Fluoreszierende Farbe

  • Hallo Druckerkollegen,


    habt ihr schon Erfahrung mit fluoreszierende farbe gemacht'? Hatten heute einige Probleme der Farbe. Nach Druck von ca 300 Bogen und anhalten (beseitigung von Butzen) hat sich die Farbe erheblich auf der Feuchtdosierwalze und den Tandemwalzen aufgebaut. Aber keine Ahnung warum sich das immer nach Druckende aufgebaut hat. Hat jemand eine Idee?


    mfg rock

  • Moini Rockshow! Oftmals wird fälschlicherweise angenommen, daß Tagesleuchtfarben mit überhöhter Farbführung über 1 Druckwerk appliziert werden sollen. Dsiese Annahme ist jedoch falsch. Wenn sich Farbe auf deiner Dosierwalze aufbaut rate ich mal zu einer Kontrolle bzw. Überprüfung der Feuchtwerkjustage in den betroffenen Werken. Mit deiner Aussage Tandemwalze kann ich leider nicht viel anfangen, mein Schwerpunkt liegt eher bei HD. Hättest Du die Möglichkeit, die Leuchtfarbe über 2 Werke mit geringerer Farbschichtdicke zu verdrucken? Beste Grüße, Olaf.

    Mein Lieblings-Kennzeichen ist das W. Das ist ein Münchener, der sich überschlagen hat:rolleyes:

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  • Hallo Rockshow,

    schließe mich Olaf an, Leuchtfarben besser immer auf 2 Werken drucken, erspart viel Ärger.

    Chef bzw. Kunde wünscht meist sehr hohe Sättigung, soll ja ordentlich "leuchten", mehr als die Farb/Wasserbalance verträgt, und schon Emulgiert's =O.

    Ansonsten empfehle ich dir 3-5% Farbstabilisator in die Farbe beizumengen, bringt auch leichte Verbesserung.


    Grüße Cinema

  • Ist es hier besser über zwei DW die Farbe aufzutragen also Nass-in-Nass oder doch eher 2.Druckgänge mit einer gewissen Wartezeit das es Nass-auf-Trocken gedruckt wird....Mussten auch ziemlich hohe Diche von 2,3 fahren..mit 2 DW bzw DG könnten man es umgehen, das stimmt. Das komisch war hier nur das während der Produktion die Dosierwalze total frei blieb erst wenn man den Auftrag unterbrechen musste war sie komplett zu (Tandemwalze/Brückenwalze bei ManRoland sitzt über der Dosierwalze/Feuchtauftragswalze)

  • Hallo Thomas,


    deine Vermutung trifft zu; Man kann bei den Tageslichtleuchtfarben (Neonfarben) den Buntanteil zu Hilfe nehmen und mit dem Spektraldensitometer die optische Dichte der Drucke messen. Das mag dort notfalls für eine Lieferspezifikation reichen.

    Bei den reinen Fluoreszenzfarben geht mit der vorhandenen Technik gar nichts Genaues. Man müsste ein Densitometer im nahem UV bauen, das eine definierte UV-Lichtquelle hat und dann im Sichtbaren misst. Der Kundenkreis für so ein Gerät ist sicher zu klein, als dass jemand sich an die Aufgabe macht.


    Aber man muss ja etwas vereinbaren zwischen Kunde und Drucker. Da kann man für jeden die gleiche UV-Lampe kaufen und visuell beurteilen, wie gut der Effekt ist. Man könnte wie in der Zigarettenindustrie auch Vergleichsmuster (dort „Toleranzkarten“) herstellen und dann visuell vergleichen.

    Allerdings sollte der Kunde dann diese Druckmuster immer mal wieder neu herstellen, denn deren Lichtechtheiten sind bescheiden…


    Immerhin gibt es diese Pigmente für den Sicherheits- und den Spielzeugbereich pur als pulverförmige Substanz. Die kann der Farbhersteller leicht in eine modern formulierte Rezeptur einarbeiten. Das ist ein halber Vorteil, denn bei den bunten Neonfarben müssen wir von Farbpasten leben, die kaum noch Freiheit für den Bindemittelanteil in der Rezeptur geben. Und diese Pasten waren schon immer ein Quell der Freude für Offsetdrucker…


    Ein Drucker, der sich hier mit einem anspruchsvollen Kunden heranwagen will, muss seine Sache also gut mit dem Kunden gemeinsam erarbeiten und absichern.

    Nebenbei: Allen ist sicher klar, dass der optische Aufheller im Papier und Strich bereits so ein Pigment ist. Den sollten wir mit unsrem Druck also fühlbar übertreffen.


    Wie beim Lack haben wir das Dilemma, dass man an der Maschine die Farbschichtdicke nicht bestimmen kann.


    Viele Grüße & ciao

    Inkman