DRUPA 2016 - wohin steuern wir ?

  • Liebe Kollegen ,
    auch wir waren gestern auf der DRUPA , wobei ein Tag zu wenig ist.
    Aber wir waren vorbereitet und haben gezielt die für uns wichtigen Aussteller angesteuert .
    Leider habe ich es nicht geschafft ausser Heidelberg auch andere Offsetdruckmaschinenhersteller anzusteuern .
    Aufgefallen ist mir das HD "nur" 3b Maschinen ausgestellt hat - ist das Richtungsweisend ? Ist das ein Hinweis das das Klein und Halbformat weniger weiter entwickelt wird ?
    Bei digitalen Herstellern hatten wir auch Termine, wobei mich selber HP Indigo Digitaldruckmaschinen von allen anderen am meisten begeisterten.
    Ähnlichkeit besteht , wie beim Offset , mit einem Gummituch . Aber auch der Einsatz von Sonderfarben.
    Wohin geht die Reise ?


    Gruß Hein

    Es ist schwer im Tempel des Rechts logisch zu argumentieren, wenn der Hohepriester nicht ganz dicht ist.

  • Hallo Hein,


    ich schätze mal 3b- Format wird in Zukunft das Minimum sein. Auf Grund des Wettbewerbes und der "Marktbereinigung" in unserer Branche, wird es kaum noch Firmen geben die in Kleinformatmaschinen investieren.


    Die Sache mit dem Digitaldruck, na ja. Die Nanolaser von Landa war hübsch an zu sehen. Aber im Druckbild auch ohne Fadenzähler zu sehen, waren Streifen. Ansonsten Inkjet Maschinen laufen noch viel zu langsam haben aber schon eine sehr gute Qualität.


    Ich denke, und da bin ich mir mit dem Guenter einig, es wird ein Hybrid zw. Offset und Digital den zukünftigen Markt
    dominieren. CtPress im indirektem Verfahren. Das wird noch spannend.


    Gruß Eckehard

  • Hallo Eckehard,


    der Magen geht wieder. Das war bestimmt das "Alt" Fürchterlich das Zeug ;( Landa ist ne einzige Show gewesen. Wer weiss wo die ihre Muster haben drucken lassen. Es wird gemunkelt das die gar nicht gedruckt haben. Um dann ein Muster zu ergattern musste man sich registrieren lassen :thumbdown: Lassen wir uns mal überraschen wie die Geschichte weitergeht. Der Digitaldruck und deren Hersteller haben einen fast erschlagen. Für mich ist er nach wie vor noch weit davon entfernt den Offsetdruck zu verdrängen. Zu langsam, zu teuer und noch fehlende Weiterverarbeitungsmöglichkeiten. Für Zuhause ganz ok :D Überzeugt hat mich eigentlich nur der Flexodruck. Da liegt noch viel Potenzial.


    Grüße
    Günter

    Alles Wahre ist so einfach, dass es eigentlich nur ein Dummkopf verstehen kann. Darum haben es ja die klugen Köpfe so schwer.

  • Hallo Günter,


    als ich von Dir gelesen habe, hatte ich auch gleich das "Alt" im Kopf. :D


    Mit dem Flexodruck seh ich auch so, vor allem mit der inline Veredelung. Und viel Fläche nimmt so eine Maschine auch nicht ein, sehr kompakt. Aber wenn ich sehe wie unsere Kollegen die Klischees gewienert haben :/
    Ich habe allerdings den Siebdruck ein bisl vermisst.


    Grüße Eckehard

  • Zum Treffen habe ich es leider nicht geschafft, ein Termin und schon ist der halbe Tag rum. Mein Messefazit:


    Eventuell verstärkt durch das Wetter, oder durch geringere Ansprüche an die Drupa in diesem Jahr, die gefühlte Stimmung bei den Besuchern ist gut.
    Für mich ist ein Trend, dass fast alle europäischen Aussteller dieses Mal einen kleineren Stand hatten, besonders die Bogenmaschinenhersteller, am extremsten zu sehen bei Heidelberg.
    Für mich ist es vernünftig, dass die Messeauftritte dem veränderten Markt angepasst werden. Die Drupa ist ein Kostenproblem für die "europäischen" Aussteller, was da an Messegebühr, Standaufbau, Hotel, Reisekosten anfällt ist viel. Wenn alleine Internet am Stand schnell mal 5.000 € kostet, das ist Wahnsinn.
    Die Besucherzahlen sind rückläufig, besonders von "relevanten" Personen, viele Verkaufsabschlüsse werden bewusst auf die Drupa verlagert.


    Die Größe wurde dieses Jahr durch die verstärkte Anzahl an chinesischen Ausstellern, 3D Druck, mehr an Flexo und dem Digitaldruck erreicht.


    Die chinesischen Aussteller sind ein bekanntes Thema für sich, meiner Meinung nach sind das aber alles noch keine Alternativen für den deutschen Markt.
    3 D Druck ist kein Druck, auch wenn es so heißt, für mich ist das gezeigte etwas enttäuschend. Ein Weinständer in unter einer Stunde herstellen, eine große, hohle Figur aus Plastik auch, alles nicht schlecht, aber wo liegt das große Verkaufspotenzial von solchen Produkten?


    Der Flexodruck ist so ein bisschen in den letzten Jahren untergegangen, nicht neu, schon bekannt, usw. Mit einer Verbesserung von schon bekannten Dingen wurde für mich nochmals das ganze Potenzial gezeigt, welches sicherlich viel ist.


    Den größten Sprung hat sicherlich der Digitaldruck gemacht, auch bei höheren Geschwindigkeiten und verschiedenen Materialen waren die optischen Ergebnisse gut. Ich denke viele klassische Offsetdrucker werden zum ersten Mal richtig den Digitaldruck wahr genommen haben. Technisch macht er dem Offsetdruck Beine, die Frage ist noch ob er das auch wirtschaftlich kann.


    Landa hat mit Sicherheit den größten Auftrag hingelegt, aber bisher ist es nur die größte Show. Gute Partner zur Finanzierung haben sie, aber jetzt müssen sie es auch mal in der Praxis zeigen. An einer Maschine stand dass sie nach Deutschland gehen soll, ich würde mich über die Berichte freuen.


    Mit Sicherheit gibt es auch bei vielen anderen Herstellern Neuigkeiten zu sehen, mein Fazit richtet sich mehr an den Druck selbst.

  • Guten Abend,


    ich war auch bei Drupa dieses Jahr. Alles war neu und sehr interessamt für mich. Dort habe ich nicht einmal gehört, daß 3- Druck eine sehr aussichtsreiche Druckrichtung ist. Warum meinen Sie dann, daß 3-D Druck ist kein Druck?

  • Hallo Avanto,


    für mich ist "Drucken" das reproduzieren von Bildern auf Papier, Folie, Blech und anderen Materialien mit Hilfe von Farben. Das ist meine Meinung, sicherlich gibt es dazu andere Meinungen.
    Der 3D-Druck befasst sich hauptsächlich mit dem Herstellen von einzelnen Modellen, deswegen ist es für mich kein klassischer Druck.
    Am Ende ist es aber auch egal zu was man den 3D-Druck zählt, es zählt was dieser kann.
    Die auf der Drupa ausgestellten Maschinen konnten sehr große Modelle drucken, zum Beispiel von Figuren für die Werbung. Nur halte ich den Markt für solche Figuren begrenzt, wenn ich mir dann noch die Kosten für solche 3D-Drucker ansehe, ich sehe dann keine Wirtschaftlichkeit für eine Druckerei.


    Von dem 3-D Druck war vor der Drupa viel die Rede, im Moment ist Ruhe bei dem Thema.


    Viele Grüße

  • Hallo,


    bei mir neben an ist z.B. eine grosse Stahl Giesserei, die haben sich jetzt 2 spezielle 3D Drucker gekauft um damit schwierige Gussformen zu drucken.
    Also grob gesagt Sandformen, in die dann dass Metall gegossen wird. Da steht kein Drucker dran, das Produkt wird intern verwendet und dass ganze
    geht für mich eher in Richtung CAD Technik als in Richtung druck.


    Grüße mac-steve

  • Hallo TrocknerSpezi,


    danke für Ihre Antwort. Ich bin einverstanden, daß die Markt für 3-D Figuren zur Zeit sehr begrenzt ist. Und die Preise für solche Maschinen bzw Modelle können uns noch nict freuen. Aber ich kann an 1997-1998 erinnern, wann der Preis für eine einfachste Handy 800 - 900 DM betragen hat.


    Und heute halten viele 3-D Druck als Technologie der Zukunft. Warum nicht?


    Gruß

  • 3D-Druck ist für Druckereien kein Druckverfahren das man einfach so übernehmen könnte. Werkstücke aus dem 3D-Drucker sind kein konventionelles Druckmedium. Produkte sind eben Prototypen, Maschinenteile oder ganz einfach Einzelstücke.
    Das Personal das an den Druckmaschinen steht kann nicht mit den Daten für 3D-Drucker umgehen. Das ist ein ganz anderes Berufsbild.
    Eine Druckerei wird sich so ein Gerät kaum beschaffen.

  • Je mehr erfahre ich über Druckverfahren, desto weniger verstehe... Alles ist durcheinander in meinem Kopf...
    Ich verstehe, daß 3d-Anlagen für Maschinenbau oder z.B. Metallurgie eignen. Und gewöhnliche Druckereien brauchen solche Geräte nicht.
    Ich will klarstellen, welches Verfahren ist für die Zukunft aussichtsreicher.

  • Alle Hersteller, die 3-d Maschinen in Düsseldorf ausgestellt haben, positionierten ihre Geräte als zukunftsicher. Druck von von menschlichen Organe ist natürlich Zukunft, aber schon nahe Zukunft. Aber z.B. in Maschinenenbau kann 3d Druck schon morgen aktuell wedren.
    Und Spezialisten am Stand sagen, daß Umgang mit den Daten für 3D-Drucker nicht komplizierter, als - Werbung entfernt - für Handy ist.


    Aber ich bin einverstanden, daß Offsetdruck ewig ist.