Anstehender Maschinenwechsel

  • Liebe Kollegen,
    mittelfristig steht bei uns eine verjüngung im Format A 2 bevor.
    Unsere SM 74-5 ist in die Jahre gekommen und wir machen uns Gedanken ob es wieder eine Heidelberg werden soll .
    Wie sind eure Erfahrungen speziell mit KBA ? Oder doch wieder eine Heidelberger ?
    Nachdenken werden wir in alle Richtungen, wobei ich keine besondere Vorliebe zu den " Japanern " hege da ich mit der Ryobi keine " Hurraerfahrungen " hatte .
    Wir wollen mit der A2 aber auch wieder schnell bis in kleine Formate gut aufgestellt sein da bei uns auf der jetzigen SM 74 von 50×70 bis zu A4 viel abgedeckt wird .
    Was sind eure Vorlieben, Erfahrungen ?


    Gruß Hein

    Es ist schwer im Tempel des Rechts logisch zu argumentieren, wenn der Hohepriester nicht ganz dicht ist.

  • Is schwer zu sagen wenn man deine Aufträge nicht kennt.
    Von allen was ich bisher drucken durfte war die CD74-5 mit Imagecontroll die Beste.
    Meine jetzige mit Axiscontrol hat grade die 100 Mio geknackt.
    Alles in allem kann man nicht meckern. Ist halt ne alte Dame die trotzdem alles wegdruckt.

  • Hi,
    klar ist das dort nicht einfach, aber mit Teilen wirst du auch zukünftig immer versorgt werden. Bei den Margen, wird das keiner fallen lassen. Know how ist auch genug auf dem Markt.


    Den großen Vorteil sehe ich in den aktuellen Gebrauchtpreisen für eine R500. Das ist schon krass günstig derzeit!


    Gruß
    Denkt an das Forentreffen am 3-4.06. auf der Drupa:-)

  • Aha, ne Manroland kommt auch ins Spiel.
    Aber warum sind diese so günstig zu haben ?
    Jedenfalls bei unserer SM 74-5 rufen schon Händler an und lassen sich quasi "eintragen" in die Warteliste.
    Also, was möchten wir mit einer Roland ?
    Diese Meinung ist aber nur subjektiv.
    Was haben wir für einen Vorteil bei dieser Maschine gegenüber anderen Typen ?

    Es ist schwer im Tempel des Rechts logisch zu argumentieren, wenn der Hohepriester nicht ganz dicht ist.

  • Ich denke hängt von der Ausstattung ab. Meine Roland 500 war gut ausgestattet und man konnte damit super drucken. Die 500er eben relativ neu und die meisten MANRoland werden eben im 3B-Format verkauft.
    Die Vergangenheit mit der Insolvenz hat wohl viele verunsichert was Wartung und Ersatzteile angeht.
    Heidelberg ist eben der Luxus den man sich gönnt.
    Viel Falsch machen kann man wohl mit beiden Herstellern nicht. Die Ausstattung ist denke ich entscheidender.

  • Ich empfehle keine Druckmaschine und finde alle gleich gut oder schlecht, je nach den Anforderungen. Doch allgemein gesehen ist der Pinguin-Effekt groß in der Branche.Alle warten vor dem Sprung ins kalte Wasser, es könnte ja ein Hai drin sein, teilweise bis der Pinguin verhungert ist. Springt dann der erste, springen alle hinterher, egal wie viele Haie im Wasser sind.
    Im Moment kaufen die Inder sehr viele gebrauchte HDM, deswegen ist dort die Nachfrage hoch.


    Als erstes Kaufkriterium bei einer neuen Maschine würde ich die nehmen, welche am besten genau auf meine Anforderungen passt.
    Dann würde ich vergleichen, wie diese Maschine vom Kaufpreis her mit anderen Maschinen steht, anschließend welche Kosten kommen mich durch Service und Ersatzteile in den nächsten 10 Jahren auf mich zu.


    Jeder der Hersteller der noch Neuanlagen baut, wird auch noch die nächsten 10 Jahre einen sehr guten Service anbieten, dafür lohnt sich das Geschäft zu sehr.


    Würde man sich eine Druckmaschine nach dem Insolvenzrisiko der Hersteller in den nächsten Jahren aussuchen, dürfte man sich keine Druckmaschine kaufen.

  • Rein Interesse halber, wieviele Millionen hat eure SM74-5 runter und wie alt ist sie?


    Lohnt es sich zur Zeit eine neue Maschone in dem Format anzuschaffen?Hier an der Druckerstraße (A30) ist die Konkurrenz sehr groß und die Preise total kaputt. Mit den Preisen kann man keine neue Maschine finanzieren.
    Der Markt für A3- Maschinen ist wohl tot.Niemand der noch alle Tassen im Schrank hat, kauft sich eine neue A3-Maschine.

  • Rein Interesse halber, wieviele Millionen hat eure SM74-5 runter und wie alt ist sie?


    Lohnt es sich zur Zeit eine neue Maschone in dem Format anzuschaffen?Hier an der Druckerstraße (A30) ist die Konkurrenz sehr groß und die Preise total kaputt. Mit den Preisen kann man keine neue Maschine finanzieren.
    Der Markt für A3- Maschinen ist wohl tot.Niemand der noch alle Tassen im Schrank hat, kauft sich eine neue A3-Maschine.


    Wenn ich nichts besonderes anbiete und das Gleiche anbiete wie die Onlinedrucker ist es natürlich nicht möglich profitabel zu drucken. Wenn die Faktoren Kunde/Aufträge, Maschinen(-ausstattung) und Know how passen, ist eine Halbformat-Maschine evtl. genau das richtige.
    Außerdem sprechen wir vom A2 Format, sprich SM74, MANRoland 500 oder Rapida 76. A3-Maschinen wäre eine SM52 zum Beispiel (oder GTO).

  • Hallo Hein,


    was möchten wir mit einer manroland?
    Ihr habt viel HD, aber auch ne Ryobi(zumindest hast Du die aufgeführt)
    Irgendwann muss sich fast jede Druckerei fragen, ob die hohe Investition gerechtfertigt ist.
    Ne neue 50/70 Maschine kostet ja auch schnell 1 Mio.
    Deshalb sage ich, einfach mal nach einer jungen gebrauchten schauen und vielleicht das bessere Geschäft machen.
    Wir haben gerade eine R700 mit 50 Mio. Druck gemacht und das Ding druckt super gut. Da der Kunde nicht auf Highspeed aus ist, reichen die 16000 Bg/h aus und so spart er über 1,6 Mio. zu einer neuen Maschine.


    Welcher Hersteller das am Ende ist, sollte egal sein. Denke alle haben ihre Vor und Nachteile.

  • Also mich wunderst auch das noch eine 50/70 Maschine in D aufgestellt werden soll. Viele Aufträge die früher auf solch einer Maschine gedruckt wurden können heute anders produziert werden. z.B. Digital. In einer modernen Vorstufe spielt es auch keine Rolle mehr welche Platte belichtet wird, früher musste man ja bei vielen Aufträgen Nutzen ziehen um im 3B-Format zu drucken, das spielt heute keine Rolle mehr.


    Das eine ältere SM74 gesucht wird wundert mich auch nicht, eine solche Maschine kann man auch abseits der Industriegebiete gut verkaufen. Eben dort wo noch mit Filmen gearbeitet wird und ohne den ganzen SchnickSchnack. Durch die noch nicht so überdimensionierte Elektronik ist sie auch nicht so anfällig. Auch ist sie sehr robust gebaut.


    Neuere Maschinen hingegen haben mehr Wertverlust. Ausserdem können Sie auch nicht mehr überall hin verkauft werden.


    Ist nur meine Meinung


  • Wo wird denn in Deutschland heute noch mit Film gearbeitet?
    Bei der Zunahme von Elektronik in neuen Druckmaschinen und deren Fehleranfälligkeit stimme ich dir zu. Nur sind es eben die wenigen verbauten Teile die schon einige Jahre auf dem Buckel haben und dann eben früher den Geist aufgeben.
    Außerdem widersprichst du dir da selbst. Oben sagst du das du dich wunderst das in Deutschland Halbformatmaschinen aufgestellt werden und unten eben nicht das sie gut zu verkaufen sind :?:

  • Außerdem widersprichst du dir da selbst.


    1. ist es meine Meinung, wenn mich jemand eines besseren belehrt änder ich auch meine Meinung


    2. Es ist keine Widerspruch, lesen und verstehen! Wenn was unklar ist einfach fragen wie es gemeint ist


    3. "verbaute Teile die schon einige Jahre auf dem Buckel haben", diese haben damals viel länger gehalten als heute. Ausserdem wurde weit weniger an drucken insgesamt gemacht, vermutlich sind sie wohl noch besser in Schuss als so manch neueres Teil

  • Wenn ich nichts besonderes anbiete und das Gleiche anbiete wie die Onlinedrucker ist es natürlich nicht möglich profitabel zu drucken. Wenn die Faktoren Kunde/Aufträge, Maschinen(-ausstattung) und Know how passen, ist eine Halbformat-Maschine evtl. genau das richtige.
    Außerdem sprechen wir vom A2 Format, sprich SM74, MANRoland 500 oder Rapida 76. A3-Maschinen wäre eine SM52 zum Beispiel (oder GTO).



    Ich kenne den Unterschied zwischen A3 und A2 Maschinen ,dass kannst du mir ruhig glauben,wir haben selber ein 10-Farben im 74er Format stehen. Ich wollte nur darauf hinweisen,dass das kleinere A3 Format mittlerweile tot ist, weil der Digitaldruck die ganzen Kleinauflagen frisst bzw es werden Sammelformen auf größeren Maschinen gedruckt.
    Als nächstes wird das A2 Format unter Druck geraten, das merken wir auch schon.
    Wahrscheinlich passt bei Hein wirklich eine A2 noch ins Gefüge, so eine Anschaffung wird man wohl überlegt haben.

  • Servus Jünger der Schwarzen Zunft,
    und alle die sich für Jünger halten,
    ich würde mal sagen ihr seid so ganz langsam vom Thema das den Thread eröffnet hat abgewichen , das es nicht mehr lustig ist dem ganzen zu folgen. Lest euch halt nur mal die Frage von Hein durch und antwortet auf seine Frage.
    Ich kann ihm keine Ratschläge geben, da ich im Endlos Druck arbeite. Also schreibe ich auch normaler weise nichts.
    Das habe ich mir aber jetzt nicht verkneifen können.
    Gruß
    Endloser

  • Kollegen ,
    um die themaabweichenden Einwürfe zu beenden - unsere 74er hat 80 Million runter und ist 20 Jahre alt .
    Ich denke keinesfalls das die Zeiten vom A3 Format gezählt sind - vielleicht bei stinknormalen Druckern um die Ecke. Sind wir aber nicht. Das nur nebenbei .
    Unsere 74er deckt eine große Bandbreite ab - besonders kleine, knifflige Jobs - vom A2 bis A4 Format - aber eben auch mal " Rennpferdjob's " - wo meine 102er doch zu teuer wäre.
    Nun überlegen wir was ne gute Alternative ist - eine "Billigmaschine" ist eben billig und eben auch im Wiederverkauf schwierig.
    Wir wollen auch keine Neumaschine sondern schauen nach einer guten Gebrauchtmaschine - das ist eine Überlegung von uns die wir jetzt schon beginnen um eine gute , wohlüberlegte Entscheidung zu fällen.
    In diesem Zusammenhang ist eine 52er als 5Farben auch nicht vom Tisch. Wir haben aber verdammt knifflige Jobs - z.B. Mappen im A2 .
    Also liebe Kollegen , wir möchten besonders auch einmal Stimmen zu A2 Maschinen von KBA hören .


    Gruß Hein

    Es ist schwer im Tempel des Rechts logisch zu argumentieren, wenn der Hohepriester nicht ganz dicht ist.

  • Hein,
    warum eine Alternative?
    Wenn Ihr zufrieden mit Heidelberg sind, warum andere Hersteller mit ins Boot nehmen?
    Ist ja schlimm, wenn man andere Meinungen aus einem Forum berücksichtigen tut.
    Da kann jemand doch gar nicht auf eure Bedürftnisse eingehen, wenn er die Aufträge und eure Anforderungen nicht kennt.
    Dem einen es liegt auf KBA zu drucken, heißt aber noch lange nicht dass das überall und bei jedem so ist.
    Und ob überhaupt die Aufträge dazu passen.
    Ich würde einfach passende Maschinen in den 2 Formatklassen zeigen lassen, eine typische Druckform euerer Aufträge drucken lassen,
    schauen was der Drucker so macht, und dann entscheiden.
    Eine A3 Maschine macht Sinn, wenn genügend Aufträge dafür vorhanden sind.
    Was von der Auflage oder Format nicht passt, kann ja dann auf der 3B Maschine laufen.

  • Hallo Hein,


    kurz zur Historie der KBA Rapida 75, die bei Euch vermutlich im Gespräch ist: Vor gut 10 Jahren hat KBA den tschechischen Hersteller Polly gekauft. In diesem Werk wird die jetzige Rapida 75 gebaut. Nach der Übernahme 2005 hat man einfach die Polly Prestige 74 blau angestrichen und als KBA Performa 74 verkauft. Zur Drupa 2008 wurde als Nachfolger dann die Rapida 75 präsentiert.
    Ich bin seit ca. 3 Monaten mehr oder weniger stolzer Besitzer solch einer Polly Prestige 74. Abgesehen von ein paar Macken, die der Händler noch beseitigen muss, bin ich zufrieden mit der Maschine (vor allem für den Preis). Vor meiner Selbständigkeit habe ich lange auf SM74-Maschinen gearbeitet. Aufträge, die mir früher auf der SM74 Bauchschmerzen bereitet hätten, sind auf der Polly recht gut gelaufen.


    Ich würde jetzt mal davon ausgehen, dass die Nachfolgemaschine zumindest nicht schlechter druckt als als meine "alte" Polly. Die ersten Rapida 75 hatten vom Hörensagen wohl noch einige Probleme, vermutlich wurde da zur Drupa hin mit zu heißer Nadel gestrickt. Aber da wurde wohl noch einiges verbessert, weshalb ich persönlich mir auf jeden Fall die Rapida 75 näher angeschaut hätte, wenn mein Budget höher gewesen wäre ;-)