Beiträge von inkman

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    Was meint der Druckfachmann, wenn er von S+W - Schwarz spricht?


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    Hallo zusammen,


    das klingt plausibel. In der Tat ist Papier zweiseitig mit Sieb- und Filzseite. Manchmal lässt sich das nicht einmal mit einem fetten Strich ganz unterdrücken. Erst die „neuen“ Rundsiebformer sollen das Problem gelöst haben, habe ich gelernt. Sie pressen (und saugen?) von oben und unten.


    Dann war es damals also gar nicht die Druck-Reihenfolge der beiden Druckgänge, Auslöser waren die Papierseiten?


    Danke und ciao

    Inkman

    Was meint der Druckfachmann, wenn er von „Schön- und Widerdruck“ (S+W-Druck) spricht? Ist das ein klarer Fachausdruck, oder hängt seine Bedeutung noch von den Gegebenheiten des Benutzers ab?

    Beispiel für Ausdrücke, deren Inhalte sich mit der Technik ändern

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    Hallo Nordwind,


    es handelt sich um Aufbauen außerhalb des Formates auf dem Gegendruck. So war es in einem der Beiträge beschrieben.

    Ich vermute, dass es von to frame something, etwas einrahmen, einfassen, abgeleitet ist. Hier sind auch schon orthografisch abenteuerliche Schreibweisen aufgetaucht, wahrscheinlich Englisch in deutschem Dialekt.

    Ich finde es übrigens einen Witz, ausgerechnet das Englische hier zu verwenden. Ich habe mal nach englischen Ausdrücken für unsere Fehler - Fachausdrücke gesucht. Das ganze Fachchinesisch ist in Deutsch deutlich stärker ausgebildet und diversifiziert als im Englischen. Überhaupt nmacht es große Mühe, hier überhaupt Fachwörterbücher zu finden.

    Wir sind eben doch ein ziemlich kleiner Markt auf der Welt.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Welche Funktion hat Fachsprache?


    1. Punkt

    Wir Fachleute kreieren Fachausdrücke, wenn wir einen treffenden Ausdruck suchen, der sonst zu umständlich beschrieben werden müsste. Er soll aber ohne lange Umstände einwandfrei für Fachleute zu verstehen sein. Dabei ist es weitgehend egal, was er umgangssprachlich bedeutet. „Konventionelles Feuchtwerk“ ist so einer. Ich habe in meiner Lehrzeit mal „herkömmliches Feuchtwerk“ gesagt. Keiner wollte mich verstehen. Das war auch richtig so, weil der Fachausdruck sofort und ohne Grübeln dem anderen Fachmann einen Inhalt eindeutig vermittelt.


    Wer das hier anzweifelt, soll sich mal mit einem Mediziner unterhalten. Aber auch Maschinenbauer in unserer Industrie sind hier verwendbar.

    Die meisten sind sich gar nicht bewusst darüber und glauben, Sie haben einfach recht, weil sie ja vom Fach sind. Ich hatte da mal eine interessante Unterhaltung in der Grundschule unserer Kinder mit einem Gynäkologen (1983), der als Vater einer Tochter dort war. Da sollten den Eltern Informationen zur Sexualaufklärung vorgestellt werden. Und dazu gehörte das Wort „Scheide“. Der Mann wollte allen Ernstes statt dessen „Schamlippen“ haben, weil man die Scheide von außen gar nicht sehen könne. Und das damals in einer katholischen Grundschule im Rheinland...


    Wir sollten also den Fachleuten ihre Sprache lassen. Und dort, wo wir Fachleute sind, nicht den Laien oder Fachfremden Vorschriften machen. Was nützte es dem Arzt, wenn sein Patient vor Ehrfurcht und Fremdwörtern erstarrt, ihn aber nicht versteht?


    2. Punkt

    Besondere „Fachwörter“ werden auch mal aus Wichtigtuerei (auch Werbung genannt) erschaffen. Dann müssen sie fremdländisch klingen. Englisch am besten - oder Latein pur oder gar Latein auf Englisch; das macht noch mehr Eindruck. Abkürzungen sind wie in der allgemeinen Werbung auch beliebt. Auch wenn sie überflüssig sind, weil sie nicht die Kommunikation fördern, also den Informationstransfer zwischen Fachmann A und B: low carb anstelle Eiweiß-Diät, Ink Jet anstelle Tintenstrahldruck, POI anstelle Verkaufsraum usw.


    3. Punkt

    Oder Hilflosigkeit und Mangel an Fachkenntnissen. Man kennt sich nicht genau aus, hat aber eine Erscheinung, die man weder kennt noch versteht. Dann sucht man vielleicht gar nicht erst den Rat Erfahrener. Man traut sich nicht und vergibt einfach einen neuen Namen. Der CTI (critical temperature index) beim Tonen im wasserlosen Offsetdruck und Framing finde ich hier gut passend. Sie beschreiben das Problem überhaupt nicht, geben ihm aber Wichtigkeit. Und die hebt sie in die „neuen“, also neu zu verstehenden Erscheinungen. Bloß, weil man sich nicht traut, gute Fachleute zu fragen.


    Dieses Forum ist ein klasse Ort, sich Unterstützung zu holen, wenn man selbst nicht weiter weiß. Nicht jeder hat in einer großen Firma gelernt, die aufgeschlossen organisiert ist und den Austausch von Fach - Know How wirklich unterstützt.

    Hallo Thomas und Nob,


    den Epple habe ich früher als Wettbewerber nie so richtig lieb gehabt. Es deckt sich aber auch mit meiner Erfahrung, dass bei ihm Verdruckbarkeit immer eine wichtige Rolle gespielt hat.


    Wenn jemand mit Zusätzen gute Erfahrungen gemacht hat, würde ich ihn dafür nicht kritisieren. Wenn ich immer dafür eintrete, dass eine Farbe aus der Dose verdruckbar sein muss, wendet sich das eher gegen die Panscher, die mit ihrer Alchemie ständig die Farben verwässern. Meine Warnungen sind bitte so zu verstehen, dass jeder die Risiken einer Maßnahme im Auge hat und damit nicht in die Tinte gerät.

    Es gibt durchaus Fälle, in denen ein Zusatz mehr als nur psychologisch hilft. Und nur wenn so etwas tatsächlich oft hilfreich ist, hat er entweder die falsche Farbe (auch wenn es meine ist), oder er panscht. Ein ständiger Korrekturbedarf gehört in das Ohr des Farbtechnikers. Der muss ja auch lernen und sich entwickeln können. Und das nicht immer nur dann, wenn ein Kunde irgendwo einen Schaden hat und Geld sucht.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Hallo Stolki,


    klar, es ist offensichtlich, dass die Epple - Farbe die Druckbedingungen in deiner Maschinen besser verkraftet. Und es ist auch wahrscheinlich, dass es hier das Bindemittel ist und nicht das Pigment, obwohl die sich sicher auch unterscheiden.

    Es kann sein, dass eine der beiden Farben farbstärker ist, beide also deutlich unterschiedliche Farbschichten erfordern.

    Versuche mal einen Abstrich zum Vergleich, weil du sicher keine gewogenen Andrucke erstellen kannst. Ist der Unterschied krass, hast du einen Hinweis, was du versuchen kannst.

    Ich kann dir nichts mit Gewissheit vorhersagen. Hier muss man probieren.

    Wenn du einen fetten Firnis hast, hat er die besten Chancen, als 5 %ige Zugabe etwas wasserresistenter zu machen. Einigermaßen hochviskose, also sehr langkettige Alkydharze wären wahrscheinlich am wirksamsten, dürften aber kaum verfügbar sein.

    Pflanzenöle alleine machen die Sache eher emulgierfähiger. Aber es ist von außen gesehen nicht einmal sicher, dass sie hier nicht gerade doch helfen.

    Beim Wasserverhalten einer unbekannten Farbe hilft tatsächlich nur Probieren. Hier wäre der Zauberzusatz, der die Farbe zügiger macht, eine Hilfe. Leider gibt es so etwas nicht wirklich.


    Viel Erfolg & ciao

    Inkman

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    Hallo Mac-Steve,


    das ist noch wahrer, als es auf den ersten Blick klingt. Wenn man z. B. einen Farbort und ein DeltaE vorgibt, muss man sich klar sein, dass man damit nicht den optischen Eindruck genau vorgibt. Nicht umsonst gibt es in der Zigarettenindustrie so genannte Toleranzkarten. Die sind nicht aus der alten Zeit übergeblieben, sondern geben das gewünschte Ergebnis genauer vor.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Müssen zwei Drucke immer die gleichen Reflexionskurven (früher „Remissionskurven“) haben, um dem Auge im Farbton gleich zu erscheinen?


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    Hallo Schubbeduster,


    alle Einflüsse, die du hier nennst, sind klar beteiligt. Wahrscheinlich könnte man das sogar noch stärker detailliert sehen. Ich denke, in dieser Komplexizität liegen auch die Gründe, warum es so anspruchsvoll ist, eine moderne Offset-Druckmaschine zu konstruieren und sie auch gemäß den Vorgaben arbeiten zu lassen. Und wir sollten auch unseren Respekt vor den Leuten in Fogra & Co bezeugen, die einmal den Mut hatten, überhaupt eine Standardisierung zu fordern und auf den Weg zu führen.


    Viele Grüße ciao

    Inkman

    Im Offsetdruck tritt immer eine Zunahme auf, wenn man die Rasterflächen der Platte mit der optisch wirksamen Flächendeckung des Druckes vergleicht. Wo liegen die Ursachen?

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    Hallo Maik,


    na, klar. Die rheologischen Größen haben in verwandten Substanzklassen eng miteinander zu tun. Und die Temperatur spielt klar immer eine wichtige Rolle. Bei allen drei wichtigen rheologischen Grundgrößen - der Viskosität, der Zügigkeit und der Elastizität.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Was bedeutet es bei Flüssigkeiten und Pasten, wenn sie elastische Eigenschaften besitzen?

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