Klischee-Herstellung mit Photopolymer-Platten

  • Hallo,


    ich arbeite seit Kurzem mit einem BASF-Kombigerät (Belichter, Wascher, Trockner), um die Klischees für den Heidelberger Tiegel selbst machen zu können. Ich verwende hierfür Photopolymer-Platten mit Stahlträger.


    An zwei Stellen könnte ich dringend Hilfe gebrauchen. Es geht um folgende Fragen/ Probleme:

    1. Das Wasser aus der Wasch-Einheit enthält nach dem Auswaschen der Photopolymer-Platten ja sicherlich ungute Bestandteile - jedenfalls riecht es doch sehr chemisch. Kann mir jemand verraten, wie bzw. wo die Flüssigkeit entsorgt werden sollte?

    2. Auf einer Druckplatte sind bei mir mehrere Motive, die ich erst nach der Fertigstellung des Klischees zuschneiden möchte. Leider bekomme ich das beim besten Willen nicht ordentlich hin. Ich nutze gerade einen Hebelschneider von der Firma Dahle. Nach dem Schneiden sieht die eine Hälfte vom Klischee dann noch ganz gut aus, während sich das andere Teil ziemlich verbiegt, zum Teil sogar richtig "aufrollt". Hat jemand einen Tipp für mich? Womit bekommt ihr einen glatten Schnitt durch Klischees mit Stahlträger hin?


    Ich bin über jeden Ratschlag dankbar!

  • ZU 1. Welcher Platten-Typ wird benutzt? Die original Nyloprint BASF/ Flint Platten stinken wirklich sehr stark. Soweit mir bekannt ist, kann das Wasser direkt abgeleitet werden und braucht nicht entsorgt werden.

    Zu 2. Es gibt spezielle Hebelscheren zum Zuschneiden. Hat auch die Fa. BASF/FLINT im Programm. Es sind auch gebrauchte am Markt,evtl. einmal bei den Gebrauchtmaschinen Händlern anfragen.

  • Viel Knete für Altmetall, welches fürs Zuschneiden der Klischees hier angepriesen wird. Ich glaube auch nicht, dass mit diesen Schneidescheren Nutzen sauber getrennt werden können. Der Teil des Klischees, welcher beim Schnitt weggedrückt wird, wird immer rollen, physikalisch gar nicht anders möglich mit einer Schere.


    Wir haben damals die Klischees mit einer kleinen Fräse geschnitten. Das hat geklappt ohne aufrollen, weil eine Fräse Material abträgt und nicht wegdrückt. Später haben wir eine Bastelbandsäge zum Teilen benutzt. Auch hier kein Rollen, weil eine Säge auch Material abträgt und nicht wegdrückt.


    Ich empfehle dem Fragesteller, mal in einem Bastelgeschäft zum Beispiel nach dem "Dremel" zu fragen. Das ist ein kleines Bohr-Dreh-Fräs-Schleif-System mit unzähligen Anwendungsmöglichkeiten.

  • Ich kann nur meine langjährige Erfahrung weitergeben. Die kleine Tischmaschine von BASF hat mich nicht überzeugt. Mit einer Fräse oder eine Bandsäge ist ein gerader Schnitt ohne Grad fast nicht möglich. Portalfräse oder Laserscheiden ist sicher auch möglich. Für mich ist die BIKI- Schere immer noch die beste Wahl. Fußbetrieb, dadurch sind die Hände frei um die Platte zu positionieren, schmale und winklige Schnitte sind kein Probem. Ein gut geschliffenes Ober und Untermesser ist Voraussetzung.