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Wir drucken jeden Tag zu 85% wiederholer und selbt da kommen wir nicht mehr an die gespeicherten Werte ran. Liegt auch viel am Material und der Farbe und am Bediehner 🤪
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... ein Proof außerhalb irgendwelcher Toleranzen ist kein Proof. Das ist dann ein ein Ausdruck und kann evtl. in der Druckmaschine darauf abgestimmt werden, oder eben auch nicht. Zonale Verstellung ist halt was anderes als "irgendwelche" Farben aus dem Tintenstrahldrucker / Farbtonersystem.
Ich mache das ebenfalls wie die meisten hier. Proofer wird einmal im Jahr kalibriert. Wobei der die ganze Zeit in den Toleranzen sehr eng drin ist. Wird ja bei jedem Proof automatisch vermessen und aufgedruckt und auch nachgesteuert. (Wird wohl bei den meisten so sein)
Maschinen werden ca 1 x im Jahr für gestrichene und ungestrichene Papiere abgedruckt. Ich habe mir dazu eine eigene Abdruckform gebastelt mit x Prozent-Abstufungen und diese auf mehreren Stellen verteilt. Dann messe ich 2 Bogen, die schön in meiner Soll-Dichte sind mit jeweils 3 aufgedruckten Kurven pro Farbe. Schaue mir in der Software die Messwerte an und lösche evtl. eine Kurve raus, wenn sie mir so vorkommt, als wäre ein Messfehler passiert, ober beim Ausdruck z.B. ein Spritzer auf irgendeiner Rasterfläche. Ansonsten sagt mir die Software die gemittelten Werte jedes Rasterfeldes. Bestenfalls kannst du diese in deinem RIP importieren und das RIP macht den Rest. Ist eigentlich Arbeit von ca 3 Stunden bei ner 8-Farben-Maschine mit 2 Papiersorten.
Dann solltest du mit einem Standard-Proof mit dem korrekten Profil und Papier visuell ziemlich gut hinkommen.
Ich bin eigentlich immer sehr erstaunt, wenn einfach ohne Muster oder Proof nach Standard-Werten gedruckt wird und man legt danach mal einen Proof daneben.
Das passt ziemlich gut, Ausnahmen bestätigen die Regel, besonders bei Farbflächen.
Wobei save-ink-Farbprofile schon so viel verbessern. Diese nehmen zumindest in der Graubalance bei Bildern enorm viel Schwankungen weg und lässt das Druckbild oft schon neutral erscheinen, obwohl die Tonwertspreizungen es evtl. so nicht zulassen würden.
Mit einer zonalen Verstellung der Farbwerte fangen doch die Probleme meistens an.... Irgendwann kommt bei der Broschüre der Überläufer und nichts passt mehr.
Ich weiß auch gar nicht, wie man da heutzutage noch groß rumstellen will. Alles soll inline gemacht werden und bloß kein Maku-Bogen zuviel, aber andererseits stellt man zonal irgendwelche Werte ein und biegt sich zurecht.
Die zonalen Anpassungen haben wir zu 98% aufgegeben. Wir sind allerdings im Akzidenzbereich zu Hause. Kann mir vorstellen, dass das bei Verpackern anders ist.
Fährt man fast immer nach Standard ist es mittelfristig deutlich einfacher.
Jede Firma ist aber anders und geht anders an die Dinge ran.
Ein 8-Farben-Drucker braucht für die Kosten so einer Maschine auch schon einen Workflow, der stimmt. Da kannst du schlecht anfangen überall "Klavier zu spielen".
Das Ziel ist doch immer den Auftrag so schnell wie möglich in ordentlichere Qualität durch den Drucksaal zu bringen.
Kundenabnahmen machen wir eigentlich nur noch gegen Geld, das war letztes Jahr 1 x der Fall...
Ansonsten gibt es Proofs vom Kunden, gibt es die nicht, dann gibt es Standard und gut ist (ist meistens das qualitativ beste).
Die Farbe sollte in den Druckdaten stimmen...Der Rest ist die Arbeit der Druckerei.
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Bei uns wird der Proof zweimal ausgedruckt und einer geht zum Kunden und nickt diesen ab und es geht in den Druck oder der Kunde selbst schickt ein Proof
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Ich wollte hier einen sehr langen Text schreiben ...Aber:
ein Proof ist nur dann ein Proof, wenn ein Protokoll direkt aufgedruckt oder direkt gelabelt wird. Und nur ein bestandener Proof ist farbverbindlich. Alles andere ist ein reiner Farbausdruck... und ein Proof ist die nur bestmöglicheste Annäherung an den Druckbogen. Niemals 1:1.
PS.: Es ist erschreckend, wenn man hier liest wie wenig Vorstufe und Druck zusammenarbeitet in einigen Firmen. Es ist doch total wichtig für alle Beteiligten einen standardisierten Prozess, welcher reproduzierbar und nachvollziehbar ist, einzuhalten bzw. herzustellen. Nur dann kann ein Produkt gut werden, guter Drucker hin schlechtes Proof her.