Magazin-Cover kürzer als Innenseiten

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    • Magazin-Cover kürzer als Innenseiten

      Hallo,

      ich habe bei einer Druckerei ein Magazin im Rollenoffset drucken lassen.

      Der Umschlag ist ein dickeres Papier als die Innenseiten. Beim Endprodukt ist der Umschlag vorne und hinten jeweils rechts bzw. links etwa 1mm kürzer als die Innenseiten. Das Produkt sieht dadurch qualitativ nicht so hochwertig aus wie es eigentlich sein sollte.

      Die Druckerei meinte, dass dies am Druckverfahren liegt (Rollenoffset), da beim Trocknungsprozess das Papier unterschiedlich stark schrumpft und man dies nicht im Vorhinein berechnen könnte. Beim Bogenoffset würde dies nicht vorkommen. Allerdings wurde ich hierüber vorab nicht informiert.

      Ich habe hierzu ein paar Fragen:
      1.) Ist es tatsächlich üblich, dass es beim Rollenoffset Toleranzen von 1mm gibt und dadurch Seiten überstehen können?
      2.) Müsste einen die Druckerei darüber nicht vorab informieren?
      3.) Mich wundert, dass das Cover nur links und rechts geschrumpft ist, aber nicht oben und unten. Dort müsste der Effekt doch genauso auftreten, oder nicht?

      Viele Grüße

      Philip
    • Das nennt sich Auswachsen und ist ein durchaus bekanntes Problem. Der Innenteil schrumpft durch die Heatsettrocknung, später nimmt das Papier wieder Feuchtigkeit aus der Luft auf und wächst so praktisch über den Umschlag (der vermutlich im Bogenoffset produziert wurde) hinaus. Dass das nur in eine Richtung passiert, liegt an der Laufrichtung des Papiers.
      Hier ein paar Infos der Fogra dazu: fogra.org/index.php?menuid=405…n_meta=x&mv_content_id=22

      Wie gut Deine Chancen bei einer Reklamation sind weiß ich allerdings nicht.
      Schöne Grüße, Felix
    • Da ich selber aus dem Bogenoffset komme, kann ich dir bei Details leider nicht weiterhelfen.

      Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, wenn die Druckerei wusste, dass es Dir um ein hochwertiges Ergebnis geht, hat sie Dich wohl schlecht beraten. Wenn es allerdings nur um billig-billig ging, wirst Du evtl. damit leben müssen.
      Schöne Grüße, Felix
    • Komplett verhindern nicht, aber extrem minimieren lässt sich das Problem schon. Gas-Heatsetöfen sind keine klassischen Trockner, sondern eher Öfen, mit dem Resultat, dass die Papierbahn völlig überhitzt wird. Mit Kühlwalzen und Silikon bekommt man dieses optisch wieder gerettet, aber durch die zu hohe Hitze entsteht das Feuchtigkeitsproblem.

      Der Trockner muss mit geringeren Temperaturen/zielgerichteter Arbeiten, um das Feuchtigkeitsproblem zu minimieren.
    • Das Problem ist so alt wie der Rollenoffset in Kombination mit Heatset - also Standard.

      Es sollte eigentlich jedem Fachmann bzw. Produktioner in der Branche bekannt sein.

      Ob es deswegen unter die allgemeine Beratungspflicht einer Druckerei fällt, weiß ich leider auch nicht.

      Minimierung (keine Eliminierung!) des Sachverhaltes schafft nur eine geringere Laufgeschwindigkeit in Kombination mit geringeren Temperaturen im Ofen.

      Je nach Erfahrungswerten der Papiersorten kann man auch den Umschlag gleich einen Hauch größer anlegen.

      Beide Maßnahmen kosten allerdings Geld - und das möchten die wenigsten Kunden in diesem Segment zusätzlich bezahlen.
    • Robert Kleist schrieb:

      Je nach Erfahrungswerten der Papiersorten kann man auch den Umschlag gleich einen Hauch größer anlegen.
      Hey,

      das Produkt wird doch dreiseitig beschnitten und die Dimensionsveränderung passiert danach!!!
      Was bringt dann ein größerer Umschlag? Oder hab ich einen Denkfehler?

      Gruß Basti
      Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger!!!
    • @'bastlwastl

      Bedingt natürlich einen zweiten Durchgang am Sammelhefter.

      Beim ersten Durchgang Beschnitt vorn, ohne Umschlag, eine Klammer.

      Zweiter Durchgang dann Umschlag, zwei Klammern, Beschnitt Kopf/Fuß.

      Haben wir einige Male für einen Uhrenhersteller realisiert der da viel Wert darauf gelegt - und es bezahlt hat.

      Beste Grüße.