Das ist nur die Sicht aus der Buchproduktion
Beiträge von Boston Presse
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Nach der Beschreibung stehen die Farbwalzen warscheinlich zu hoch. Sind die Walzen alt oder neu?
Auch die Führungsrollen / Schienen können die Ursache sein. Noch eine andere Möglichkeit:
Der Druckstock hat nicht die vorgeschriebene Schrifthöhe. Wenn jedoch nur einzelne Stellen nicht eingefärbt
werden, liegt der Fehler meistens an alten/unrunden Walzen,evtl auch an verbogenen Spindeln oder der Walzenbefestigung.
Um was für einen "Boston" handelt es sich denn, auch der Heidelberger Tiegel ist ein Boston.
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Ja, und das ist der Punkt. Als H. Teschner seine Ausbildung begonnen hat (nach 1986 und Studium auf Lehramt) gab es den Begriff angeschnitten schon sehr lange und ist meiner Meinung nach auch die treffendere Bezeichnung.
Nur weil irgendwer etwas geschrieben steht, ist es noch lange nicht richtiger. Fachausdrücke sollen prägnant und
unmißverständlich einen Vorgang/Sache beschreiben.
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Neulich wurde der Ausdruck „Framing“ verwendet. Ich finde es schlecht für die fachliche Verständigung, wenn ein etablierter Fachausdruck, der seinen Begriff auch noch deutsch bildhaft beschreibt, gegen einen englischen Nebelausdruck ersetzt wird. Diese Mode sollen Kaufleute und Werbefachleute mitmachen, wenn sie sich Vorteile versprechen. Unsere Fachsprache sollte nicht Wichtigkeit wecken, sondern Erscheinungen und Einrichtungen unmissverständlich erfassen.
Dies Aussage kann ich nur unterstützen.
Unsere Fachsprache wird seit einiger Zeit von von "Neuen Medien" beinflußt, die mit Drucken im eigentlichen Sinn, nichts mehr gemein haben.Vielfach stammen die Begriffe aus der Bürotechnik oder von Datentechnikern,die noch nie eine Druckmaschine gesehen haben. Das Wort "registerhaltig" z.B. ist dort scheinbar unbekannt. Dann erscheint immer wieder der Ausdruck "randabfallend", eine kreative Fehlleistung? Angeschnitten habe ich gelernt und das trifft den Nagel auf den Kopf. Wer lehrt so etwas?
Neue Technik erfordert immer eine Erweiterung der Fachsprache - aber bestehenes und bewährtes nur durch "neues"
zu ersetzen halte ich nicht für angebracht.
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Diese Federn benutze ich meistens bei dünnen 50-100 gr. Papieren,evtl.(selten) bei sehr wiederspenstigem Karton.
Bei 300 gr. Karton sollten die vorderen Federn zur Bogentrennung mehr als ausreichend sein. Das schafft auch die Saugerstange ohne Kartonsauger. Für alle Kartonsorten, ich drucke bis 710 gr.,ist die Stellung der vorderen Federn
am Wichtigsten.
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bei den Federn gibt es verschiedene Stärken:
nein,das sind die Längen für die seitlichen Abstreifer. Zum anpassen an den Bedruckstoff gibt es die Federn allerdings in verschiedenen Stärken. Die Federn werden nur bei Bedarf eingesetzt. Die verschiedenen Längen decken breite und schmale Formate ab. Die wichtigsten Federn sitzen vorn im Papieranschlag.
Eine breite Feder mit zwei Abstreifern in der Mitte des Anschlags HD Nr. T1203, und jeweils drei Federn HD Nr.T1249F
daneben. So ist die gesamte Anlagebreite abgedeckt.
Alle Federn werden nach Gefühl und Erfordernis eingestellt. Grundsätzlich werden die Federn bei dünnem Papier/Karton stärker angestellt und bei dicken Karton etwas schwächer,aber immerso, daß die Saugerstange die Bogen einzeln trennt und ansaugt.
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Ja, ich bin auch etwas vom eigentlichen Thema abgekommen-aber mein Druckerherz wollte auch etwas über
den Tiegel wissen. Es handelt sich eindeutg um einen Boston-Tiegel der schön restauriert wurde. Über das Fabrikat und das Baujahr kann ich noch keine Aussage machen. Danke für die Fotos.
Es freut mich, daß jetzt ein brauchbares Klischee entstanden ist. Welche Maße und Höhe hat dein Magnetfundament?
Möchtest du mit 23,56mm Schrifthöhe arbeiten, um auch mit Blei/Holzlettern usw. zu arbeiten?
Zum Drucken reichen die 0,94 bzw.0,95mm Polymerplatten mit dem 0,63mm Relief.
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Noch ein Nachtrag
ist es ein Boston oder ein Gally-Tiegel oder evtl ein Gordon oder sogar ein Liberty? Das es sich um einen Tretantrieb handelt habe ich übersehen. Mit welcher Schrifthöhe arbeitet der Tiegel und hat er evtl. schon verstellbare Laufschienen für die Farbwalzen? Gibt es Fotos?
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Funktioniert gleich wie ein Handtiegel
Ist es ein Handtiegel oder arbeitet die Maschine mit Motor, welche Maße hat die Druckfläche?
Wie Monstermonster es beschreibt arbeiten viele "Letterpressler". Es ist eine einfache,preiswerte Sache.
Wer seine Vorlagen selbst erstellt, kann dadurch einige Nachteile umgehen. Mit dem fotografische Fim ereiche ich jedoch eine höhere Dichte und eine feinere Zeichnung. Der Aufwand ist aber sehr viel höher.
Also ich arbeite nicht mit einer Relieftiefe von 0.73 mm, sondern mit 0.46
Die Platten sind für einen Tiegel nicht geeignet. Die Platten sind warscheinlich für den Druck von Endlosetiketten
im Buchdruck oder Letterset gemacht. Diese dünnen Platten lassen sich gut um den Plattenzylinder legen.
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Was für eine Maschine benutzt Du denn?
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Die Platten mit 0,73 mm Reliefhöhe sind die Standartplatten für Magnetfundamente und erreichen mit
0,94 bzw.0,95 mm Gesamtstärke dann die erforderliche Schrifthöhe von 23,6mm.
Mit der Reliefhöhe von 0,73 mm lassen sich Kartonbogen bis 1mm Stärke gut prägen, ohne das der Klischeerand
eingedrückt wird. Die Prägetiefe kann o bis 50% der Kartonstärke betragen, denn um mehr lässt sich der Karton
schlecht verformen (eindrücken). Die Platte ist es also nicht. Auf was für einer Maschine wird gedruckt? Liefert
die Maschine auch die nötige Druckkraft? Wenn nur eine Kante der Platte mit geprägt wird, stehen warscheinlich Druckform und Tiegel nicht parallel zueinander.
Bei vielen älteren Maschinen lassen sich die Farbwalzen schlecht bis garnicht einstellen oder sind abgenutzt,
daduch färbt dann oft die gesamte Platte ein. Manche Drucker wollen auch nicht in ein Magnetfundament investieren
und haben entsprechende Unterlagen, da ist dann die 1,75mm starke Platte angebracht. Wieder andere Maschinen benutzen eine andere Schrifthöhe und benötigen andere Plattenstärken und Unterlagen.
Von beruckten Folien als Filmersatz halte ich nicht viel. Auf jeden Fall muß die bedruckte Seite auf der PLatte aufliegen und dann im Vaccuum belichtet werden. Belichtung ist abhängig vom Materialtyp, der Vorlage ( Film / Folie ) und dem Belichter. Geschätzte 2,5-3 min. sollten reichen. Das Relief sollte dann nach dem auswaschen einen pyramidenförmigen Aufbau haben. Dieses sollte mit einer Lupe überprüft werden.
Alles andere hat Monstermonster schon gesagt.
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Guten Tag,
die Federn sind für die Bogentrennung und sehr wichtig, ohne geht es nicht. Selber basteln kann ich nicht emfehlen.
Der Fachhandel hat diese Teile noch im Programm.Versuch es bei
Kaschke Graphische Maschinen
An der alten Säge 7
D-87742 Apfeltrach
Tel: (+49) 0 82 61 / 76 34 35
E-Mail: info<at>kgm-kaschke.de
oder
parts4print.eu
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Meiner Meinung nach ist die Fragestellung nicht ganz richtig. Bei Schwarz/Weiß, egal ob Auflicht oder Durchlicht
benötige ich nur eine Wellenlänge zum Messen. Erst wenn ich Farbflächen messen möchte, benötige ich unterschiedliche Wellenlängen des Lichtes.
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Hallo,
wie ich Deiner Antwort entnehme, möchtest Du warscheinlich modernen Letterpress, sprich Prägedruck machen.
Du benötigst dafür einen sehr harten Aufzug, denn im Gegensatz zum klassischen Buchdruck steht hier die Materialverformung an erster Stelle. Der Deckstraffen wird als Abschlußbogen benutzt und normalerweise nicht
als Ausgleichbogen benutzt, da er zu dick ist. Bei Prägedruck von 600 gr. Karton ergibt sichfolgende Rechnung:
Der Karton( evtl. mit Volumen) hat eine Stärke von 0,7mm, abzüglich der Prägetiefe von ca. 0,4mm
ergibt 0,3mm. Aufzugstärke bei OHT= 1mm abzüglich der 0,3mm ergibt eine Aufzugstärke von ca. 0,7mm.
Da geprägt werden soll, also eine Materialverformung erfolgen soll, muß der Aufzug sehr hart sein.
Mein Vorschlag besteht aus 2 harten Kartonbogen(Pressspan oder Aktendeckel) a 250 gr.,evtl Ausgleichbogen
und den Deckstraffen. Ich benutze im Aufzug statt hartem Karton auch Pertinax ode auch schonmal eine 0,5mm
Stahlplatte. Den Rest mußt Du dann schon durch testen selbst ermitteln.
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Hallo und willkommen im Forum.
Was möchtest du denn Drucken?
Die Zusammensetzung der Aufzugbogen richtet sich immer nach den zu bedruckendem Medium. Für den OHT ist der gesamte Aufzug 1mm stark incl. Auflagebogen. Am rechten Ablageständer befindet sich ein 1mm breiter Schlitz zum Messen der Aufzugstärke.Der Aufzug besteht immer aus dem Deckstraffen (möglichst aus Tauenpapier) und entsprechend mehreren Ausgleichbogen, oft ist der unterste Bogen ein harter ca.250 gr. Karton. Entsprechend den Anforderungen kann der Aufzug von hart bis weich eingestellt werden. Durch variieren der Ausgleichbogen kann die Härte und auch die wichtige paralelle Stellung des Drucktiegels gesteuert werden. Mit der paralellen Stellung des Tiegels haben viele Anfänger Probleme, ich gehe einmal davon aus, daß dein Rentner dieses Thema erläutert hat. Eine evtl. notwendige Zurichtung wird ebenfalls in den Aufzug eingklebt.
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In der Reprotechnik (z.B. schwarz/weiß Prozess) ist die optische Dichte der Schwärzungsgrad eines Films.
Die Dichtewert eines zu messenden Filmes wird dann z.B. als log. 3,5 angezeigt.
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In unseren Branche denkt mann beei Shorehärte sofort an Gummituch und Farbwalzen. Die bisherigen Antworten lassen vermuten, daß bislang keiner die anfangs gestellte Frage beantworten kann, denn um Walzen geht es nicht. Auch mir ist der Begriff Framing in Verbindung mit Shorehärte nicht geläufig. Wenn ich davon ausgehe, daß es sich um ein Offsetproblem handelt, wird es sicher keine neue Erscheinung sein. Also wird es auch eine Deutsche, allgemein verständliche Bezeichnung geben. Kann es sein, daß ein äußerer Farbaufbau auf dem Gummituch gemeint ist, der nun meßtechnisch erfaßt wird?
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Die Maschinen-Händler sind auch mir bekannt.
Da ich schon sehr lange mit Tiegel-Pressen arbeite, habe ich auch noch einige gebrauchte Teile für den Heidelberger
auf Lager, leider keinen Waschmittelbehälter.
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Hallo Olaf W.,ich möchte Deine Kritik nicht unbeantwortet lassen. Die Frage, ob jemand neu im Forum ist stellt sich doch garnicht und hat auch keinen Einfluß auf meine Antwort. Auch wurde keine Frage nach dem Druckverfahren
gestellt, sondern nur nach Fotos auf farbigem Papier. ( siehe Muster und link) Es handelt sich warscheinlich um Offsetdruck, Siebdruck ist möglich,schließe ich aber aus. Die farbigen Flächen sind nicht die Papierfarbe, sondern wurden gedruckt. Selbst ein Lehrling im 1.Jahr hätte die Frage beantworten können. Bislang habe ich als einziger
die Frage richtig verstanden und beantwortet.
Ich habe einige Zeit überlegt,ob ich auf solche Frage überhaupt antworten soll, denn ich habe mich etwas "verschaukelt" gefühlt,denn selbst ein Berufsfremder, der auf seinem PC selbstgestaltete Printprodukte herstellt,weiß
wie ein Farbbild wiedergegeben werden muß.
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Die Frage kann nur jemand stellen,der noch nie eine Druckerei von innen gesehen hat.
Es wird selbstverständlich auf weißem Papier gedruckt.