Beiträge von Boston Presse

    Aktuell suche ich für einen Workshop nach Informationen über bedruckte Folien als Filmeratz für die Fertigung von Polymerplatten. Wer hat entsprechende Erfahrungen? Folgende Angaben sind wichtig: Folientyp, Tinte (evtl.Uv.) Drucker, zusätzlicher RIP ?, kann die Druckersoftware positiv, negativ, seitenrichtig und seitenverkehrt. Ein Muster mit den Angaben ist dann sehr hilfreich. Ich sende auch gerne eine Datei um verschiedene Folien und Drucker sicher vergleichen zu können.

    Danke sagt Boston Presse

    khr@redecker-hf.de

    Gängig sind bei uns Momentan Dickere mit ner Shorehärte von 35.

    Für den Flexodruck ist das richtig. Buchdruck/Letterpress-Klischees haben eine Härte ab 67 und eine Höhe von 1,75 zum aufkleben mit doppelseitiger Klebefolie auf "rote" Unterlagstege oder 0,94 bzw.0,95 auf Stahlträger für Magnetunterlagen. Mit diesen Klischeehöhen arbeiten standartmäßig in Deutschland Buchdruckmaschinen um die Schrifthöhe von 23,56 zu erreichen.

    Langfristig machst Du die Lettern rund, also kaputt.

    Gott grüße sie (die Kunst), genau so ist es, daß Blei ist zu weich. Klischees einzusetzen ist der richtige Weg. Letterpress wie er heute verstanden wird ist "Prägedruck" und da wird der kleine Boston bald an seine Grenzen stoßen. Die Druckkraft reicht nicht aus, da kann der Karton noch so weich sein. Der Heidelberger OHT mit seinen 40 Tonnen Druck hat da schon bei manchen Motiven Probleme.

    Hallo Inkman,

    meine Flexo-Erfahrung liegt schon etwas zurück, es waren gut 4 Jahre bis Anfang 1970. Damals sagte keiner Verschnitt zu Verdünnung. Verschnitt ist einleuchtend, die Farbe wird verschnitten, also verdünnt oder allgemein, verändert. So ist es auch bei alkoholischen Getränken. Wie schon gesagt, Fachsprache ist auch einem Wandel unterzogen. Es wundert mich nur, daß es kein englischer Ausdruck geworden ist!

    Grüße von Boston Presse

    Hallo, die Ausführungen zu Lasurweiß bzw.Mischweiß kann ich so bestätigen. Den Ausdruck Verschnitt oder verschnitten kenne ich bei Buchdruck bzw.Offsetfarben nicht. Selbst im Flexo-Bereich (ist schon lange her) wurde nur von zumischen von Verdünnern gesprochen.

    Bei den Buchbindern, deren Fachsprache wir auch kennen sollten, hat verschneiden eine ganz andere Bedeutung. Wenn z.B. ein Stapel mit falschem Maß geschnitten wurde, dann sind die Bogen "verschnitten" und die Auflage wandert in die Tonne.

    Verschnitt hat mann auch, wenn aus einem Großbogen ein ungünstiges kleineres Format geschnitten werden muß.

    Der Verschnitt ist dann Abfall.

    Unsere Fachsprache kann Regional etwas unterschiedlich sein und hat sich durch neue Technik verändert.

    Das gab es schon vor über 60 Jahren an den Heidelberger Buchdruck-Zylinder-Automaten. Die Zusatzeinrichtung konnte zum Schneiden oder Perforieren eingesetzt werden. Also ein alter Hut mit neuem Namen.

    Hallo,

    ich bevorzuge ,wenn möglich, Spot-bzw. Schmuckfarben. Raster-Mischung ist immer nur eine Annäherung an einen bestimmten Farbton. Manche Farbtöne lassen sich gut simulieren andere weniger gut. Flächen in sehr hellem Grün z.B. kann schon Probleme bereiten, denn es wird ja nicht einzeln gedruckt. Sicher gibt es auch zu diesem Tema verschiedene Sichtweisen, einmal aus maschinentechnischer Sicht oder farbtechnischer Sicht, schließlich bestimmt das Pigment und das Licht den Farbton. 4C kann eben nicht alles.

    Guter Bericht. Danke. Eine kleine Anmerkung: Als diese Farben auf den Markt kamen, nannten wir sie Tagesleuchtfarben. Der Begriff Neon-Farbe kam erst wesentlich später. Änlich verhält es sich mit den Neon-Röhren.Da das Edelgas verhältnismäßig teuer ist, wurde es schon sehr früh durch andere Gase ersetzt. Die Leuchtstoff-Röhre ist also nicht zwangsläufig eine Neon-Röre. Heute werden die Leuchtstoff-Röhren durch die voranschreitende LED-Technik ersetzt.

    Die Aussage trifft doch nur bei Druck auf Klarfolie zu oder fotografischen Filmen, da wird die Dichte im Durchlicht gemessen . Bei Druck auf undurchsichtigem Material (z.B. Papier/Karton) erhöht sich zwangsläufig der Farbton. Wir drucken ja bekanntlich mit lasierenden Farben und da wird im Reflex gemessen. Ausnahme: Deckende Farbe, Siebdruck. Um eine "sehr dicke" Farbschicht zu sehen kann ich in eine geöffnete Farbdose blicken und sehe betimmt nicht "Schwarz".

    Ein Gegenstand ohne Farbe gibt es gar nicht bei uns

    Solange es um Farbe geht die gedruckt wird. Warum sollte es für "farblos" einen Fachausdruck geben,sagt das Wort doch eine unmißverständliche Eigenschaft aus. Eine Blind-Prägung wird z.B. ohne Farbe erzeugt.Der Bedruckstoff (z.B. Papier) kann dann Weiß, Schwarz oder farbig (bunt ? - Buntpapier?) sein. Für uns Drucker kann das Leben bunt sein, von Buntdrucken habe ich noch nicht gehört, nur von Farbdrucken. Genannt wird dann die Anzahl der zu druckenden Farben. Anders ist es in der Farbenlehre, hier sprechen wir von u.a. von bunten und unbunten Farbtönen.

    Die Nylonprintplatten die ich hier in meiner Werkstatt mache sind im vollen Format

    Die Information hatte ich bislang nicht, dann kann natürlich das Magnetfundament auch die gesamte Größe haben. Es ist evtl. schwierig diese Größe zu einem guten Preis zu bekommen, aber über Geld reden wir ja nicht. Auf einer Handpresse (Zylinder) treten andere Kräfte auf als an einem Zylinder-Automaten, wie dem Heidelberger KSB, der bis zu 5000 Bogen in der Stunde drucken kann. Ich habe nur meine eigenen Erfahrungen weitergegeben.

    Hallo,

    warum wäre ein Magnet Fundament für die ganze Fläche nicht sinnvoll ?

    je größer das Klischee um so schwieriger ein genaues auflegen. Die dünnen 0,95mm Platten verbiegen dabei sehr leicht. Bei z.B. 2 getrennten A4 Seiten habe ich außerdem die Möglichkeit über Blindmaterial den Stand zu verändern. Bei nicht ausgenutzter Fläche habe ich eine leichtere Form.

    Das sollte jeder Anwender selbst entscheiden,wie er arbeiten möchte. Noch etwas: Auf Zylinder-Pressen verhalten sich die Platten anders als im Tiegel. Durch die hin und her Bewegung des Fundamentes, rutschen die Platten von der Anlage weg. Auch eine noch so starke Magnetkraft hält die Platten nicht in Position. Also,bei passgenauen Arbeiten beachten. Abhilfe schafft eine scharfe Abkantung von ca.1,5cm an der vorderen Anlage die dann mit geschlossen wird. Die Auftragswalzen müssen sehr " spitz" justiert werden, da sie nach der Erwärmung beim Fortdruck dicker werden und dann evtl. etwas einfärben was keine Farbe erhalten soll.