Frage 203, Gibt es im Bogenoffset allgemeine Aussagen über die Leitfähigkeit von Feuchtmitteln?

  • Meine Antwort:

  • Wie es so ist wird gerne in Druckereien an der Wartung /Reinigung sowie am Wasserwechsel gespart.Die kostet Zeit und der Unternehmer erkennt meist einen positiven Effekt.Deswegen werden die Vorgaben fürs Abrüsten stetig nach unten korrigiert.Dann heißt es in drei Stunden kann man eine 8 Farben Abrüsten + die dazugehörigen Wartungen.Ein Ding der Unmöglichkeit wenn man es vernünftig macht.Fakt ist nunmal das da der Wasserwechsel auf der Strecke bleibt und bei manchen Betrieben einmal im Jahr stattfindet.Das Feuchtmittel ist schlammig ohne Ende und die Zwischentanks schauen dementsprechend aus. So erstaunt war ich als ich mal in ner Verpackungsdruckerei arbeitete und der Meister mir sagte das sie jede Woche das Feuchtmittel tauschen + Reinigung des Zwischentanks und der Wasserkästen.Ich konnte es fast nicht glauben und hielt es schon fast für übertrieben aber er sollte recht behalten.Eine Woche GD Material drucken und das Feuchtmittel ist grau sowie die Wasserkästen und Zwischentanks recht dreckig nach einer Woche.Der Leiwert steigt dementsprechend an.Deswegen immer die "Basics " im Auge behalten wie ein bekannter Instrukor immer Gebetsmühlenartig predigt😄

  • Leitwert .....großes Thema als ich alkoholreduziert gedruckt habe. In welcher Beziehung stand ...µSiem/cm und TWZ will ich jetzt nicht weiter recherchieren. Doch es gab Einen, da wir uns ein Fenster gesetzt hatten ( glaube irgendwo zwischen 900-1100µSiem/cm ...ist lang her) indem wir unsere Akzidenzien halbwegs stabil gedruckt hatten.

    Lagst drüber hattest Du Tonwertsunami wie wir es scherzhaft nannten.

    Zum Thema Wasserwechsel. Gerade bei alkoholreduziert hattest Du bei ungestrichenen echte Probleme ,auch war ich nie ein Freund davon komplett frisches Wasser zu nehmen . Dadurch hatte ich dann nämlich zu wenig Tonwertzuwachs. Hatten uns dann eben Schichtübergreifend geeinigt immer so eine Art halb Gut/ halb schlechtes Wasser zu nehmen ,eben um stabil drucken zu können. Richtwert dafür war der Leitwert.

  • Der (G)Leitwert war in vielen Druckereien ein Punkt, wo Vorgesetzte immer mit Halbwissen glänzen wollten.

    "Oh, 1600µS im Technotrans..kein Wunder, dass die Platten ausreißen" *gg*

    Wie Inkman schon sagte, ist die Messtemperatur wichtig. Aber im Rollenoffset eher ne Nebengröße.

    Dass unter 1000µS n Problem vorliegt, is auch klar. Meist zu wenig Zusatz als Ursache.

    Über 3000µS - kann ich auch bestätigen - kriegt man Probleme :)


    Allerdings ist alles zwischen 1500 und 2500 gut zu verdrucken im Rollenoffset. Und immer, wenn

    dann ein übermotivierter Vorgesetzter aus Langeweile vorbeischaut am Technotrans und dann meint,

    man müsse mal das Wasser wechseln, weil 1900 viel zu hoch ist, denk ich ich mir so "Ja, ne, is klar" *gg*

    Dazu muss ich auch noch sagen, dass in vielen Druckereien die Sensoren verdreckt und nicht kalibriert sind,

    was dem Ganzen eh nochmal ne andere Dimension gibt.

  • Silent74


    da mit den Sensoren hast du vollkommen recht.Der Instrukor von HD riet mir den Sensor vom Technotrans beim Wasserwechsel mit zu reinigen da sonst falsche Messergebnisse die Folge sind.Bei der Verpackungsdruckerei war das Metallplätchen was den Alkoholgehalt misst auch nach ne Woche recht gut mit der Schicht aus Papierschlamm verdreckt so das ich dort diesen auch immer mit gereinigt habe.In wiefern ein dreckige Sensoren das Messergebniss verfälschen weiß ich erlich gesagt nicht.Vllt gibt's ja hier Leute im Forum die was zu sagen könnten.

  • Domster


    Die Absprache selbst funktionierte, da wir alle Probleme hatten mit zu wenig TWZ nachdem wir den Wasserkreislauf gespült hatten. Leitwert war zu niedrig. Unsere CD 74 die in 2 Schichten lief ,wurde jeden Montag komplett gewartet und daher klärten wir sowas auf kurzem Dienstweg.

    Zum Ablauf: Im Betrieb :Der Leitwert stieg zu hoch ,dann wurde einfach 1-2 Kanister abgelassen und es frisches Wasser nachgepumpt.

    Für die Wartung wurde Wasser abgelassen und altes Wasser aufbewahrt. Nach dem reinigen und spülen des Kreislaufs wurde das alte Wasser wieder mit eingefüllt, um einen etwas höheren Leitwert zu erreichen.

    Ich weiss, nicht perfekt hat aber ganz gut funktioniert für uns.