Beiträge von inkman

    5. Irrtum: Bei geringer Farbannahme und bei zu hoher Feuchteführung emulgiert die Farbe und trocknet nachher schlecht im Stapel.

    Meine Antwort:

    Was für Stoffe sind unsere aktuellen Pigmente?

    meine Antwort:

    Sobald die Farbe emulgiert, beginnen die Probleme: Tonwertzunahmen, Bildstörungen, Trocknungs-Verlangsamung, Kantenspritzen, Pelzen

    Aktuelle Fachmeinung:

    Bei den Farbmitteln gibt es solche, die im Anwendungsmedium (Lösemittel, Verdünner, Bindemittel) löslich sind und solche, die darin unlöslich sind. Wie nennen wir diese zwei Gruppen, und wo finden sie Verwendung?


    Meine Antwort:

    3. Irrtum: Im Offset drucken wir mit Farbe und halten mit einer wässrigen Lösung die nichtdruckenden Stellen frei.

    Meine Antwort:

    Meine Antwort:

    2. Irrtum: Die druckenden Partien sind oleophil (lipophil) und hydrophob, die bildfreien hydrophil und oleophob (lipophob).


    Aktuelle Fachmeinung:[spoiler] Diese phil- und phob-Ausdrücke sind irgendwann unnötigerweise als „fachmännisch“ klingende Fremdwörter aufgenommen worden und geistern seither in unserer Fachsprache herum. Halbwegs sinnvoll sind noch „hydrophil“ und „hydrophob“, weil sie immerhin eine Aussage haben. „Oleophil“ kann man ja noch konstruieren. „Oleophob“ ist dagegen kompletter Unfug.

    Physikalisch klarer wäre es, zwischen polaren und unpolaren (=dispersen) Flüssigkeiten und Feststoffoberflächen zu unterscheiden. Für den Offsetter sind „wasserfeindlch, fettähnlich“ und „wasserfreundlich, polar“ schon verständlich. Denn auch eine Wasser-in-Öl-Emulsion verhält sich nach außen ölig, und das Gegenteil, eine Öl-in-Wasser-Emulsion wirkt wässrig. Als Beweis führe ich hier die Sonnencremes an. Es gibt Wasser-abspülbare (Öl-in-Wasser-Emulsionen) und wasserfeste z. B. für Wassersportler (Wasser-in-Öl-Emulsionen).

    Hallo Silent74,


    das klingt sehr plausibel. Einige Maschinenhersteller haben das Nebelproblem übrigens mit strukturierten Walzenoberflächen ganz entschieden verringert. Mir schien es vergleichbar revolutionär wie damals, als Miller Johannisberg die Oberflächen der Gegendruckzylinder nach der Wendung in BO-Maschinen modifizierte und damit das Schön-und-Widerdruck - Problem um eine Größenordnung reduzierte.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Warum ist das Nebeln von Offsetfarben im Bogenoffset hauptsächlich ein Problem im Verpackungsdruck, weniger im Akzidenzdruck?


    Meine Antwort:

    Gerade über das weltweit am weitesten verbreitete Massen- und Individual-Druckverfahren sind die Ansichten, wie es überhaupt funktioniert, weit hinter der technischen Entwicklung zurück geblieben. Dies ist in technischen Fächern nicht ungewöhnlich. Nur sind die Drucker, besonders in Deutschland, der historischen Hochburg der Druckkunst, gut organisiert im technischen Informationsaustausch. Hier halten sich alte Zöpfe noch hartnäckiger als in andern technischen Bereichen, sogar in Fachliteratur und Ausbildung.

    Wer hat eigentlich das Verständnisproblem? Der Laie oder der halbgebildete Profi?


    1. Irrtum: Der Offsetdruck funktioniert dadurch, dass Wasser und Fett bzw. Öl einander abstoßen. Aktuelle Fachmeinung:

    Ursprünglich wurde der Zellstoff für Papier und Karton mit Lösungen von Natrium-hypochlorit gebleicht. Dort wirkt praktisch elementares Chlorgas auf den Faserbrei ein. Wegen der dabei auftretenden Emissionen, besonders der giftigen Dioxine, wurde das Verfahren hauptsächlich von Greenpeace bekämpft. Die Kampagne war geschickt angelegt, und die europäische Bevölkerung für Umweltthemen aufgeschlossen. Der Druck in der Öffentlichkeit hat tatsächlich bewirkt, dass ein eingefahrener technischer Prozess umgestellt wurde, ein kostenspieliger Vorgang.


    Das Problem trat also nicht bei der Papierherstellung selbst -auf, sondern beim zuvor laufenden Vorgang der Zellstoffaufbereitung. Folglich hätte man das neue Produkt damals auch „Papier auf der Basis chlorfrei gebleichten Zellstoffs“ nennen müssen. So etwas wäre heute nicht verkaufbar, auch damals nicht. Also musste man einen Fachausdruck wählen, der dem Fachmann den Gegenstand klar benennt und brauchbar klingt. Dabei kam erst heraus „chlorfrei gebleichtes Papier“ und, weil das immer noch zu lang war, „chlorfreies Papier“.


    Das wäre jetzt kein Beinbruch, wenn nur Fachleute gefragt würden. Aber viele Leute in unserem Geschäft interessieren sich nicht für die Bedeutung so eines Fachausdruckes. Sie nehmen die Sache platt wörtlich. Und deshalb gab es mal wieder sachlich falsche, eigentlich sogar lächerliche Forderungen: Papiersorten sollten chlorfrei sein. Der Chlorgehalt von Papier und Karton ist für uns überhaupt nicht relevant. Er liegt u. a. als Natriumchlorid, als Kochsalz, vor. Damals wurden tatsächlich eine Menge Hampeleien angestellt, um das böse Chlor aus dem „umweltfreundlichen Druckprodukt“ herauszuhalten. Fachjournalisten und Auftraggeber haben sich da gelegentlich lächerlich gemacht.


    Inzwischen scheint mir, dass sich die Sache auf ein vernünftiges Maß eingependelt hat. Es ist wohl inzwischen auch Standard, dass der Zellstoff chlorfrei gebleicht wird.

    Meine Antwort:

    Kennen Sie mindestens vier wichtige Vorteile des konventionellen (Nass-) Offsetdruckes gegenüber dem wasserlosen?


    Ein paar Vorschläge:

    Kennen Sie mindestens vier wichtige Vorteile des wasserlosen Offsetdrucks gegenüber dem konventionellen?


    Ein paar Vorschläge:

    Was ist der Unterschied zwischen „Aufbauen außerhalb des Druckformates“ und „Negativaufbau“?


    Meine Antwort:

    Hallo Thomas,


    deine Vermutung trifft zu; Man kann bei den Tageslichtleuchtfarben (Neonfarben) den Buntanteil zu Hilfe nehmen und mit dem Spektraldensitometer die optische Dichte der Drucke messen. Das mag dort notfalls für eine Lieferspezifikation reichen.

    Bei den reinen Fluoreszenzfarben geht mit der vorhandenen Technik gar nichts Genaues. Man müsste ein Densitometer im nahem UV bauen, das eine definierte UV-Lichtquelle hat und dann im Sichtbaren misst. Der Kundenkreis für so ein Gerät ist sicher zu klein, als dass jemand sich an die Aufgabe macht.


    Aber man muss ja etwas vereinbaren zwischen Kunde und Drucker. Da kann man für jeden die gleiche UV-Lampe kaufen und visuell beurteilen, wie gut der Effekt ist. Man könnte wie in der Zigarettenindustrie auch Vergleichsmuster (dort „Toleranzkarten“) herstellen und dann visuell vergleichen.

    Allerdings sollte der Kunde dann diese Druckmuster immer mal wieder neu herstellen, denn deren Lichtechtheiten sind bescheiden…


    Immerhin gibt es diese Pigmente für den Sicherheits- und den Spielzeugbereich pur als pulverförmige Substanz. Die kann der Farbhersteller leicht in eine modern formulierte Rezeptur einarbeiten. Das ist ein halber Vorteil, denn bei den bunten Neonfarben müssen wir von Farbpasten leben, die kaum noch Freiheit für den Bindemittelanteil in der Rezeptur geben. Und diese Pasten waren schon immer ein Quell der Freude für Offsetdrucker…


    Ein Drucker, der sich hier mit einem anspruchsvollen Kunden heranwagen will, muss seine Sache also gut mit dem Kunden gemeinsam erarbeiten und absichern.

    Nebenbei: Allen ist sicher klar, dass der optische Aufheller im Papier und Strich bereits so ein Pigment ist. Den sollten wir mit unsrem Druck also fühlbar übertreffen.


    Wie beim Lack haben wir das Dilemma, dass man an der Maschine die Farbschichtdicke nicht bestimmen kann.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman

    Welche Risiken beim Isopropanol begründen die Bestrebungen, es aus dem Offset – Druckprozess zu verbannen?

    Meine Antwort:

    Was bedeutet bei einem Rasterverfahren, es wirke flächenvariabel?


    Meine Antwort:

    Was bedeutet bei einem Rasterverfahren, es wirke tiefenvariabel?


    Meine Antwort:

    Hallo Rollendrucker,


    die zwei Polarisationsfilter in unseren Densitometern sind nur dazu da, Oberflächenstreuungen nicht in den Messgang zu lassen. Der erste polarisiert das auffallende Licht, der zweite sortiert alle Strahlen aus, die nur auf der Oberfläche des Druckes zurückgeworfen werden und damit nicht in der Probe geschwächt, also bunt werden können.

    Die Strahlen, die durch den Druck gehen, werden im Papier zurück-gestreut. Dabei verlieren sie ihre Polarisation, also die feste Schwingungsebene und werden wieder chaotisch. Und die gehen durch den zweiten Polfilter hindurch und werden gemessen. Ohne diesen Trick würde der Druck vom reflektierten Licht aufgehellt und damit scheinbar schwächer in der optischen Dichte, weil heller.

    Dieser Polarisationstrick wirkt bei allen Wellenlängen, hat also mit unserer Diskussion über die Farbenauswahl per Farbfilter oder Beugungsgitter und Spalt nicht zu tun.

    Er hat übrigens auch nicht mit dem gespiegelten Licht, der gerichteten Reflexion, dem Glanz, zu tun. Den schneiden wir durch die Messgeometrie aus dem Messgang. Auch diese Verwechselung findet man oft in der Praxis, sogar bei Herstellern von Messgeräten.


    Viele Grüße & ciao Inkman