Selber Drucken sinnvoll? (Magazin)

  • Hallo an das Forums.


    Dies ist mein erster Beitrag hier. Sollte diese oder eine ähnliche Frage bereits beantwortet sein bitte ich um Entschuldigung und falls möglich um Verlinkung zu der Diskussion. Folgende Situation:


    Ich bin Herausgeber eines kleinen Lokalblattes. Die monatliche Auflage liegt bei 12.000 Exemplaren. Druck und Verteilung lassen wir von externen Firmen durchführen.


    Inzwischen wird überlegt, das Blatt auch in den Nachbarregionen zu verteilen. Die Auflage würde in diesem Fall auf mindestens 35.000 bis maximal 53.000 steigen. Die Steigerung der Auflage ist somit mit deutlich höheren Kosten verbunden, was mich zu der Überlegung gebracht hat ob es sinnvoll wäre sich um eigene Druckmöglichkeiten zu Bemühen. Finanziell aber vor allen Dingen auch in Bezug auf Stress und extra Arbeitsaufwand (Maschine in Stand halten, was, wenn es Probleme gibt etc.).


    Es handelt sich bei dem Lokalblatt um ein stinknormales Magazin im A4 Format mit Umschlag auf 36 Seiten.


    Welche "Kosten" (nach Anschaffung der Geräte) würden für den Druck von 12.000 / 35.000 / 53.000 Magazinen durch Papier, Strom, Farbe usw. anfallen? Gibt es da eine ungefähre Übersicht an der man sich orientieren kann? Oder ist der Aufwand, den man sich als "Neuling" ohne Ahnung von der Materie damit macht einen eventuellen Geldvorteil den man gegenüber der Vergabe des Auftrages an Dritte hat es vielleicht gar nicht wert?


    Schonmal vielen Dank für alle Beiträge.

  • Wenn Du einen Auftrag im Monat produzierst, dürften die Fixkosten schon höher sein, als der komplette Druck bei einer passend ausgestatteten Druckerei. Du brauchst schließlich teure Maschinen, Platz und Personal.

    Mal als Anhaltspunkt: Tageszeitungen, die täglich erscheinen, müssen ihre Druckereien zusätzlich mit Fremdaufträgen (Anzeigenblätter, Werbebeilagen) füllen, damit sich das rechnet. Die kleineren Verlage drucken inzwischen nicht mehr selbst, weil nicht rentabel, sondern vergeben den Druck an die größeren Zeitungsdrucker.

    Wenn sich das also bei täglicher Produktion nicht rechnet, wie soll das dann bei monatlicher Produktion klappen?


    Noch als Info zur Druckereiauswahl: Die 12.000 Stück sind noch eine Auflage für den Bogenoffset. Die 35.000-53.000 Stück wären dann schon was für den Rollenoffset. Deine momentane Bogendruckerei kann Dir vermutlich für die großen Auflagen nicht mehr sinnvoll anbieten. Wenn Du für die großen Auflagen einen fairen Preis von einer Rollendruckerei hast, erübrigt sich vielleicht Deine Überlegung, selbst zu drucken.

  • Vorweg: Ich glaube nicht, dass Deine Überlegung zielführend ist.

    Dabei spielen unheimlich viele Faktoren eine Rolle: Der Anschaffungspreis für die reine Druckmaschine ist immens. Damit ist Dein Problem aber nicht gelöst.

    Und wie sieht es mit der Druckvorstufe aus? Also CTP-Belichtung (Druckplatten-Herstellung).

    Zum anderen wollen diese Maschinen bedient werden. Entweder Du machst das selbst oder stellst Dir einen Drucker und jemanden für die Vorstufe ein. Die Kosten laufen völlig aus dem Ruder.

    Zudem fehlt Dir - und da möchte ich Dir nicht zu nahe treten - jegliches Fachwissen. Das kann nur schief gehen.


    In diesem Fall gilt für mein Empfinden: Schuster bleib bei Deinen Leisten.

    Lass die Spezialisten drucken!

  • Um genaues zu sagen sind die Angabenüber das Lokale Blatt zu ungenau. So fehlen z.B. Info zum Umfang und der Farbigkeit.

    Zudem fehlt Dir - und da möchte ich Dir nicht zu nahe treten - jegliches Fachwissen. Das kann nur schief gehen.

    So sehe ich das auch, eine entsprechend aufgestellte Druckerei ist mit Sicherheit günstiger als selbermachen.

    Arbeite dich in die Druckvorstufe ein, da läßt sich Geld einsparen, am Druck nicht.

  • Hallo an alle.


    Vielen Dank für die Antworten bisher. Ich hatte es schon beinahe geahnt, aber eure doch sehr in eine Richtung gehenden Antworten haben es bestätigt. Selber drucken ist wohl keine gute Idee.

    Um genaues zu sagen sind die Angabenüber das Lokale Blatt zu ungenau. So fehlen z.B. Info zum Umfang und der Farbigkeit.

    So sehe ich das auch, eine entsprechend aufgestellte Druckerei ist mit Sicherheit günstiger als selbermachen.

    Arbeite dich in die Druckvorstufe ein, da läßt sich Geld einsparen, am Druck nicht.

    Das Blatt selbst hat 36 Seiten, 4/4 farbig, 130er Umschlag und 90er Inhaltspapier.


    Kannst du mir eventuell bezüglich der Druckvorstufen etwas zu den Möglichkeiten der Einsparung erklären?

  • Hallo zusammen,

    warum kommt denn die Frage nach der Kostensenkung??? Klar, das ist legitim....aber warum steckst du deine Kraft nicht und die Ertrags-Einnahmensteigerung? Ein Werbepartner mehr und schon ist mehr Geld da....je nachdem wie du gerade produzierst lassen sich vielleicht noch ein paar Euro sparen....aber der Preis von einen 36 Seiter DIN A4, 12.000 Ex. wird eh schön ruinös sein.....


    Nimm dir die Zeit und Kraft und such dir ein paar vernünftige Werbekunden, da hast du mehr von:-).


    Viele Grüße

    Schramme

  • Hallo Schramme, vielen Dank auch für deinen Beitrag. Das Magazin finanziert sich vollständig aus den Anzeigen, das ist richtig. Leider ist bei 36 Seiten nicht unendlich Platz und es soll vernieden werden, dass es nur noch als Anzeigenblatt wahrgenommen wird. Bei einer Erhöhung der Auflage auf ~35.000 werden die Gesamtkosten für Druck und Verteilung so spürbar ansteigen, dass auch 2-3 mehr Anzeigenkunden das nicht wirklich verändern würden (außer es wären ganzseitige Anzeige, was aber dann wieder eine Erhöhung der Seitenzahl mit Extra-kosten zur Folge hätte, da der Inhalt für die Anzeigen dann auf neuen Seiten gedruckt werden müsste).


    Es ist schon ein kleiner Teufelskreis, denn du hast Recht - da kommt jeden Monat eine gehörige Stange Geld zusammen.

  • Die Angaben reichen nicht aus um eine konkrete Aufstellung zu machen ob sich selber drucken rechnet oder nicht. Die aktuelle Auflage wäre für mich als Drucker ein Durchlaufposten". Der Preis für die jetzige Auflage und die Zukünftige hängt von der technischen Ausstattung der Druckerei ab, wie druckbereit die Daten zur Verfügung gestellt werden,wieviel Zeit die Drucker zu Produktion haben, u.s.w.

    Fazit :

    Alles Aspekte genau unter die Lupe nehmen und den Dienstleister nach seinen technischen Möglichkeiten auswählen. Das gewährleistet schinmal einen guten Preis. Selbst drucken kann ich Anhand der zur Verfügung stehenden Daten , nicht empfehlen.

    Wie gesagt müsste,ich den Auftrag besser kennen.

  • Die Angaben reichen nicht aus um eine konkrete Aufstellung zu machen ob sich selber drucken rechnet oder nicht. Die aktuelle Auflage wäre für mich als Drucker ein Durchlaufposten". Der Preis für die jetzige Auflage und die Zukünftige hängt von der technischen Ausstattung der Druckerei ab, wie druckbereit die Daten zur Verfügung gestellt werden,wieviel Zeit die Drucker zu Produktion haben, u.s.w.

    Fazit :

    Alles Aspekte genau unter die Lupe nehmen und den Dienstleister nach seinen technischen Möglichkeiten auswählen. Das gewährleistet schinmal einen guten Preis. Selbst drucken kann ich Anhand der zur Verfügung stehenden Daten , nicht empfehlen.

    Wie gesagt müsste,ich den Auftrag besser kennen.

    Hallo und auch an dich ein Danke für deine Eindrücke. Generell werden die Daten immer druckbereit als PDF zur Verfügung gestellt und eine Lieferzeit von knapp 8-10 Tagen ist die Norm. Interessant wäre, da es ja wirklich ausschließlich um das Magazin geht, ob es eine Druckmaschine gibt die beispielsweise ausschließlich dafür ausgelegt ist. Sozusage keine riesige Druckstraße mit unendlich Möglichkeiten sondern eine "Fallbezogene" Druckmaschine die auch für Laien einfacher zu bedienen wären. Plug and Play wie bei Ikea sozusagen.

  • Deine fallbezogene Druckmaschine gibt es nicht. Du benötigst tatsächlich einen mittelständischen Druckdienstleister. Eine gute Nachricht sind die Lieferzeiten, in 8-10 Tagen lässt sich das ordentlich produzieren, gerade wenn es sich um einen Periodika handelt. Deine Angaben haben durchaus Optimierungspotenzial. Lieferzeit(bestenfalls mit Redaktionsschluss also fixer Termin wann die Druckdaten zur Verfügung stehen ) , festes Erscheinungsdatum . Da kann sich eine Druckerei gut drauf einstellen. Sehr interessant auch für Spitzenzeiten. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber stiegen die Preise nämlich zu bestimmten Zeiten (z.B: Jahreswechsel , )

  • Deine fallbezogene Druckmaschine gibt es nicht. Du benötigst tatsächlich einen mittelständischen Druckdienstleister. Eine gute Nachricht sind die Lieferzeiten, in 8-10 Tagen lässt sich das ordentlich produzieren, gerade wenn es sich um einen Periodika handelt. Deine Angaben haben durchaus Optimierungspotenzial. Lieferzeit(bestenfalls mit Redaktionsschluss also fixer Termin wann die Druckdaten zur Verfügung stehen ) , festes Erscheinungsdatum . Da kann sich eine Druckerei gut drauf einstellen. Sehr interessant auch für Spitzenzeiten. Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber stiegen die Preise nämlich zu bestimmten Zeiten (z.B: Jahreswechsel , )

    Vielen Dank für die zusätzlichen Informationen. Das wäre vermutlich auch zu einfach gewesen.

    Auf genau diese Anforderung (Lokalanzeiger) hat sich der Linjus Wittich Verlag spezialisiert und druckt dafür ausgerichtet an verschiedenen Standorten in Deutschland.

    Ein Besuch auf der Internet-Seite hilft da sicherlich weiter.

    Hallo Horst und vielen Dank auch an dich. Ich werde mir das genauer anschauen.