Beiträge von OBaldauf

    naja an der falz soll es nicht scheitern... das kann ich zur not auch selber machen :D 60g bilderdruck funktioniert, jetzt muss ich nur noch eine druckerei mit anständigem preis finden, denn diefreindruckerei ist mir mit knapp 650 euro für 500 poster dann doch ein bisschen zu viel... die druckerei mit dem anständigen preis (400€) druckt leider nur bis 70g....
    hat jemand ne idee?


    Ich halte mich auch an der Formulierung "anständiger Preis" auf. Hier wird unterstellt, dass 650,- Euro unanständig seien.
    Auf der einen Seite wundert sich der potentielle Kunde, dass nicht an jeder Ecke ein Drucker steht der so dünn drucken kann, auf der anderen Seite sucht MXRNST händeringend nach einem Spezialisten.
    Wer so dünn drucken kann und einen einzelnen "Mini"-Auftrag annimmt, der muss relativ lange rüsten. Die Erwartung des Anbieters dafür Geld zu bekommen ist nachvollziehbar und durchaus ehrenwert.
    Es liegt also am Verständnis und der Kommunikation zw. Anbieter und Kunde.
    Nochmal zur Verdeutlichung:
    Wir können bis 40 g/qm dünn drucken und hätten das Papier am Lager aber dieses Motiv und diese Auflage würde ich auch für 1.000,- Euro nicht anbieten.
    Auf normalem Standardmaterial wären die 400,- Euro aber absolut in Ordnung.

    Allerdings war ich doch auch überrascht, und das muss ich mal loswerden, wie wenig Anfragen kamen und es genau 2 Bewerbungen auf die Stelle von Kollegen hier aus dem Forum gab.

    Ich kann tomtomtom039 beipflichten, auf die von uns ausgeschriebene Druckerstelle gab es ebenfalls nur geringes Interesse im Forum. Natürlich liegen wir auch weit ab vom Schuss dafür stimmen Arbeitsklima, Arbeitsplatz an einer neuen Maschine und Bezahlung. Unser neuer Mitarbeiter ist aus der Landeshauptstadt und zwischenzeitlich zu uns auf die Alb gezogen.
    Mein Eindruck ist der, dass zwischenzeitlich Fachleute in den ländlichen Regionen knapp werden. Früher haben wir immer über Bedarf ausgebildet. Von 4 Gesellen ist einer geblieben und 3 gingen in die Ballungsräume oder zum Studium. Vielleicht stehen wir derzeit vor einer Trendwende? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen machen können?

    Mit schmunzeln folge ich diesem Beitrag.


    Klar kann ich Deinen Ärger nachvollziehen. Fachlich ist wohl an den Daten nichts auszusetzen. Die Ausführung in der Buchbinderei oder beim Ausschießen scheint die Ursache des Problems zu sein.
    Es wird uns doch aber an diesem Beispiel wunderbar plastisch vor Augen geführt, worin der Unterschied zwischen drucken im Internetportal und bei der persönlichen Betreuung durch eine Druckerei vor Ort besteht.


    Der Kunde ist im Internet eine Nummer. Bei Reklamationen tut er sich entsprechend schwer überhaupt ernst genommen zu werden. D.h. wenn er denn erst einmal einen Ansprechpartner hat. Emotional wird die ganze Sache weil kein Ende in Sicht ist und weil der Rechnungsbetrag schon auf der Kreditkarte oder dem PayPal Konto belastet wurde. Es ist doch klar, bei den Preisen kann man sich als Anbieter nicht lange mit einem Einzelauftrag beschäftigen. Das muss einem als Kunde bekannt sein. Dieses Risiko wird doch bewusst in Kauf genommen für den unschlagbar günstigen Preis.
    Dunkel erinnere ich mich an BWL erstes Semester: Bei einem Auftrag gibt es 3 Dinge die man nie gleichzeitig bekommen kann:
    1) den günstigsten Preis
    2) die beste Qualität
    3) die schnellste Lieferzeit
    Bsp. wenn Du etwas günstig kaufst musst Du mit der Qualität oder der Lieferzeit entgegenkommen / willst Du die beste Qualität mit schneller Lieferung dann hat dies seinen Preis usw.
    Wenn Du Glück hast und Du bekommst alle drei Dinge gleichzeitig, dann wird Dein Lieferant das betriebswirtschaftlich nicht überleben.


    Schnattchen ich kann Dir nur raten, lass das ganze noch einmal neu drucken. Gerne im Internet, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es funktioniert. Wirf den alten Mist weg oder hebe ihn auf für den Rechtsweg, wenn Du die Nerven und die Zeit hast diesen durch die Instanzen zu gehen.


    Ich freue mich auf weitere Beiträge zu diesem Thema.


    Liebe Grüße
    Olaf

    Wenn die Bodenbelastung nicht ausreicht, beginnt die Maschine zu schwingen.
    Neben Schäden am Gebäude ist es unmöglich Bogenlauf und Passer im Druck auf die Reihe zu bekommen.


    Wir haben aus diesem Grund das Fundament der Druckerei mit 6.000 kg/m2 ausgelegt.
    Leider waren wir zwischenzeitlich gezwungen einige kleinere Maschinen ins Bürogebäude einzubringen. Dort ist die Bodenbelastung mit 2.500 kg/m2 aber zu gering. Wir haben uns mit der Unterlage von etwas größeren Stahlblechen beholfen. Diese verteilen den Druck auf einer etwas größeren Fläche. Das funktioniert jetzt seit einigen Jahren problemlos.


    Viele Grüße
    Olaf

    Hallo mLittmann,


    schön, dass Dein Problem durch die Lackierung gelöst werden konnte und die Bilder gut aussehen.


    Der Erklärungsversuch kommt mir aber "spanisch" vor.


    Mehr Infos zum Thema Lack findest Du unter:


    Hallo mLittmann,


    mit Ferndiagnosen ist das natürlich immer problematisch. Aus diesem Grund will ich einmal versuchen pauschal zu antworten.


    Wenn die Farbe jetzt noch abschmiert, dann ist Hopfen & Malz verloren. Ich verlasse mich da auf Deine Aussage, dass die Farbe noch immer "nass" ist. Dir ist sicherlich bekannt, dass fast jede Offsetfarbe (auch gut getrocknete) mit etwas Anpressdruck und feuchten Fingern zum Verschmieren gebracht werden kann. Die einzige Möglichkeit wie die Auflage gerettet werden kann, ist eine nachträgliche Lackierung. Das kann mit Drucklack oder Druckpaste probiert werden und das kann auch funktionieren. Auf der sicheren Seite bist Du aber, wenn die Druckbogen mit Dispersionslack überdruckt werden.


    Zu Deinen Andrucken - als skeptischer Zeitgenosse würde ich die Dichte der beiden Bogen nachmessen. Bei Andrucken kann es vorkommen, dass auf Grund der kleinen Auflage, verschieden gefärbte Bogen an Dich geliefert wurden. Eine Abweichung wie in Deinen Bildern ersichtlich, kann aus meiner Erfahrung, nicht am Lack liegen. Das kommt mir ausgesprochen unwahrscheinlich vor. Beim Bild mit Drucklack laufen ja die 3/4-Töne zu. Da fällt es mir schwer an den Lack als Verursacher zu glauben.
    Dieses Argument gilt auch für Deine Frage bezüglich des nachträglichen lackierens. Das Schwarz wird durch den Lack sicher intensiver wahrgenommen. Die schon gedruckten Bilder werden im dunklen Bildbereich aber sicherlich nicht mehr weiter zulaufen. Lediglich der Kontrastumfang sollte zunehmen.


    Viele Grüße Olaf

    ...lackieren oder wegwerfen.
    Wenn die Farbe nach 2 Wochen noch nicht trocken ist, dann wird sie nie mehr trocken.


    Hängt es denn tatsächlich am Trocknen oder ist die Farbe einfach nicht abriebfest genug d.h. wird die Farbe durch mechanische Belastung "verschmiert"? Die Oberfläche von Gardapat ist aus meiner Sicht generell sensibel gegen mechanische Einflüsse - mit und ohne Farbe.
    Was ich nicht verstehe ist, weshalb Dispersionslack die Druckwiedergabe in den Tiefen beeinflussen soll. Wäre es vorneweg nicht sinnvoller gewesen, die Kennlinie in der Plattenbelichtung entsprechend anzupassen?


    Gruß Olaf

    Schade - aber vorerst geht es weiter.

    Ja wirklich bedauerlich.


    Wie in den meisten Fällen ist die Fremdkapitalquote im Unternehmen wohl zu hoch gewesen bzw. im Verhältnis dazu die Ertragskraft zu gering.
    Das kann man auf Grund der modernen Ausstattung und der Situation in unserer Branche zumindest einmal vermuten.


    Als Ausweg wird das legitime Mittel einer Insolvenz gewählt und als Priorität für den Insolvenzverwalter wird der Schuldenabbau genannt.
    Hinzu kommen noch 3 Monate Lohn für die Mitarbeiter aus der "Insolvenzkasse" so wie fürstliche Gebühren für den Verwalter und externe Berater.
    Dies geht letztendlich alles auf Kosten der Mitarbeiter und der Allgemeinheit und ist völlig legal.
    Während der Restrukturierung trennt man sich dann "günstig" von teuren Mitarbeitern und stellt im Anschluss ein Unternehmen auf die Füsse welches wieder am Markt teilnehmen kann.
    Jetzt hat es sich von Altlasten getrennt und keine Schulden mehr und so ist es möglicherweise wieder konkurrenzfähig.


    Diese Situation ist vor allem auch für die Unternehmen bedrohlich, die ohne den Ausweg einer Insolvenz, auch noch von dieser Seite immer stärker unter Druck gesetzt werden.


    Ich gönne mir heute mal eine depressive Phase und bin der Meinung, dass wir nach wie vor in einer schwierigen Banche unterwegs sind und ein sch... System haben.

    Hi,


    ich habe gerade mit MB telefoniert: Es geht weiter!!!!!


    :thumbsup: .... freut mich für die Mitarbeiter und natürlich auch für uns, denn die Maschinen sind wirklich gut!

    Hallo zusammen,


    ich habe gleich lautende Informationen erhalten.
    Es wird im Moment aktiv an einer Nachfolgeregelung gearbeitet. Eine Pressemeldung ist in Vorbereitung.
    Für uns bedeutet das, die Ersatzteilversorgung und der Service sind sichergestellt.

    Nachtrag:


    Wir rechnen Pantonefarben am erfolgreichsten über InDesign um.
    Dort sind angeblich die original Pantone LAB-Umrechnungstabellen hinterlegt.


    Eine Kontrolle erfolgt über AGFA Workflow. Dieser hat meistens die größeren Abweichungen bei Pantone. Dafür ist er im HKS Bereich oft besser.

    Das ist ja alles schön und gut. Aber in der Praxis gibt es überall Abweichungen die uns das Leben schwer machen.


    Das beginnt bei den Fächern, wir haben 10 Pantone-Fächer im Haus und keine zwei sind identisch.
    Dann bestellen wir Sonderfarben beim selben Lieferant und erhalten jedes Mal, abweichend pigmentierte Ware geliefert.
    Also mischen wir wieder selbst oder bestellen einen größeren Bedarf, der auch für die nächsten Aufträge ausreicht.


    Der Weißgrad des Papiers ist ständig am schwanken - und jetzt soll der Drucker an der Maschine über die Dichte den optimalen Farbeindruck hinbekommen.
    Oft schafft er das ja auch. Doch dann trocknet die Farbe und schlägt weg. Am nächsten Morgen folgt dann die Überraschung wenn z.B. der optimale Blauton vom Abend vorher, über Nacht einen roten Stich bekommen hat.


    Messtechnisch und philosophisch kann ich Eurer Diskussion über 1% ja noch folgen.
    In der Produktion muss ich aber passen. Schon allein weil spätestens ab 95% die Fläche zuläuft und viele zum Teil oben beschriebene Probleme, das Ergebnis beeinflussen. wink.png


    Viele Grüße

    @Schwäbisch


    Wir bekommen eine Fehlermeldung im Display wenn der "Lichtwert" zu stark korrigiert wird. Damit verhindern wir, dass mangelhafte Platten in den Druck gehen. In der Theorie werden im Problemfall die Kunststoffkügelchen der druckenden Schicht nicht fest genug mit dem Aluminium verschmolzen. Somit kann es natürlich zur Ablösung der Schicht in der Maschine oder schon vorher beim Abspülen kommen.


    Was häufiger eintrifft, ist die Verschmutzung der Optik. Aber auch hier gilt, es gibt eine Fehlermeldung, wenn die Dioden auf Grund der Verschmutzung der Optik mit zu unterschiedlichen Leistungswerten angesteuert werden müssen.


    Beste Grüße Olaf

    Hallo Rainbow,


    jeder Laser "altert". Aus diesem Grund wird die nachlassende Leistung durch eine größere Menge Energie kompensiert.
    Dies geschieht bei unserem Avalon von AGFA automatisch, kann aber auch manuell gesteuert werden.
    Kurz vor dem Erreichen der max. Lebensdauer schwankt die Leistung der Laserdiode manchmal stark.
    Wir konnten dies durch die Geräteeinstellung nicht mehr kompensieren. Also war nach 2 Jahren mit rund 12.000 qm belichteter Platten
    schon der erste Austausch notwendig.


    Diesen Fehler kann AGFA über die Fernwartung bzw. telefonisch ganz gut eingrenzen.
    Ich hoffe das hilft Dir weiter.


    Grüße Olaf

    Das Gesamtpaket muss stimmen.


    Ich habe jetzt schon mehrfach versucht eine günstigere Farbe ins Rennen zu kriegen.
    Denn im günstigen Einkauf liegt letzten Endes der Gewinn.
    Nach vielversprechenden Ansätzen kam es dann aber zu Problemen mit der Trocknung, der Kratz- und Scheuerfestigkeit, es kam aber auch zum Zulaufen der Platten bei höheren Auflagen und stärkerer Vernebelung im Farbwerk etc......


    Ich bin deshalb zur Überzeugung gelangt, dass es für jede Maschine eine besonders geeignete Farbe gibt. In unserem Fall ist das leider nicht die günstigste aber mit 4,80 Euro/Kg darstellbar.


    Mit dieser Farbe haben wir die wenigsten Probleme im Bezug auf die Verarbeitung aber auch im Druckprozess selbst.
    Wenn ich dann überlege, wie viel Farbe ich für einen Papierpalette Makulatur kaufen kann, verspüre ich derzeit keine Lust auf weitere Experimente.


    Beste Grüße

    Jetzt mal ganz unverkrampft, Abmahnungen sind ein legitimes Mittel unseres Arbeitsrechts.


    Jeder Mitarbeiter kann die Abmahnung rechtlich prüfen lassen und wenn unbegründet, Widerspruch einlegen.
    Wenn Abmahnungen zur Kündigung führen sollen, dann müssen max. 3 Stück innerhalb einer relativ kurzen Zeit erfolgen und konsequent zur Vertragsauflösung führen.


    Sollte ich richtig interpretieren, gibt es aber Betriebe die über Jahre immer wieder mal eine Abmahnung aussprechen. Das ist natürlich Nonsens und bedeutet, wenn es nicht zu Konsequenzen führt, im Arbeitsgerichtsprozess schlechte Karten für den Arbeitgeber. Er droht schließlich immer nur an aber er ändert nichts. Deshalb wird er sich schwer tun mit der Begründung, was dem Mitarbeiter denn wirklich vorgeworfen wird.


    Alles was hier erreicht wird, ist die Motivation und das Betriebsklima gegen die Wand zu fahren...

    Achtung: eine Abweichung von Delta e = 5 stellt die max. Schwankung innerhalb des PSO Standard dar.
    Diese Abweichung kann ich persönlich aber optisch gar nicht wahrnehmen. Das bedeutet ich sehe das mit meinen Augen gar nicht. (meistens jedenfalls) Das kann man nur messtechnisch nachweisen.


    Wenn hier eine Farbe wie das Gelb mal grünlich / bläulich oder sonst wie aussieht, liegt eine sehr viel höhere Schwankung vor.


    Das kann man spektral mit dem Densitometer ausmessen und den Hersteller dann mit dem Ergebnis konfrontieren.


    Die beiden Parameter, die bei uns am häufigsten auffällig werden sind:
    a) Schwankung des Papierweiß
    b) Pigmentierung der Farbe