Welche unterschiede gab es in den Bauzeit des Tiegels?

  • Guten Tag,


    immernoch bin ich stolzer Besitzer eines Tiegel, ein recht frühes Modell vermutlich BJ 52-53....


    Da dieses für den Markt sehr erfolgreich Modell lange und in hohen Stückzahlen gebaut worden ist wollte ich mal wissen ob es offensichtlich und nicht offensichtliche Änderungen bzw. Upgrades gab.


    Offensichtlich ist ja erstmal das sich das Format nicht geändert hat. Zusätzlich gab es immer mehr Abdeckungen zum Schutz aber auch was fürs Auge wie finde.

    Gerade am Keilriemen wurde mehr Schutz verbaut bis hin zu einem Zusatz oben der das reingreifen in den Arbeitsbereich erschwert...


    Die Kurbel zum Einstellen der Geschwindigkeit ist abgeändert und später mit einer Skala versehen worden.


    Damit hört mein Wissen aber auf.


    Gab es weitere Sachen betreffend Farbwerk, Greifer oder Schmierung?

    Was hat es mit der Kugel am Druckhebel auf sich. Erst schwarz dann rot?


    Mit meinem bin ich soweit zufrieden auch wenn ein neueres Modell mich doch reizt. Gibt es denn "Nachteile" ältere Maschinen laufen zu LASSEN?


    Beste Grüsse

  • Wir hatten einen OHT Baujahr anfangs Fünfziger und haben noch einen Baujahr anfangs Siebziger.


    Die beiden Maschinen waren bis auf ein paar kleine Details baugleich. Der einzige wesentliche Unterschied, dass beim neuen Tiegel die Farbwalzen hochgestellt werden können und der Tiegel vorbereitet ist für den Einbau einer Heissfolieneinrichtung. Der neue Tiegel hat zudem eine Werkzeug- und Zubehörschublade vorne.


    Im Vergleich zu den älteren OHTs laufen die neueren Tiegel ohrenfällig rau. Das sei, hat mir ein Heidelberg-Techniker erklärt, weil die neueren Tiegel kleinere Fertigungstoleranzen und ein engeres Zahnradspiel hätten. Dass die engeren Toleranzen ein besseres Druckergebnis erzielt hätten, habe ich nie festgestellt.


    Beim Liebäugeln nach einem neueren Tiegel würde ich in erster Linie den Zustand anschauen und erst in zweiter Linie das Alter. Der Idealfall bei der Auswahl wäre, ein OHT aus erster Hand aus der Offizin eines Dorfdruckers.


    Eigentlich ist es schon sehr erstaunlich, dass eine Maschine über Generationen fast unverändert gebaut wurde. Wenn heute eine Maschine gekauft wird, muss man Glück haben, wenn nach fünf Jahren vom Verkäufer nicht die Antwort kommt: Was, diese Maschine soll von uns sein???

  • Anfang 50er müßte die Kogel am Drucksteller noch schwarz sein, bei meinem Bauj.65 ist sie Rot. Die Druckkraft mit 40 Tonnen ist unverändert, ebenso der Durchmesser der Farbwalzen. Geändert wurden nur sicherheitsrelevante Teile. Cyberfisch hat das schon geschrieben. Der neure Tiegel wurde auch als TP mit Heißfolien-Einrichtung angeboten.War aber eine Notlösug, auf dem Markt werden deutlich bessere Einrichtungen angeboten,die auch auf ältere Modelle passen.

  • Man jetzt hab ich's auch schleifen lassen....


    Stimmt die Schublade kam noch hinzu.


    Ich hätte schon fast das Gegenteil behauptet und meine die neueren laufen geschmeidiger.

    Kann aber auch täuschen und oder an der Maschine liegen....



    Sicherlich nicht unbeteiligt am Erfolg der Maschine der "leichte" und logische Aufbau und der fast unveränderte und in Details verbesserte Konstruktion.



    Zur Kugel am Druckversteller. Haben die Baumuster mit roter Kugel eine andere Schmierung?

    Ich selbst finde nicht mehr den Punkt wo ich es aufgeschnappt habe aber es sagte mal einer Rot wäre "schlechter" aber ohne weitere Ausführungen was natürlich nicht weiterhilft.