Beiträge von Olaf W.

    Hallo C.E. und herzlich Willkommen im Forum!
    Grundsätzlich kann man bei den Alcolor-Feuchtwerken von HD alle Preßstreifen mit Farbe justieren (ausgenommen die Justierung von Tauch- zu Dosierwalze).
    Problematisch kann es jedoch zwischen Dosier- und Feuchtauftragwalze werden, wenn man zuvor mit Farbe justiert hat. Trotz eines korrekten Preßstreifens
    kann es im Fortdruck zu Problemen mit dem Feuchtmitteltransport an dieser Stelle kommen. Daher ist die Justage an dieser Stelle mit Papier nach meiner
    Erfahrung die einzig dauerhafte und zuverlässige Variante. Du schneidest dir 4 Papierstreifen zurecht. Es reicht, wenn Du gängiges 80 g/m² holzfrei weiß
    Offset vom Lager verwendest. Die Länge der Streifen kann identisch sein, aber die Breite ist unterschiedlich (2 x ca. 5 cm + 2 x ca. 3 cm). Farb- und Feuchtwerk
    sind saubergerakelt und trocken, der Plattenzylinder-Kanal zeigt Richtung Auslage. Der breitere Streifen zeigt nach oben, der dünnere Streifen liegt darunter
    und wird vollständig überdeckt. Das Streifenpaar schiebst Du jeweils auf AS und BS ca. 10 cm von der Außenkante der Dosierwalze zwischen Dosierwalze und
    Feuchtauftragwalze hindurch, bis die Papierstreifen unterhalb des Feuchtmittelkastens rausgucken. Feuchtwerk anschießen und ca. 5 Sekunden warten, damit
    der Pneumatikzylinder korrekten Druck aufbauen kann. Die unteren Papierstreifen auf leichten und gleichmäßigen Zug zwischen AS und BS justieren. Wenn dies
    der Fall ist, gibt man (je nach Maschinentyp) weitere Plus-Umdrehungen an der Justierschraube, bis ein kräftiger Zug erreicht ist. Bisweilen kann der untere
    Papierstreifen dabei reißen. Feuchtwerk wieder abschießen und die Papierreste entfernen. Nu hast Du Ruhe und kannst wieder glücklich drucken. Beste Grüße, Olaf.

    Hallo Fiete,
    entweder war der Kleber nicht optimal für den Haftgrund oder die Folie wurde schlecht geklebt.
    Ich empfehle folgende Reihenfolge:
    1) Farbwerk abrakeln
    2) alte Folie entfernen und den PZ gründlich reinigen und entfetten
    3) neue Folie auf das Format des PZ zurecht schneiden
    4) die Vorder- und Hinterkante der Folie mit einem 10tel-Blech entgraten!!
    ... und ab jetzt mit 2 Mann:
    5) die neue Folie mit der Hinterkante am PZ fixieren
    6) Farbauftragwalzen anschießen
    7) PZ rückwärts tippen und Folie einziehen (dabei die Folie mit einem Tuch an den PZ andrücken und Lufteinschlüsse rausdrücken)
    8) zuletzt noch einmal abschließend mit einem Tuch drüberwischen.
    Weitere Schritte wären nicht notwendig - nun muss es halten (wir haben früher ca. alle 6 Monate die Folien erneuert)
    Gruß Olaf.

    Was soll diese mutwillige Zerstörung Tönung der Vorlagenweißflächen? Hat da jemand Erfahrung mit und kann mich mal aufklären?


    Hallo Kollege,
    als es die Möglichkeiten der heutigen Proofsysteme damals noch nicht gab, wurden Andrucke sehr viel aufwändiger und kostenintensiver angefertigt. Dies geschah überwiegend durch rotative Flachbettmaschinen oder
    Mehrfarb-Bogenoffsetmaschinen. Der Vorteil hierbei war der sogenannte "fortdruckgerechte Andruck" in der Form von originalem Auflagenpapier, richtiger Offset-Druckfarbe von einer belichteten Druckplatte etc.
    Diese fortdruckgerechten Andrucke waren dann auch beim späteren Druck auf einer anderen Offsetmaschine in einer anderen Produktionsstätte meißtens gut zu reproduzieren.
    Die digitale Technik schritt voran und vielen Agenturen wurde der Andruck auf die klassiche Art zu teuer. Digitale Proofsysteme wurden in rasanten Schritten in den Markt gepusht und somit einer breiten Masse an
    Anwendern zugänglich gemacht (auch solchen, die besser beim klassischen Andruck geblieben wären oder besser den Beruf gewechselt hätten). Leider war es nun nicht mehr möglich, mit originalen Druckfarben auf
    originalem Auflagenpapier anzudrucken. Und hier kommt dann das Color-Management zum Einsatz. Hierbei sollen unter anderem Abweichungen in den Farbräumen (durch die Digital-Tinten) und Färbungsunterschiede
    von Proof- zu Auflagenpapier ausgeglichen werden. Leider hapert es oftmals an der Kommunikation zwischen den einzelnen Produktionsstätten oder auch an der fachlichen Qualifikation derer, die ein Proof erstellen.
    Dann kommt es zu den unerwünschten Abweichungen, die Du zuvor beschrieben hast. Die besten Chancen hätte man, wenn alle Produktionsschritte im eigenen Haus abwickeln würde.
    In diesem Sinne farbenfrohe Grüße, Olaf.

    Hallo hat jemand Tipps beim bedrucken von 90g Matt mit Dispolack ?! Wir verwenden Dispolack Neutral von DS. Befürchte das sich das Papier ziemlich einrollen wird. Ich dachte an Alkohol reinmischen in den Lack , wenig Lackauftrag und geringe Temperatur. Falls jemand noch andere Tipps hat , wäre ich euch sehr dankbar


    Lg


    Hallo Heidelbergianer,
    man muss sehen, wie das Papier auf den Lack reagiert - hiermit steht und fällt die ganze Anwendung. Aber nur Mut, auch Etikettendrucker fahren teilweise
    dünnere Grammaturen mit hohem Fortdrucktempo (und ja, auch in seltenen Fällen mit 2-Walzen-Systemen). Mein Vorschlag:
    1) Fortdrucktempo anfangs max. 10.000 Bg./h oder geringer
    2) Einsatz von spannungsarmen Lack
    3) Standard-Trocknereinstellungen verwenden (Stapeltemperatur dabei nicht höher als 34-36 °C)
    4) die geeignete Tempo-Kennlinie für das Lackwerk auswählen (linearer Kennlinien-Verlauf) und die Werkseinstellungen ggf. auf Lack und Papier optimieren
    5) lässt der Auftrag evtl. den Einsatz falscher Laufrichtung (Breitbahnpapier) zu ? - meißt ist der Papierlauf in der Auslage dann stabiler


    Und falls dies alles nicht zu eurer Zufriedenheit funktionieren sollte (was ich mir allerdings nicht vorstellen kann), könnte man ja notfalls noch über den Einsatz
    eines Öllacks anstelle von Dispolack nachdenken.


    Viel Erfolg und besten Gruß aus Hamburg, Olaf.

    Nach Aussage des Heidelberg Chemikers führt ein direktes Ansprühen zum aufquellen der Tauchwalze.


    Hallo Hagrad,
    diese Aussage kann ich aus meiner Zeit bei HD bestätigen. Der Effekt kommt zwar nicht plötzlich, aber langsam und stetig werden daraus sicherlich Druckprobleme entstehen.
    Gruß aus Hamburg, Olaf.

    Zürich ist im Bezug auf Deutsche sehr unfreundlich geworden da es schon sehr viele hat und die lieben Zürcher sich wahrscheinlich ein wenig "bedroht" fühlen. Da würde ich vielleicht nicht hin....


    .. ich schon! Zürich, Rümlang, Oberglatt - ich bin (allerdings als Touri) dort überall sehr freundlich empfangen und behandelt worden. Und wer Hamburg mag, wird sich in Zürich vermutlich ebenfalls wohl fühlen.
    Jederzeit wieder! Bis dahin beste Grüße aus Hamburg, Olaf.

    Moin Drummerteur,
    das System ist eigentlich ziemlich simpel. Der zu wechselnde Stellmotor (bei HD von Faulhaber) ist lediglich mit einer Metallspange zwischen (Plastik)Motorgehäuse und Stellwelle geklippt. Maschine ausschalten, defekten Stellmotor ausbauen und Elektrokabel abziehen, neuen Motor an Elektrokabel anschließen aber noch nicht einbauen, Maschine einschalten und den neuen Farbzonenmotor sowie die direkte Nachbarzone am Leitstand auf das gleiche Niveau einstellen, die Position beider Stellexcenter (die, die den direkten Kontakt zum Duktor haben) optisch zueinander gleichmäßig einstellen, neuen Motor aufstecken und mit der Metallspange wieder fixieren. Dann sollte eigentlich alles wieder zu deiner Zufriedenheit funzen - viel Erfolg! Gruß Olaf.

    Moin Massl,
    ich bin der Meinung, dass der Sachbearbeiter alle auftragszugehörigen Arbeiten im Büro erledigen sollte. Auch wir fertigen Kartonaufkleber über unser Kalkulationssystem.
    Änderungen abweichend von den Angaben auf der Auftragstasche oder dem Betriebsbogen werden dann von der jeweiligen Abteilung mit dem Sachbearbeiter abgesprochen - somit ist auch das
    Kalkulationsprogramm bei einem Nachdruck immer auf dem aktuellen Stand. Weiterhin kennt die Bubi / Logistik oftmals nicht die letzte Absprache oder kurzfristige Änderung durch den Kunden
    bezüglich des Versandes. Hierzu muss man allerdings wissen, dass unser Betrieb nicht durch alle Abteilungen durch ein Netzwerk miteinander verbunden ist.
    Beste Grüße aus Hamburg, Olaf.

    Hallo Stolki,
    wegen der von Dir genannten Differenzen in der Plattendicke kippt ein Druckergebnis nicht von gut zu schlecht. Bei einem Schmitzringläufer könnte ein Monteur die Vorspannung zwischen Platten- und Gummituchzylinder überprüfen und ggf. nachstellen. Dass der Aufzug die korrekte Höhe hat (+/- 2/100tel mm zum Schmitzring), setze ich hierbei mal voraus. Unterschätze nicht den Einfluss des Gummituchs auf die Qualität des Druckergebnisses - der Test eines anderen Fabrikates lohnt sich auf jeden Fall, um das beste Tuch für "Raster auf Offsetpapieren" zu finden. On Top hilft eventuell der Einsatz einer tackreduzierten Druckfarbe. Und nein, es ist auch keine Lösung, den Aufzug unter dem Gummituch stärker zu machen! Viel Erfolg und beste Grüße aus Hamburg, Olaf.

    Ein Australier kommt ins Schlafzimmer, ein Schaf unter seinem Arm, und sagt: "Liebling, das ist die Sau mit der ich immer Sex habe, wenn Du wieder mal nicht willst."
    Darauf seine Frau: "Vielleicht hast Du es noch nicht gemerkt, aber das ist ein Schaf unter Deinem Arm, du Idiot!"
    Er: "Wer spricht denn mit Dir?"