Beiträge von Silent74

    Ich wurde mal in eine Schicht gesteckt, wo mein 2. Drucker früher jahrelang Maschinenführer war (jetzt schon in Rente) und

    mir dann als neuer Maschinenführer zwei Wochen lang mit "Spitzen" auf den Keks ging. Habe alles etwas anders gemacht.

    Reihenfolge und Prioritäten beim Einfichten entsprachen nicht SEINEM Schema und waren somit völlig falsch.

    Hab immer gelächelt, mir viele "Ratschläge" zu eigen gemacht und dann auf sein System umgestellt (war auch ein

    gutes System).

    Ich vermute, dass der Kollege leicht Autistisch war oder so was. Jedenfalls war von da an alles gut und wir haben

    beide Spaß an der Arbeit gehabt und viel gelacht.


    Leg dir deinen eigenen Edding zu und kennzeichne ihn. Wenn einer fehlt, hast du ihn nicht benutzt und verbummelt -

    ist also nicht deine Sache. Beim Papier vorschneiden hätte ich zwei Ideen. 1.) Schneide nur für dich und das es für

    ca. 30 min. nach Schichtwechsel reicht vor. 2.) Sprich den Chef an, ob das Papier so OK geschnitten ist und sag dem

    Kollegen dann, dass der Chef meint, dass es so geht und abgesprochen ist.


    Wie schon gesagt, kann auch Angst bei dem Kollegen als Motivaation hinter den Bemerkungen stehen. Versuche, ihm

    diese - falls es so ist - zu nehmen. Ist leichter gesagt als getan, aber miteinander arbeiten ist immer besser, als

    gegeneinander ;)

    Hab mal ne Reportage über Kreuzfahrtschiffe gesehen, wo in einem kleinen Raum alle Drucksachen selber hergestellt würden, die man während ner Fahrt so braucht. Es ist nur schwer, die richtigen Internetseiten mit den Stellenausschreibungen zu finden. Hab nur einmal bei MSC Kreuzfahrten gesehen.

    Zitat im Kununu-Profil eines Arbeitgebers:


    "Als Resultat haben viele namhafte Industrie-Unternehmen, Banken, Verbände, Verlage und Agenturen
    wie auch öffentliche Auftraggeber und Gewerkschaften diese Vorteile für sich erkannt und zählen heute
    zu unseren langjährigen Kunden. So gesehen zahlt sich Fairness aus – für alle."


    Habe erfahren, das die weder Weihnachtgeld- noch Urlaubsgeld seit über 10 Jahren zahlen.
    Zudem werden Tarifliche Erhöhungen manchmal später bezahlt.


    Fair für alle? Entscheidet selbst! Ich erkenne jedenfalls eine gewisse Tendenz :)

    Ich wünschte, Qualität wär normal.
    Überall gute, aktuelle und gut gewartete Maschinen. die zu guten Preisen
    eine tolle Qualität produzieren würden.
    Leider ist die Tendenz genau gegenteilig.
    Jeder Anbieter macht das Minimale an Wartung, da Produktionsausfall. Maschinen zunehmend
    veraltend, da das Geld für Investitionen fehlt und Kunden, die nur auf den
    Preis Wert legen, statt auf Qualität.


    Wo führt das hin?
    Alle Drucker an 20 Jahre alten Maschinen für 10€?
    Ich setze da noch ein Fünkchen Hoffnung in ver.di und hoffe , dass sich die Mehrheit mal
    gegen diesen ruinösen Gesamtkurs zur Wehr setzt.


    1% vom Brutto für Solidarität in der Gewerkschaft ist wohl wirklich kein Gegenargument.
    Von Überall höre ich Dinge wie:
    Kein Weihnachtsgeld
    Kein Urlaubsgeld
    Kürzung/Streichung von Schichtzulagen
    Tarifliche Lohnerhöhungen nicht/später zahlen


    Was noch?


    Der Wasserkopf schwillt und der Arbeiter wird geknechtet?


    Sorry, aber als Ersatzmitglied im Betriebsrat schwillt mir echt der Kamm .....

    Naja, da überall gespart wird, wundert es mich nicht, dass auch die Paletten nach dem
    Prinzip Masse statt Klasse genagelt werden. Mittlerweile bestimmt im tiefen Osten für
    nen Hungerlohn und im Akkord. Da zählen nur Stückzahlen. Spart bestimmt Zeit, die Nägel
    noch etwas hochstehend zu haben.
    Der Paletteneinkauf geht dann auch nur nach Stückpreis und schwupps ist jede Palette Gammel.


    Bei uns ist auch eine steigende Tendenz im Bogendruck zu beobachen. Ist einfach ein
    Zeichen der Zeit, bis die Mehrheit der Menschen schnallt, dass Qualität ihren Preis hat und
    Lohndumping, Leiharbeit und Auslagerung nicht Zielführend sein kann, wenn man dem
    Kunden Qualität verkaufen möchte.

    So, wie ich es kenne, hat jeder Trockner 3 Wärme- und eine Abkühlzone. Die erste Kammer sollte im Bereich von Inkman's Angaben sein (um die 250°C LUFTTEMPERATUR), damit
    die genannten Wachse gut schmelzen und viel "Verdünner" verdampft. Danach ist die Temperatur wieder leicht abfallend und nach dem Trockner und vor
    den Kühlwalzen sollte die Gradzahl zwischen 100-120°C sein (Bahntemperatur).


    Die ersten beiden Kühlwalzen sind meist etwas wärmer temperiert (ca. 30-35°C) und der Rest bei (20-30°C). Das ist damit begründet, dass bei zu kühlen ersten
    Kühlwalzen sich durch die Umgebungsluft und der Temperaturdifferenz ein kleines Luftpolster zwischen Bahn und KW bildet, was die Bahn verlaufen lässt.


    Ferner sind die Kühlwalzenoberflächen nicht Silikonbeschichtet. Das Silikonwerk kommt meines Wissens immer erst nach den Kühlwalzen. Es stimmt allerdings,
    dass es Für das SW EMulsionen gibt, die die Verstärkung des Glanzes explizit anpreisen.


    Vor zig Jahren habe ich mal mit Dispo-Lack Heatset gedruckt und dann mal für mich zum Test n paar Exemplare ohne gedruckt. Glanzdifferenz gleich null!
    Einziges Argument dafür ist die erhöhte Scheuerfestigkeit mit Lack - zumindest aus meiner Sicht :)

    Hab heute an einer 16S. M600 C24 eine Delta-Produktion gehabt. Halbe Bahn, auf A-Seite am Trichter über Versatzstange. und dann halt
    Schwertfalz.
    Problem: Falzgeleimt und die inneren Seiten sind im Bind aufgerissen, während die äüßere Seite völlig ok ist.
    Zug an den Falzwalzen im 3. Bruch auf Minimum, Leim intermittiert. Leimspur möglichst gering dosiert.


    Es betraf nur spradisch ein paar Produkte und ich muss zugeben, dass ich mir nicht zu helfen wusste. Kennt hier
    jemand das Problem?

    Das könnte auch erklären, wieso bei uns ne vierfarben mit Lack steht ohwohl wir zu 99% 4/4farbig drucken.
    Die hatten einfach Angst, dass eine 8farb mit Wendung und Lack Probleme machen könnte. Naja, drucken
    wir halt permanent doppelte Menge, da alles zweimal durch muss ;)

    Wieso sollte der Lehrer etwas abfragen, was im Unterricht nicht behandelt wurde? Aus Versehen ist das einem meiner
    Lehrer auch mal passiert (copy & paste aus einer alten Arbeit). Während der Klausur haben sich dann alle in der
    Klasse beschwert mit dem Ergebnis, das die Aufgabe noch während der Klausur gestrichen wurde.


    In der Aufgabe steht "Skala abfallend". Was soll das bedeuten? Farbbelegung unter 50% oder dass der Drucker
    die Heber beim Fortdruck ausschalten soll? ;)

    Der Typ der Platten sagt nicht aus, dass die Qualität die selbe ist. Immer wieder gibt es Schwankungen
    der Qualität - manchmal sogar so immens, das die Platten nur Blechmaku sind. Das ist wie fast überall.
    Der Maschinenführer schaut mal 10 min weg, etwas läuft in der Herstellung schief und er bekommt es
    nicht richtig mit.
    Wenn du sagst, dass Farbe bei 80% Wasser stabil ist und nichts emulgiert, dann deutet das eher auf einen
    zu hohen Anpressdruck im Feuchtwerk hin. Je höher der Druck, desto weniger Feuchtfilm. Da du die
    Walzenabdrücke schon kontrolliert hast und alles ok ist, schließe ich das mal aus. Würden Hochlaufkurven
    verändert?

    Bleibt also die Frage, was an der einen Maschine sehr viel Feuchtwasser und an der
    anderen sehr wenig braucht...


    Gleiche Platten, Belichter und Entwicklungsstraße oder gibt es da Unterschiede?
    Ich kenne zwar die SM nur vom sehen, aber Ist 52 und 74 nicht eine unterschiedliche
    Plattengröße?


    Gleicher Zusatz, Farben und Frischwasserversorgung?


    Hab selber schon an einigen Maschinentypen plötzliches und unerklärbares Tonen gehabt.
    Mal war es eine schlechte Plattencharge, mal war der Belichter etwas zu schwach auf der Brust,
    mal der Entwickler am Limit.
    Beim Feuchtwasser hatte ich so ein Tonen bei sehr alten Zusätzen, der am Fassboden bereits
    Flocken absetzte. Oder wenn die Temperierung des Feuchtmittels / Reiberkühlung ausgefallen war.


    Ist auch schon passiert, dass wir wochenlang solches Tonen hatten und irgendwann dann mal die
    Info an die Maschine kam, dass der Farblieferant seine Rezeptur geändert hat oder uns mit
    anderer Farbe beliefert. Da die Farbcontainer nicht an der Maschine stehen war das Tagelang
    nicht aufgefallen.

    Moin Kollegen!


    Kurze Problembeschreibung:


    Wir arbeiten im 3-Schichtsystem mit öfter austauschbaren Druckern von einer Lithoman.
    Bei Tonen am Rand (also auf 1-3 cm vom Papierrand) dreht die eine Hälfte der Belegschaft
    an der Abquetschung und die andere an der Verschränkung des Feuchtwerkes.


    Nach ein paar Tagen steht dann das Feuchtwerk völlig "im Wald.


    Nach meinen Erkenntnissen wird die Abquetschung bei der Grundjustage einmal eingestellt
    und dann mit der Verschränkung die Papierbreite / Farbbelegung und das Tonen am
    Rand kompensiert. Liege ich da richtig?


    Dafür spricht, dass es für die Verschränkung eine Skala an der Maschine gibt, Ein Kollege
    argumentierte dagegen mit der Aussage, dass je mehr man außen öffnet, desto mehr
    erhöht sich der Walzenabdruck in der Mitte und dort wird der Feuchtfilm geringer.


    Das klingt logisch. Der Druck der Abpressung wird auf weniger Fläche verteilt.


    Darf ich mal fragen, wie das bei euch so ist? Bei variierenden Bahnbreiten - dreht ihr an
    der Abquetschung oder an der Diagonalverstellung?


    Das ewige "der eine macht es so, der andere so" stört die Produktivität und ich
    möchte nur ungern als "Besserwisser" allein dastehen ;)

    Während meiner Ausbildung vor ca. 25 Jahren durfte ich n Jahr mal an den OHT. Meist nur
    Adress-Eindrucke und ab und an Visitenkarten oder Hochzeitseinladungen.


    Da spürte ich noch echtes "HANDwerk". Ist wesentlich schöner, als das Industrieelle heute.
    Davon ab ist das Teil nahezu unverwüstlich.


    Davon ab sind die Einrichtezeiten exorbital, sofern man versucht, große, gerasterte Bilder
    mehrfarbig zu drucken. Allein die Zurichtung der Form dauert ewig und ist Fummelarbeit.


    Grundlagen könnte ich vermitteln - aber wirklich nur die generellen Basics. Kollege
    "Boston Presse" ist da bestimmt vieeeel hilfreicher! Ich wünsche dir viel Erfolg mit dem OHT
    und allzeit "Gut Druck"!

    Zudem ist die Seitenanlage auch sehr wichtig, da die Papierfabrik nie 100% genau
    geschnittenes Papier liefert. Hab schon Schwankungen von bis zu 3 mm gesehen.


    Wenn also die Bogen oft in der Breite schwanken, ist es wichtig, eine Seite immer
    korrekt auszurichten, damit wenigstens da der Abstand zum Druckbild immer gleich
    ist. Ob dann auf der anderen Seite mehr oder weniger übersteht ist dann egal.


    Wieso die Aufgabe hier von Falzanlagen spricht ist mir nicht ganz klar. Ergibt sich
    bestimmt aus den vorherigen Aufgaben. Sind damit Flattermarken gemeint? Oder
    Falzmarken (sehen aus, wie Beschnittmarken und markieren den Bund)?