Beiträge von Boston Presse

    Am Gerät dürfte es nicht liegen, eher an der benutzten Folie. Das Klischee wird nur so gut wie der verwendete Film. Wie schon gesagt von bedruckter Folie halte ich nichts. Frage diesbezüglich bei eimen Lieferanten für Siebdruck-Material an. Die Folien sollen mit speziellen Tinten gute Ergebnisse liefern. Kommt halt auf Deine Ansprüche an. Laserausdrucke sind nicht geeignet. Ich benutze nur lichtempfindlichen Film der im Laser-Recorder (Lino 330) bebildert wird. Die erforderliche Dichte wird kontolliert. Nun zu Deinen Arbeitsschritten: Ist die Vakuumpumpe und die Deckfolie ok. damit ein gutes Vakuum erzeugt werden kann und keine Hohlkopie entsteht? Hat Dein Foliendruck die nötige Schwärzung (Dichte min. log.4.2) und ist der Druck auch seitenverkehrt, damit Schicht auf Schicht kopiert werden kann? Die Belichtungs- und Auswaschzeiten sind an das verwendete Material gebunden. Bei meinen für Letterpress geeigneten "Miraclon" Platten, ist die Belichtungszeit bei den 0,95mm Platten 2-3 min. und bei 1,75mm sind es 3,5 bis 5 min. Die Auswaschzeiten sind dann 3 bzw. 6min. Trocknen und nachbelichten sind bei mir auch so wie Du es machst. Die verwendeten Platten haben einen undurchsichtigen Stahlträger, Platten mit transparenten Folienträger werden evtl. anders belichtet, sind evtl. für den Prägedruck auch zu weich. Mit der Belichtungszeit kann auch der Flankenwinkel des Reliefs gsteuert werden.

    Für den gesamten Testzyklus empfehle ich mit einem den Vorgaben entsprechenden Negativ anzufangen.

    Dann nenne einmal den gesamten Ablauf mit den Zeiten.Wie lange hast Du ausgewaschen? Der Gesamte Prozess aus Gerät, Platten,Folie oder Film, Belichtung, auswaschen und härten muß eingetestet werden. Materialwechsel gleich andere Zeiten. Von bedruckten Folie halte ich nichts, da gibt es schon die ersten Schwierigkeiten mit den Folien oder den Tinten. Die billigsten Platten sind nicht immer die Besten. Such Dir einen seriösen Händler in Deutschland,der hilft auch bei Problemen.

    Löste auch die Druckfarbe schlecht von den Walzen

    Welche Farben benuzt Du denn? Gerade bei Reinigen von Hand und Lappen der Gummiwalzen / Gummituch besitzt das Mittel eine hervorragende Reinigungskraft. Zum abrakeln der Farbe am OHT benutze ich weiterhin Böttcherin Blau, dann die Gummiwalzen mit etwas Cleantec auf dem Lappen nachwaschen. Die Walzen werden so sauber, daß sogar ein schneller Farbwechsel von Schwarz nach Rot möglich wird. Bei Metallwalzen muß mit einem anderen Waschmittel nachgewaschen werden, sonst entsteht der störende Belag.

    Cleantec bekam meinem Tiegel überhaupt nicht

    Seit einiger Zeit habe ich das Waschmittel im Test für Tiegel und Offsetmaschinen. Direkt zum Walzenwaschen über Rakel nicht geeignet aber zum Nachwaschen mit Hand und als Farblöser bei angetrockneten Farben gut zu gebrauchen. Endlich ein gutes Reinigungsmittel das nicht stinkt. Vorsicht bei Polymer-Klischees, das Mittel greift die Kunststoffschicht an, sofort mit reichlich Wasser nachwaschen.

    Da stellt sich auch die Frage in wie weit ist es Sinnvoll, die Trocknung zu verzögern. Die angesprochenen Farben werden doch vom Hersteller entsprechend eingestellt (kastenfrisch), der Drucker hat da wenig Einfluß. Um die Anfangs gestellte Frage zu beantworten: Indem ich einen Verzögerer der Farbe zusetze. Diese Möglichkeit ist mir aus dem Siebdruck bekannt.

    Das Teil nennt sich Formeinpassvorrichtung und soll dem Buchdrucker das Formenschließen/Standmachen außerhalb der Maschine ermöglichen. Gesehen habe ich das Teil auch schon, ob damit wirklich eine Erleichterung geschaffen wird ? ich habe da meine Zweifel. Macht nur Sinn, wenn der Drucker fertig geschlossene Formen erhält. In den letzten 50 Jahren habe ich so etwas nicht gebraucht. Frag einmal bei den Maschinenhändlern, da taucht die selten benutzte Vorrichtung schon mal auf.

    Die beiden Maschinen sind schlecht zu vergleichen. Die Baier Presse ist eine Handmaschine und für kleine Auflagen mit kleiner Prägefläche geeignet, da jeder Bogen muß von Hand eingelegt und geprägt werden muß. Diese Prägepressen wurden oft in Buchbindereien eingesetzt. Der Heidelberger Tiegel (mit Heißfolien-Einrichtung) ist ein Druck-Automat, der für vielseitige Aufgaben eingesetzt werden kann z.B Drucken,Stanzen oder Prägen. Den OHT gab es ab Werk mit einer zusätzlichen Folien-Einrichtung als Modell TP, jedoch lassen sich die "normalen" Tiegel mit einer Anlage von Fremdanbietern nachrüsten. Ob dein Budget da ausreicht kann ich nicht sagen, denke aber es ist eher knapp bemessen. Bei den Maschinenhändlern werden ausreichend Tiegel mit Heißfolieneinrichtung angeboten.
    Es ist nicht nur die Maschine die bezahlt werden muß, auch der Transport, Aufstellen, evtl. ein el. Anschluß und ein Arbeitsplatz zum Formenschließen mit entsprechendem Material.

    Kann ich mit einer Heidelberger Tiegel, goldene Heissfolienprägung machen obwohl ich bisher garkeine Erfahrung mitbringe? Könnte man es im Nachhinein lernen?

    Für die Folienprägung steht eine breite Palette an Farben zur Verfügung, nicht nur die Metallic-Gold und Silber.

    Lernen kann man Alles, man muß nur wollen und etwas Maschinenverständnis mitbringen.

    Die Temperaturregelung schaltet immer bei erreichen der eingestellten Gradzahl ab und einer gewissen Zeit wieder ein. Sonst ist keine Regelung möglich. Uberprüft werden sollte jedoch ob die eingestellte Gradzahl mit der Ist-Temperatur am Stempel gleich ist. Das Stanzblech sollte nicht benutzt werden. Die Stärke und die Zusammenstellung des Aufzuges richtet sich immer nach dem Material vorauf ich drucke bzw.präge. Bedenke auch, daß für die verschiedenen Papier-und Kartonsorten auch unterschiedliche Folien zum Einsatz kommen. Um ein ausagekräftiges Ergebnis zu bekommen würde ich es einmal mit "frischer," auf das Druckgut abgestimmter Folie versuchen.

    Hallo und Willkommen im Forum.

    Bei den Bezeichnungen für das Öl hat sich im Laufe der Zeit einiges verändert. Als dickflüssig wird Öl der Klassen SAE 50-80 bezeichnet. Alle diese "Motorenöle" sind für die Zentralschmierung geeignet, sie übertreffen allesamt die alten Normen, wobei das dicke SAE 80 als Getriebeöl gehandelt wird.

    Die Temperatur richtet sich nach der verwendeten Folie und dem zu prägendem Material. Gängige Temperaturen liegen zwischen 125 und 145 Grad, gemessen am Stempel. Sind der Temp.-Fühler und die Heizplatte auch in Ordnung, und die Folie richtig eingelegt (Kleber zum Papier)?

    Hallo,

    die Anschlüsse gab es nur bei dem TP-Modell, welches mit der Original Heidelberg Heißfolieneinrichtung ausgestattet war. Um die Anschlüsse anzubringen wurde auf das Abdeckblech mit den Nummern der Zonenschrauben verzichtet. Markteinführung für die Maschine war DRUPA 1967, dieser Tiegel hat auch einen abstellbaren Walzenstuhl.

    Für den Hochdruck möchte ich etwas beitragen. Drucken ist für mich die Mehrfachnutzung einer dazu bestimmten Form. Der Digitaldruck erfüllt diese Vorgabe nur bedingt, da die Form jedesmal neu aufgebaut wird, aber das ist nicht das Thema. Als ältestes Stück das mit beweglichen Lettern hergestellt wurde, soll der Diskos von Phaistos (Kreta) sein, ca.1550 vor Chr.. Gedruckt wurde auch schon vor Gutenberg mittels Holzschnitt. Als künstlerische Darstellung ist er ab dem 6.Jaurhundert nach Chr. in China nachzuweisen. Ab 12. Jahrhundert dann in Süditalien zum Bedrucken von Stoffen. Erst ab 1420 erscheint der Holzschnitt im nördlichen Europa. Den Kupferstich gab es ab ca.1400.

    Zum Pressen eignet sich jede Spindelpresse, wie sie in Buchbindereien gebraucht werden. Für kleine Auflagen reichen evtl. auch zwei Bretter und ein paar Ziegelsteine. Ich benutze eine alte Jagenberg Anleimmaschine mit einer Arbeitsbreite von nur 22cm und bin damit zufrieden. Da ich nie eine andere Maschine benutzt habe, kann ich mangels Vergleich auch nichts empfehlen.

    sonst ist die Weiterentwicklung vom Hohner Alfa nicht groß genug.

    Das sehe ich auch so. Nach der Beschreibung arbeitest du mit einem Hohner Alfa und nicht wie ich angenommen habe mit einem HOBO. An Bildmaterial habe ich immer Interesse. Danke für das Angebot. Bei ebay wird schon sei längerer Zeit ein Monopol Tiegel angeboten, ich glaube der hat sogar Überformat A3.

    Von Hohner kenne ich drei Typen, den HoBo in 4 Ausführungen. Diese Maschinen sind am häufigsten vertreten und bei Google unter Bildern zu sehen. Das Rahmeninnenmaß beträgt bei allen 16,5x23,5cm. Als nächst größere Maschine mit Handhebel baute Hohner den Alfa, über den es jedoch kaum Bilder oder Literatur gibt. Diese Maschine habe ich in natura noch nicht gesehen, sie ist entsprechend selten und soll ein vollwertigerA4 Tiegel sein. Der Tiegel ist sehr stabil gebaut. Ja, und den Rapid mit Motorkraft.