Beiträge von inkman

    Meine Antwort:

    Es geht übrigens auch durch die Verwendung von Feinrastern, sofern keine Volltöne betroffen sind. Die gängigen nichtperiodischen Raster gehören dazu. Die Rasterpunkte bringen einen höheren Lichtfang, weil sie mehr Umfanglinie bei z. B. 50 %iger Flächendeckung haben. Und das ist mehr Farbkraft als bei normalen Rasterpunktgrößen.

    Beide Beiträge, UCR und FM-Raster, sind nicht gerade so stark, dass sofort die Kasse klingelt. Es waren aber mal Werbeargumente.

    ja die drucken planeta, aber trotzdem trocken offset. Hab ich in den Staaten auch mal instruiert, in Louisville, Kentucky. Auf ner rapida 106.

    Danke. Wohl kann man auf einer Offset - Druckmaschine auch im indirekten Hochdruck drucken. Aber damals wurde uns diese Frage der Fächeranpassung gerade mit der Begründung vorgetragen, dass man mit Feuchtmittel drucke, um näher an den Verhältnissen der Fächerkäufer zu sein. Weil die Farbübertragung ohne Feuchtmittel schwächer ist, gab es zu meiner Zeit immer Klagen, dass man bestimmte Töne nicht über ein Werk hinbekommen konnte.

    Aber - das ist eben etwa 20 Jahre her.

    da die in New Jersey die Fächer sogar in trockenoffset drucken, manchmal sogar in 2 Schichten, ist ein pantone Fächer sowieso nur eine designhilfe und kein Industrie Standard, wie z b. RAL Farben.

    Das war früher mal. Seit vielen Jahren drucken sie im Offset. Sie haben speziell konfigurierte Planetas dafür - hatten sie jedenfalls vor 20 Jahren neu. Damals hatten sie die Farbhersteller gefragt, ob sie einige Töne im Fächer nicht leichter machen sollten, weil die zwei Werke brauchten.


    RAL ist leider auch kein Offsetprodukt.


    Wenn eine Werbeagentur unbedingt einen Fächerton gut getroffen haben will, muss sie eine Sonderfarbe bezahlen. Und jeder Praktiker weiß aus Erfahrung, dass nicht mal alle Töne streng im Offset gehen. Bei Marlboro z. B. arbeiten Profis. Die wissen so etwas.

    Angenommen, Pantone 123, Geschäftsausstattung! Satinierter Visitenkartenkarton, Briefbogen, Durchschreibesätze, Flyer auf glänzend gestrichen!

    Nach Fächer drucken? Oder schauen, das alles einheitlich ist😉

    Und wenn einheitlich, nach U oder C abstimmen?😁

    Als Druckvorgabe ist "PANTONE 123" nicht fachmännisch, weil nicht korrekt. Da es sich um Druckaufträge handelt, muss jeweils C oder U dabei stehen - je nach Bedruckstoff. Auch dann kann es noch recht schwierig sein, weil keiner den original - Bedruckstoff aus New Jersey hat.

    Wenn ein Auftraggeber hier unklar fragt, muss er aufgeklärt werden - oder halt nehmen, was er bekommt.

    Also bekommt man einen anderen Farbton, wenn man eine Dose Pantone xy C und eine Dose XY U bestellt während man selbst nur ein Rezept "verraten bekommt" ?( ?

    Die Grundfarben von PANTONE müssen ihren Titel ohne C oder U tragen, weil es sie nur einmal gibt. Eine fertige Mischung als z. B. PANTONE 123 muss entweder als C oder als U angemischt woeden sein, weil ja zwei klar unterschiedliche Farbtöne gemeint sind.


    Bei hks hat man versucht, Farbtöne auf gestrichenem und auf Naturpapier möglichst weit miteinander anzupassen. Das ist vermutlich einfacher für die Kreativen zu handhaben, die weniger Erfahrung mit dem Papiereinfluss haben und eher alles auf die Farbe schieben wollen.

    Hallo Brandeilig,


    Du hast so recht: Farbvorlagen sind häufig uralt oder auf anderem Bedruckstoff oder gar nicht im Offset auf die Welt gekommen. Früher hatten wir dann auch Beschwerden über Sonderfarben. Zum Glück sind wohl die meisten Kunden einsichtig. Aber die paar wenigen, die daraus eine Preisverhandlung drehen wollen, nerven schon sehr. Das ist entweder unfachmännisch oder gar Schikane.


    Auch der Unterschied zwischen frisch gedruckt und gealtert hat seine Klippen, s. Frage 284.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Wenn die Nachlieferung einer Sonderfarbe kommt und Zweifel da sind. Oder wenn im Skalendruck eine Grundfarbe anders wirkt als erwartet, braucht man ein schnelles und einfaches Mittel zum Vergleich mit einem Nassmuster, das einwandfreie Ergebnisse abgegeben hatte.Meine Antwort:

    Wenn man zwei Phasen (fest, flüssig oder gasförmig) so innig miteinander vermischt, dass sie eine gemeinsame, gleichmäßige eigene Phase werden, bezeichnen wir das als Mischung oder Lösung. In Mischungen sind alle beteiligten Substanzen gleichberechtigt, in Lösungen nicht: Ein Partner ist das Lösemittel / Lösungsmittel und umgibt die einzelnen Moleküle des anderen mit eigenen, bildet eine Solvathülle. In der Regel gibt es eine Sättigungsgrenze für die Menge Stoff, die wir in einem Lösemittel lösen können. Sie ist - außer von den beiden Substanzen - noch von der Temperatur abhängig. Beispiele: Farbstoff gelöst in Wasser, Wachs gelöst in Benzin


    Eine Mischung findet sich bei zwei Substanzen, die eine große Ähnlichkeit zueinander haben. Ihre Moleküle vertragen sich miteinander. Im Normalfall lassen sich beliebige unterschiedliche Mengen miteinander vermischen. Beispiele: IPA gemischt mit Wasser, Leinöl gemischt mit Benzin


    Es gibt besonders komplizierte Fälle, bei denen das nicht bei jeder Temperatur so zwanglos klappt. Dann haben wir eine "Mischungslücke" ab einer charakteristischen Temperatur nach unten. Das bedeutet, dass beim Abkühlen einer heißen Mischung irgendwann eine der beiden Phasen immer mehr aus der Mischung hinaus gedrückt wird und sich oben oder unten absetzt - je nach spezifischem Gewicht. Schaut man noch tiefer hinein, wird es noch komplizierter. Das ist aber für die Drucktechnik ohne Belang, für z. B. Bindemittel in Druckfarben aber schon. Beispiele: Hartharz in Mineralöl.


    Flüssige Mischungen sind weit verbreitet. Gasmischungen sind der Normalfall, weil in Gasen die Moleküle so weit voneinander herumfliegen, dass sie ihre Nachbarn gar nicht erst kennen lernen. Gase haben - grob gesehen - etwa 1000 mal weniger Teilchen im gleichen Volumen als Flüssigkeiten oder gar Feststoffe. Feste Mischungen sind mir fachlich nie bewusst aufgetaucht. Plausibel sind mir hier Gesteine wie z. B. Granit ("Feldspat, Quarz und Glimmer") oder auch Legierungen.

    Wir sehen hier einmal davon ab, dass wir in der Farben- und Klebertechnik wässrig basierte Systeme als "Dispersion" bezeichnen. Das ist eine Spezialität und - logisch genommen - ein Missgriff.

    Wörtlich heißt Dispersion "Verteilung". Wenn wir in der Technik einen Stoff in einem anderen verteilen, nennen wir das nur dann eine Dispersion, wenn sie sich nicht molekular mischen (Ethanol und Wasser) oder ineinander lösen (Zucker in Wasser), also homogen verteilt sind. Es müssen immer getrennte Phasen ineinander verteilt vorliegen.


    Die drei Aggregatzustände sind für uns fest, flüssig, gasförmig. Wir dispergieren jetzt mal immer zwei ineinander:

    gasförmig in fest = Schwamm,

    gasförmig in flüssig = Schaum,

    gasförmig in Gas geht nicht, weil sich alle miteinander mischen,

    flüssig in fest = kenne ich nicht, ist wie nasser Schwamm, evtl. Einschlüsse in Gestein?

    flüssig in flüssig = Emulsion,

    flüssig in gasförmig = Nebel, Aerosol (flüssig),

    fest in fest = so weit verbreitet, dass es keinen extra Ausdruck gibt, z. B. Granit (Feldspat, Quarz und Glimmer), getrocknete Farbe als zusammenhängende Farbschicht

    fest in flüssig = Schlamm, Suspension, Aufschlämmung

    fest in gasförmig = Rauch, Aerosol (fest).

    Hallo Zero,


    in diesen physikalischen Feinheiten bin ich auch nur Laie. Aber so viel meine ich zu wissen: Die LED hat ein grundsätzliches Problem für die Simulation ganzer Spektren. Im Original sendet sie Licht nur mit einer, der charakteristischen Wellenlänge. Ob man dies nun mit Filterung oder anders zu einem ganzen Spektrum verbreitern kann, weiß ich eben nicht. Auf jeden Fall kann man mehrere miteinander kombinieren und damit sogar weißes Licht erzeugen. Das besteht bloß eben nur aus einigen, festen Wellenlängen. Dann ist z. B. der Vergleich mit echtem Glühlampenlicht schwierig, weil man jede Menge Metamerie - Möglichkeiten nicht abdecken kann. Als Prüflampe wäre das ungeeignet, bestenfalls für Kaufhauslicht.

    Möglicherweise ist die moderne Technik kängst weiter als ich. Es tut manchmal wirklich weh, zu sehen, wie das eigene Wissen veralten kann.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Vielen Dank dafür 😉

    Beim Simultankontrast wird die Wirkung einer Farbe durch die sie umgebende Farbe beschrieben!


    Hallo Brandeilig,


    Ich bin nicht so ein guter Kolorist, dass ich es sofort beantworten könnte. Aber der Simultankontrast lebt doch von der direkten Umgebung, und die ändert sich nicht beim Umdrehen.

    Ich denke, ihr werdet die Beleuchtung in einer Kabine gewählt haben, damit nicht am "Nordfenster" rechts das Außenlicht und links die Leuchtstoffröhren des Drucksaales wirken. Dein Effekt scheint mir tatsächlich mysteriös.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Meine Antwort:

    Welchen Farbraum kann man mit ideal lasierenden Skalenfarben Cyan, Magenta und Yellow auf weißem Papier wiedergeben und welchen auf ideal schwarzem?


    Meine Antwort:Theoretisch kann man alle Farben mit Cyan, Magenta und Yellow drucken, die durch die Koordinaten der Grundfarben z. B. auf der Normfarbtafel und der sie verbindenden Begrenzungslinien umfasst werden. Leider fallen von diesen vielen Farben eine ganze Reihe weg, wenn der Bedruckstoff nicht ideal weiß und glatt ist und wenn das Druckverfahren und die Druckfarben - Reihenfolge noch einige Farbtöne ausschließen. Dadurch fehlen uns im Offset auch bei guten Papierqualitäten gerade ein paar der farbkräftigen, reinen Töne.

    Auf einem ideal schwarzen Bedruckstoff sind alle lasierenden Farben komplett schwarz, weil ja alles Licht vom Bedruckstoff unter ihnen verschluckt wird. Eine lasierende Druckfarbe würde also höchstens eine glänzende Schicht darauf abgeben. Eine Färbung kann sie nicht erwirken.

    s. a. Frage 2, 53, 114, 164, 219 und 221

    Danke, Brandeilig,


    da zeigt sich, dass die technische Entwicklung immer wieder neue, zusätzliche Wege findet. LE = Low Energy scheint eine noch deutlich weiter entwickelte Version der Quecksilber - Dampflampen von früher zu sein, die damals immerhin schon gefiltert und gekühlt wurden. Hier ist der Emitter, also die Lampe, offensichtlich grundsätzlich verbessert zu sein. Dass wir eine Weiterentwicklung heute gleich als neue Technologie bezeichnen, sei verziehen - Werbung muss auch bei uns frei erlaubt sein.

    inkman

    Was ist der Unterschied zwischen UV-Druck und LED-Druck?

    Meine Antwort:

    Ein ehrgeiziger Versuch: Ich wollte einmal möglichst viele typische Fragen festhalten, die beim Bearbeiten einer Reklamation auftreten können. Diese Zusammenstellung soll helfen, typische Fragen und Beschreibungen als Bearbeitungshilfe aufzulisten. Oft kann eine systematisch und klar geführte Frage schon ein Weg zur Lösung sein.

    Die Liste ist bestimmt nicht vollständig. Wenn Interesse besteht, können wir sie als Grundlage für eine verbesserte, gemeinsame Version verwenden. Bitte melden, korrigieren und ergänzen, wo es euch sinnvoll erscheint.

    Meine Antwort: Dieser Gag ist einmal im Deutschen Drucker veröffentlicht worden. Ein Plakat zeigte einen sehr weiblichen Oberkörper mit knappem T-Shirt bekleidet. Und drüber stand "Männer, betet um Regen".

    Unter dem weißen T-Shirt war die unbedeckte Brust gedruckt worden und dann mit dem Deckweißüberdruck verborgen.


    Das Pigment für das Deckweiß hatte einen Brechungsindex vermutlich nicht weit über 1,6 wie ein Füllstoff. Und das Bindemittel ließ viele Stellen im Farbfilm als Zwischenräume für z. B. Luft frei. So lange es nur Luft war mit einem Brechungsindex von 0, war der untere Druck gut genug abgedeckt, weil der Unterschied zu 1,6 groß genug war.

    Sobald aber Wasser (Brechungsindex 1) aus dem Regen die Zwischenräume füllte, wurde der Überdruck durchscheinend - wie öliges Papier. Dann sah es so aus wie im Foto.


    Bei solchen Gagfarben darf der Kilopreis natürlich keine Rolle spielen. Aber das Beispiel zeigt, was mit ein bisschen Phantasie alles möglich ist.