Beiträge von TrocknerSpezi

    Eigentlich müssten mal alle Druckereien ihre Preise verdoppeln, weil wenn der Kunde etwas haben will, braucht er es auch und bezahlt entsprechend dafür. Aber wenn dieses nur wenige Druckereien machen, können die gleich dicht machen. In harten wirtschaftlichen Zeiten dem Kunden zu sagen, du musst jetzt das Doppelte bezahlen ist riskant.

    Ist aber Wunschdenken, also schieben sich alle mit dem Preisdruck den schwarzen Peter zu. Was Qualität ist und wie man diese herstellt weiß jeder, aber diese zu bezahlen wenn man es selbst nicht entsprechend wird, hier beißt sich die Katze in den Schwanz.

    Wenn das hauptsächlich ein Lieferant ist, warum bestellt ihr nicht einfach einem anderen Lieferanten ?

    Weil die anderen bestimmt teurer wären... Papierprobleme sind extrem ärgerlich, aber wenn man nicht entsprechende Preise zahlen kann/will, muss sich nicht über Qualitätsprobleme wundern.

    Der Bericht ist nett, aber sollte auch die Realität nicht zu sehr verschönern. Vielleicht können 5, oder auch ein paar mehr Menschen von diesem Beruf/Technik leben, höchstens. Tiegel bekommt man weiterhin hinterher geworfen, in Städten wie Berlin wo es noch einen Markt gibt/geben könnte, sind die Mieten viel zu hoch.


    Der Job ist ähnlich zukunftsfähig wie Reparatur von Videogeräten. Irgendwo wird es auch dafür noch einen Bedarf geben.

    Wenn ich aber in Großbetrieben meinen Chef nur 3 mal im Jahr sehe motiviert mich persönlich der Euro mehr im Geldbeutel als ein Lob vom Chef.

    Aber ich muss sagen bin eh etwas abgestumpft was die Motivation angeht. Ich bin jetzt mittlerweile seit 16 Jahren Drucker und hab schon 6 Firmen und 5 Insolvenzen hinter mir. Jedes mal mit Betriebsschließung. Da stumpft man etwas ab.

    Aber ich mach meinen Beruf so gerne das ich mit meinen 33 Jahren trotzdem nicht bereit bin in eine andere Branche zu wechseln.


    Gruß

    Respekt, aber wie hast du das ganze finanziell überstanden? Vorher so gut verdient oder kaum Ausgaben?

    Es ist ein Problem, bzw. wirst du dieses mit den Rentenversicherungen und Co. bekommen. Die erste Frage ist, in welcher Rechtsform bist du selbstständig? Eine "Selbstständigkeit" alleine gibt es nicht in dem Sinne.

    In welchen Namen stellst du deine Rechnungen aus? Mit oder ohne Umsatz/Mehrwertsteuer? Wie bist du und deine Arbeit beim Kunden versichert? Also wenn du einen Schaden verursachst? Wie bist du Krankenversichert? Gibt es bei dir einen Bescheid, dass du nicht sozialversicherungspflichtig bist?


    Hast du für deine Selbstständigkeit von Beginn an ein separates Konto geführt/eröffnet bei der Bank? Wer ist das als Inhaber eingetragen?


    Du hast keine Angestellten, richtig? Und "nur" bis zu 6 verschiedene Kunden, im Monat maximal 2-3? Da wirst du sehr genau geprüft und solltest dich von jemand mit Fachkunde beraten lassen, welche rechtlichen Anforderungen auf dich zu kommen.


    Alleine die Klärung wie du kranken versichert bist und welche Summe du bezahlen musst (Hast du eine Frau/Kinder?), ist eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten/Verpflichtung.

    Die Frage ist was ist mit "Seewasserfest und Öl-Dieselkraftstoffbeständig" gemeint? Das ein Maschinist auf einem Schiff das Booklet auch an Deck lesen kann bei einer frischen Brise?


    Bevor du dir so viele Gedanken machst, würde ich den Kunden Fragen welche Preisvorstellung er im Kopf hat und wie lange es halten soll? Wir reden hier über Seewasser und Diesel, es gibt kein Material was darunter nicht extrem leidet/angegriffen wird.

    Eine Lösung hier mit drucken hinzubekommen ist extrem teuer.

    Wenn der Kunde bezahlt, ist er König. Doch praktisch braucht kein Booklet eine höhere Beständigkeit als Seekarten. Alles was sonst mit Seewasser in Kontakt kommt und so leicht ist, geht in der Praxis sofort durch den Wind über Bord.

    Hart, wie viele Druckereien, Zulieferer und Hersteller immer wieder vom Markt verschwinden. Da immer die Übersicht zu behalten ist schwer, bei vielen sieht es ja auch nicht viel besser aus als bei den die ganz verschwinden.

    Wenn kein Geld da ist, kann man auch nicht groß investieren oder einstellen. Dadurch veralten aber die Maschinen und die Belegschaft im gleichen Maße. Eigentlich müssten sich durch die Insolvenzen (und Schließungen) ja langsam der Markt bereinigen, aber bisher ist davon nur wenig zu spüren. Leider.

    Hier werden aber wieder Themen gemischt, die nicht identisch sind. UV-LED/LE Druck ist recht neu und etwas anderes, als der konventionelle UV-Druck. Wobei beide unterschiedlich ausgeprägt die Vor- und Nachteile sind. Daher die Frage auf was bezieht sich die "Schräglage mit dem UV"?


    Ich finde schon, dass klassischer UV ein Bereicherung ist und wüsste nicht, wie man es in vielen Bereichen sinnvoll ersetzen könnte.

    Ob jetzt gerade ein Hersteller bei dem Thema objektiv informiert? ;) Bei bisherigen Veranstaltungen dieser Art wurden die negativen Aspekte von LE/LED UV oft abgetan und der Praxis nicht gerecht.

    Neben dem Problem Deinking wurden die tatsächlichen Kosten und Aushärtung bei verschiedensten Anwendungen nicht beachtet. Knapp daneben ist in diesem Fall weit vorbei.

    Ich glaube du solltest dir ernsthaft überlegen den Job zu wechseln, jetzt ist vielleicht noch deine letzte Möglichkeit. Die Gehälter und der Trend sind für einen Facharbeiter schon hart, aber das ist die Branche. Ob man dem Kind jetzt einen englischen Namen gibt oder nicht, in anderen Branchen wird besser bezahlt.


    Jetzt nochmal Mitte 40 quasi bei Null anzufangen ist hart, aber ich glaube wenn man nicht eine erfolgreiche Nische gefunden hat in der Rollen(Druckbranche), wird es nicht dein letzter erzwungener Jobwechsel sein.

    Dieses Jahr ist der Mindestlohn 9,35 €, oft bekommen "bessere" komplett unqualifizierte sogar mehr. Da ist die Frage, was hast du groß zu verlieren?

    Ganz, ganz schwieriges Projekt. UV und die Rolle ist schon so eine Sache, am Ende wenig Anwendungen die wirtschaftlich sinnvoll gedruckt werden können. UV-LED ist noch eine größere Herausforderung. Ab 3 m/s nebeln die Farben extrem, bekommt man aber in den Griff.Ist aber nicht ganz leicht, LEDs mögen das nicht gerne. Problematischer ist das Verhalten der UV-LED Farben und dem Papier beim "Trocknen", gibt viele böse Überraschungen. Frage ist auch wo ihr am Ende preislich liegt, Vergleich Heatset und UV (LED) Farben?

    Am Ende sind tolle Ergebnisse möglich, aber die Frage ist ob euch das ein Kunde bezahlt? Rolle muss ja eher viel und billig sein, sonst lohnt es sich im Bogenbereich.


    Ich würde euch empfehlen, UV-LED im Praxiseinsatz bei anderen Druckereien anzusehen, ob das in die Richtung geht was ihr euch auch vorgestellt habt?

    Oft wiederhole ich meine Tipps, aber diese Herangehensweise war so gut wie immer erfolgreich. Habt ihr noch alle Materialien und Einstellungen da, als der Auftrag ohne Probleme lief? Alte Gummitücher, Papier und Farben? Dazu kurz überlegen ob etwas verändert wurde?


    Das ist etwas Aufwand, aber dann könnt ihr den Fehler dadurch konkret lokalisieren. Läuft alles mit dem alten Material, kommt der Fehler durch eine Veränderung hier. Dann müsst ihr eine Rücksprache mit den Lieferanten halten ob sich etwas geändert hat.


    Oder ihr habt genau den gleichen Fehler, dann geht es Richtung Techniker bestellen, bzw. Fehler in der Maschine lokalisieren.

    Der Puder selbst ist ungefährlich, wie inkman schrieb, die Substanzen sind unkritisch, man kann höchstens einen trocknen Hals bekommen.

    Gefahr geht eher davon aus, dass der Puder sich überall, besonders in der Maschine absetzt. Kommt es es hier zu einer Verpuffung, kann dieses böse ausgehen.

    Dazu arbeitet das Puder gegen Trockner gegen an, besonders die IR-Trockner, weil es sich dort einbrennen kann.

    Für die sichere Produktion wird im Zweifel mit mehr Puder gefahren, absolut verständlich. Auf längere Sicht ist dieses aber in der Regel kontraproduktiv, wenn keine Zeit die Maschine mindestens einmal im Monat gründlich zu reinigen.

    Wir haben ja mit gutem Recht eine gewisse Anforderung an Maschinen/Waren in der EU, mit der CE-Zertifizierung oder entsprechenden anderen wird dieses sicher gestellt. Solange nichts passiert ist es kein Problem, kommt es aber zu einem Fall und Sicherheitsvorschriften wurden bewusst umgangen...


    Immerhin scheint es in dem Teil eine UV-Lampe mit entsprechender Strahlung zu geben, es muss absolut sicher gestellt haben das man niemals mit direkter Strahlung in Kontakt kommen kann. Richtig abgeschirmt ist das absolut kein Problem und schon lange bewährt am Markt, aber wenn die Hände mehrere Minuten unter der direkten Strahlung liegen oder jemand mal da irgendwie direkt rein sieht... Technisches Problem, mal schnell lösen und schon passiert es. Sämtliche europäischen Hersteller geben ja nicht aus Spaß das Geld für die Sicherheit aus.


    Ich würde den Hersteller nach einer entsprechenden Zertifizierung fragen?


    Es wird UV-Farbe verwendet, also entsteht Ozon. In Indien und Co. ist so etwas egal, wenn es nicht fachmännisch entlüftet wird, aber nicht in Deutschland. Genauso wenn du mit der nicht getrockneten UV-Farbe in normaler Kleidung arbeitest, die verdreckt und du damit nach Hause fährst.


    Muss echt alles nicht sein. Versuche nochmal in Ruhe mit deinem Chef zu reden, auf was ihr euch da einlasst... Könnt das Teil ja in seinem Büro aufstellen :)

    Natürlich sind nicht alle China Produkte schlecht. Aber sehr viele Fernost-Produkte sind leider mit stinkenden (häufig in der EU nicht zulässigen) Weichmachern belastet. Ich habe die Befürchtung, dass die UV Farben ebenfalls nicht in der EU zulässige Inhaltsstoffe beinhalten. Ohne eine Probe in ein Labor zu schicken, kann ich dies auch nur schwer feststellen.


    Von Gehmingungen habe ich keine Ahnung. Woran erkenne ich, ob der Drucker überhaupt eine Genehmigung für Deutschland hat?


    Wenn ich mir hier den Sicherheitscheck durchlese ( http://dp.bgetem.de/pages/service/download/medien/545.pdf) , habe ich sowas von kein Bock auf UV Druck.

    Es sollte eine CE-Zertifizierung vorliegen und ähnliche Dokumente aus den klar wird, dass es diese Genehmigung gibt. Gerade wenn es keinen Direktvertrieb in Deutschland gibt, doppelt nachfragen. Privat kann man da eventuell noch fahrlässig sein, beruflich nicht.


    Bei dem Sicherheitscheck der BGETEM sehe ich jetzt nicht das Problem. Handschuhe tragen so schlimm während man mit der Farbe in Kontakt ist? Oder spezielle Arbeitskleidung tragen? Reinigungslappen separat waschen? Das sind jetzt keine Vorschriften für mich die in einem handwerklichen Beruf besonders schlimm sind.

    Finde in der BG-ETEM Textil Medienerzeugnisse 3.2018 ist ab der Seite 22 ein guter Bericht zum reinigen von Flexodruckmaschinen und ab Seite 24 über UV-Digitaldrucktinte. Die BG ETEM ist nun wirklich nicht für das Verharmlosen bekannt, aber man sollte jetzt auch nicht ängstlicher mit etwas sein als die.


    Finde den Bericht nicht online, ist aber ja auch ein Druckerforum hier.

    Ist bei dem Ding sicher gestellt, egal wie blöd man sich anstellt, dass man nie in die UV-Lampe sehen kann oder seine Finger darunter bekommt? Ist die Absaugung vernünftig? Wenn dir in der Nähe der Hustenreiz kommt, dann nicht, liegt dann am Ozon.

    Ob das Ding jetzt wirklich für Deutschland alle Genehmigungen hat? Muss man wohl schon sehr großzügig sein. Angst vor dem Druckprodukt musst du nicht haben, wenn ihr die üblichen Sicherheitsvorschriften mit UV beachtet.


    Billig ist Trumpf, aber muss ja einen Grund geben warum so ein Teil das 10fache in Deutschland kostet. Man sollte nicht so arrogant sein und alles schlecht machen was aus China kommt, aber wirtschaftlich werdet ihr am besten fahren wenn ihr das Teil sofort nach der Lieferung entsorgt.

    Es wird schwer jemand in Deutschland zu finden der sich mit dem Ding auskennt, oder euch Ersatzteile besorgt, welche schnell fällig werden. In Indien und Co. laufen die recht "erfolgreich", aber dort kostet ein "Techniker" der sich nur um ein Gerät kümmert auch entsprechend wenig. Bei den deutschen Lohnkosten, keine Chance. Gerade dann wenn ihr einen guten Auftrag habt, wird es Probleme machen :)


    Aber die Erfahrung wird dein Chef schon machen, ihm das jetzt zu sagen bringt gar nichts. Berichte mal wie es läuft, wenn du magst.

    Ich finde den Artikel durchwachsen, weil wie so oft zwischen den Begriffen UV, LE-UV und LED-UV gesprungen wird. Also LED-UV, LE-UV, H-UV und was es da alles gibt, sind alles UV-Farben nur etwas anders. UV ist seit über 40 Jahren bekannt, mit all seinen Vor- und Nachteilen, finde vernünftig angewandt ist und bleibt es im Druckbereich eine gute Technik. Klar, was mit den üblichen Maßstäben vor Ort als ausgehärtet ist, muss noch längst keine 100% Aushärtung sein.

    "Grün" oder "öko" ist jetzt an LED-UV auch nichts mehr, oder weniger als am herkömmlichen UV. Es ensteht kein Ozon, aber ohne vernünftige Absaugung würde ich nicht an solcher Maschine arbeiten wollen, auch wenn es beim LED-UV keine Vorschrift ist.

    Fairerweise muss man auch sagen, dass andere Farben auch nicht gerade "gesund" oder "öko" sind, falsch angewendet auch nicht das gelbe vom Ei für den Drucker und Konsumenten sind.


    Also am besten gar nicht drucken, Papier an und für sich tut es ja auch. Aber so ein Buch nur mit weißen Seiten liest etwas langweilig, der eine oder andere will schon wissen was er im Supermarkt kauft. In den letzten Jahren stieg die Verpackungsmenge an, aber dadurch sank auch die Anzahl der weggeworfenen Lebensmittel in den Supermärkten. Ist die Verpackung also jetzt ökologisch gut oder schlecht?

    Plastikmüll im Meer ist ein Riesenproblem, dieses anzugehen halte ich für richtig. Auf der anderen Seite ist es nicht ein großes Problem in Deutschland, dass deutscher Müll, Wattestäbchen, Trinkhalme und Einmalkaffeebecher in der Natur landen. Sauber verbrannt oder recycelt sind die ganz in Ordnung.

    In Deutschland war auch lange Zeit eine große Vorgabe Wasser zu sparen, weil ja Trinkwasser immer knapper wurde. Bis dann die Wasserwerke künstlich frisches Wasser in die Ableitungen pumpen mussten, weil nicht mehr genügend Abwasser vorhanden war. Trotzdem halte ich das Trinkwasser Problem weltweit für gravierend.


    Man löst einfach nicht weltweite Probleme mit 1-2 Umstellungen in nur einem Land. Sojamilch aus Brasilien ist trotz


    Zurück zum LED-UV und herkömmlichen UV. Hier wurde der Eindruck suggeriert, es gibt plötzlich eine neue Art UV zu drucken, ohne die bekannten Probleme, was so nicht stimmt. Nur muss man jetzt auch nicht übertreiben und sämtlichen UV-Druck verteufeln. Diese Geschichte wiederholt sich gefühlt alle 10 Jahre.