Beiträge von inkman

    Hallo Stolki,


    in solchen Fällen lohnt sich eine systematische Untersuchung. Was kann es denn sein?


    1. Ja, „schlechter Karton“ ist möglich. Dann schaut das Fasern- oder Siebmuster noch durch den Strich hindurch, weil es für eine vollständige Abdeckung zu grob ist. Das muss sich in allen Farben zeigen und wird wohl bei mittleren bis leichten Rasterpartien besonders empfindlich reagieren. Ich hatte mal euch alle für solche Fälle um Rat befragt und außer einer wohlmeinenden Antwort eher Unverständnis bekommen.

    Ja, man könnte eine ganz niedrig zügige und langsam wegschlagende Farbe nehmen und hoffen, dass es hier ausreicht.


    2. Auf jeden Fall würde ich aber auf Mottling prüfen. Also Folgewerke nach Cyan testweise abschalten.Wird es auffallend besser, ist hier durch Wechsel der Farbenreihenfolge etwas Linderung zu holen.


    3. Wenn es wirklich wolkiger Ausdruck, also ein Farbspaltungsproblem ist, muss es z. B. in der ersten Farbe, die es zeigt, ganz ohne Folgewerke am schlimmsten sein und sich in diesen Flächen dann durch Hinzuschalten von Folgewerken mindestens graduell bessern. Dann ist guter Rat teuer. Evtl. ganz andere Farbrezeptur probieren oder mal am IPA drehen, falls welches verwendet wird.


    Die Vorschläge, einen toleranter verwendbaren Raster zu suchen, finde ich interessant. Die Idee macht neugierig. Leider fehlt mir hier das Fachwissen. Immerhin klingt es plausibel.

    Instruktor: bitte schau mal in Quizfrage 61. Dort sind die Arten der Leimung beschrieben.


    Toi toi toi & ciao

    Inkman

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    Hallo Jürgen,


    an dieser Stelle lohnt eine detaillierte Analyse der Lage. Handelt es sich um wolkigen Ausdruck, oder ist es Mottling? Beim Mottling sollten wenigstens zwei Werke beteiligt sein, beim wolkigen Ausdruck reicht eines. Andere sollten beim Test allerdings auch nicht mal kontaktieren.


    Wolkiger Ausdruck ist ein Farb- oder Emulgatproblem wegen schlechter Spaltung.


    Mottling kann auftreten, nachdem ein oder mehrere Vorläuferwerke nur gefeuchtet haben (wenigstens die maßgeblichen Stellen) =Wassermottling. Oder es ist nach Abschalten aller Folgewerke weg. Dann ist es Rückspaltungsmottling. Beides ist hauptsächlich ein Papierproblem, lässt sich gelegentlich aber durch Hilfsmaßnahmen verringern. Selbst wenn sich die Papierstruktur in ihm abzeichnet, kann es Rückspaltungsmottling sein. Wassermottling kenne ich nur aus der Literatur, nicht einen Fall in meiner Praxis entlarvt. Rückspaltungsmottling und wolkiger Ausdruck sind alltäglich im Bogenoffset und Rollenoffset.


    Wenn du die Ergebnisse deiner Tests mit Fotos verdeutlichen könntest, wäre das sehr hilfreich.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Hallo Schubbeduster und Brandeilig,


    optische Aufheller beeinflussen nicht die Tonwertzunehme im Druck. Die werden in eng begrenzten Wellenlängen - Bereichen gemessen, die weder mit der Absorption dieser Spezialpigmente im UV, noch mit deren Emission im Sichtbaren zu tun haben.

    Im Bedruckstoff gibt es natürlich noch eine ganze Menge Parameter, die sich auf die Ausbildung der Rasterpunkte und damit auf die TZ auswirken können. Dazu gehören die Rauigkeiten im Mikro- und im Makrobereich, die Größen und Verteilungen der Poren, die Benetzbarkeiten durch Feuchtmittel und Emulsionen.

    Man kann nur nicht alle diese Größen vorher entsprechend messen und einstellen. Nur die Maschineneinstellung, also der Druckereinfluss, ist vor Ort noch steuerbar, kann aber nicht immer alle anderen Schwankungen auffangen.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Was für Stoffe sind optische Aufheller, und wo liegen ihre Vor- und Nachteile?

    Danke, Schubbeduster für die Anregung. Meine Antwort:

    Hallo stolki,


    absenken geht nach unten, also ins Saure. Ich denke, hier sollten kleine Schritte, also 0,1 bis 0,2 Einheiten spürbar sein. Der pH ist ja ein logarithmisches Maß, also sehr empfindlich. 0,3 niedriger bedeutet schon eine doppelt so hohe H-Ionen-Konzentration als vorher.

    Um es ganz deutlich zu sagen: Der Trick ist keine Reparatur, sondern ein Verschieben des allgemeinen systems. Besser wäre eine Nachfrage beim Hersteller, weil eine echte Abstellung des Problems immer richtig und auch in seinem Interesse ist.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Hallo moom_pie_11,


    das kann man leider nicht so allgemein sagen. Es gibt zu viele rote Pigmentsubstanzen und von denen auch noch meist mehrere Fabrikate.

    Hat denn auch das Skalen-Magenta dieses Problem? Es ist in vielen Schmuckfarben auch enthalten, weil jeder es im Hause hat.

    Auch wenn das deine Frage nicht direkt beantwortet, miss doch mal den pH des Feuchtmittels. Sollte man den noch etwas absenken können, wäre mindestens die allgemeine Tonneigung etwas zurückgeschoben.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Was verstehen wir im Druckwesen darunter, einen Druck zu „bronzieren“?

    Meine Antwort:

    Das ist ein Riesenthema! Danke nochmal; hat Spaß gemacht, Antworten zu suchen.


    Die frisch gedruckte Farbe glänzt. Im Buchdruck und im Offset merken wir das, weil wir überhaupt eine Chance dazu haben. Bei den Lösemittelfarben gehen Trocknung und Verfestigung so schnell, dass solche Veränderungen kein Gesprächstema sind. Und die chemisch vernetzenden Systeme (UV et al) sind auch so schnell, dass wir praktisch einen trockenen Druck aus den Maschinen erhalten.

    Aber wer mit Wegschlagen und oxidativer Verfilmung leben muss, wird an der Maschine den Verkaufszustand seines Produktes noch nicht sehen. Das ist ein Problem für die Steuerung der Maschine. Hier hilft praktische Erfahrung mehr als theoretische Erklärungen. Aber ein bisschen nützlich sind sie dennoch.


    Meine Antwort:

    Hallo Schubbeduster,


    bisher wollte ich die Gründe suchen, die den frisch gedruckten Farbton vom weggeschlagenen unterscheiden. Deine Frage mit hks 41 gehört noch in einen anderen Zusammenhang. Hier äußert sich sehr stark die Oberfläche des Bedruckstoffes. Es ist eben nicht nur seine Eigenfärbung, die den gedruckten Farbton beeinflusst. Die Saugeigenschaften und die raue Oberfläche machen eine echte Angleichung manchmal unmöglich.


    HKS hat im Ursprung versucht, durch Anpassung der Mischrezepte die K- und N- Varianten so weit anzupassen, wie es ihnen damals gelungen ist. Mehr war damals eben nicht drin.

    PANTONE hat dagegen eine Mischung aus seinen Grundfarben genommen und einmal auf C und einmal auf U gedruckt. Was raus kam, kam eben raus.

    Manchmal wird dieser Unterschied als Argument für hks angeführt. Aber es ist eben einfach ein Konzept-Unterschied.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Ja, Domster, das war zufällig als Zahl gewählt. Ich denke, mein Text stimmt aber dennoch, weil ich ja fertige Kollektionsfarben meinte. Es hätte auch irgendein Farbton aus einer anderen Palette oder Hauskolektion sein können.

    Aber danke, dass du hier praktische Erfahrung dazu gibst.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Meine Antwort:

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    Hallo DingDong,


    auf die Gefahr hin, etwas Laienhaftes zu sagen, möchte ich dich einmal auf eine entsprechende Analytik hinweisen. Wenn man weiß, was für Dinger die Butzen auslösen, kann man weiter zielgerichtet arbeiten.


    Es kann ja Haut von der Farbe, Papierfaser oder –strich sein, also sehr unterschiedliche Ursachen. Wahrscheinlich ist noch mehr möglich.


    Erkennt man etwas unter dem Fadenzähler? Notfalls muss man das Teilchen in etwas Toluol schwenken, um es von anhaftender Farbe zu befreien.

    Sehr praktisch finde ich an solchen Stellen USB-Mikroskope, die mit mäßiger Vergrößerung mehr erlauben als die alten Taschenmikroskope, weil sie die Objekte besser beleuchten.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman