Cyberfisch was meinst du mit verschlechtern?
Am auffälligsten wohl weniger oder andere Pigmente
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Am auffälligsten wohl weniger oder andere Pigmente
Von damals, als die europäischen Farbhersteller ihre Farben fürs Pantone-Farbsystem lizenzieren mussten, weiss ich von meinem Farblieferanten, dass dieser seine Farbrezepturen verschlechtern musste, damit diese den Pantone-Vorgaben entsprachen.
Drum ist schon möglich, dass Rastapunkt beim Mischen mit den alten (Pantone)-Farben auf andere Ergebnisse kommt, als im Farbfächer vorgegeben.
Ääääh, moment mal, das ist doch auch mit neuen Farben der Fall...
@ Karsten:
Wer... was... wo... will jemand die Kirche ums Dorf tragen...? GasettaR. fragt hier nicht nach einer Gummirolle, sondern nach einer Druckmaschine.
@ Smuek:
Das ist längst Vergangenheit, dass Digitaldrucke einen Speckglanz aufweisen. Tonerbasierte Digitaldrucke glänzen heute nicht wesentlich mehr als Offsetfarben auf entsprechenden Papieren. Und auch Buchdruck, dick und fett mit der Linolplatte gedruckt, wird seine glänzende Seite zum Vorschein bringen. Eigentlich meine ich, dass für den Fachmann das Fehlen des Buchdruckreliefs das auffälligste Kriterium zum Unterscheiden von Buchdruck zu Flachdruck sei.
...und soll man dem Fragesteller wirklich raten, die zu schmale Türe rauszustemmen, um mit einigen hundert Kilogramm Metall aufwändigst einen zu grossen Linolschnitt zu drucken, wenn es heute smarte Lösungen gibt, welche ohne Investitionen sehr gute Resultate liefert?
Ich staune, mit welchen Ambitionen hier im Forum Fragen von Anfängern zum Drucken gestellt werden. In einem anderen Thread will der Fragesteller mit einem Löffel ein anspruchsvolles Klischee drucken und hier sieht der Fragesteller das Hauptproblem, seinen grossformatigen Linolschnitt zu drucken, in einer 1 Meter breiten Türe.
Mit einer einfachen Stockpresse oder einer anderen Presse, auch Tiegeldruckpresse, welche ganzflächig druckt, wird der Linoldruck nicht gelingen. Entweder wird zu wenig Druck (mehrere Tonnen) aufs Druckbild übertragbar sein oder wenn doch, muss eine entsprechende Zurichtung gemacht werden: Ränder und feine Bildstellen müssen vom Druck entlastet werden, Flächen brauchen mehr Druck. Nur dass es geschrieben ist: Das ist grundlegende Druckphysik und nicht Pingeligkeit eines beleidigten Druckers.
Für den Linolschnitt wäre eine Abzugspresse ideal mit abrollendem Druckvorgang. Je nach Sujet kann hier sogar auf eine Zurichtung gänzlich verzichtet werden. Aber wie Monstermonster schreibt, die paar hundert Kilo Gusseisen bringt man nicht durch eine 1 Meter breite Türe.
Wie würde ich als Laie und ohne grosse Druckausrüstung den Linolschnitt drucken?
Zuerst würde ich ein Papierformat wählen, welches auf einem üblichen Laserdrucker bedruckbar ist. Den Linolschnitt würde ich mit einer Kontrastfarbe einfärben und nach dem Trocknen scannen, eventuell in zwei Teilen. Anschliessend die Daten im Photoshop bearbeiten und auf dem Laser drucken. Bei entsprechender Virtuosität mit Photoshop muss schon ein Druckprofi genau hinschauen, ob der Linolschnitt nun rustikal im Buchdruck gedruckt ist oder eben sachfremd auf dem Laser.
Für 80€ geht das Ding bestenfalls in die Eifel.
Nicht das Ding, es ist der Prüüügel... ![]()
Hei, Tech-Nick, es ist dir schon bewusst, dass du hier in einem Druckprofi-Forum schreibst und nicht in Jean Pütz' Hobbytheke? Du wirst darum eher keine Antwort erhalten, wie mit einem "Löffel" (?) gedruckt wird.
Noch einmal mein wirklich gut gemeinter Rat, keinen Druckversuch mit dem Klischee zu versuchen. Es wird dir schon nicht gelingen, die Farbe so aufs Klischee aufzutragen, dass nur die erhabenen Stellen eingefärbt sind. Bestenfalls wird dir ohne mindestens semiprofessionelle Druckausrüstung gelingen, ein unleserliches Gepflatsche aufs Papier zu bringen.
Hallo Tech-Nick
Was du da hast, ist eine Autotypie aus Buchdruck-Zeiten. Material Zink oder Magnesium mit Fotopolymerbeschichtung. Der materielle Wert dieses Klischees ist null, ebenso der historische Wert. Welchen ideellen Wert du diesem Relikt zuordnest, kann ich nicht abschätzen.
Auch nur einigermassen ansehnliche Handabdrucke werden ohne entsprechende Farbe, Farbrolle und Presse nicht möglich sein.
Mir scheint, das Zink oder Magnesium der Autotypie ist stellenweise oxydiert. Um den Verfall aufzuhalten, kannst du das Klischee allseitig dünn mit Vaseline einreiben.
Das Sujet des Klischees ist ja nichts spezielles. Wahrscheinlich ist es die Illustration aus einem Werbeinserat. Wenn du mit Klischees experimentieren möchtest, Handabdrucke herzustellen, gibt es beispielsweise auf Ebay Klischee-Vignetten für wenig Geld zu kaufen, welche wesentlich ansehnlichere Sujets aufweisen.
Aus- und Einbau sollte keine grosse Schwierigkeit sein, wenn man sich zutraut, die ganzen Podeste und Seitenwände selbst abzubauen.
Den Riemen an unserer SM-52 wechseln mussten wir noch nie. Aber Oel ist vor Jahren auf den Riemen getropft, so dass der Riemen beim Maschinenstart durchgerutscht ist, was wiederum zur Folge hatte, dass die Maschine auf Störung ging und jeweils neu gestartet werden musste. Die Steuerung misst die Gradzahl zwischen Motor und Maschine, stimmt diese nicht überein, erscheint die Fehlermeldung "unerlaubte Maschinenbewegung" und die Maschine blockiert.
Sehr wichtig ist darum, dass der Riemen nicht zu locker anliegt, aber auch nicht zu hart, was die Lager verschleissen kann. Der HD-Techniker hat damals mit einem Frequenzmessgerät die korrekte Riemenspannung eingestellt. Welche Frequenz des Riemens korrekt ist, weiss ich allerdings nicht.
Cyberfisch hast du das gelesen? Er will nicht 2-3 Europaletten bei sich zu Hause, oder in der Nachbarschaft rum stehen haben. Über den Schüler Job könnte man ja vielleicht diskutieren, wobei ich nicht denke, dass das wirklich lohnend ist. Wenn da ein Buch pro Woche oder von mir aus auch 10 versendet werden. Er sucht einen Anbieter der das macht. Von der ganzen Finanzierung des Projektes war nie die Rede. War doch eigentlich eine einfache Frage.
Schau, Karsten, bei uns im Grafischen gibt es immer eine technische Seite, um ein Problem zu lösen. Daneben gibt es aber auch die kaufmännische Seite, die bestimmt, wie ein Problem anzugehen ist. Bücher schreiben ist schon schwer genug, Bücher verkaufen aber noch schwieriger und von seinem Geschriebenen schlussendlich noch etwas im Portemonnaie zu spüren, ist schier unmöglich. Ich sehe es für mich als Ratgeber in einem öffentlichen Forum als Sorgfaltspflicht an, nicht gegen besseres Wissen einen Rat zu erteilen, sondern wenn nötig den technischen mit dem kaufmännischen Wegzeig zu verbinden.
Ob der Fragesteller aus meiner Antwort eine Essenz herausfiltern kann, ist das eine. Das andere ist, dass zum Beispiel ein Forumsgast aus meiner Antwort keine falschen Schlüsse zieht, sondern Argumente erhält, mit denen er beurteilen kann, ob er sich mit dem Veröffentlichen seines Buches im besten Fall auf ein illusorisches Abenteuer einlassen will.
...und wenn ich jetzt ZeroMakeRedys Rat mit dem Verlagsauslieferer mit deinem Beitrag hier verbinde, ist auch dieser Rat ohne genauere Kenntnis von Cousins Projekt nicht ohne Zweifel. Bei 1 bis 10 auszuliefernden Büchern pro Woche wird der Verlagsauslieferer nach 1 bis 2 Jahren die Auslieferung stoppen und die Bücher gegen Verrechnung des Aufwandes zurückgeben. Der Keller lässt grüssen...
Tut mir leid, Fiete, wenn meine Ausführungen nicht zur eigenen Recherche weiterhelfen konnten. Ist aber auch schwer, eine konkrete Antwort auf eine Allerweltsfrage zu liefern, wenn auch die Antwort auf die Nachfrage wollig bleibt.
Wenn ich Fiete wäre - Pardon: natürlich Fietes Cousin - und auf alle Dienstleistungen, welche ein Verlag erbringt, verzichten könnte, würde ich für den Druck erstmals bei der nächsten Druckerei in der Stadt anfragen. Und für den Versand würde ich den Büroservice in der Nachbarschaft engagieren oder für ein älteres Schulkind einen Mittwochnachmittag-Job einrichten.
Ja, ich bin in meinem Beitrag von einem Debutautor ausgegangen, eigentlich gilt das Geschriebene aber auch für einen bereits erfahrenen Autoren.
KDP ist auch ein "Dienstleistungsverlag", die Alternative dazu ist jeder andere Geschäftsverlag, welcher bereit ist das Buch ins Verkaufssortiment aufzunehmen. Ob KDP oder ein anderer Verlag, der Cousin erhält damit ein Rundumwohlfühlpaket von der Bestellungsannahme bis zum Versand und dem Inkasso des Buches. Speziell an einer Verlagslösung ist, dass das Buch mit der ISBN-Nummer auf der ganzen Welt gefunden und bestellt werden kann. Der Nachteil dieser Lösung, der Autor erhält für seine Schreibarbeit ein mehr als kümmerliches Salär. Reich werden die Verlage, die allermeisten Autoren verdienen gar kein Geld. Wenn's hochkommt, bekommt der Cousin für 1000 verkaufte Bücher vielleicht 2000 Euro netto und muss dafür das Buch eventuell vorfinanzieren und die Rechte an den Verlag abtreten.
Also, ich möchte Fietes Cousin folgende Hinweise geben für seine Buchveröffentlichung.
Als unbekannter Autor wird der Cousin bei einem traditionellen Verlag keine Chance haben, dass diese sein Manuskript annimmt und mit Lektorat, Satz, Druck, Verstand und vor allem auch mit der Buchbewerbung in Vorkasse geht. Wie heisst es stets so oder ähnlich auf den Homepages der Verlage, neue Autoren dürfen gerne Ihre Exposees zur Prüfung einsenden, aber eigentlich sei es in den letzten hundert Jahren noch nie vorgekommen, dass ein Manuskript angenommen worden sei.
Aber da gibt es ja noch die sogenannten "Dienstleistungsverlage" bzw. "Zuschussverlage". Bei diesen Verlagen wird es kein Problem sein, dass das Manuskript des Cousins als nicht veröffentlichungswürdig abgelehnt wird. Mit dem Abschliessen eines Rundumpakets dieser Verlage, vom Lektorat bis hin zum Versand der verkauften Bücher, hat der Autor keine Sorgen mehr. Er hat nur noch auf den Eingang seiner Tantiemen zu warten...
Nun, das Warten dürfte etwas länger dauern.
Wie der Name "Zuschussverlag" bereits besagt, ist das Rundumpaket nicht gratis und muss vom Autor vorfinanziert werden. Nicht nur böse Zungen sagen, dass diese Verlage nämlich nicht das Geschäft mit verkauften Büchern machen, sondern mit den Autoren. Ich weiss von einem Fall aus meiner beratungsresistenten Verwandtschaft, welche damals über 20'000 Euro bei einem solchen Verlag für die Veröffentlichung eines illustrierten Jugendromans bezahlt hat.
An Tantiemen aus dem Verkauf ist nicht null Euro zurückgekommen, sondern null Komma nix. Ein "Zuschussverlag" macht zwar Werbung für seine Bücher auf seiner Homepage, für den Verkaufserfolg ist aber die Bewerbung des Buches mit Rezensionen, Medienartikeln usw. zwingend. Ein seriöser "Zuschussverlag" wird zwar Rezensionsbuchexemplare an die Medienredaktionen versenden, aber wie hat mir doch mal eine Kulturredakteurin eines grossen Medienhauses beschieden, dass Zusendungen von "Zuschussverlagen" unbesehen ins Altpapier gehen.
Und jetzt, was ist Fietes Cousin zu raten, ohne dass er sich auf ein finanzielles Abenteuer einlässt und sein Buch doch veröffentlicht kriegt?
Manchmal sind es kleine lokale Verlage, welche Manuskripte von unbekannten Autoren annehmen und diese auf lokaler Ebene verkaufen. Zum Beispiel "Ortsgeschichte" ist ein gern angenommenes Thema für solch einen Verlag. Ob Cousins Ratgeber jedoch von einem solchen Verlag veröffentlicht würde, kann ich nicht beurteilen.
Für den Anfang empfehle ich Fietes Cousin, mal eine kleine Auflage des Buches selbst mit "Books on demand" herstellen zu lassen. 10 bis 50 Expl. kosten nicht alle Welt. Selbst beworben zum Beispiel in einem Blogg wird dies auch mit grosser Wahrscheinlichkeit die Auflage sein, welche realistischerweise verkaufbar ist.
Aber träumen darf der Cousin allemal, der Herr Rowling der Ratgeber-Bücher zu werden.
Um einen ernsthaften Rat geben zu können, ist folgendes wichtig zu wissen.
Thema des Buches:
Belletristik, Lyrik, Sachbuch, Fotoband, Zeitgeschehen usw.
Vorfinanzierung:
Soll der Hersteller die Buchproduktion vorfinanzieren oder übernimmt dies der Autor?
Auflage:
Wie hoch schätzt der Autor die verkaufbare Anzahl Bücher?
Was aber zum besseren Verständnis sind Schalungstafeln?
Schalungstafeln sind die meist gelben, 2 bis 3 m langen und 0.5 m breiten Bretter, mit welchen auf dem Bau Schalungen zum Betonieren gebaut werden. Kriegt man in jedem Baumarkt für wenig Geld.
So war es einmal in der "guten alten Zeit", dass die 1F-GTO einen Drucker und seine Familie ernährt hat.
Meine Hochachtung dir, Derreen Print, dass dir dies weit übers GTO-Zeitalter bis zur Pensionierung gelungen ist. Geniesse deinen Unruhestand...
Wie aber kriegt man die GTO zur Druckerei hinaus? Karstens Vorschlag mit dem Kranbau sehe ich etwas problematisch für jemanden ohne Verladeerfahrung. Wir wollen doch, dass Derreen Print seine Pension gesund antreten kann...
GTO, Tiegel & Co. haben wir stets so aufs Palett gekriegt, dass wir eine Rampe gebaut haben: Zwei lange Schalungstafeln nebeneinander legen, mit Dachlatten abschnittweise unterstellen und alles gut untereinander und mit dem Palett verschrauben, damit beim Auflad nichts verrutschen kann. Anschliessend Maschine auf einer Seite mit einer Brechstange oder dem Wagenheber ankippen stabiles Wasserrohr drunter legen und die Maschine aufs Palett rollen. Zweites Rohr nachlegen, sobald die Maschine nicht mehr in der Waage gerollt werden kann. Mit leichtem Verkanten des nachgelegten Rohrs die Verladerichtung korrigieren. Maschine mit Seil oder Keilen vor dem Zurückrutschen sichern.
Tipp bei GTO: Vor dem Verlad Oel aus den Seitenteilen ablassen, damit dieses nicht unkontrolliert austritt: Auf der Auslageseite die beiden Oelablassschrauben herausdrehen, Maschine mit dem Wagenheber auf die Auslageseite kippen und warten, bis das Oel herausgelaufen ist.
Hallo
Wir verwenden den Sucker Nr. 9076 Duplo transparent des italienischen Herstellers Pavan in Verona. Im grafischen Fachhandel erhältlich.
Oder die Originalsauger für den SF-80 der Firma Schneider GF in Muri, Schweiz, verwenden.
Was ist denn das für ein vermurkster Tiegel? Nach der Anlage ist jetzt auch der Stapeltransport hinüber?
Die Taststange auf dem Stapel ist über die verchromte Stange mit der Klinke verbunden, welche bei tiefem Stapel ins Ritzel des Stapeltransports einhängt und den Stapel um 1 Zahn nach oben transportiert. Ist der Stapel auf der korrekten Höhe, wird die Klinke über das Ritzel gehoben, der Stapel bleibt auf Höhe.
Wenn der Stapel immer weiter über das Soll hinaus nach oben gedrückt wird, kann eigentlich nur sein, dass die Klinke immer ins Ritzel greift. An der verchromten Stange ist unten ein Gewinde, mit welchem die Klinke in der Höhe verstellt werden kann. Stange verkürzen oder verlängern bedeutet, die Klinke wird früher oder später übers Ritzel gehoben, der Stapel bleibt in einer tieferen oder höheren Position stehen.
Aber eigentlich ist an dieser Stange nichts zu verstellen, ausser vielleicht zur Feinjustage der Stapelhöhe.
Was der wirkliche Grund ist für den Fehler, kann ich nicht hellsehen. Wie dir, Rudolph, schon einmal geschrieben: Ja nicht zu viele das Problem schildernde Information, auf keinen Fall Fotos - und wenn schon Fotos, dann bitte die falschen. Und auf keinen Fall eine Rückmeldung geben, ob das Forum weiterhelfen konnte.
Es wurde zwar auf 120 g Offsetpapier produziert. Aber dennoch wird es bei 5 Ex ganz sicherlich Digitaldruck gewesen sein. Alles andere wäre weder bei Online-Bestellung noch bei Bestellung in einer Druckerei vor Ort darstellbar.
Da wir hier ein Druckprofi-Forum sind, habe ich gemeint, dass alle bemerkt haben, dass die Sammelform-Begründung nicht stichhaltig sein kann. Wie soll das auch gehen, Klein- und Grossauflagen, unterschiedliche Seitenumfänge und verschiedene Papiersorten vernünftig in Sammelformen zu packen?
"Books on demand" mit rein schwarzweissem Textinhalt werden zunehmend im Inkjet gedruckt. Für farbige Fotobücher hat sich die Indigo mit Flüssigtoner als ideal erwiesen und Books-on-demand-Bücher mit gemischtem Inhalt kenne ich so, dass diese auf Rollenmaschinen mit Trockentoner gedruckt werden.
Auf Skippers Fotos ist zu erkennen, dass seine Bücher einen gemischten Inhalt aufweisen. Mich würde nicht überraschen, wenn seine Bücher auf einer Xeikon-Rollenmaschine gedruckt wurden. Das würde auch die leichte Welligkeit der Buchseiten erklären. Das würde aber auch erklären, warum der Onliner meint, er könne die Laufrichtung des Papiers nicht wechseln. Bis eine neue Rolle auf der Xeikon geladen ist, gerade läuft, der Verzug kompensiert und die Maschine aufs neue Papier kalibriert ist, wird seine Zeit brauchen. In dieser Zeit steht auch die gesamte Produktionslinie still. "Books on demand" funktioniert so, dass "just in Time" Inhalt und Umschlag parallel gefertigt und zusammengeführt werden. Da wird nix auf Halde oder in einen Puffer produziert.
Ich durfte vor einiger Zeit eine Fotobuch-Produktion (mit Indigo) besichtigen. Mit "Buchbinder Wanninger" hat das nichts zu tun, das ist reine Logistik, Logistik und noch einmal Logistik.... Faszinierend!
Mit fachlich richtigem Handwerk hat eine Book-on-demand-Produktion nichts gemeinsam. Dafür sind die 5 Bücher aber auch sehr kostengünstig und mit einem sehr guten Preis-Leistung-Verhältnis versehen. Buchbinder Wanninger hatte für die Herstellung einen Tag gebraucht, ob er heute eine Rechnung von nur eine paar Euro fufzig den Büchern hätte beilegen wollen, ist auszuschliessen.
Skipper befremdet mich schon ein bisschen, wenn er meint, das in meinem ersten Thread erwähnte Dreiecksverhältnis von Qualität, Termin und Preis umgehen zu können. Seine Erwartung nach "richtigem Handwerk" ist etwa so, wenn ich im McDonalds einen Tischkellner erwarten würde.
Zudem macht man sich als erfahrener Drucker so langsam Sorgen um sein Gewerbe, wenn offensichtlich falsch produziert wurde und dann gesagt wird „sieht doch nicht schlecht aus“ oder „was willst Du schon erwarten“.
Nicht aufregen, Skipper, ich habe geschrieben, dass das Buch auf dem Foto nicht schlecht aussieht. Auch wenn man hier im Forum bisweilen hellseherische Fähigkeiten einsetzen muss, Telekinese ist noch keine Fähigkeit von mir, auf Distanz das Handling deines Buchs zu beurteilen.
Noch ein weiterer betriebswirtschaftlicher Grundsatz, auch wenn du diesen auch nicht lesen willst:
Wer nicht zufrieden ist mit einem Anbieter, sucht einen besseren. Du hast zwar Geld bezahlt für die Vorserie, dass diese nicht brauchbar ist, ist zwar nicht gut, der finanzielle Schaden wird sich jedoch in engen Grenzen halten.
Lehrgeld bezahlen tut weh, wie ich auch aus eigener Erfahrung weiss, aber eigentlich ist dieses Geld nicht verloren, sondern das beste Investment im Leben.
Betriebswirtschaftlich gilt für jede Produktion, dass diese stets im Dreieck von drei Kriterien bewertet werden muss:
- Preis (billig bis teuer)
- Termin (schnell bis irgendwann)
- Qualität (schlecht bis luxus)
Das Vertrackte an dieser Dreiecksbewertung ist, dass immer nur zwei Kriterien hervorragend sein können.
Beispiel: Ist die Qualität hervorragend und der Termin schnell, kann der Preis unmöglich billig sein. Oder: Ist die Qualität hervorragend und der Preis billig, kann unmöglich der Termin schnell sein.
So gesehen, Skipper, hast du die Leistung erhalten, welche wahrscheinlich billigen Preis und schnelle Lieferung beinhaltet. An der Qualität musst du darum Abstriche machen, auch wenn mich dünkt, sooooo schlecht sieht das Buch auf den Fotos nicht aus.