Beiträge von Silent74

    Bei große, gleichmäßigen Flächen regeln oftmals die Systeme so, dass eine Zone ganz auf und eine fast ganz zu. Da muss die Software

    einfach angepasst werden - sofern sich denn mal langsam bei den Herstellern und den Programmierern dort das Problem

    rumgesprochen hat.


    Alternativ habe ich das Werk von Hand gestellt oder erst die Automatik regeln lassen, dann auf manuell und korrigiert. Ging auch

    Stressfrei.

    Diese "Anlagestangen" fielen mir auch als erstes auf. Hab ich noch nie gesehen und mein erster Gedanke war

    "...mit den Teilen streifen die vorderen Abstreifer ja noch weniger und begünstigen Doppelbogen".

    Das das für minimalen Greiferrand ist - soweit hab ich gar nicht gedacht ;)

    Vor dem Spoiler-Knopf-klicken dachte ich so "Naja, zu Anfangszeiten des Digitaldrucks mit Sicherheit, aber mittlerweile

    dürften die krass aufgeholt haben".


    Ich bin als Offsetdrucker immernoch ziemlich verwirrt von den ganzen neuen Verfahren mit ihren Stärken und Schwächen.


    Toner, Flüssigtoner, InkJet, Nanographic (Landa).... jeder Hersteller setzt da auf sein eigenes Pferdchen. Gibt es mittlerweile

    sowas wie eine Übersicht, was die Stärken und Schwächen der jeweiligen Verfahren sind? ... oder sowas wie Hauptanwendung,

    da am Besten in dem Bereich?


    Rollenoffset war immer klar im Bereich zwischen Tiefdruck und Bogenoffset. Bei Digital sind es dagegen immer Auflagen

    zwischen Heimdrucker und Bogenoffset, oder? :)

    Ist zwar schon 25 Jahre her, dass ich am Tiegel gearbeitet habe, aber spontan fällt mir bei den Bildern auf,

    dass der Papierstapel nicht mittig auf dem Anlagetisch ist. Die Abstreiffedern an der Vorderkante des Stapels sind verbogen und

    unterschiedlich in der Höhe. Beides ist nicht gerade optimal bei Problemen.


    Dann fehlen links und rechts vorne Abstreifbleche bzw. Abstreiffedern, wie Stolki schon erwähnte. Die sind bei Doppelbogen SEHR

    wichtig und hilfreich. Da reicht irgendein steifer Blechstreifen, der ca. 1 mm dick und 5mm breit ist.


    Falls es mit geraden Saugern ohne Gummi's nicht klappt, kannst du auch angekippte Sauger mit Gummi's probieren.

    Viel Luft in der Anlage ist wichtig, Adastaradei's Tips klingen auch sinnvoll.


    Gut Druck und viel Erfolg!

    Martin

    Stickstoff an Druckmaschinen wäre mir neu. Was bewegt dich zu der Vermutung? Gibt es es ne N-Bezeichnung an der Anlage?

    Normalerweise wird Umluft als Druckluft verwendet, da Stickstoff ein Kostenfaktor wäre und mir nicht klar ist, was der Vorteil von

    Stickstoff wäre (Kosten-Nutzen). Wie können Ausgleichsbehälter kaputt gehen? Bei "undichtheit" ist meist nur ein Dichtring oder

    ein poröser Schlauch zu wechseln.

    Luftventile der Behälter undicht - Druck auf 0,5 bar. Ich verstehe die Schussfolgerungskette nicht o.O


    Was ist mit Luftventilen der Behälter gemeint?

    Das Problem des Wasserverlustes im Reiberkühlsystem ist von Rollenoffset-Maschinen her sehr bekannt. Meist ist der Deublin-Kopf dann

    undicht und es läuft Wasser an der Maschinenwand der B-Seite herunter. Seit vielen Jahren werden deswegen Schläuche an den Köpfen verbaut

    (Festo-Schläuche ca. 5mm Duchmesser), die das auslaufende Wasser in Auffangschalen leiten und bei MAN gibt es dann direkt

    eine Fehlermeldung (Temperiersystem undicht).

    Das ist nortmaler Verschleiß. Die Keramikdichtung schleift permanent an der Graphitdichtung in dem Deubin-Kopf und irgendwann wird

    das System dann undicht. Ein fähiger Schlosser oder Drucker kann mit Reparatursätzen der Herstellerfirma die Dichtungen erneuern, oder

    einschicken zu Deublin.

    Falls die Schläuche "durchwetzen", so mag da vielleicht eine Teflon-Spirale als Ummantelung der Schläuche helfen. An den Rotationsmaschinen

    sind jedenfalls alle Schläuche mit Spiralen ummantelt zum Schutz - schon vom Hersteller.

    Ich bin zwar nur n Drucker und kein Buchbinder, aber ich würds mir so vorstellen.


    * Lichtschranke sieht Papier - Finger raus, damit das Papier in die letzte Tasche laufen.

    * Lichtschranke sieht nix - Finger rein, damit das Produkt nicht wieder in die oberen Walzen läuft sondern durch Falzwalzen links.


    Kann das so hinkommen?

    Der (G)Leitwert war in vielen Druckereien ein Punkt, wo Vorgesetzte immer mit Halbwissen glänzen wollten.

    "Oh, 1600µS im Technotrans..kein Wunder, dass die Platten ausreißen" *gg*

    Wie Inkman schon sagte, ist die Messtemperatur wichtig. Aber im Rollenoffset eher ne Nebengröße.

    Dass unter 1000µS n Problem vorliegt, is auch klar. Meist zu wenig Zusatz als Ursache.

    Über 3000µS - kann ich auch bestätigen - kriegt man Probleme :)


    Allerdings ist alles zwischen 1500 und 2500 gut zu verdrucken im Rollenoffset. Und immer, wenn

    dann ein übermotivierter Vorgesetzter aus Langeweile vorbeischaut am Technotrans und dann meint,

    man müsse mal das Wasser wechseln, weil 1900 viel zu hoch ist, denk ich ich mir so "Ja, ne, is klar" *gg*

    Dazu muss ich auch noch sagen, dass in vielen Druckereien die Sensoren verdreckt und nicht kalibriert sind,

    was dem Ganzen eh nochmal ne andere Dimension gibt.

    *g*

    Da fällt mir grad ein, dass einige meiner Ex-Arbeitgeber zum Ende der Geschäftstätigkeit -

    also, als es finanzielle eng wurde - fragten, ob man die Platten wirklich einbrennen muss

    und ob der Ofen immer laufen muss, da da so viel Energie kostet.


    Meine Antwort war dann immer:


    "Nö, MUSS man nicht! Wir können auch statt 750000 in einem durchzudrucken auch allo

    75000 anhalten und 8 neue Platten einbauen - ob sich das rechnet mit der Gaseinsparung

    dürfen sie selbst ausrechnen"


    Spätestens da wurde jedem Fragesteller war, wie doof eigentlich die Idee war ;)

    Moin!


    Mir gehts da wie adihurra ... ein Lob ist ummer ein willkommenes gratis Give-away eines halbwegs kompetenten

    Vorgesetzten, aber mehr Geld bedeutet auch mehr finanzielle Sicherheit, selbst wenn der Laden schließt und man

    Arbeitslos wird.

    Als Drucker kansst du soviel Überstunden machen, wie du willst ... und selbst bei null Fehlern ... wenn die Führung Fehler macht,

    geht die Firma trotzdem den Bach runter. Immer wieder selbst erlebt.

    Das Lohngefälle zwischen LeiStungsträgern und Leitungsträgern ist einfach makaber wahnwitzig geworden.

    *hust* Sorry, da wir keine Probleme mit den Platten hatten, habe ich da nie soo drauf geachtet. Ich glaube, es war Kodak.

    Sind aber - als es finanziell eng wurde - auf ein chinesisches Remake umgestiegen, da günstiger. Die Rohlinge waren nicht

    immer winklig, was zum ständigen Ausfahren des Diagonalregisters führte. Standzeit war etwas geringer.

    Moin!


    Bei Zeitung ca. 500.000, bei B-Stoff ca. 700.000.

    Hängt auch viel davon ab, wie qualitativ Hochwertig das Zeitungspapier ist.

    Es gibt auch Papier, das schmirgelt dir die Schicht bei 250.000 weg :)

    Vom Rollenoffset kenne ich es so:


    Der Winkel ist 45° - kann aber manuell mittels Exzenter ein bissl variiert werden.

    Die Luft da an, wo die Bahn läuft und den Rest aus, damit genug Luft gegen die Bahn strömt

    und so ein Abschmieren verhindert.

    Feiertage = Sonntage = Wochentage. Also muss jeder Tag Sonntag heißen, Feiertag und Wochentag sein.


    Aber mal ab von Comedy. Das Leben ist ein Geben und Nehmen.

    Der Chef zahlt nichts - ich geb nichts ... und andersrum auch.


    Dann ist die Frage, was kann er zahlen und was kann ich geben.

    Beide extreme habe ich schon beobachtet oder erlebt.


    Wenn der AG meint, er kann mich getrost am Feiertag schuften lassen, ohne mir dafür

    den Feiertagszuschlag als Entschädigung zu zahlen, weiß ich, dass er entweder a) mich für dumm hält oder

    b) kein Geld hat. In beiden Fällen zeugt es von unternehmerischer Inkompetenz.


    Und so werden Führungsstellen aus dem Boden gestampft, die sehr sinnfrei, aber kostenintensiv

    sind. Schichtleiter, QM-Abteilungen und HR. FTS! - Fuck the System.... alles unerhörte Vielverdiener für

    selbsterfundene Jobs, die früher der Maschinenführer oder Abteilungsleiter in Eigenfunktion übernommen

    hatten.

    Alles Arbeitsabwälzungen auf schulische Titelträger mit wenig Bezug zum Praktischen. 10 Jahre BWL-Studium

    und null Branchenkenntnis...willkommen in der Druckindustrie ;)