Negativ- Positiv Film

  • Guten Tag liebe Drucker,


    Mein Name ist Philip Enns ich bin im ersten Lehrjahr und wollte hier manchmal ein paar Fragen stellen zum Druckbereich.

    Ist das Forum dafür hier richtig?

    Falls Ja, meine erste Frage wäre was genau muss ich über den Negativ- positiv Film wissen.. ich weiß nichtmal was das genau ist..

    Mit freundlichen Grüßen

    Azubi Philip ^^

  • Ein Film ist eine lichtempfindlich beschichtete Folie. Nach Belichtung und Entwicklung erscheinen die vom Licht getroffenen Stellen schwarz, die übrigen durchsichtig. Diese Filme sind dann Bestandteil der analogen Druckformherstellung. Bei enem Positiv-Film ist die Schrift bzw. das Motiv schwarz und der Film durchsichtig,

    bei einem Neativ genau anders herum. Wichtig ist dann noch, ob die Schichtseite des Filmes leserichtig oder

    verkehrt (spiegelbildlich) ist.

    Frage beantwortet?

  • Wenn man es genau nimmt ist es ja so:


    bei einem Positivfilm sind die belichteten Stellen (also dort wo Licht drauf gefallen ist) nach der Entwicklung durchsichtig, die unbelichteten sind undurchsichtig.

    bei einem Negativfilm sind die belichteten stellen undurchsichtig, die unbelichteten durchsichtig.


    Wenn ich etwas mit einem Positivfilm kopiere ist das Ergebnis visuell gleich der Vorlage.

    Bei einem Negativfilm ist alles genau umgekehrt. (Schau dir dazu mal alte Fotokameras an, früher wurde mit Negativfilmen fotografiert)


    Vorteile beim Positivfilm: arbeiten bei Rotlicht möglich

    Nachteile beim Positivfilm: eigenen sich nicht zum kopieren von feinen Strichvorlagen, Rastervorlagen und zum herstellen von Farbauszügen etc.


    Vorteile beim Negativfilm: eignen sich hervorragen zum reproduzieren von Filmen oder Vorlagen.

    Nachteile beim Negativfilm: verarbeiten nur in absoluter Dunkelheit, da sie auf das gesamte Lichtspektrum empfindlich sind.

  • Das stimmt so nicht. Ob die Darstellung positiv oder negativ erscheint, ist nicht vom Filmmaterial abhängig.

    Ebenso stimmen die Aussagen über das Repro-Verhalten von Positiv/Negativfilm nicht. Kann ich absolut nicht nachvollziehen und ist auch nicht logisch. Kann es sein, daß Du etwas verwechselst oder einen bestimmten Film beschreibst? Ob ein Film bei Tageslicht, Rotlicht, Gelblicht oder Grünlicht entwickelt werden muß bestimmt außschließlich die Emulsion, mit der das Filmmaterial beschichtet ist und nicht ob die Darstellung positv oder

    negativ ist.

  • Ob Negativ- oder Positivfilm verwendet wurden lag oder liegt daran mit welchen Druckplatten gedruckt wird. Negativfilm für Negativdruckplatten: bei der Belichtung härten die lichtdurchlässigen Stellen des Filmes die Beschichtung der Druckplatte. Umgekehrt ist es bei der Positivdruckplatte, hier wird die Schicht der lichtdurchlässigen Stellen des Films zersetzt. Nach der Belichtung werden die unbelichteten Stellen (Negativdruckplatte) bzw. die belichteten Stellen der Positivplatte mit einem speziellen Entwickler ausgewaschen.

    Positive Druckplatten bleiben auch nach der Belichtung/Entwicklung lichtempfindlich, während Negativplatten gegen UV Strahlen unempfindlich ist.


    Bei den Filmen wurden/werden üblicherweise orthochromatische Filme verwendet, d.h. die Emulsion der Filme reagiert ausschließlich auf den blauen Lichtbereich und können demzufolge bei Rotlicht verarbeitet werden.

  • Bei den Filmen wurden/werden üblicherweise orthochromatische Filme verwendet,

    Diese Aussage trifft auf Kontaktarbeiten bzw. Arbeiten mit einer analogen Repro-Kamera zu. Werden die Filme jedoch mit einem LASER-Recorder bebildert muß panchromatisches Filmmaterial eingesetzt werden, da in den meisten Recordern ein Rotlicht -LASER verbaut ist. Es gibt sogar Geräte die mit Infrarot-Film arbeiten.

    Für die Plattenkopie ist eine gute Dichte ( log.d 3.5) wichtiger als der Filmtyp

  • Lieber Boston Presse,


    ich hab nix verwechselt, ich hab den Positiv- und den Negativfilm gegenüber gestellt.


    Es ist schon vom Filmmaterial abhängig ob etwas Positiv oder Negativ erscheint!


    Bei einem Positivfilm erscheint es analog der Vorlage, beim Negativfilm genau umgekehrt (wie schon beschrieben)

    Wenn ich Positivfilm verwende bekomme ich nie ein Negativ daraus, soweit klar.


    Wenn ich also nun eine Negativplatte belichten will und nur Positivfilm da ist geht das nicht. Ich brauch zumindest einen Negativfilm um daraus dann evtl. Nutzen zu ziehen mit einem Positivfilm. Weil der ja dann analog des Negativfilms ist.

    Da jetzt die Schichtseiten aber nicht stimmen wäre es nicht so toll einen Positivfilm zu nehmen sondern besser nochmals ein Negativfilm zu belichten um dann die Nutzen mit einem Negativfilm herzustellen.

    somit stimmen die Schichtseiten wieder.


    Dies hab ich das letzte mal vor 30 Jahren gemacht, ich weiss auch garnicht ob es heute noch Positivfilm überhaupt gibt.

  • Dies hab ich das letzte mal vor 30 Jahren gemacht

    Habe im Stillen schon mit so etwas gerechnet. Ja, die Spielchen kenne ich auch noch von 1970 mit allen Nachteilen. Ich habe nicht damit gerechnet,daß jemand eine so alte Schublade öffnet. Direktpositiv-ist das noch aktuell?

    Ein wirklich professionelles Arbeiten war so nur schlecht möglich. Bei einem "richtigen" Reprofilm ist es egal

    ob eine Darstellung negativ oder positiv ist, die Qalität verandert sich nicht.

    So wurden im Beitrag doch Äpfel mit Birnen verglichen, oder habe ich da etwas falsch verstanden?