Fördermenge Lack

  • Wunderschönen Tag werte Kollegen


    Franky braucht mal wieder Rat.

    Arbeite auf einer SM 74 4+L.

    Meine Frage ist ob man die Fördermenge von Lack im Lackwerk reduzieren kann. Hab im Handbuch gelesen das man am Lackwerk reduzieren kann. Hab zwei Tasten wo Plus und Minus ist und ein kleines Display in der Mitte wo 5 steht. Mein Chef findet jetzt, das wir zuviel Lack am Bogen haben. Weiß wer Rat bitte, wie oder wo ich die Menge reduzieren kann. Vielen Dank Franky 😊

  • Auf dem Display siehst du nur, wie viel Lack durchgepumpt wird. Je höher die Zahl, desto höher der Durchfluss.


    Wie viel Lack auf dem Bogen landet, kannst du:


    - Beim 2-Walzen-System über die Einstellung von Lacktauchwalze zu Lackdosierwalze grundjustieren und über die Drehzahl dann entsprechend anpassen. (Nicht übertreiben, sonst gibt es Spritzer und Quetschränder und es kommt zum Verblocken.)


    - Beim Kammerrakel-Rasterwalzen-System kannst du die Lackmenge ausschließlich über das Schöpfvolumen der Näpfchen der Rasterwalze bestimmen. Mehr Lack: Näpfchen mit einem hohen Schöpfvolumen, weniger Lack: Näpfchen mit weniger Schöpfvolumen. Das kann man durch den Erwerb einer, nicht ganz günstigen, 2. Rasterwalze regeln um flexibler zu sein.


    LG smut

  • Ich find ja schon krass das man als Drucker nicht weiß wie man die Lackmenge an seiner Maschine steuert 🤔

    ... sei nicht so hart mit deinem Urteil, Kollege Printer84 - denn dafür ist solch ein Forum nunmal da.

    Außerdem hat unser smut eine professionelle und inhaltlich absolut korrekte Erklärung abgeliefert, meinen Respekt dafür!

    Kann man mein Like wieder rückgängig machen, da habe ich mich leider verklickt. Gruß Olaf.

    Mein Lieblings-Kennzeichen ist das W. Das ist ein Münchener, der sich überschlagen hat:rolleyes:

    Einmal editiert, zuletzt von Olaf W. ()

  • Grüße


    Ist momentan üblich andere gleich schlecht zu machen. Das Forum sollte eigentlich da sein um andere zu helfen. Bin seit 15. Jahren Drucker in Österreich in einem Familienbetrieb und seit 1.Jahr arbeite ich fix auf der Druckmaschinen. Habe auf einer 1. Farben Maschine und dann auf einer sehr alten 4. Farben Maschine meine Ausbildung gemacht .War bis letztes Jahr Springer zwischen mehreren Maschinen und Kollege ist voriges Jahr Pension gegangen und ich habe jetzt diese Druckmaschine über. Vor 4.Jahren wurden wir auf dieser Maschine eingeschult von Heidelberg und das Lackwerk wurde nur das wichtigste erklärt und das war es schon.


    Trotzdem danke für den Tipp. Grüße Franky

  • Salve Loki die Rasterwalze wurde übernommen und mittlerweile weiß ich auch warum unser Chef das gesagt hat.Weil der Bogen nach den ersten Durchgang ein wenig auf gestanden ist wollte er wissen ob ich zuviel Lack verwende. Hab im erklärt warum und weshalb der Bogen sich aufdreht.Jetzt ist wieder alles tutti. Nochmals danke.

  • Ich find ja schon krass das man als Drucker nicht weiß wie man die Lackmenge an seiner Maschine steuert 🤔

    Ich denke das gibt es heutzutage öfters. Ich habe meine Ausbildung als 2.Mann "genossen" ob ich da alles kann bzw weiß mag ich sehr zubezweifeln.

    Deswegen bin ich auch hier und lese gerne mit und lass mich noch leiten von den "alten Hasen" =)

  • Hi.


    Kannst aber auch, was des bisserl Erfahrung gezeigt hat, über die Pressung zwischen Gummi und Rasterwalze beschei..en. Oder druck nur mit 15000 da wirds auch weniger (an manchen Stellen :-)

    oder die Viskosität/Zügigkeit vom Lack ändern und dadurch die Auftragsmenge leicht beeinflussen.


    Gruß Sepp

  • Ich find ja schon krass das man als Drucker nicht weiß wie man die Lackmenge an seiner Maschine steuert 🤔

    Zu dem Thema. Man(n) ist nur so gut wie man unterwiesen wird. Kannst froh sein, wenn in fünf Jahren noch gelernte Drucker an Druckmaschinen stehen. Die Qualität der Ausbildung lässt nach.

    Bin Heidelberger seit 1997 und arbeite seit kurzen an einer Roland 708DD P und komm mir vor wie a Lehrling mit 20 Gesellenjahren aufm Buckl...nur weil die Produktion nicht stehen darf und weil die meisten selber nichts genau wissen, leidet meine Unterweisung darunter.