Original Demeter Anbau sind die Farben auch nicht🤔


    Keine Frage…..die Konventionellen Druckfarben, sind vom Gesundheitskonzept und der Umweltbilanz mit Sicherheit der Uv Farbe überlegen!

    Ich kann mir gut vorstellen, das die EU für Uv irgendwann den Daumen senkt!

    Ich kann mir nicht vorstellen, das der Unternehmer freiwillig auf UV verzichtet, wenn er damit sein Geld verdient!

  • Ein komplettes Verbot kann ich mir tatsächlich nicht vorstellen (will ich auch nicht, vielleicht deshalb..) - mit gewissen Einschränkungen etc. wird man aber in Zukunft leben müssen, da bin ich mir sicher.

  • Finde den Fehler, wir drucken sehr oft Naturpapiere im UV! Sieht wirklich klasse aus, die Farbe steht eins A!

    Schutzlack muss meistens auch noch drauf! Die Scheuerfestigkeit lässt bei diesen Produkten zu wünschen über, gerade bei Umschlägen über 200gr!

    Das Gewissen wird dann damit beruhigt…. Hauptsache irgendein ein Clima Lable drauf und alles ist toll!

    Hoffentlich liest mein Chef nicht mit…..😕

    Auf der anderen Seite….der Chef beschäftigt mich seit über 30 Jahren und ich musste mir auch nie Sorgen um die Pünktlichkeit des Lohnes machen!

    Irgendwie spielen wir alle in diesem Konzert mit….

  • Finde den Fehler, wir drucken sehr oft Naturpapiere im UV! Sieht wirklich klasse aus, die Farbe steht eins A!

    Schutzlack muss meistens auch noch drauf! Die Scheuerfestigkeit lässt bei diesen Produkten zu wünschen über, gerade bei Umschlägen über 200gr!

    Das Gewissen wird dann damit beruhigt…. Hauptsache irgendein ein Clima Lable drauf und alles ist toll!

    Hoffentlich liest mein Chef nicht mit…..😕

    GuMo Brandeilig,


    ich kann dich beruhigen. Ihr seid da nicht die einzigen ;-)

    Ihr macht ja auch nur das was der Kunde sich wünscht..

  • Was ist eigentlich mit den ganzen konventionellen Druckprodukten mit Cello, Volllackierung, Folienprägung und den ganzen Schnick Schnack!

    mit dem Vorbehalt, dass mein Wissen 20 Jahre alt ist und sich gerade solche Dinge entwickeln: Folienreste auf Druckpapier (Folienlaminierung, Cellophanierung, Folienprägung) werden beim Zerhäckseln des Altpapiers auch in Stückchen gerissen und lassen sich bei der Flotation des Deinkings austragen. Sind also kein wirkliches Problem beim Recycling der Fasern. Dispersionslacke lösen sich in der starken Lauge, die bei uns verwendet wird, stören also auch nicht.

    Es stimmt in der Tat: Im Altpapier sammeln sich die unmöglichsten Reste. Ich habe mal eine Anlage besichtigt. Da gingen die Mitarbeiter in den Pausen Münzen aus dem Müll sammeln. Das Größte war mal ein Camper - Dach. Aber dort bekam ich auch die Auskunft, dass alles sich ganz brauchbar sortieren lässt. Große Probleme machen ihnen Bandeisen und ähnliche Ferkeleien.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

  • Servus!


    Colorless


    Einspruch.

    Ich denke, dass der Großteil der Kundschaft nicht weis, das ihre grünen Produkte mit UV LED Farben bedruckt sind.

    Wiederum, möchte ich eigentlich auch nicht wissen, was der Metzger mir alles in den Leberkäs verwurstelt. Also bleibt

    alles beim alten und wer nicht nachfrägt, dem ist es eben wurst.


    Gruß




    Maik





    Drucker aus Leidenschaft

  • Ich denke dass sich die Vorbehalte zum Einsatz UV-bedruckter Produkte mit dem Abschluß des Forschungsvorhaben des SID und der TU Darmstadt zum Grafischen UV-Druck erledigt haben. Vor ein paar Wochen wurde der Schlussbericht veröffentlicht: https://www18.vdp-online.de/fi…usammenfassung_Online.pdf

    Immer noch gibt es problematische Bereiche, zum Beispiel die Anreicherung des Altpapiers mit Photoinitiatoren, aber auch da der Anteil der verkauften Bogenoffsetmaschinen mit UV-Ausstattung laut den Herstellern sinken soll, werden keine generellen Probleme erwartet.

  • Servus!


    karsten1077


    Na Mahlzeit.

    Siehst Du, soetwas hatte ich schon geahnt, das dort keine hochwertigen Endprodukte zu Leberkäse verarbeitet werden.

    Wie schon erwähnt, solange der Kunde nicht gezielt nachbohrt und er pünktlich schön bunt sein Produkt bekommt,

    ist im das egal in welcher Zusammenstellung von Komponenten dies geschied.




    Mit den besten Grüßen und ein schönes Wochenende



    Maik




    Drucker aus Leidenschaft