Projektarbeit Industriemeister Print

  • Hallo zusammen,
    bin derzeit in der Fortbildung zum Industriemeister Print!
    Im November finden die schriftlchen Prüfungen statt & dann im Frühjahr steht dann die Projektarbeit an!


    Leider habe ich, was das Thema Projektarbeit angeht, noch so gar keinen Plan! Hat das hier jemand schon gemacht & könnte mir eventuell ein Beispiel zur Verfügung stellen??
    Auch für gute Literaturvorschläge zur Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung wäre ich danbkar...
    Vielen Dank Melanie ;)

  • <p>Ich kann diese Fragerei nach Themen f&uuml;r Fach/Seminar/Bachelorarbeiten nicht ganz verstehen.</p>


    <p>Jeder, der eine Weiterbildung absolviert hat doch eine gewisse Zeit Berufserfahrung vorzuweisen.</p>


    <p>In der t&auml;glichen Knochenm&uuml;hle &quot;Produktionsalltag&quot; bieten sich doch f&uuml;r eine zuk&uuml;nftige F&uuml;hrungskraft zahlreiche Sachverhalte und Vorg&auml;nge, welche sich besser, effizienter und produktiver gestalten lassen.</p>


    <p>Das k&ouml;nnen Themen aus der Technik (Produktionslogistik, Auftragsabwicklung, Investitionsplanungen, Maschineninstallationen) oder auch aus dem B&uuml;ro (Implementierung Branchensoftware, Kundenaquise, innerbetriebliche Prozesse) sein.</p>


    <p>Mit dieser Arbeit besteht die M&ouml;glichkeit, ein ausgesuchtes Thema mit einer Tiefe zu bearbeiten - und einer L&ouml;sung zuzuf&uuml;hren - welche im Alltag nicht immer m&ouml;glich ist.</p>


    <p>Also, Chance nutzen und los!</p>


    <p>Robert Kleist</p>

  • Robert :
    Ich weiß nicht wie es derzeit aussieht, aber bei meiner "Meisterzeit" wurde das Thema (leider) vorgegeben.
    Also war da nix mit selber ein interessantes Thema aussuchen und bearbeiten.


    Ich denke mal, die Fragen hier richten sich eher an den Aufbau solcher Arbeiten an sich.
    Dazu wurde uns im Kurs leider auch keinerlei Vorbereitung gegeben - was Vor- und Nachteile hatte.

  • @ Thomas


    Habe beide Fragen so interpretiert, dass es um Inhalte ging. War dann wohl mein Versehen.


    Ich habe im vergangenen halben Jahr einen Meister (Buchbinder) und einen Drucktechniker eingestellt, welche ihre Weiterbildung in München absolviert haben.


    Dort ist das Thema frei und die Arbeiten werden inhaltlich wie stilistisch von Lehrkräften betreut. Wie das woanders läuft, kann ich natürlich nicht sagen. Ich empfinde diese Vorgehensweise aber sehr positiv.


    Für mich zumindest waren die gezeigten Arbeiten eine Grundlage der Entscheidungsfindung die Kandidaten einzustellen.


    Grüße, Robert Kleist

  • Da sind wir uns ausnahmsweise einig. :)
    Ich finde die eigene Themenfindung auch besser.
    Erstens setzt man sich so schon im Voraus selbstständig mit Themen auseinander und zweitens steigt auch einfach die Motivation, weil man es selber gefunden/vorgeschlagen oder ausgesucht hat.


    Das es da Unterschiede bei den einzelnen Lehrgängen gibt, war mir auch nicht bekannt.
    Bei uns (Niedersachsen) war das Thema vorgegeben.

  • Hallo,
    auch ich bin auf der Suche nach einem Thema für meine Projektarbeit. In Regensburg müssen zwei Vorschläge eingereicht werden und es wird meistens eines davon genommen.
    Der Aufbau und die Ausarbeitung ist mir soweit verständlich. Nur weiß ich nicht welches Thema ich wählen soll.
    Was eignet sich? Was ist zu umfangreich, so dass es nur oberflächlich behandelt werden kann? Muss es eine Problemstellung und deren Lösung sein? (Informationen hierzu war, dass dies erst beim Betriebswirt gefragt ist). Soll es eine Verbesserung in der Firma sein? Oder kann ich ein einfaches Projekt / Auftrag wählen (z.B. Logo-Entwicklung für einen Kunden, Fahrzeugbeschriftung (mit Gestaltung, Kalkulation, Ausführung & Nachkalkulation)...)
    Vielleicht kann mir hier jemand einen Tipp geben. Vielen Dank!

  • Hallo Kerstin1234,


    Ich habe meinen Meisterkurs im vergangen Juli abgeschlossen. Wir hatten für die Ausarbeitung ein Thema vorgegeben bekommen (Baden-Württemberg, Heidelberg). Das Thema war "Tag der offenen Tür im Autohaus XY". Hierzu wurde uns ein kurzes Briefing gegeben(mit Punkten , die wir unbedingt behandeln sollten). Gefordert wurden 30 +/- 2 Seiten, was mit diesem Thema ganz gut zu erreichen war. An deiner Stelle würde ich mir auch ein ähnliches Thema suchen, damit du alle wichtigen Punkte aus dem Meisterkurs darin unterbringen kannst (Marketing, Medienrecht, Kalkulation etc.).


    Gruß


    Sebastian

  • Nabend,
    ich bräuchte mal eure Hilfe für meine Projektarbeit Medienfachwirt Print. Im Großen und Ganzen geht es um eine 124-seitige Broschüre für einen Tourismus-Zweckverband, alles unter dem Motto "sanfter Tourismus", also alles ökologisch und nachhaltig. Sowohl Bindung als auch Papier ist mir überlassen. Ich bin mir momentan bzgl. der Bindungsart unsicher. Am natürlichsten wäre bestimmt die Drahtheftung, aber geht das noch mit 124 Seiten plus Umschlag? Und welche Grammatur dürfte das Papier dann maximal haben? Alternativ habe ich an eine Klebebindung gedacht, mit Dispersionsklebstoff. Der trocknet aber scheinbar sehr langsam. Mit was für einer Trocknungszeit sollte ich rechnen?
    Als Papier dachte ich an FSC-Mix-Papiere mit 115g matt (2H CircleSilk Premium White) für den Innenteil und 170g/m² für den Umschlag.


    Ich wäre euch recht dankbar über einen Ratschlag :)
    Lg Andi

  • @ Thomas.drucker


    "Zur Klebebindung: Kaltleim wird nur noch selten gemacht."


    Mag sein, weil dazu etwas mehr Erfahrung gehört, als Hotmelt auf den Blockrücken zu schmieren...:-) Wir haben Inline Dispersion mit HF und Dreimesserautomat am Klebebinder. Die Verlagsbranche schwört auf Dispersion wegen des sehr guten Aufschlageverhaltens. Für uns ein Alleinstellungsmerkmal, da dies kaum jemand anbietet.


    Grüsse, Robert Kleist - der die Weiterverarbeitung auch als überzeugter Drucker spannend findet.

  • @Robert Kleist du scheinst dich ja etwas dafür zu intressieren, hab unten mal die Vor- und Nachteile zwischen PUR und Kaltleim aufgelistet. Kaltleim ist einfacher zu verarbeiten und wird bei Büchern mit Hardcover bevorzugt wegen seiner Rundungseigenschaft eingesetzt. Wir machen bei Softcover ausschließlich PUR, bei Hardcover Kaltleim


    Vorteile von Polyurethan
    Ausgezeichnete Verbindung mit den Papierfasern
    Sehr hohe Festigkeitswerte
    Gute Lay-flat Eigenschaften
    Höchste Kälte- und Hitzebeständigkeit
    Beste Alterungsbeständigkeit
    Beständig gegen mineralölhaltige Druckfarben
    Keine Klebstoff-Penetration bei vollflächig bedruckten Papieren
    Minimaler Klebstoffauftrag (0.2 bis 0.3mm)


    Nachtei le von Polyurethan
    Hohe Klebstoffkosten (9.50 bis 11 Euro/Kg)
    Hohe Maschineninvestitionskosten
    Lange Vernetzungszeit, d.h. keine sofortige Auslieferung
    Keine unmittelbare Beurteilung der Bindequalität
    Hohe Anforderungen an das Bedienungspersonal
    Reinigungsaufwand für Leimwerk
    Intensive Absaugung der Dämpfe nötig
    Schneidfähig erst nach 2 bis 3 Minuten
    Der Klebebinder muss sehr präzise sein


    Vorteile von Dispersionskleber
    Intensive Verbindung mit den Papierfasern
    Ausgezeichnete Lay-flat Eigenschaften
    Hohe Alterungsbeständigkeit
    Gute Runde-Eigenschaften
    Geringer Klebstoffverbrauch
    Niedrige Klebstoffkosten
    Gute Kälte- und Hitzebeständigkeit
    Keine Geruchs-Emissionen


    Nachteile von Dispersionskleber


    Lange Trocknungszeit bei natürlicher Trocknung (d.h. keine Inline Verarbeitung)
    Hohe Investitionskosten bei Inline Verarbeitung mit HF-Trocknung
    Wellenbildung bei falschlaufenden Papieren
    Reinigungsaufwand für Rücken- und Seitenleimwerk

  • Danke euch für die sehr fundierten Tipps. Ist dann die Dispersionsleimung erstens für eine 124-seitige Broschüre geeignet und zweitens in nem "normalen" Klebebinder mit Zusammentragmaschine und Dreimesserautomat zu verarbeiten? Oder muss ich das Heft dann nach erfolgter Trocknung extra schneiden? Ist der Umweltaspekt auch gegeben oder ist da kein großer Unterschied zwischen PUR- und Dispersionskleber? Sorry für die Fragerei, aber mit Klebebindung kenn ich mich nur mit dem (Standard-) Hotmelt bissl aus. ;)


    Grüße, Andi

  • In den meisten Fällen wirst du wohl eine PUR Bindung bei diesem Produkt bekommen.


    Bei Dispersion muss man ohne HF die Bücher nach der Trocknung extra schneiden. Drucksensible Dispersionsklebstoffe können ohne künstliche Trocknung direkt beschnitten werden, kommen aber bei dem Produkt nicht in Frage.


    Dispersionsklebstoffe bestehen aus Polyvinylacetat (das ist der eigentliche Klebstoff), Wasser und ca. 10% Weichmacher und Zusatzstoffe.
    Es gibt z.B. bei der Firma Henkel spezielle Kaltleime die für Kinderbücher geeignet sind, falls ein solcher Nachweis erforderlich ist (Kinderspielzeugverordnung)


    PUR enthält Isocyanat, diese geben bei der Aufschmelzung Dämpfe frei die reizend für Auge, Haut und Atemwege sind. Bei Überhitzung sind sie giftig. Isocyanatmessungen haben aber ergeben das diese weit unter den zulässigen Grenzwerten liegen. Diese Dämpfe treten bei der Schmelze im Klebebinder auf, auch deshalb muss sorgfältig gearbeitet werden und eine funktionierende Absaugung vorhanden sein.


    Fazit: beide Klebstoffe geben sich wohl nicht viel bei der Umweltverträglichkeit.


    Generell wird Polyurethan als Klebstoff der Zukunft bezeichnet werden. Ein Universalkleber ist er, zumindest heute, noch nicht, aber gerade bei vollflächigem Druck, Dispersionslack, kritischen Papieren ist er der Problemlöser und ist eine wertvolle Alternative gegenüber den Dispersionsklebstoffen.