Frage 156, Welche Effekte können den Farbton eines Druckes während des Trocknens verändern?

  • Das ist ein Riesenthema! Danke nochmal; hat Spaß gemacht, Antworten zu suchen.


    Die frisch gedruckte Farbe glänzt. Im Buchdruck und im Offset merken wir das, weil wir überhaupt eine Chance dazu haben. Bei den Lösemittelfarben gehen Trocknung und Verfestigung so schnell, dass solche Veränderungen kein Gesprächstema sind. Und die chemisch vernetzenden Systeme (UV et al) sind auch so schnell, dass wir praktisch einen trockenen Druck aus den Maschinen erhalten.

    Aber wer mit Wegschlagen und oxidativer Verfilmung leben muss, wird an der Maschine den Verkaufszustand seines Produktes noch nicht sehen. Das ist ein Problem für die Steuerung der Maschine. Hier hilft praktische Erfahrung mehr als theoretische Erklärungen. Aber ein bisschen nützlich sind sie dennoch.


    Meine Antwort:

  • Inkman wie immer klasse geschrieben.

    Bei deinem Beispiel fällt es möglicherweise nicht so ins Gewicht aber möchte noch das Stichwort "optische Aufheller" geben.

    Im Rahmen meiner Ausbildung haben wir dies erarbeitet und ich war als alter Drucker erschrocken wie sehr diese ebenfalls sich auf einen Farbton auswirken kann.

  • Ja,wieder gut gemacht.

    Und da dieser Schimmer etwas metallisch wirkt, haben unsere Vorväter das „Bronzieren“ genannt, ein Schimmer wie von Bronze

    Damit bin ich jedoch nicht einverstanden. Bei unseren Vorvätern gab es solch "schlechte" Pigmente noch nicht, die einen Farbton in dieser Art veränderten. Bronzieren ist für mich immer noch das Aufbringen von Bronzepulver (manuell

    oder maschinell zur Veredelung von Printprodukten. Dieser Ausduck ist somit schon sehr, sehr lange in unserer Fachsprache besetzt.In meinem Umfeld wurde auch niemals für den Bronzeschleier nach dem Auftrocknen von speziellen Blautönen ( Blaus gibt es in der deutschen Sprache noch nicht) der Ausdruck Bronzieren verwendet.