Anfänger Probleme Druckplattenherstellung

  • Hallo ihr lieben, ich habe vor einer weile einen Aquacompact Belichtungsautomaten für Photopolymer-Druckplatten zugelegt.


    Das Gerät soll funktionieren. UV Licht kommt auf jeden Fall.


    1-2 Fix wurden von diversen Herstellern grüne Platten gekauft. Aus Deutschland, Niederlande aus China usw.


    Negativ auf einem Tintenstrahldrucker erstellt . 3 min auf den Belichten legt. Vorher die Folie abgezogen. Sichtbar ist ein Abdruck auf der Platte, aber richtig spürbar ist der Abdruck nicht.


    Klar Luftblasen Fehler sind drin aber die tiefe das sie man auf dem Tiegel benutzen kann ist nicht wirklich da.


    Was für Fehler gibt es? wo sind sind falsche Erwartungen?


    von den günstigen aus dem Internet habe ich z.b. die Versucht https://www.ebay.de/i/332695774821?chn=ps


    Gruss und Dank

  • Dann nenne einmal den gesamten Ablauf mit den Zeiten.Wie lange hast Du ausgewaschen? Der Gesamte Prozess aus Gerät, Platten,Folie oder Film, Belichtung, auswaschen und härten muß eingetestet werden. Materialwechsel gleich andere Zeiten. Von bedruckten Folie halte ich nichts, da gibt es schon die ersten Schwierigkeiten mit den Folien oder den Tinten. Die billigsten Platten sind nicht immer die Besten. Such Dir einen seriösen Händler in Deutschland,der hilft auch bei Problemen.

  • Hallo, falls der Negativfilm nicht die erforderliche Dichte hat, wird die Platte durchbelichtet und die Reliefhöhe wird nicht erreicht

    Ich hatte bereits die gleichen Probleme mit schlecht entwickelten Repro-Negativfilm. Den Film mal gegen die Sonne oder einer sehr

    hellen Lampe halten, da darf im schwarzen Bereich absolut nichts durchkommen

  • Anbei ein Foto vom Gerät. Folie abziehen von der Platte, Folie auf die klebende platte legen; glatt streichen, Folie des Automaten drüber legen(auch ohne versucht). Vakuum anstellen; bisher 2 min belichten alternativ 5 min belichten probiert. 6 min auswaschen; 10 min Trocknen, 5 min belichten.


    @Boston Presse


    wo würdest du online die Folien bestellen? Sicher da hast du absolut recht, aber zum versuchen direkt 45 Euro Folien verbraten würde mich schon sehr ärgern. Welche alternative gibt es zu den Folien zum Belichten? Hatte schon mal mit der Fräse ein Negativ ausgesägt aus Baustahl, aber das Resultat war genauso mies.

  • Hallo, falls der Negativfilm nicht die erforderliche Dichte hat, wird die Platte durchbelichtet und die Reliefhöhe wird nicht erreicht

    Ich hatte bereits die gleichen Probleme mit schlecht entwickelten Repro-Negativfilm. Den Film mal gegen die Sonne oder einer sehr

    hellen Lampe halten, da darf im schwarzen Bereich absolut nichts durchkommen

    Hatte ich versucht in dem ich ein Stück Stahl fröhlich ein Ornament reingearbeitet hatte und dann das drauf gelegt habe. Resultat genauso schlecht. Nur sowas wie Schriftgröße 6 oder 8 kriege ich beim besten nicht händisch auf meiner Fräse als Klischee gefertigt.

  • Am Gerät dürfte es nicht liegen, eher an der benutzten Folie. Das Klischee wird nur so gut wie der verwendete Film. Wie schon gesagt von bedruckter Folie halte ich nichts. Frage diesbezüglich bei eimen Lieferanten für Siebdruck-Material an. Die Folien sollen mit speziellen Tinten gute Ergebnisse liefern. Kommt halt auf Deine Ansprüche an. Laserausdrucke sind nicht geeignet. Ich benutze nur lichtempfindlichen Film der im Laser-Recorder (Lino 330) bebildert wird. Die erforderliche Dichte wird kontolliert. Nun zu Deinen Arbeitsschritten: Ist die Vakuumpumpe und die Deckfolie ok. damit ein gutes Vakuum erzeugt werden kann und keine Hohlkopie entsteht? Hat Dein Foliendruck die nötige Schwärzung (Dichte min. log.4.2) und ist der Druck auch seitenverkehrt, damit Schicht auf Schicht kopiert werden kann? Die Belichtungs- und Auswaschzeiten sind an das verwendete Material gebunden. Bei meinen für Letterpress geeigneten "Miraclon" Platten, ist die Belichtungszeit bei den 0,95mm Platten 2-3 min. und bei 1,75mm sind es 3,5 bis 5 min. Die Auswaschzeiten sind dann 3 bzw. 6min. Trocknen und nachbelichten sind bei mir auch so wie Du es machst. Die verwendeten Platten haben einen undurchsichtigen Stahlträger, Platten mit transparenten Folienträger werden evtl. anders belichtet, sind evtl. für den Prägedruck auch zu weich. Mit der Belichtungszeit kann auch der Flankenwinkel des Reliefs gsteuert werden.

    Für den gesamten Testzyklus empfehle ich mit einem den Vorgaben entsprechenden Negativ anzufangen.

  • Da ist mir noch etwas aufgefallen: Die Auswaschtemperatur sollte ca.30Grad betragen. Dann habe ich mir das Foto von der Platte noch einmal angesehen. Kann es sein, daß die Platte vor dem belichten im Gerät schon einmal Licht bekommen hat? Dann kann es zu solch einer Erscheinung kommen. Die PLatten dürfen nur bei gedämftem Tageslicht

    und gelber Sicherheitsbeleuchtung verarbeitet werden. Die kleinste Sonneneinstrahlung macht die Platte schon unbrauchbar.

  • Da ist mir noch etwas aufgefallen: Die Auswaschtemperatur sollte ca.30Grad betragen. Dann habe ich mir das Foto von der Platte noch einmal angesehen. Kann es sein, daß die Platte vor dem belichten im Gerät schon einmal Licht bekommen hat? Dann kann es zu solch einer Erscheinung kommen. Die PLatten dürfen nur bei gedämftem Tageslicht

    und gelber Sicherheitsbeleuchtung verarbeitet werden. Die kleinste Sonneneinstrahlung macht die Platte schon unbrauchbar.

    sollte eigentlich nicht der fall sein. war schwarz verpackt in Folie. Ja ist klar, dass die dann nicht hoch kommen. Wie viel höhe kann man eigentlich bei den platten erwarten?

  • Am Gerät dürfte es nicht liegen, eher an der benutzten Folie. Das Klischee wird nur so gut wie der verwendete Film. Wie schon gesagt von bedruckter Folie halte ich nichts. Frage diesbezüglich bei eimen Lieferanten für Siebdruck-Material an. Die Folien sollen mit speziellen Tinten gute Ergebnisse liefern. Kommt halt auf Deine Ansprüche an. Laserausdrucke sind nicht geeignet. Ich benutze nur lichtempfindlichen Film der im Laser-Recorder (Lino 330) bebildert wird. Die erforderliche Dichte wird kontolliert. Nun zu Deinen Arbeitsschritten: Ist die Vakuumpumpe und die Deckfolie ok. damit ein gutes Vakuum erzeugt werden kann und keine Hohlkopie entsteht? Hat Dein Foliendruck die nötige Schwärzung (Dichte min. log.4.2) und ist der Druck auch seitenverkehrt, damit Schicht auf Schicht kopiert werden kann? Die Belichtungs- und Auswaschzeiten sind an das verwendete Material gebunden. Bei meinen für Letterpress geeigneten "Miraclon" Platten, ist die Belichtungszeit bei den 0,95mm Platten 2-3 min. und bei 1,75mm sind es 3,5 bis 5 min. Die Auswaschzeiten sind dann 3 bzw. 6min. Trocknen und nachbelichten sind bei mir auch so wie Du es machst. Die verwendeten Platten haben einen undurchsichtigen Stahlträger, Platten mit transparenten Folienträger werden evtl. anders belichtet, sind evtl. für den Prägedruck auch zu weich. Mit der Belichtungszeit kann auch der Flankenwinkel des Reliefs gsteuert werden.

    Für den gesamten Testzyklus empfehle ich mit einem den Vorgaben entsprechenden Negativ anzufangen.

    Laser-Recorder (Lino 330) gibt es da auch alternativen zu? bzw im etwas günstigeren Segment? Fürs Hobby mal eben sich ne 8t Euro Maschine dazu stellen muss nicht ganz. Ich habe zwar einen Laserschneider rum stehen, aber der schafft keine kleinen Schriftarten scharf zu schneiden.


    Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es an der schwärze liegt, da die Resultate bei Dichten Material auch nicht anders aussieht. Wo beziehst du die besagten platten?

  • war schwarz verpackt in Folie

    Das ist normal aber was bis zum Belichten im Gerät pasiert?

    Ja ist klar, dass die dann nicht hoch kommen. Wie viel höhe kann man eigentlich bei den platten erwarten?

    Das Relief kommt nicht hoch, es entsteht durch auswaschen der nicht polimerisierten Stellen und ist durch die Plattenstärke vorgegeben. Die nachfolgend genannten Plattenstärken sind für den Heidelberger Tiegel geeignet.

    Der Metallträger ist ca. 0,3mm stark die Reliefhöhe ist demnach bei den 0,95mm Platten ca.0,64 mm. Diese Platte ist zum Auflegen auf Magnetstege bestimmt und erreicht dann die Schrifthöhe von 23,56mm. Die 1,75mm Platte ist zum Aufkleben mit 0,20er Folie auf rote Alustege geeignet und hat eine Relieftiefe vo ca.1,4mm. Diese Platten entsprechen damit der Norm für Deutsche Maschinen (Schrifthöhe).

    Noch eine Frage: Sind die verwendeteten Folien klar durchsichtig und als Filmersatz geeignet oder die milchigen für einen Projektor ? Handelt es sich auch um Wasser auswaschbare Platten?

    Wo beziehst du die besagten platten?

    Schau einmal bei e-bay Kleinanzeigen unter Klischee-Rohlinge zum Selbstbelichten.


  • Hallo Ihr Lieben,


    ich bin neu hier im Forum und hoffe sehr, dass mir jemand helfen kann. Kann es sein, dass die Photopolymer Platten ein Haltbarkeitsdatum haben, nachdem sie nicht mehr verwendet werden können/unbrauchbar werden? Oder liegt es an den Röhren des Belichtungsapparates, dass die Platten nichts werden? Oder ist das Material des Motivträgers durch den belichtet wird?

    Ich habe es bereits mit zwei Platten versucht mit dem gleichen Ergebnis. Zwar zeichnet sich das Motiv auf der Oberfläche ab, man kann die belichteten Stellen erkennen, wenn ich es aber im warmen Wasser ablösen möchte, tut sich rein gar nichts :-(... Belichtet habe ich 8 Minuten lang, so hat es mir der Vorbesitzer erklärt. Da ich ein absoluter Anfänger bin, folgte ich natürlich auch seiner Anweisung. Bevor ich aber noch mehr Platten verschwende, frage ich hier nach und hoffe, dass mir jemand helfen kann.


    Der Belichter mit dem ich es gemacht habe, ist mit 4 TL20W/05 Leuchtröhren von Philips ausgestattet. Vakuum funktioniert einwandfrei. Gerät schaltet nach abgelaufener Zeit automatisch ab. Die Photopolymer-Platten tragen die Bezeichnung LSL94SM, haben eine magnetische Basis.


    Nun zum eigentlichen Problem: Es hört sich sicherlich blöd an, aber das Ablösen der unbelichteten Photopolymer Schicht nach dem Belichten der Platten funktioniert bei mir gar nicht :-(Was mache ich falsch? Weder mit einer weichen Bürste noch ohne mechanische Hilfe. Es tut sich rein gar nichts. Kann es sein, dass die Platten zu alt sind? Belichte ich vielleicht zu lange? Die Platten sind in einer schwarzen Folie gelagert, wurden in einem abgedunkelten Raum (Rolladen runter, Spalt für einen Lichtstrahl, dass man etwas erkennen kann offen) bearbeitet und nichts.
    (Um es genauer zu beschrieben: Vor dem Belichten habe ich die Folie nicht abgemacht, war mein Fehler. Das Licht wurde scheinbar zerstreut. Nach mehr als 2 Stunden im Wasser und Nachhelfen mit einer weichen Bürste, ging etwas von der Polymer-schicht ab, jedoch überall auf der Platte, was vermutlich mit der Lichtstreuung zu tun hat. Bei der zweiten Platte habe ich die Folie zuvor abgemacht. Das belichtete Motiv ist sichtbar, wenn man die Platte hin und her bewegt. Von dieser Platte geht jedoch gar nichts ab. Nach mehr als 12 Stunden im warmen Wasser habe ich es aufgegeben). Man kann die Schicht mit dem Nagel abkratzen, lösen tut sich nichts von alleine. Als Motivträger habe ich ein Transparentpapier gehabt, spiegelverkehrt und als Negativ auf Laser mit 100% schwarz gedruckt. So hat es auch der Vorbesitzer des Belichters damals gemacht und mir seine fertige Platte mitgegeben. Sie sieht super aus und prägt auch wunderbar. Meine Photopolymer-Platten sind unbrauchbar :-(...


    Für jeden Hinweis bin ich unendlich dankbar. Wer kann mir bitte helfen?


    Eine verzweifelte Anfängerin

    ;(

  • Hallo,

    Wenn sich die lichtgeschützten Bereicher der Platte nicht im Wasser lösen lassen, hat immer eine Polymerisation der Schicht stattgefunden. Ob dieses vor der eigentlichen Belichtung im Gerät oder schon vorher geschehen ist, kann ich nicht sagen. Die Schutzfolie der Platten muß immer vor der Belichtung abgezogen werden, da sonst der Streueffekt der Folie zuschlägt,die Platte ist dann nicht brauchbar. Noch einTipp: Das Filmstück bzw.die Folie mit der belichtet werden soll, muß bei Geräten mit Vakuumfole immer etwas kleiner sein als die Platte, damit ein gutes Vakuum erreicht werden kann.

  • Hallo Boston-Presse,


    danke für den Tip. Ich habe weder einen Film, noch eine Folie benutzt. Der Vorbesitzer des Gerätes erklärte mir, man könne es mit Transparentpapier machen und das Motiv als Negativ drucken. Dann 8 Minuten belichten, im Wasser auswaschen und fertig. Seine Platte hat er auch so belichtet und sie ist was geworden. Vielleicht liegt es daran, dass das Papier größer war als die Platte. Werde es noch einmal versuchen.

    Danke Dir.