Beiträge von Schubbeduster

    Erklären Sie, warum nicht jeweils 50 % der Prozessfarben CMY ein neutrales Grau ergeben.

    Beschreiben Sie die Ursachen für eine optische und eine mechanische Tonwertzunahme.

    Erklären Sie, warum die Druckkennlinie nur für eine bestimmte Druckmaschine und die eingesetzten Materialien gültig ist.

    Klassiker!

    Es klingt wie eine Phrase. Die Suche nach weiteren vertriebskanälen ist das Eine. Das wirklich wichtige ist ein Alleinstellungsmerkmal. Wir haben gerade unsere Projektarbeit. Die drucken Dinge die nicht jeder kann und das einzige Problem ist das er nicht mit den Aufträgen nachkommt. ....

    Verpackungen in jeder Form sind Wachstumsmarkt

    Stehe mit Kollegen in Kontakt. Läuft nur eine halbe Schicht statt 2. Im Labeldruck wird weiter dreischichtig gearbeitet.

    Wir stehen gerade vor unserer Abschlußprüfung vom Drucktechniker. Präsentationen sind abgesagt. Abschlußprüfungen und Projektarbeiten stehen auf der Kippe. Da birgt jeder Tag eine Überraschung......

    KBA ist im Verpackungsdruck ( Pizzaschachtel, Cornklakesverpackung......) eine Institution. Dies ist immernoch ein Wachstumsmarkt. HD ist und war Akzidenz. Die kamen da irgendwie nie richtig raus. Ich selber verbinde HD immer mit hervorragenden Druckmaschinen, aber eben nur Im Klein oder Halbformat. Der Markt ist,wie jeder weiss, hart umkämpft. Digitaldruck und Druckmaschinenhersteller aus Asien haben dazugelernt und machen HD das Leben schwer.

    Ich entschuldige mich für die Rechtsschreibung. Ich hatte gestern schon ein Glas Wein getrunken und ein wenig Eilig ?.


    Es ist mir immer wieder eine Ehre mit Dir darüber zu fachsimpeln und finde das Thema auch unglaublich spannend. Kleine Anmerkungen, die über das Thema der Farbschichtdicke hinaus gehen aber wissenswert sind.


    Lange Zeit war die angesprochene Kunststoffschicht der Indigo ein echtes Problem beim Recyceln von Papier. Erinnere mich auch noch daran das wir Makulatur im normalen Müll entsorgen mussten und nicht dem Altpapier zuführen durften.


    Dann hätten wir da noch das Unternehmen Landa. Die verspricht Schichtdicken im Nanobereich. 2020 wollten sie endlich mal liefern.


    Doch das eigentliche Augenmerk im Digitaldruck ist auf den größeren Gamut zu legen. CMYK+RGB hat einfach was und hier liegt meines Erachtens einfach die Stärke des Digitaldruck mit entsprechend niedrigen Losgrößen. Aus der Praxis kann ich sogar von Fällen berichten in denen Etiketten im Flexodruck produziert wurden. Eine undankbare Font Farbe führte zu mehreren Reklamationen. Die Auflage wurde an der Indigo produziert und problemlos reproduziert obwohl es preislich vorteilhafter gewesen wäre den Auftrag im Flexo zu produzieren.


    Als nächstes wäre da noch die Unbedenklichkeit der Farbe im Kontakt mit Lebensmitteln. Da hat der Simitri HD Toner von Konica Minolta die Nase vorne. Hier steht aber recht ausführliches Infomaterial auf der Homepage zur Verfügung.


    Da ich schon so abschweife ein kleiner Erfahrungsbericht von einem Produzenten für Lebensmittelverpackungen.


    Mit Lebensmitteln ist nicht zu spaßen und Migration der Farbe in das Produkt muss unbedenklich sein nach vorgegeben Grenzwerten. Die höchsten Ansprüche aber …. Ich wusste es nicht…. Muss aber bei Tiernahrung erfüllt werden. Ich kenne es von meinen Katzen, wenn das Futter auch nur ansatzweise anders riecht als gewohnt dann wird das verweigert. Das heißt, dass hier auch noch die Farbe den hohen Ansprüchen unserer Lieblinge genügen muss.


    Schönen Sonntag noch

    Da gibt es Regelungen. Es kann sogar sein das Du das gezahlte Weihnachtsgeld zurückzahlen musst da Du vor dem 1.4. 2020 gekündigt hast. Mein ehemaliger Arbeitgeber hat das einmal in ähnlicher Situation zurückgefordert.

    Mal sehen ob ich weiterhelfen kann. Hatten das Thema Digitaldruck als Präsentation und hat mich 4 Wochen begleitet. Wir hatten zwei Systeme gegenüber gestellt. Trocken und Flüssigtoner im Labelprint. Die Schichtdicken von 20µm im Trockenbereich kommen hin. Wissenswert ist das hier das Farbpigment um die 6µm gross ist. Dies ist für Trockentoner auch eine Art Grenze. Der Grund hierfür ist da kleinere Pigmente anfangen würden zu schweben. Hier hat der Flüssigtoner die Nase vorne. Kleinere Partikel um die 3µm, die sich in einer Dispersion befinden, gewährleisten auch eine entsprechend feinere Auflösung. Kommen wir zu Schichtdicke. Das einzige System welches mit Flüssigtoner arbeitet ( und auch das Patent dafür besitzt) ist Hewllett Packard mit der Indigo. Der Prozess speziell zum Bedrucken für Kunststoffe: ElectroInk( so der Name) wird auf das heisse Blanket( Gummituch) übertragen. Flüssigkeit verdampft und nachdem alle Farben des Sujet auf dem Blanket sind wird das Druckbild mit der One Shot Technologie auf den Kunststoff übertragen. Der flüssige Film erstarrt durch den Temeperaturunterschied auf dem Bedruckstoff. Diese Methode ist notwendig da Kunststoffe nunmal nicht so oft erhitzt werden dürfen. Wenn ich mich recht erinniere können bis zu 12 Farben mit einem One Shot übertragen werden. Das bitte aber nochmal recherchieren. Wieviel es auch sein mögen das Ergbebnis mal 3 µm rechnen.

    Ganz anders aber bei Papier und im Bogenbereich an der Indigo. Habe das Druckmuster sogar noch irgendwo rumfliegen. Eins Vorweg, jeder Farbauftrag wird Klick genannt. Wir haben im Versuch eine fühlbare Struktur zu erzeugen ,Effektlack mit 50 Klicks aufgetragen. Das Ergebnis war ...... nett. Ja ....es gab einen haptischen Effekt. Aber keinen sehr guten. Den Eindruck vom Glanz würde ich als "speckig" bezeichnen und den haptischen als leicht kleberig. Also nicht sehr überzeugend, es funktiniert aber. Kleines Gimmick was ebenfalls möglich ist. Diese 50 Klicks auf den Gegendruck der Indigo aufzubringen und eine Art "Prägung" zu erzeugen. Funktioniert ebenfalls sehr eingeschränkt, nix im Vergleich zu einer richtig feinen Prägung aber Tiegel. Aber auch hier ist die Schichtdicke leicht auszurechnen.....

    Akzidenz ist auch ein brutaler Markt. Jeder der nicht ganz bestimmte Nischen ausfüllt oder einen festen Kundenstamm hat, wird da Probleme bekommen. Klingt zwar abgedroschen liegt aber daran, dass man sich mal den Offset als solches anschauen muss. Der Prozess lässt sich i.d.R. hervorragend kontrollieren, das heisst, dass sich dieser auch bis in letzte Detail optimieren lässt = industrialisieren. Dann kommt noch hinzu,dass jeder eingesparte Cent durch Optimierung von vielen Unternehmern 1:1 an den Kunden weitergegeben wird = Preisdruck

    Das sich mit Drucken noch Geld verdienen lässt sehe ich in meiner Projektarbeit und ich sehe hier auch die teilweise enge Sichtweise der klassischen Offsetter. Hier stehen Flexo,Offset und Digital nebeneinander und es ist das Normalste der Welt. Was ich damit sagen will. Es bringt nix noch mehr Kunden ranzuholen, die zwar Umsatz aber kein Gewinn generieren, sondern in unserem riesigen Markt in neue Teilbereiche vorzudringen und mit möglichwerweise anderen Druckverfahren zu arbeiten. Im Beispiel , sage ich als langjähriger Offsetter, Hexenwerk ist so eine Flexo oder Digitaldruckmaschine sicher nicht.

    Farbe mischen ist bei einem von uns nach Hinten los gegangen . Aus dem einfachen Grund weil bei die Prüfer das nicht kannten.Die sind berufsfremd .Das heisst, dass sie das herantasten an einen Farbton nicht verstehen. Für die gibt es ein Rezept und gut ist. Also Rezept mischen ist 4 Stufen Methode. Vorbereiten,Vormachen,Nachmachen,Prüfen. Du wählst also unter Umständen die falsche Methode als Ausbildungsmethode.

    Ausserdem ist es ne Sauerei und zuviel Aufwand. Nimm Sicherheitsvorkehrung , Papierlaufrichtung..... Achte darauf das Du in der Azubibeschreibung auch die richtige Methode wählst. Die Methode muss dynamisch an den Vorbldungssstand des Auszubildenden angepasst werden.

    Siezt Euch .... und bereite Dich noch theoretische Fragerunde vor.

    Dann läuft das.

    Genauso wird das gemacht. Außerdem habe ich vor dem Einrichten noch dafür gesorgt das meine Marken exakt mittig sind. Da hat der Drucker dann nochmal (im ganz eingeschränkten Maße) Korrekturmöglichkeiten. Für besonders fiese Haarpasser .....

    Was ich Dir dazu sagen kann ist, dass ich als Azubi noch Farbe mischen musste in Zwischen- und Abschlussprüfung. Des Weiteren waren dies in der Zwischenprüfung recht einfache Farben aus zwei Komponenten(Rot,Grün,Violett). In der Abschlußprüfung kamen Schwarz und Mischweiß hinzu. Selbst wenn Du das entsprechende Buch nicht findest hast Du ja jetzt einen ungefähren Anhaltspunkt.

    Ja es lässt mir keine Ruhe, ein zu großartiges Thema und Inkman hätte volle Punktzahl geholt in der Klausur. Einwandfrei beschrieben die ganze Sache. Ergänze die Punkte nur die mich als Drucker am meisten fasziniert haben bei dem Thema. „ Bei der Messung der Dichte, wird das nichtvorhanden sein des Lichtes gemessen“

    Mit diesem Zitat eröffnete mein Lehrer das Thema. Inkman schrieb vom Filter, dies möchte ich nochmal aufgreifen. Das Zitat ergibt Sinn wenn man sich eine gedruckte Fläche Gelb vorstellt. Diese wird gemessen und das remittierte Licht durch einen blauen Filter geführt. Blau als Komplementärfarbe schluckt das Gelb und das Restlicht wird gemessen. Das hat praktische Gründe. Es ist einfach wirtschaftlicher das Restlicht zu messen. Hier liegt aber auch das große Defizit der Methode. I.d.R. hat so ein Densi nur 3 Filter. Rot, Grün, Blau um eben C,M,Y zu messen. Bei Sonderfarben wird automatisch der Filter zugeschaltet der das wenigste Licht durchlässt. Das funktioniert teilweise nur bedingt. Als Beispiel nenne ich einmal komplizierte Pantone Grautöne, Metallicfarben sind komplett raus und mein persönlicher Favorit Reflexblau. Hier tanzte mein Densi gerne zwischen Cyan und Magenta hin und her. Das heißt also Sonderfarben spektralfotometrisch zu erfassen, wenn möglich.

    Hier könnte die Frage gestellt werden „Wieso nicht einfach alle mit spektralfotometrisch erfassen?“ Jede Farbe hat schließlich einen definierten Farbort als Wert hinterlegt und diesen treffen wir dann. Leider steht uns da im Offset die Druckplatte ein wenig im Weg. Diese sind belichtet, der Punkt ist fix und Tonwertzunahmen wurden in Kurven berücksichtigt. Im Umkehrschluss bedeutet das, hier werden nur Dichtewerte der Volltöne gemessen und die Maschine regelt entsprechend. Die Sekundär- und Tertiärfarben ergeben sich demnach daraus, wie gut wir die Tonwertzunahme beim standardisieren berücksichtigt haben.

    Es wird schon im Offset nach Lab Werten die Maschine geregelt, die Methode soll aber wohl nicht ohne sein. Im Digitaldruck ist das etwas vollkommen anderes.

    Hier wird alles spektralfotometrisch erfasst. Aus dem oben genannten Grund. Ich habe an der Indigo gedruckt. Da ist es eine Selbstverständlichkeit das eine Testchart ausgedruckt wird. Bei der nächsten Zylinderumdrehung wird der entsprechende Wert einfach korrigiert. Zuviel Magenta im 20 Prozent Bereich ? Kein Problem er wird ein wenig angezogen und schon passt der Wert wieder.

    Inkman erwähnte noch den Delta E der quantitativ eine Zahl widergibt die dann qualitativ eingeordnet werden kann. Hier gäbe es leider ein paar Punkte Abzug. ( Das heißt…..? steht dann in den Klausuren? ) Delta E zeigt uns den Abstand von zwei Farben zueinander. That’s it. Anhand eines Beispiels muss hier einmal beschrieben werden das meinetwegen Delta E von 3 zu vernachlässigen wäre und einmal eine Reklamation ist.

    Der Lab Farbkreis ist ja nix anderes als eine Beschreibung aller Farben die unser Auge erkennt. Im Innern ist er Grau, nach außen hin die Farben des gesamten Spektrums mit ansteigender Buntheit. Das Dumme daran ist das wir die unbunten Farben in der Mitte des Farbkreises viel besser mit unseren Augen unterscheiden können. Das heißt, drucke ich zwei recht neutrale Grautöne mit Delta E 3 ist das vom Messen her in Ordnung nur der Betrachter sieht zwei unterschiedliche Grautöne. Umgekehrt aber, drucke ich zwei gesättigte Gelbtöne wird sich daran kaum einer stören. Ganz einfach weil nur ein geübtes Auge das sieht. Darum gibt es unterschiedliche Delta E’s die das Farbempfinden berücksichtigen (sozusagen eingepreist haben), aber darüber kann Inkman mal ein neues Quiz machen.

    Schönen Sonntag Euch