Beiträge von Boston Presse

    Danke für die Antwort. Das Werkzeug ist sicher nicht Bestandteil eines maschinenbedingten Werkzeugsatzes.

    Warscheinlich wird das Gerät nur bei segmentierten Farbmessern zum Kalibrieren der Zonenschrauben eingesetzt.

    Da wird es bestimmt eine Firma geben, die dieses Spezial-Werkzeug liefern kann. Frag doch einmal bei dem Maschinenhersteller nach. Es gab da mal eine Firma Prüfbau, die Spezialwerkzeuge für die grafische Industrie gefertigt hat, ich bin mir aber nicht sicher, ob es die noch gibt.

    Ja, es ist ein Ausdruck für eine Mischung, egal in welchem Bereich. Für die Drucktechnik ist der Ausdruck für

    Erzeugnisse auf denen mehrere Techniken vereint wurden, gebräuchlich. Das ist nichts neues. Maschinen die mehrere Druckverfahren nebeneinaner unterstützen werden schon sehr lange gebaut. In der Etiketten-Produktion kenne ich Maschinen die für Siebdruck, Buchdruck, Flexo und Letterset (fälschlich als Offset bezeichnet) ausgerüstet sind. Ich sehe in der Verwendung der Bezeichnung Hybrid keinen Nachteil, obwohl es kein anerkanntes Druckverfahren bezeichnet. Da finde ich Bezeichnungen wie Fotodruck oder Textildruck schon fragwürdiger.

    Die Messer können mit neuen Bohrungen versehen weden,die dann ein tieferes einspannen ermöglchen. Dieses sollte mit dem Betrieb der die Messer schleift abgesprochen werden, ob sich dieser Schritt wirklich lohnt. Die Schneide ist aus anderem Stahl als das übrige Messer und wenn dieser zu sehr abgeschliffen ist geht das Messer zum Schrott oder der Schleifer entsogt es.

    Gold drucken ist eine Herausforderung. Farbe und Papier müssen aufeinander abgestimmt sein. Die Walzen müssen super sauber gewaschen werden und richtig justiert sein. Ich verwende eine Bronzepaste, die miteinem speziellen Firnis angemischt wird. Ein gutes Ergebnis habe ich auch mit Bronzepaste und Drucklack als Firnis, erreicht.

    Hallo,

    da die Aufzugstärke incl. Bedruckstoff am TP 1mm beträgt muß der Aufzug ca. 0,5-0,6mm stark sein. Ich würde mich für einen "harten" Aufzug entscheiden, z.B. 1 harter Karton, Presspan, Pertinax oder Sustamid/Teflon unter dem Deckstraffen. In einigen Fällen kann auch ohne Straffen gearbeitet werden.

    Da der Tiegel mit den kleinen 60 Meter Folien-Rollen arbeitet, kann die Folienspannung nur über den seitlichen Federdruck geregelt werden.

    Hier noch ein Nachtrag zum OHT:

    Bedingt durch das Boston-Prinzip und der Propellergreifer ist eine Aufzugstärke von 1,0mm vorgesehen, incl. Bedruckstoff. Wenn für einen 300 gr. Karton 0,3mm angenommen wird, bleibt für die Patritze (Gegenstück) nur noch 0,7mm incl. Träger und Klebefolie übrig. Der Propellergreifer streift sonst mit zerstörerischer Wirkung über den Aufbau, da kann die Prägeform noch so tief ausgearbeitet sein, viel mehr geht da nicht.

    Gally oder Gordon Tiegel haben da einen Vorteil.


    Mit freundlichem Gruß

    Hallo l'imprimeuse,

    wodurch soll denn die erhabene Blindprägung plattgedrückt werden? Steht diese denn so dicht an der Rillung oder ist dein Blindmaterial zu hoch?

    Zum Schneiden lege ich auch immer einen Bogen unter den Stapel und 3-4 Makulatur-Bogen ( fällt immer an ) obendrauf um Abdrückezu vermeiden. Wichtig: Bei weichem Baumwollkarton immer nur mit scharfem Messer schneiden!

    Wenn die Prägung nicht stark genug ist aber ich ein Rand abzeichnet, ist die Gegenform zu schwach bzw. der Prägestempel nicht tief genug geätzt/gefräst.

    Der Hersteller/Lieferant benötigt immer die Grammatur des zu prägenden Papier/Karton,wenn er auch das Gegenstück liefern soll. Warum? Weil das Motiv am Gegenstück um die Dicke des zu verarbeitenden Materials kleiner sein muß.


    Mit freundlichem Gruß

    Guten Tag l'mprimeuse,

    die erste Frage ist schnell beantwortet. Ich mache die Rillung immer als letzten Durchgang. Ob mit Schnur oder Rillkanal ist da unerheblich, es kommt auf den Karton und die Laufrichtung an. Bei 300gr. würde ich einen Versuch machen und dann entscheiden. Der Karton trägt natürlich im Bereich der Blindprägung auf. Dieses ist aber auch der Fall, wenn zuerst gerillt wird. Daher sollten immer nur kleine Stapel vorgestapelt werden. Ein ähnliches Problem trit dann auch beim Schneiden der Auflage auf.

    Und nun zur Blindprägung: Das System mit den Stiften ist eigentlich für größere Auflagen und Druck zu mehreren Nutzen gedacht. Das auf den Tiegel geklebte Gegenstück kann bei diesem System nicht beschnitten werden.

    Sollte sich ein Rand auf der Rückseite vom Karton abzeichnen, ist der Druck zu stark.

    Wenn das Gegenstück selbst gefertigt werden soll, z.B. aus Löschkarton u. Leim, Prägoplast oder ähnlich, dann muß das Gegenstück knapp um das Motiv beschnitten werden. Auf der Internetseite von Prägo wird dieser Vorgang gut und deutlich in einem Video gezeigt.


    Mit freundlichem Gruß














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    Guten Tag,

    Monstermonster hat schon alles Wichtige gesagt. Mir reicht das Foto nicht für eine Beurteilung. Weiche Walzen sagen noch lange nichts über den Zustand aus. Diese Verschleißteile zu ersetzen sollte immer einkalkuliert werden.

    Funktionsfähig ist ein dehnbarer Bgriff, bewegt sich alles oder kann mann wirklich in diesen Zustand mit dem Tiegel drucken? Wichtig ist noch welche Schrifthöhe die Maschine verwendet, also die Deutsche Schrifthöhe unterstützt wird. Übrigens: Der Heidelberger Tiegel ist auch ein Boston Tiegel, er arbeitet nach dem gleichen Prinzip.

    Bleisatz ist schon eine tolle Sache, wenn du jedoch Letterpress-Prägedruck machen möchtest, völlig ungeeignet.

    Hallo und Willkommen im Forum.

    Der Heidelberger Tiegel Bauj.38 hatte meines Wissens noch kein Waschrakel. Die Walzen müssen da noch von Hand

    gereinigt werden, wie das bei vielen anderen historischenTiegeln auch gemacht wird. Also Gummihandschuhe an

    und mit Lappen und Walzenwaschmittel die Walzen reinigen.

    Sollte die Maschine doch schon ein Rakel haben ist die Sache ganz einfach. Zunächs einmal nachschauen ob die Gummilippe am Rakel noch ok. ist. Dazu die Rakeleiheit an der Seite über der Schwungscheibe entriegeln und

    herausziehen.nach der Kontrolle Wanne mit Rakel wieder einsetzen. Zum Abrakeln der Farbe Rakel entriegeln,

    Maschine auf eine Geschwindigkeit von ca.3-3500 Bogen drehen, hinter den Tiegel stellen und etwas Waschmittel auftragen. Das geht am Besten mit einer Spritzflasche oder mit dem am Tiegel vorhandenen Behälter mit Schlauch und Auslaufdüse. Sobald etwas Waschmittel aufgetragen ist, muß die Rakeleinheit mit dem Handhebel an den Farbzylinder gepresst werden. Den Vorgang wiederholen bis alle Farbe gründlich abgewaschen ist. Danach die Rakeleineit herausziehen,reinigen, einschieben und wieder verriegeln. Die Walzen anschließend mit einem Lappen nachwaschen. Nach Gebrauch der Maschine die Walzen abstellen (entlasten).

    Ich hoffe ich habe nichts vergessen.

    MfG.

    Hallo Anderas,

    leider kann ich erst jetzt deine Frage beantworten. Der Farbkasten ist immer sinnvoll wenn Drucke mit viel Farbverbrauch gefertigt werden sollen. Für den kleinen Auflagenbereich z.B. 100 Geschäftskarten streiche ich auch nur Farbe auf und benutze den Kasten nicht. Spart auch Zeit beim Reinigen.

    Der Krause Tiegel ist anders aufgebaut als die Tiegel von Weiler. Beides sind Boston-Tiegel jedoch wird der Tiegel bei Weiler durch Zugstangen betätigt, bei Krause durch ein Kniehebelgelenk. Bei dem Krause Tiegel ist ein einteiliges Gußgestell verbaut, das sich nicht weiter zerlegen läßt. Wenn jedoch Farbkasten,Teller, Walzen und der Handhebel abgebaut sind kann die Maschine schon gut zu zweit getragen werden. Das Gewicht sollte komplett bei ca.80 kg. liegen. Wenn der Transport unbedingt alleine durchgeführt werden soll kann auch die eigentliche Tiegelpatte abgeschraubt werden. Hier sollte mann sich dann die Abstände der Schrauben merken um später nicht allzuviel justieren zu müssen. Ein zweiter Mann ist jedoch zu empfehlen.

    Hallo Andreas,

    die Abbildungen zeigen einen Boston Tiegel von F.M.Weiler Berlin. Da keine Maße für die Druckfläche angegeben sind kann ich nicht sagen,ob es No.7, No.8 oder No.9 ist. Ich besitze No.7 u.8, jedoch ohne Farbkasten (kleines Bild links zeigt No.7) Diesen Maschinentyp läßt sich bis auf die letzte Schraube zerlegen. Da es kein kompaktes Grundgestell gibt, kann mann die einzelnen Teile dann gut alleine bewegen und verladen. Habe ich auch so gemacht. Der Nasenkeil, mit dem der Handhebel befestigt ist, kann beim herausziehen evtl. Probleme machen.

    Hallo,

    ich habe schon mehrere Tiegel zum Transport zerlegt. In vielen Fällen ist das kein Problem. Nasenkeile oder konische Stifte in Verbindungen können da schon einmal sehr nervig sein. Ebenso verrostete Schrauben. Muß die Maschine über Stufen/Treppen bewegt werden? Um einen genaueren Rat abzugeben, benötige ich ein oder besser mehrere Fotos von der betreffenden Maschine.

    Ein Hohner Tiegel z.B. der ca.80 kg.wiegt, läßt sich einfach in 6-7 Teilen zerlegt, gut alleine transportieren.

    Ja,wieder gut gemacht.

    Und da dieser Schimmer etwas metallisch wirkt, haben unsere Vorväter das „Bronzieren“ genannt, ein Schimmer wie von Bronze

    Damit bin ich jedoch nicht einverstanden. Bei unseren Vorvätern gab es solch "schlechte" Pigmente noch nicht, die einen Farbton in dieser Art veränderten. Bronzieren ist für mich immer noch das Aufbringen von Bronzepulver (manuell

    oder maschinell zur Veredelung von Printprodukten. Dieser Ausduck ist somit schon sehr, sehr lange in unserer Fachsprache besetzt.In meinem Umfeld wurde auch niemals für den Bronzeschleier nach dem Auftrocknen von speziellen Blautönen ( Blaus gibt es in der deutschen Sprache noch nicht) der Ausdruck Bronzieren verwendet.

    Guten Morgen,

    die Idee mit den Eisenstangen ist schon gut, 2 dickwandige Rohre (ca.4-5mm) und ca 45mm Durchmesser sind

    besser geeignet. Die Löcher im Grundgestell haben ca. 48 mm Durchmesser.Leider benötigt mann dafür aber reichlich Platz,der selten vorhanden ist. Eine Europalette eignet sich gutfür den LKW-Transport, nur würde ich die Palette mit einer zusätzlichen 22mm Schichtholzplatte verstärken,verschrauben. Der Tiegel steht dann fester. Sichern mit entsprechenden Spannbändern.Wenn die Bänder über die Farbtrommel gelegt weden unbedingt Polstermaterial unterlegen. Solange der Tigel auf der Palette steht und mit dem Hubwagen bewegt wird ist eine leicht abschüssige Strecke kein Hindernis. Palette immer knapp über den Boden halten,evtl.auch etwas schleifen lassen und eine Hand an der Hydraulik um bei zu schnell werdender Fahrt absenken zu können.

    Wenn der Tiegel für die Tür zu breit ist kann die komplette An-u.Ablage abgebaut werden.Die Pumpe ist leicht zu entfernen,schwierg wird es wenn das Schwungrad und evtl. die Welle ausgebaut werden muß,da benötigt mann

    schon spezielles Werkzeug.