Dichte Volltonwerte und L.A.B Werte gesucht

  • Servus Franky,

    da ist doch schon mal gut.So kannst Du bzw. Ihr das immer einmal gegenprüfen wenn ihr euch über

    gewisse Messwerte aus der Inlinemessung nicht sicher seit. Und immer eine saubere Scheibe beim

    Inlinemessgerät,sonst nix gut ist.


    Mit den besten Grüßen und bleib gesund.


    Maik


    Drucker aus Leidenschaft

  • Maik.... der Farbort ist entscheidend nicht die Dichte😉

    Aber Eingreifen kann der Farbregler nur an den Schiebern und damit an der Farbdichte (CMYK).

    Es gibt keine Schieber für L a b.

    Wenn die Farbe im Farbkasten in Kombination mit dem Bedruckstoff und einer regelbaren Farbschichtdicke den gewünschten nicht Farbort erreicht, kommst Du einfach nicht hin.

    2 Mal editiert, zuletzt von levoni (16. März 2021 um 16:09)

  • Servus!

    Brandeilig  levoni

    Insofern habt die Ihr beide recht.Gesteuert und geregelt wird über die Dichtemessung und das optische Farbsehen am Farbort.

    An und ab dieser Stelle übernimmt das menschliche Auge. Lab Werte sind Umrechnungswerte Farbe/Wasser/Bedruckstoff alles nur für die Statistik, wo

    stehe ich mit meiner Farb-/Wasserbalance usw.

    Wie schon geschrieben, auf das Ergebnis unterm Strich kommt es an, das verkaufbare Produkt und die damit verbundene Kundenzufriedenheit.


    Gruß


    Maik


    Drucker aus Leidenschaft

  • Servus NickW69

    Ich nicht, aber mein Chef hat ein Densitometer. Grüße Franky aus der Steiermark 😁🇦🇹

    ... und genau da liegt der Fehler.

    Dein Chef misst densitometrisch, Du misst an Deiner Maschine spektral. Das was Du an Deiner Maschine angezeigt bekommst, sind gerechnete Dichten aus spektralen Daten (Farbspektrum). Ein Handdensitometer wird immer niedrigere Werte anzeigen als ein spektrales Messgerät, das Dichten errechnet. z.B. wird ein Schwarz eine Spektrale Dichte von z.B. 2.10 haben, das gleiche Schwarz an der selben Stelle mit Denistometer gemessen wird mit 1.90 angezeigt. Genauso verhält es sich bei den Buntfarben. Eine spektrale Dichte im Cyan kann z.B. bei 1.65 liegen und das Handdensitometer zeigt 1.50 an, Analog ist es bei Magenta und Yellow.

    Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, ist der Farbort (L*a*b*) entscheidend. Davon ist die Farbführung in der Maschine abhängig und danach wird auch in einem Online- bzw. Inline-Messgerät geregelt. Für die Standardisierung nach PSO ist folgende Reihenfolge wichtig:

    1. möglichst nahe an die Soll-L*a*b*-Werte heranregeln

    2. die sich aufgrund dieses Farbauftrages ergebenen Tonwertzunahmen messen (das darf mit dem Handdensitometer gemacht werden)

    3. Die gedruckten Tonwertzunahmen mit den Soll-Tonwertzunahmen (PSO) vergleichen und

    4. die Belichtungskurve im CtP-Belichter (RIP) angleichen.

    Will sagen: Du hast z.B. Cyan nahe genug an den Sollfarbort gedruckt, die Tonwertzunahme im 40% beträgt gemessen 63%, PSO sagt, dass die Tonwertzunahme bei 53% liegen soll. Jetzt bist Du im Druck aufgrund der Tonwerte auf der Platte 10% zu hoch in der Tonwertzunahme. Am RIP des Belichters korrigierst Du jetzt von 40% auf ca. 34%. Wenn Du jetzt mit neue Druckplatten druckst, auf denen diese Korrekturen angekommen sind, wirst Du im Druck mit den selben Einstellungen wie vorher in etwa den geforderten Rastertonwert von 53% erreichen. Diese Prozedur muss nicht nur bei 40% sondern in mindestens 20%-Schritten über die gesamte Tonwertkurve und bei allen Farben gemacht werden.

    Ist eine Menge Arbeit und erfordert Zeit und Material an der Maschine! Das will nicht jeder Chef und beruft sich leider auf sein Fachwissen von vor 20 oder mehr Jahren. Leider reicht das heutzutage nicht mehr aus.

    Ggfs. braucht Ihr hier externe Hilfe. Denkt mal darüber nach.

    Viele Grüße

  • ... da hast Du absolut Recht!

    Ich wollte ja die Densitometer nicht "verteufeln" sondern die Ursache der Abweichung erklären.

    Und wer mit dem Begriff Yule-Nielsen-Faktor etwas anfangen kann, wird auch ein Handdensitometer erfolgreich in der "modernen Welt" präzise anwenden können.

  • Rumo

    Vorab sollte aber auch noch ein Volltonvergleich Nass/Trocken gemacht werden, um die Solldichte nach PSO im Trockenen zu ermitteln.

    Erst danach kann mit der Prozesskalibrierung am Belichter begonnen werden.

    Blackfranky

    Wenn du Hilfe dazu brauchst, können wir uns das mal gemeinsam ansehen.

    LG

    Nick

  • Gott Grüß die Kunst

    Hab es meinen Chef erklärt warum wieso da solche Werte stehen. Jetzt ist er glücklich.

    Jünger der Schwarzen Kunst Recht herzlichen Dank für die Erklärung und Auffrischung des Wissens. Bleibt gesund und Grüße Franky 😁