Leiharbeiter..Kollegen oder eher nicht ?!

  • Hallo zusammen,


    stelle diesen post extra in Offtopic..soll keine Provokation sein
    sondern nur eine allgemeine Frage.


    Wie seht ihr Leiharbeiter bei euch in den Firmen ?
    Eher als Kollegen oder mehr wie den letzten Dreck ?!
    Frage nur aus persönlichem Interesse...


    Bin ab Januar 2012 wieder Mitglied im FDI Nürnberg :thumbup:


    Gott grüß die Kunst

    Einmal editiert, zuletzt von derkolb ()

  • Tach auch,


    ich seh diese Frage nicht als Provokation aber durchaus berechtigt.


    Für mich sind Leiharbeiter genauso Mitarbeiter wie alle anderen auch. Tut mir leid Leute, aber wer irgendjemanden wegen seiner Herkunft, Hautfarbe, Glaubens oder sonst was irgend wie anders behandelt oder genüber tritt, der hat was verpeilt.


    Sicherlich gibt es den ein oder anderen Leiharbeiter, der nicht so ist, wie man sich das gerne wünscht. Der allergrößte Teil ist es aber: ein Kollege wie Du und ich. Viele von den Leiharbeiters haben einfach keine andere Möglichkeit, als über Personaldienstleister überhaupt einen Job zu bekommen. Und das liegt auch zum größten Teil an den Firmen (weil die der Meinung sind, man spart wohl etwas =>Irrglaube) und zum anderen an unserer Regierung, die den sog. 2. Arbeitsmarkt fleissig fördert (die größten Kunden der Personaldienstleister sind die Arbeitsagenturen). Auch hier steht der Kostesprarzwang an erster Stelle, den wer vom Arbeitslosenmarkt oder HartzIV-Markt weg ist, den braucht man nicht zu unterstützen.


    Zu guter letzt möchte ich euch mal etwas so sagen: Stellt euch vor, Ihr wäret arbeitslos, kurz vor Hartz-IV, der AA-Berater sagt zu euch "Geh zur Zeitarbeit, die haben einen Job für Dich". Was würdet Ihr machen und wie würdet Ihr euch fühlen, wenn Ihr als Zeitarbeiter in eine Firma kommt? Und warum sollter man denen jetzt anders gegenüber stehen?


    Ein Tipp zum Schluss: Macht euch mal Gedanken, wie es um euch steht in der derzeitgen Arbeitswelt. Welchen Marktwert glaubt Ihr zu haben? Und ist der Leiharbeiter, der evtl. einen höheren Bildungsabschluss hat deshalb weniger wert?


    Macht euch mal Gedanken darüber.


    Gruß


  • Danke Powerprinter für deine aufmunternden Zeilen,
    befinde mich eben selbst in dieser Situation und hatte
    heute meinen ersten Arbeitstag als Leiharbeiter,
    ich wurde behandelt wie der letzte Dreck :thumbdown:
    Habe sowas noch nie erlebt und bin entsprechend gefrustet
    Vielleicht schmeiß ich alles hin und wechsle die Branche
    als Quereinsteiger oder so..oder es ergibt sich was besseres
    ohne die Zeitarbeit..wir werden sehn.


    Danke nochmal


    Gott grüß die Kunst

  • Hi,


    als Kollegen, die ich bei ihrem Arbeitsantritt auch unterstütze soweit möglich. Letztendlich hängt es davon ab, wie sich jemand benimmt, um mir eine Meinung von ihm zu bilden. Dabei ist es wurscht, ob Festangestellter oder Leiharbeiter. Ziel von uns allen sollte doch gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit sein. Für mich persönlich bedeutet dies mich in Gewerkschaft und Betriebsrat zu engagieren um dieses Ziel zu erreichen. Denn nur gemeinsam ist dies zu schaffen - siehe bei den Metallern.

  • Meine Meinung ist da zwiegespalten.
    Wie immer gibt es solche und solche.
    Ich war selber schon Leiharbeiter, weil es hier in der Gegend zu der Zeit nichts anderes gab.
    Wegziehen wollte ich zu der Zeit auch noch nicht.
    Es gibt viele Leiharbeiter, die u.a. aus solchen Gründen dazu gekommen sind und zum Teil hohe Qualifikationen mitbringen.
    Es gibt aber auch eine ganze Menge, die einfach keinen Bock haben.
    Die gibt es aber auch bei den "normal" Beschäftigten.
    Das aber die Motivation bei einem gelernten Drucker der als Leiharbeiter beschäftigt wird, eher geringer ausfallen dürfte als bei einem regulär eingestelten, sollte ja jedem klar sein.


    Der Begriff "Leiharbeiter" sollte deshalb keine Wertung sein.
    Das System an sich ist einfach pervers.


    Wie Powerprinter schon schrieb, unterstützt unser Staat das ganze leider auch noch.
    Als ich das letzte Mal arbeitssuchend war, habe ich von der Arbeitsagentur ganz genau gar kein Jobangebot bekommen - dafür haben hier fast jeden Tag private Arbeitsvermittlungen angerufen.
    Man glaubt gar nicht welchen Schwachsinn man da zu hören bekommt.


    Ich hatte damals sehr viel Glück, weil die Leiharbeitsfirma händeringend jemand brauchte und ich somit meine Lohnforderung durchsetzen konnte.
    Das wird wohl eher ein seltener Fall sein.

  • Zitat

    Wie seht ihr Leiharbeiter bei euch in den Firmen ?


    Wenn man mal ehrlich mit sich selbst ist, kann die Antwort auf die Frage eigentlich nur heissen : "Als Gefahr für meinen Job".


    Die Leiharbeit wurde leider in den letzten Jahren mehr und mehr als Lohndumpinginstrument misbraucht.
    Wäre der Leiharbeiter noch derjenige, der für einen kurzen Zeitraum Auftragsspitzen abdeckt (wie es vor Jahren noch war), wäre er ein Kollege wie du und ich und wahrscheinlich sogar gern gesehen bei der Stammbelegschaft, da er dann der Grund wäre, wieso man nicht so extrem viele Überstunden schieben müsste.


    In der heutigen Form ist der Leiharbeiter jemand, der meine Arbeit für weniger Geld macht wie ich, also wie oben geschrieben eine Gefahr für meinen Job.
    Das heisst nicht, das er für den Druckereichef billiger kommt, da die Leihfirma ja auch noch verdienen will.
    Entsprechend begeistert wäre ich wohl auch in einem solchen Szenario, wo ein Leiharbeiter bei mir im Betrieb auftauchen würde.


    Gerne würde ich jetzt auch schreiben, das es nicht die Schuld des Leiharbeiters ist, das er das Opfer in dem System ist. Leider ist es aber nicht so einfach.
    Gäbe es nicht so viele Menschen, die sich bereiterklären für extrem wenig Kohle in den Leiharbeitsbuden anzufangen, wäre auch der Lohndruck bei den regulär Beschäftigten nicht so hoch (nie so hoch geworden).


    Zitat

    hatte heute meinen ersten Arbeitstag als Leiharbeiter,ich wurde behandelt wie der letzte Dreck


    Ich würde das nicht als Reaktion auf deine Person sehen, eher auf deine Funktion als Leiharbeiter. Nimm es also nicht Persönlich.

    Optimismus ist nur ein Mangel an Information
    (Heiner Müller)

  • Wenn der Zeitarbeit für den Chef nicht billiger ist, wieso ist er dann eine "Gefahr"? Und wie steht das im Zusammenhang mit "Lohndumping"? Ist er eine "Gefahr", weil er netto weniger raus hat? Das ist wenig schlüssig.


    Es soll übrigens auch Leute geben, die meinen, dass ein Job mit relativ wenig Einkommen besser ist als gar kein Job. Aber das nur am Rande.


    Ich würde einen Zeitarbeiter als Kollegen sehen. Genau das ist seine Funktion. Auf welchem Wege er kam, ist unerheblich.

  • Zuallererst mal meine rein SUBJEKTIVE Erfahrung mit Leiharbeitern.
    Sind Kollegen und werden von mir auch dementsprechend behandelt. Hey, ich habe auch schon gewechselt und is halt dummes Gefühl wenn man nicht weiss wo meinetwegen Lappen ,Spachtel oder eben Schraubenzieher versteckt sind.
    Kann mich in denjenigen Hineinversetzen .Der steht da wie Heinblöd und will doch nur seine paar Kröten zusammenverdienen.Da hilft man keine Frage auch wenns mal nicht so läuft weil, jede Maschine hat halt so Ihre Eigenarten.
    Was ich noch erfahren habe war ,das in Firmen in denen Zeitarbeiter eingesetzt worden sind sowieso das Klima nicht das tollste war.
    Wie gesagt subjektiv eben....
    Jetzt zu der Frage ob sie mir den Arbeitsplatz streitig machen: Also die Firma hat mal schlappe 30 Euro die Stunde für den bezahlt.Ob das nun Wucher war oder nicht weiss ich nicht .Mir hat man nur 17,50 bezahlt und der Kollege hatte nur schlappe 8 Euro über den Rest hat sich die Agentur eingefahren.
    Abschliessend will ich sagen .Zeitarbeiter sind was tolles .Sie sollen Auftragsspitzen bewältigen und somit die Firma sichern.Andrerseits haben die Zeitarbeiter ne Menge Erfahrung weil sie ja viel rumkommen ....EIGENTLICH
    Die Realität sieht so aus das die Gesetzgeber wieder einmal gepfuscht haben oder sich von der Wirtschaft wieder mal etwas diktieren lassen haben.
    Als Beispiel ,in der Türkei muss ein Leiharbeiter das gleiche Gehalt bekommen wie ein Festangestellter.Fällt Euch was auf ?
    Problem erkannt ,Problem gebannt.kein Lohndumping möglich.
    Wir wurden durch die Gestzgebung ,1 Jahr Arbeitslos danach H4 unter den Sachzwang gesetzt.Jaja einige haben das System ausgenutzt aber jetzt werden wir eben ausgenutztdamit es bloss der Wirtschaft gut geht.
    Es wird sogar noch schlimmer. Ein Kollege von mir macht zur Zeit ein Probearbeiten in einer Firma mit der " möglichen" Aussicht einen Vertrag zu bekommen.
    Rein zufällig geht das Arbeiten 2 Wochen und rein zufällig ist gerade die berühmte Vorweihnachtsspitze in dieser Firma.
    Übrigens er bekommt 0 Euro die Stunden mal sehen wer das unterbietet. Wir alle bezahlen sein H4 und der Lohn für die erbrachte Leistung darf der Arbeitgeber einstreichen der wird warscheinlich dafür auch noch belohnt weil er
    ja grosszügig einem Langzeitarbeitslosen eine Chance gegeben hat.
    Traurig aber wahr.

  • Jetzt zu der Frage ob sie mir den Arbeitsplatz streitig machen: Also die Firma hat mal schlappe 30 Euro die Stunde für den bezahlt.Ob das nun Wucher war oder nicht weiss ich nicht .Mir hat man nur 17,50 bezahlt und der Kollege hatte nur schlappe 8 Euro über den Rest hat sich die Agentur eingefahren.

    Die 30,00 an die Zeitarbeitsfirma gehen pro gearbeitete Stunde. Zusätzliche Kosten entstehen dem Entleiher nicht.
    Deine 17,50 bekommst Du nicht nur, wenn Du arbeitest, sondern auch im Urlaub, am Feiertagen und wenn Du krank bist. Mit viel Glück bekommst Du auch noch Weihnachtsgeld oder so. Und der Arbeitgeberanteil der Lohnnebenkosten muss auch bezahlt werden, dazu kommen Verwaltungskosten für Lohnabrechnung usw.
    Effektiv kostet die "gearbeitete Stunde" eines fest angestellten Druckers mit Deinem Lohn auch ca. 30,00. Es kursieren aber auch Verrechnungssätze von ca. 25,00/Std. bei den Zeitarbeitsfirmen. Und ein Einsparpotential von ca. 7000,-- im Jahr pro Drucker ist für viele Arbeitgeber schon interessant.

  • Tach auch,


    ja, jetzt kommen die kühlen Rechner ins Spiel.


    Ist schon richtig, dass eine Firma die Lohnnebenkosten sparen kann (die in etwa 75% eine Bruttolohnes ausmachen), wenn Mitarbeiter über die Zeitarbeit beschäftigt werden.


    Was viele Firmeninhaber aber weniger bedenken ist die Tatsache, dass der Leiharbeiter sich erst mal einarbeiten muss. Also nicht die Leistung erbringen kann, die notwendig wäre, damit sich das Sytem rechnet (nur bei Facharbeitern wie z.B. Drucker, Buchbinder und Mediengestalter, bei Helfertätigkeiten trifft das weniger zu). Wir alle wissen, dass jede Maschine, jeder JOb und jede Firma ihren eigenen Ablauf hat. Bis sich das eingespielt hat, dauert das. Und so lange spart die Firma gar nix. In meinen Augen legt die sogar drauf.


    Ich bin der Meinung, dass Firmeninhaber weniger wegen den Kosten dies in Anspruch nehmen. Eigentlich eher, weil damit Spitzen abgefedert werden können bzw. zu ruhigen Zeiten innerhalb einer Woche das AV beendet werden kann. Zudem ist es ja auxch so, dass die Zeitarbeitsfirmen auch einem Tarifvertrag unterliegen. Bei richtiger Anwendung kann ein Facharbeiter theoretisch nicht bei 8,00 Euro landen, weil die Mindestgrenze bei 9,67€ liegt.


    Der Rest sind dann Zulagen wie z.B. Fahrgeld, Essenkostenzuschuß und Zuschläge, die steuerfrei sind. So kann dann ein FA auch zu seinem Geld kommen und die Firma würde langsfrsitig tatsächlich Kosten einsparen.


    Gruß

  • Danke Butzenfänger für die Erklärung.
    Powerprinter gebe ich ebenfalls recht und weiss das auch aus eigener Erfahrung.
    Gerade bei wiederkehrenden Aufträgen sind die Zeitarbeiter ( selbstverständlich ) eingebrochen. Vermeintliche Nackenbrecherjobs sind für den eingearbeiteten Routine.
    Will das also nicht unterschreiben das die 7000 Euro Ersparniss nur auf dem Papier stehen ,wie wir alle wissen kann man 7000 Euro auch mal schnell verbummeln oder gar verdrucken...
    Eine gesunde Skepsis ist gegenüber den grossen Chefs halt angebracht wenn ich das mal so in einem grösseren Konsens sehe.
    Grau ist alle Theorie......

  • @ EHST :


    Das du mir nicht folgen kannst, war mir schon vorher klar.
    Die Erfahrung hier im Forum hat mich aber gelehrt, das man dir eine andere Sichtweise sowieso nicht erklären kann, von daher erspare ich es uns allen darauf einzugehen.

    Optimismus ist nur ein Mangel an Information
    (Heiner Müller)

  • Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht. Ich persönlich halte nicht viel vom System Zeitarbeit. Ich wollte nur erklären, warum es für manche wohl attraktiv ist. Ob dann tatsächlich Kosten gespart werden sei mal dahingestellt. Viele Druckereien werden nicht von technischen Fachkräften geführt, sondern von Kaufleuten. Und die schaun sich gerne mal die Kostenersparnis nur auf Basis der Zahlen an.
    Die Zeitarbeitsfirmen werben sogar damit, welche Ersparnis gegenüber einer Festanstellung möglich ist. Und es ist tatsächlich auch so, dass Zeitarbeitsfirmen manchmal extra für einen Kunden einen Drucker einstellen. Das hat dann aus meiner Sicht nichts mehr mit dem Abfangen von Auftragsspitzen zu tun.

  • @ EHST :


    Das du mir nicht folgen kannst, war mir schon vorher klar.
    Die Erfahrung hier im Forum hat mich aber gelehrt, das man dir eine andere Sichtweise sowieso nicht erklären kann, von daher erspare ich es uns allen darauf einzugehen.


    Ich kann Dir folgen, aber wenn Du schreibst

    Zitat

    Das heisst nicht, das er für den Druckereichef billiger kommt, da die Leihfirma ja auch noch verdienen will.


    Dann verstehe ich nicht wie der Zeitarbeiter eine Gefahr sein soll. Ob deine Aussage nun richtig ist, sei mal dahingestellt.


    Ansonsten muss ich Butzenfänger zustimmen. Ein Kaufmann denkt und agiert wie ein Kaufmann, so wie ein Drucker wie ein Drucker denkt. Und für den Kaufmann zählt halt das, was übrig bleibt. Und wenn der Kaufmann meint, dass nicht genug übrig bleibt (für anstehende Investitionen usw.) dann muss er halt Mittel und Wege finden, wie es möglich ist, das Ziel zu erreichen. Und der arbeitslose Drucker will arbeiten und wenn ihm eine Arbeit angeboten wird, wo das Geldgerade so hinkommt, dass er das Nötigste zum Leben hat, dann wäre er dumm, wenn er dies nicht annehmen würde. Das Übel sitzt zwischen diesen beiden Gliedern. Die Zeitarbeitsfirma. Denn die macht die Sache für beide Parteien teurer als es ein Zusammenkommen beider Parteien sein würde. Für das kurzfristige Zusammenkommen wurden aber Hürden aufgebaut. Es sei denn, man macht es auf die dreckige Art und Weise und nutzt die Probezeit - das gefällt aber auch keinem. Oder man macht es wie der Kolb und vermietet seine Arbeitskraft. Besser wären aber tatsächlich bessere gesetzliche Rahmenbedingungen.

  • Dann verstehe ich nicht wie der Zeitarbeiter eine Gefahr sein soll...


    Ist doch ganz einfach. Der Druckerei Besitzer oder Betriebsleiter weiß doch auch, für wie wenig Geld Netto der Zeitarbeiter dort arbeitet.
    Er sieht dann also, das es auf dem Markt Drucker gibt, die für extrem wenig Geld (das Geld was der Leiharbeiter Netto rausbekommt), die selbe oder mindestens vergleichbare Arbeit verrichten, wie sein eigenes, teures Personal. Damit kann er dann sein eigenes Personal unter druck setzten und z.B. die Löhne kürzen, die Arbeitszeit verlängern oder Weihnachtsgeld abschaffen.
    Und das passiert doch nun wirklich derzeit immer häufiger. Gegebenenfalls kündigt er dann auch Stammkräfte und ersetzt diese durch Leiharbeiter. Wie schon zuvor von anderen Usern genannt, ergeben sich dort ja auch noch andere Vorteile für den Arbeitgeber.


    Zitat

    Für das kurzfristige Zusammenkommen wurden aber Hürden aufgebaut


    Welche denn ?


    Zitat

    Und der arbeitslose Drucker will arbeiten und wenn ihm eine Arbeit angeboten wird, wo das Geldgerade so hinkommt, dass er das Nötigste zum Leben hat, dann wäre er dumm, wenn er dies nicht annehmen würde.


    Sehe ich anders. Der arbeitslose Drucker tut weder sich selbst damit einen gefallen, da er unzufrieden in einen neuen Job startet und sich unter Wert verkauft und er tut anderen damit keinen Gefallen, da er auch seinen Kollegen die Löhne kaputt macht. Ich denke man trägt als Facharbeiter halt nicht nur Verantwortung für sich selbst, sondern auch für das Umfeld, in dem man Arbeitet.


    Ich sehe die Leiharbeitsfirmen nicht als den Kern des Übels. Die nutzen nur die für sie geschaffenen Gesetzteslücken voll aus. Eigentlich legitim würde ich sagen.

    Optimismus ist nur ein Mangel an Information
    (Heiner Müller)

  • Die Diskussion driftet langsam ab. ;)


    Ja Sorry, aber ich denke das ist auch ein Thema das auch viele betrifft und womit sich viele hier auch rumschlagen oder rumgeschlagen haben.
    Bleibt ja nicht aus, wenns der Branche nicht so gut geht. Ich würde auch lieber über Lohnerhöhungen und mögliche Anschaffungen neuer Maschienen philosophieren ;)

    Optimismus ist nur ein Mangel an Information
    (Heiner Müller)

  • Hallo Leute,


    ich bin nicht gegen Leiharbeit, es sollten aber folgende Bedingungen eingehalten werden:


    Der Leiharbeiter sollte von der Leihfirma sogar noch mehr Geld bekommen, da er eine viel höhere Flexibilität an den Tag legen muss, wie ein fest angestellter.


    Morgen hier, übermorgen dort, immer wechselnde Arbeitsbedingungen, immer neue Abläufe.


    Nach Ablauf einer bestimmten Frist soll er fest angestellt werden.


    Stammbelegschaft darf nicht durch Leiharbeit ersetzt werden, höchstens aufgestockt.


    Und wenn einer meint, er macht eine mehrere Millionen teure Investition für eine neue Maschine, und stellt dann laufend wechselnde Leiharbeiter ein, dann ist es kein guter Kaufmann.


    Gruß

  • Ja Sorry, aber ich denke das ist auch ein Thema das auch viele betrifft und womit sich viele hier auch rumschlagen oder rumgeschlagen haben.
    Bleibt ja nicht aus, wenns der Branche nicht so gut geht. Ich würde auch lieber über Lohnerhöhungen und mögliche Anschaffungen neuer Maschienen philosophieren ;)


    Ist kein Problem, sollte nur ein kleiner Schubs zurück zum Thema sein, damit es nicht völlig wegläuft.