Suche Andruckpresse!

  • Hallo zusammen
    Ich bin auf der Suche nach einer funktionstüchtigen Andruckpresse (FAG, Korrex, Grafix, Vandercook, usw.). Kann mir jemand von euch weiterhelfen?
    Vielen Dank und beste Grüsse
    Maleana

  • Hallo,
    welches Format soll die Presse denn haben und was willst du damit
    drucken? Irgendwelche weiteren Spezifikationen? Mit Farbwerk oder egal?
    Andruckpressen sind in der letzten Zeit ziemlich im Preis gestiegen, da
    macht es schon Sinn möglichst gleich das bestmögliche Teil zu kaufen.


    Gruß
    Mariusz

  • Hallo Maleana,

    wie Monstermonster schon gesagt hat, die wichtigste Frage ist, was und in welchem Format soll gedruckt werden.
    Für Druckgrafik z.B. Linolschnitt oder auch Plakate ist eine Andruckpresse bestens geeignet,soll die Maschine jedoch für
    den Letterpress Prägedruck eingesetzt werden,gibt es bessere Alternativen. Ist deinem Wunsch nach einer
    Andruckpresse (welche auch immer) eine Beratung vorausgegangen?

  • Von wo kommst du? Falls du erstmal nur den einen Druck machen willst, wäre es vielleicht einfacher, nach jemanden zu suchen, bei dem du in der Werkstatt drucken könntest.
    Bei Facebook gibt es die Seite Freunde der schwarzen Kunst, mit vielen Mitgliedern, da könntest du Glück haben.
    Für das Format wäre schon eine Presse mit Farbwerk sinnig, sonst wird es mühselig den Linolschnitt in der Auflage jedesmal sauber einzuwalzen.
    Da kannst du aber schon, je nach Modell mit ein paar hundert Kilo Gusseisen und Stahl rechnen.

  • Ich staune, mit welchen Ambitionen hier im Forum Fragen von Anfängern zum Drucken gestellt werden. In einem anderen Thread will der Fragesteller mit einem Löffel ein anspruchsvolles Klischee drucken und hier sieht der Fragesteller das Hauptproblem, seinen grossformatigen Linolschnitt zu drucken, in einer 1 Meter breiten Türe.

    Mit einer einfachen Stockpresse oder einer anderen Presse, auch Tiegeldruckpresse, welche ganzflächig druckt, wird der Linoldruck nicht gelingen. Entweder wird zu wenig Druck (mehrere Tonnen) aufs Druckbild übertragbar sein oder wenn doch, muss eine entsprechende Zurichtung gemacht werden: Ränder und feine Bildstellen müssen vom Druck entlastet werden, Flächen brauchen mehr Druck. Nur dass es geschrieben ist: Das ist grundlegende Druckphysik und nicht Pingeligkeit eines beleidigten Druckers.

    Für den Linolschnitt wäre eine Abzugspresse ideal mit abrollendem Druckvorgang. Je nach Sujet kann hier sogar auf eine Zurichtung gänzlich verzichtet werden. Aber wie Monstermonster schreibt, die paar hundert Kilo Gusseisen bringt man nicht durch eine 1 Meter breite Türe.

    Wie würde ich als Laie und ohne grosse Druckausrüstung den Linolschnitt drucken?

    Zuerst würde ich ein Papierformat wählen, welches auf einem üblichen Laserdrucker bedruckbar ist. Den Linolschnitt würde ich mit einer Kontrastfarbe einfärben und nach dem Trocknen scannen, eventuell in zwei Teilen. Anschliessend die Daten im Photoshop bearbeiten und auf dem Laser drucken. Bei entsprechender Virtuosität mit Photoshop muss schon ein Druckprofi genau hinschauen, ob der Linolschnitt nun rustikal im Buchdruck gedruckt ist oder eben sachfremd auf dem Laser.

    Einmal editiert, zuletzt von Cyberfisch (19. März 2026 um 11:08)

  • Also mal ganz ehrlich, vor 40 Jahren in der Schule , haben wir im Textilunterricht linolschnitte gemacht. Mit einer Gummirolle eingefärbt und damit irgendwelche Plakate gequetscht. Er will hier was ausprobieren. Das da keine Profi drucke bei rauskommen sollte wohl jedem klar sein. Lasst doch Mal die Kirche im Dorf.

  • Zuerst würde ich ein Papierformat wählen, welches auf einem üblichen Laserdrucker bedruckbar ist. Den Linolschnitt würde ich mit einer Kontrastfarbe einfärben und nach dem Trocknen scannen, eventuell in zwei Teilen. Anschliessend die Daten im Photoshop bearbeiten und auf dem Laser drucken. Bei entsprechender Virtuosität mit Photoshop muss schon ein Druckprofi genau hinschauen, ob der Linolschnitt nun rustikal im Buchdruck gedruckt ist oder eben sachfremd auf dem Laser.

    Wie bekomme ich denn in Photoshop den speckigen Digitaldruck-Glanz weg? Der dürfte dem Druckprofi hoffentlich auch ohne genaues hinschauen auffallen…

  • @ Karsten:

    Wer... was... wo... will jemand die Kirche ums Dorf tragen...? GasettaR. fragt hier nicht nach einer Gummirolle, sondern nach einer Druckmaschine.

    @ Smuek:

    Das ist längst Vergangenheit, dass Digitaldrucke einen Speckglanz aufweisen. Tonerbasierte Digitaldrucke glänzen heute nicht wesentlich mehr als Offsetfarben auf entsprechenden Papieren. Und auch Buchdruck, dick und fett mit der Linolplatte gedruckt, wird seine glänzende Seite zum Vorschein bringen. Eigentlich meine ich, dass für den Fachmann das Fehlen des Buchdruckreliefs das auffälligste Kriterium zum Unterscheiden von Buchdruck zu Flachdruck sei.

    ...und soll man dem Fragesteller wirklich raten, die zu schmale Türe rauszustemmen, um mit einigen hundert Kilogramm Metall aufwändigst einen zu grossen Linolschnitt zu drucken, wenn es heute smarte Lösungen gibt, welche ohne Investitionen sehr gute Resultate liefert?