Beiträge von Monstermonster

    Hallo Rumo,

    die gesuchten Folien sind aber nicht die die du meinst.

    Es geht um Folien die ursprünglich für den kleinauflagigen Offsetdruck entwickelt wurden.

    Die Folien werden mittels eines Laserdrucker mit dem Motiv "belichtet" und können dann wie eine Offsetplatte gedruckt werden.

    In den letzten Jahren wurde die Technik dann von Künstlern entdeckt, da man die Folien auch von Hand bezeichnen und wie eine Lithografie drucken kann.


    Edeldrucker:

    Kennst du die hier schon?

    https://www.polymetaal.nl/cont…-lithographic-plates.html

    Unter Rillmaschine und Nutmaschine sind gerade diverse Geräte bei eBay Kleinanzeigen drin.

    Auch ein paar solide Teile, mit denen du problemlos dicken Karton Rillen kannst.

    Wie ich gerade gesehen habe schmilzt Kolophonium bei 80-120 Grad, versuche dann vielleicht das ganze mit einem Laminiergerät?

    Dann wird es auch gleichzeitig glatt zusammengepresst, gibt auf alle Fälle welche, die heiß genug werden.

    Zum aufstäuben wäre ein Staubkasten wie er für die Aquatintaradierung verwendet wird ganz gut.

    Ich habe mit so einem Teil problemlos Tonerpulver für Polyesterlithografie fixiert.


    Kallytipien wollte ich auch mal irgendwann ausprobieren, wo beziehst du die dafür benötigten Chemikalien wenn ich fragen darf?

    Druckst du die Negative selber aus?

    Ich habe bis jetzt nur Fotoradierungen mit Photopolymerplatten gemacht.

    Hallo,

    bin der Beschreibung her denke ich, du willst Salzdrucke oder ähnliche fotografische Methoden machen?

    Bei diesem ganzen Techniken muss das Papier zum Schluss ja sehr lange gewässert werden um die Chemikalien restlos auszuwaschen, ich kann mir nicht vorstellen, das das Gampi das gut verträgt.

    So dünn wie das Gampi ist darf es ja auch nur eine hauchdünne Schicht Kleber sein, sonst suppt das ja direkt durch und du siehst nichts mehr vom Papier vor lauter Kleber.

    Von der Radierung her kenne ich es eher so, das das Japanpapier mit Stärkepuder bestäubt wird und dann gleichzeitig mit der Radierung auf das Trägerpapier gepresst wird.

    Vielleicht mal irgendeinen Sprühkleber ausprobieren?

    Mit Pinsel oder Rolle wird es wahrscheinlich schwer eine so dünne Schicht Kleber gleichmäßig aufzutragen.

    Hallo,

    soo komplex ist der Tiegel ja auch nicht, wenn du vor dem Auseinanderbauen alle Positionen an den Zahnrädern etc. genau markierst, sollte das kein Problem sein, den noch weiter auseinanderzubauen.

    Die Viktoria ist ja quasi die große Schwester von meinem Kobold, den habe ich damals auch fast komplett auseinandergebaut um den bei mir hochzukriegen.

    Das Farbwerk mit der großen Farbtrommel sollte sich leicht abbauen lassen, sowie diverse andere Teile.

    Der Korpus wird dann immer noch einiges wiegen, aber es sollte dann deutlich einfacher sein.

    Die Welle würde ich drin lassen, aber du kannst drumherum sehr viel abschrauben.

    Ist halt doof, das du so weit weg wohnst, sonst würde ich rumkommen.

    An deiner Stelle würde ich auf alle Fälle bei Facebook ein paar Letterpress Gruppen beitreten, da gibt es viel mehr Drucker, die noch mit so alten Maschinen drucken, außerdem briarpress.org

    Bin mir recht sicher, das ich vor kurzem noch ein Video von jemanden gesehen habe der was mit einem ähnlichen Modell gedruckt hat.

    Von Römerturm und Metapaper kannst du außerdem die Musterbücher kostenlos kriegen.

    Ich drucke sehr gerne auf Wild von Römerturm, Papier mit Baumwollanteil, das sich auch sehr gut prägen lässt und eine schöne Struktur hat.

    Dann gibt es auch noch zum Beispiel Igepa und Papyrus.

    Hallo,

    die einfachste Lösung, die ich auch sehr lange benutzt habe, bis ich über Ebay günstig einen richtigen Belichter gekauft habe,

    ist ein Gesichtsbräuner. Ich habe damit problemlos Rasterbilder, feine Linien und Punkte scharf belichtet gekriegt.

    Wichtig ist, egal womit an belichtet sowieso erstmal ein guter Film.

    Ich habe damit sowohl feine auch als grobe Siebe gut belichtet gekriegt.

    Wichtig ist nur, das es ein Gesichtsbräuner mit einer Glühbirne ist und nicht die mit den Neonröhren.

    Ansonsten können feine Linien oder Punkte durch die sich kreuzenden Lichtstrahlen unterstrahlt werden.

    Zum belichten nimmst du dann ein Stück Schaumstoff, der in das Sieb reinpasst (Baumarkt oder günstiger Kindermatratze von Ikea),

    Schaumstoff mit schwarzem Stof bedecken um Reflektionen zu verhindern, dadrauf das Sieb, dadrauf dann den Film und dann eine schwere Glasplatte. Diese drückt den Film dank des Schaumstoffes flach ann das Sieb und es wird sauber belichtet.

    Ich habe mir dann einfach aus Dachlatten ein Gestel gebaut in dem der Gesichtsbräuner über dem Sieb hing.

    Bei Ebay Kleinanzeigen gibt es immer viele, oder auch öfter in irgendwelchen Trödelläden.


    Und auch wenn jetzt viele über meine Technik die Nase rümpfen mögen, auch mit diesen einfachen Mitteln kann man durchaus professionelle Ergebnisse erzielen.


    Wenn du sonst Fragen hast, ich habe einiges an Erfahrung was solche DIY Methoden beim Siebdruck angeht.

    Hallo,

    klingt nach zu schwacher Lampe, oder zu kurzer Belichtungszeit. Womit hast du die Filme gemacht?

    Bei guter Belichtung kannst du auch mit einem Hochdruckreiniger auswaschen, ohne das sich was von der gehärtetren Schicht löst.

    Hallo,

    ich helfe gerade mit Informationen einem Interessenten der an dem Kobold Interesse hat, da ich selber einen ähnlichen besitze.

    Er hat sich auch schon vor Ort die Maschinen angesehen.

    Sie sind halt ordentlich zugestaubt, aber ansonsten dreht und bewegt sich alles.

    Was du also eigentlich nur machen müsstest, wäre den Tiegel ordentlich sauberzumachen, gut ölen und wohl die Walzen neu beziehen lassen.

    Repairiert muss da nichts werden und Kratzer im Lack stören nicht beim drucken.

    Die Modelle sind sich auch sehr ähnlich, da wird es eigentlich nur optische Unterschiede geben.

    Schreib mal printoben an, viellecht kann er dir mehr von den Maschinen erzählen.

    Hallo,

    das erkennst du gut an deinem zweiten Foto, da siehst du das "Scharnier" an dem der Tiegel auf und zu klappt, beim Gallytiegel sind an dieser Stelle zwei Stangen auf denen der Tiegel hin und her gleitet. Deswegen kann man bei ihm auch sehr leicht den Anpressdruck verstellen, so das du sehr schnell zwischen dünnem und dicken Papier wechseln kannst, oder die Prägetiefe sehr exakt einstellen kannst.

    Willst du etwas professioneller arbeiten, würde ich dir auf alle Fälle einen Gally empfehlen.

    Hier gibt es aktuell zwei im Angebot.

    Sind mit Motoren, aber es sollte eigentlich möglich sein, die auf Fußbetrieb umzubauen.

    https://www.ebay-kleinanzeigen…werke/1166899500-240-9154

    https://www.ebay-kleinanzeigen…-1955/1166900576-240-9154

    Auf dem neunten Foto beim Kobold kannst du halbwegs die Tiegelführung erkennen die ich meinte.

    Ich selber habe einen Victoria Kobold, ähnlich dem zweiten im Angebot, nur mit Tellerfarbwerk.

    Zu dem Preis, schwierige Frage. Auf der Drukwerkseite bei der du auch ein Gesuch geschaltet hast, kann man solche Tiegel auch schon geschenkt kriegen, oder für wenige hundert Euro.

    Ihr müsst das selber entscheiden, was er euch wert ist, wollt ihr irgendwann auch damit nebenbei etwas Geld verdienen oder einfach nur als Hobby betreiben?

    Beim ersteren würde ich nicht nach dem Aussehen gehen, sondern nach der Funktionalität. Es ist egal ob der Lack nicht mehr schön ist oder zerkratzt, wenn die Presse gute Ergebnisse liefert.

    Da würde ich auf alle Fälle einen Gally holen. Die Ergebnisse für Letterpress sind dann einfach besser. Oder sagen wir lieber, schneller und etwas einfacher zu erreichen, du kannst auch mit einem Boston sehr gute Ergebnisse erzielen, nur mit manchmal deutlich mehr Fummelei.

    Hallo,

    es gab unzählige Fabriken die Tiegel produziert haben, die sich auch alle recht ähnlich sahen, da wird es schwer genau was zu diesem Modell zu sagen.

    Aber von den Fotos her sieht er ja sehr gepflegt aus und vor allem scheinen die Walzen gut in Schuss zu sein, was sonst ein hoher Posten wäre, müsste man die neu beziehen lassen.

    Sieht nach einem A5 Format aus, oder? Bei der Größe kannst du mit knapp 300 kg Gewicht rechnen, aber die Maschinen lassen sich sehr leicht auseinanderschrauben, was den Transport erleichtert.

    Ein Gally Tiegel wäre etwas besser, da der Druck besser verteilt wird und die Zurichtung deutlich einfacher ist,

    aber mit dem sollte auch gutes Drucken möglich sein.

    Nur nicht mit dem Letterpressen übertreiben, schön langsam an die Möglichkeiten herantasten, die sind ja damals nicht für dieses moderne Zeug ausgelegt worden.

    Mit drei Autragswalzen sollte aber auch eine gute Farbverteilung gegeben sein.

    Kennst du auch Goccopro?

    Ein Siebdrucksystem aus England, denke das wäre auch was für euch.

    Dabei wird das Sieb nicht belichtet, sondern in einem speziellen Drucker quasi mit dem Motiv bedruckt.

    Danach spannst du das bedruckte Gewebe in den speziellen Rahmen und kannst drucken.

    Das heißt du brauchst keinen Belichter, keinen Trockenschrank und kein riesiges Sieblager, und hast innerhalb von zehn Minuten ein druckfertiges Sieb.

    Damit lassen sich auch feine Rastermotive drucken, bei Instagram haben sie viele Videos.