Hilfestellung beim Erlernen des Buchdruck-Handwerks!

  • nAbend!


    Auch ich finde, solche Schritte sollten nach Kräften unterstützt werden. Ich finde sowas einfach super :thumbsup:


    Vor allem mit dem Hintergrund der "Hobbysparte" hat man es ja wirklich besser.
    Da kann man schön tüfteln, ausprobieren und gestalten...ach, das ist doch herrlich....


    Wir verschieben seit Monaten eine Palette mit nem OHT in der Firma von einer Stelle zur anderen, es juckt gewaltig!


    Ich mag meinen Beruf, aber die Anfangszeiten darin liebte ich....das Ausprobieren und Rantasten an scheinbar unmögliche Sachen.
    Heute....grüner Knopf...Feuer...durch...vergessen. Ist schon vieles anders geworden. Sind halt die Zeichen der Zeit.
    Klar, es gibt immer noch so kleine Bastionen, die diese Geschichten auch noch machen. Aber diesen Schritt traue ich mich auch nicht mehr.
    Bin jetzt fast 30 Jahre in der Firma und habe Familie...da rechnet man schon etwas anders.
    Und was Neues...entweder biste total überqualifiziert oder schon zu alt...wohlgemerkt, ich brauche noch keinen Rollator :D


    Hatte bis vor kurzem auch noch einen gut ausgestatteten Keller...habe ich jetzt fast alles abgestoßen.
    Einfach keine Zeit mehr und so langsam kann ich das nach einem Arbeitstag auch nicht mehr stemmen...man schätzt einfach die Freizeit ungemein mehr!


    Aber wenn sich so jemand mit solchen Wünschen/Gedanken an dieses Forum wendet, muss diesemjenigen natürlich vorbehaltlos geholfen werden!
    Sowas ist in der heutigen hirnlosen Teletubbi-Zeit nicht mehr selbstverständlich, Punkt!


    Also bea, Fragen werden hier sicherlich nach bestem Wissen beantwortet. Sind ja auch viele altgediente Profis hier drinnen.


    Gruß
    Gutenberg69


    PS.
    Ich hatte letztens einen 5fbg. Auftrag in der Maschine 80g/m².
    Da hat das Papier sich so verzogen, dass beim zweiten Durchgang der Passer nicht so dolle war.
    Habe ich mit einer Art "Gegenzurichtung" unter dem Gummi im ersten Werk (leer) wieder hingebogen....das sind schon Erlebnisse...unbezahlbar!


  • @ jocero: nachdem ich derzeit nur Teilzeit arbeite, da ich mich die restl. Zeit um mein Kind kümmere ist es für mich eine willkommene Abwechslung zu Spielplatz, Kinderbüchern und Windeln mich mit eben solchen Dingen zu beschäftigen. Ich hab sogar große Lust nach Feierabend noch etwas ganz für mich zu schaffen. Der eine geht ins Fitnesscenter, die andere strickt für ihr Leben gern und wieder andere verkleiden sich um Mittelalter zu spielen. Tja und ich interessiere mich eben für schöne Drucke :) Ist doch fein! Und Danke für die Kartoffeldruckidee, werd ich sicherlich auch ausprobieren (das gefällt meinem Kleinen sicher auch), man soll ja klein anfangen - so arbeite ich mich dann langsam zur OHT vor *lach*

    Und Du hast Recht, vieles hätte mich vor einer Woche noch mehr als verunsichert, aber Dank der vielen Beiträge und auch Deiner Aussage, dass die Bedienung einer Adana durchaus möglich ist, fühl ich mich bestärkt und sicher in meinem Vorhaben.

    Mich interessiert dennoch das Rundherum, denn: "Die Welt hört nicht dort auf, wo unser Wissen zu Ende ist ..." z.B. Starkstromleitung, an sowas hätt ich niemals nie gedacht. Wartung, Bedienung und vor allem die ganzen Kniffs war mir im Vorfeld schon klar dass das nicht leicht ist, nicht umsonst ist der Buchdrucker ein eigener Beruf.
    Ich bin froh über jeden hilfreichen Beitrag, denn nur so krieg ich einen guten Einblick was für mich als Laien im Bereich des Möglichen ist und was eben nicht.

    @ print peet: Danke für deinen Beitrag, die Neuhauser Kunstmühle hab ich bereits entdeckt. Da werde ich auf jeden Fall mal hinschauen.

    Auf der AdanaShop Website werden Maschinen (generalüberholt und restauriert) inkl. Versand und Zubehör für 655,- angeboten. Da werd ich zuschlagen, ich hab lange bei Ebay (UK) geschaut, aber da bleibt halt immer das Risiko, dass etwas nicht funktioniert ... Deshalb lieber ein bisschen mehr zahlen und auf der sicheren Seite sein.
    Ich finde deinen Shop super, da werd ich bei nächster Gelegenheit mal schmökern!

    @ Instruktor: Danke für Dein Angebot :D

    @ Arbeiter: ich finde es sehr nett vom Instruktor seine Hilfe anzubieten und wenn ernsthaft Interesse an einer Sache besteht, ist man ja auch gern bereit dafür zu bezahlen. Ich zumindest. Warum auch sollte er eine Woche auf seine Kosten und unentgeltlich einem Wildfremden seine Dienste anbieten? Das sich das niemand leisten kann und will ist wohl selbsterklärend.
    Manchmal ist man auf die Hilfsbereitschaft solcher Menschen angewiesen, und ich bin dankbar wenn jemand bereit ist sein Wissen zu teilen. Wenn der Instruktor ein Hobbydrucker ist, werd ich ihm halt auch nichts bezahlen, denn ein Hobbydrucker bin ich ja schon selber ;) Aber erstmal probier ich mein Glück mit der Adana im Alleingang.

    So, jetzt order ich mir mal meine Letterpress, JUHU :D

    Wünsch Euch ein feines Wochenende!




  • Hallo Bea :)


    ich bin immer wieder fasziniert wenn ein Grafiker die Aussage trifft...Was wäre der Grafiker ohne den Druck :respekt:
    Diese Aussage eines Mac Users ist ganz & gar nicht selbstverständlich..was sicherlich schon viele von uns erlebt haben


    Und genau aus diesen Gründen werde ich Bea sogut es auf diese Entfernung eben geht in ihrem Vorhaben unterstützen :!:


    2 befreundete Grafiker schafften sich auch dieses " Hobby " an ..allerdings gleich mit nem Tiegel
    da sie in meiner näheren Umgebung ihre Agentur haben, konnte ich mit den beiden in meiner Freizeit an diversen We`s
    Workshops machen um ihnen die schwarze Kunst nahe zu bringen ( ohne Bezahlung ) für Freunde mache ich das prinzipiell umsonst


    Die beiden haben mittlerweile soviel erlernt um ihre Vorstellungen am Tiegel umzusetzen :thumbsup:
    auch den profanen Kartoffeldruck erweckten sie zu neuem durchaus sehr interessantem Leben :)



    Gott grüß die Kunst

  • Erstaunlich finde ich, dass in anderen Ländern dieses Hobbydrucken viel verbreiteter ist. Auch andere kreative und produktive Beschäftigungen, wie zum Beispiel Buchbinden. Man findet unzählige Seiten und Videos zu solch Themen zum Beispiel aus Amerika im Netz. Da scheinen sich auch viele die Gerätschaften gleich selbst zu bauen und darauf Patent anzumelden. (einfach mal "bookbinding" bei youtube suchen - lustig) In Deutschland gibt es sicher auch genug, aber die erwähnten Amis und auch die von der Insel scheinen da irgendwie "verrückter" zu sein. Ich meine, die verstärkte Nachfrage nach gutem, alten Buchdruck ist dort auch viel stärker und schwappte etwas hier rüber. Letterpress klingt auch viel hipper. :thumbsup:


    Ich glaube aber auch, dass mit zunehmender Digitalisierung und Technisierung des Lebens und der Produktion das Interesse an echter Handarbeit mit Seele und fühlbaren Abläufen zunehmen wird. Und würden wir alles richtig machen, hätten wir auch die Zeit dazu. Die Maschinen arbeiten für uns und wir haben mehr Zeit, unser ästhetisches Empfinden auszuleben und zu schulen und können unseren Charakter mit ehrlicher Arbeit schulen. Oder wie die russisch-amerikanische Schriftstellerin Ayn Rand es einmal in Worte kleidete:

    "Jede Arbeit ist eine philosophische Tat. Wenn die Menschen lernen, schöpferische Arbeit und das, woraus sie entspringt, als Maßstab ihrer moralischen Werte zu betrachten, dann werden sie jenen Zustand der Vollkommenheit erreichen, den sie verloren haben, als sie ihr Geburtsrecht verrieten…"


    Und damit hat sie, meines Erachtens, recht. Und, ohne allzu sehr in die Gesellschaftskritik abzurutschen, aber: Daran mangelt es heute enorm. :S

  • also ich kann nur sagen, dass ich es unheimlich schade finde, dass - außer man ist selbstständig - so wenig mit den druckern zusammenarbeitet. man könnte von grafischer seite viel bessere ergebnisse erzielen wenn man sich über die möglichkeiten besser im klaren wäre. und manch drucker wäre sicherlich auch froh, wenn er druckdaten gleich korrekt bekommt und seine druckmaschine termingerecht starten kann. ich erlebe das immer wieder, dass druckdaten 3 x hin und her geschickt werden, weil weiß gott welche druckspezifika o.ä. falsch sind. und da ist eben der kontakter dazwischen, der zwischen druckerei und grafik waltet ... wahrlich umständlich und kontraproduktiv das ganze! wie gesagt man wird betriebsblind, druck-pdf schreiben und fertig. papierauswahl, veredelung, druckart, das ist die ausnahme wenn man da mal mitreden darf. da ist echt eigeninitiative gefragt, wenn man da einigermaßen am ball bleiben will.
    bei meiner recherche über eine buchdruckpresse hab ich erst gemerkt, wieviel defizit da bei mir mittlerweile herrscht. alles was man vor jahren gelernt hat und nie wirklich gebraucht hat ist futsch ;(
    und da liegt der hund begraben: weil man es eben braucht. ganz dringend sogar. ich kann ja auch nicht koch sein und nichts über meine produkte wissen.


    teilweise hab ich ein gewaltiges problem damit, dass alles so massiv vereinfacht wird. bei uns war mal das gespräch bezüglich web-to-print! ich mein, für was hab ich da meine ausbildung gemacht. ein template mit text füttern und ein bild hochladen, dass kann doch jeder ... meine bedenken damals wurden kommentiert mit "ja dann solltest du vielleicht auch briefe statt emails schreiben". ja genau! und ich hätt auch gern wieder mehr richtige briefe im postkasten statt rechnungen und werbung :D zum glück ist das startprojekt damals dermassen in die binsen gegangen, dass das thema derzeit vom tisch ist tongue.png

  • Wenn jemand eine Frage zum Guten, alten Buchdruckerhandwerk hat, so bin ich derLetzte der nicht helfen will. Und ich selbst habe den höchsten Respekt vor einem wirklich guten Buchdrucker der sein Handwerk versteht. Mein Lehrmeister brachte es mal auf den Punkt: Es gab Hochdrucker die ein Klischee schon nach 1000 Drucke ins Drucknirwana schickten, andere schafften damit 10000 Drucke, konnten eben mit mehr Gefühl zurichten. Oder die Form gewissenhafter justieren. Ganz ehrlich ich weiß nicht ob ich das bringen würde. Dieses Geduldspiel beim Zurichten, egal ob Tiegel oder Zylinder. Zum Glück entwickelte sich dann der meiner Ansicht nach einfachere Offsetdruck. Heutzutage sind die Anforderungen an einen guten Drucker grundlegend anders.
    Ich will grundsätzlich niemand zu nahe treten und mein Wort "Anbiedern" war vielleicht etwas grob gewählt und kann leicht missverständlich aufgefasst werden. Doch mir kam der Vergleich in den Sinn mit einem neu aufgesetzten PC und ein Bekannter will gleich einen kompletten Lehrgang mit allem Drum und Drann absolvieren. Mit bezahlter Kost und Quartier. Ich würde dann sagen (natürlich nur wenn ich das als Hobby betreibe), "Danke, es genügt wenn Du mir den PC neu aufsetzt und mir auf etwaiige Fragen antwortest". Ich weiß nicht, vielleicht sehe das nur ich so, doch ich persönlich wäre ein wenig irritiert wenn ich so ein Angebot bekäme.
    Nichtsdestotrotz denke ich doch, daß die Zeit des Buchdruckes, in seiner Blüte, eine Bessere war als heute, doch bitte dies nicht als Jammerei auffassen. Auch heute kann man noch gut verdienen in der Druckindustrie, doch nicht nur ich habe die Erfahrung gemacht und habe auch von anderen Usern gelesen, daß die Möglichkeiten von diesem Beruf zu leben immer dünner werden.
    Bea ist in glücklicher Situation, sie kann es hobbymässig betreiben, doch ich möchte eine Möglichkeit finden wieder beruflich als Buchdrucker tätig zu werden. Ich brauche noch Versicherungsjahre und ja, meine Familie muss auch von was leben. Die Luxuseinstellung nur wegen der Arbeit als solche arbeiten zu gehen kann ich mir leider nicht erlauben.


    Etwas stimmt mich nachdenklich: Ich habe in den Forenregeln folgenden Satz gelesen:
    Sinn und Zweck des Forums ist ein an die Öffentlichkeit gerichteter "Markt der Meinungen". Es soll daher unter den Nutzern ein friedlicher und respektvoller Umgang ohne beleidigende Anfeindungen gepflegt werden.
    Ich fasse das als Meinungsfreiheit auf. Wieso fühlt sich dann jemand persönlich angegriffen von mir?


    Und das Zweite: Weshalb diese unterschwellige Aggresivität gewisser Mitglieder aufgrund meiner Meinung? Ich würde diesem speziellem Mitglied gerne eine PN senden, wie schon früher mal erwähnt geht das nicht, so muß ich öffentlich schreiben. Doch soweit möchte ich nicht gehen, daß ich jemand öffentlich diskriminiere.

  • Da ich gestern private Nachrichten empfing, ist es, zumindest technisch, durchaus möglich.


    Im übrigen glaube ich, ist es die beste Möglichkeit als Buchdrucker zu arbeiten, wenn man sich dafür selbstständig macht und als Nischendruckerei gutes Geld verdient. Das notwendige Kapital kann sich, bei guten Kontakten und auch mit etwas Glück, im sehr überschaubarem Rahmen bewegen.
    Da Spezialisten für Veredelungen und Buchdruck rar gesät sind, sind entsprechende Arbeitsplätze natürlich ebenfalls nicht im Übermaß vorhanden und sicher von Profis besetzt.
    Also ein paar Tausender Scheingeld in die Hand nehmen und in wahre Werte investieren, kleines Hinterhofatelier gemietet und ab die Post. Dann schreibste deine Beiträge vielleicht auch nicht mehr mit Hammer und Sichel. :D

  • Wünsch Euch ein feines Wochenende!


    Huhu, bitte denke daran.


    Hier weilt so mancher alte Knabe fast blind vom jahrzentelangen (in halb gebeugter Stellung) Betrachten von Schriftgrad, Schriftbild, umgeben von Hurenkindern und Schusterjungen.


    Also, minderstens 10pt............... :rolleyes: :rolleyes: :thumbup:


    Grüße
    Günter

    Alles Wahre ist so einfach, dass es eigentlich nur ein Dummkopf verstehen kann. Darum haben es ja die klugen Köpfe so schwer.

  • Hallo Bea


    auf der Suche nach Infos zur Adana bin ich auf dieses Forum und deine Beiträge gestoßen.
    Ich bin in der gleichen Situation wie Du: Gestalterin, Mama, Letterpress ausprobieren…


    Wie es aussieht, hast Du Dir eine Adana angeschafft :thumbsup:
    und wahrscheinlich schon kräftig ausprobiert?!
    Ich wollte Dich ganz ungeniert nach Deinen Erfahrungen ausfragen.


    Mich interessiert vor allem…
    …wo und wie hat das mit dem Kauf geklappt?
    …wo kommst Du an die Platten, Farbe, Papier?
    …wie zufrieden bist Du mit dem Druckergebnis?


    Viele Grüße
    ub

  • ich habe zu diesem Thema morgen ein Projekt
    in einer 1.Klasse mit dem Equipment von Spinetti,
    das er mir freundlicherweise zu Verfügung stellte :thumbup:
    wird sicherlich "spannend" was die Kinder kreatives drucken
    stelle mal ein paar Kunstwerke der kleinen ein...
    am Mittwoch mit noch einer 1.Klasse



    Gruß, Norbert

  • Hallo,
    ich bin auch per Zufall über dieses Forum gestolpert, aber ich finde es interessant, dass die Letterpress-Bewegung jetzt auch hier schon ihre Wellen schlägt.
    Ich selbst bin gelernte Bleisetzerin und Drucktechnikerin und nach vielen Jahren in Druckereien und Werbeagenturen jetzt seit 10 Jahren selbständig. Vor ca. 15 Jahren habe ich auch wieder angefangen, Bleischriften etc. in ganz Deutschland zu sammeln und hatte Glück, dass ich meine Korrex und meine beiden Adanas noch sehr günstig erwerben konnte. Ebenso die Schriften. Es gibt ja seit x-Jahren durch den Handpressendruck genügend Nachfrage, und viele von diesen stellen regelmäßig auf der Mainzer Minipresse aus.


    Seit einiger Zeit kommt noch die Letterpress-Bewegung aus den USA und UK dazu. Sprich, Adana oder OHT (wer den Platz hat) und auf sündteuren Unterlagen "Boxcar Base" werden flexible Polymerplatten von Toyobo "gebabbt" und bevorzugt auf 900 g/qm Gmund Cotton gedruckt. Der dabei entstehende Reliefdruck ist das, was man damit erreichen will. Das ganze natürlich am Mac erstellt. Ich finde das schon ganz nett, aber auch nicht gerade günstig, besonders nicht als Hobby. Selbst wenn man sich die unbelichteten Platten und einen günstigen UV-Belichter besorgt.


    Der Spaß beginnt doch erst, alte vollkommen verfischte Kästen von Staub und Dreck zu befreien und sämtliche Sünden aus der Lehrzeit abzuarbeiten ;-)


    Was mich aber an der Letterpress-Bewegung wirklich beeindruckt, ist der Mut sich einen OHT aufzustellen und mal rumzuprobieren. In meinem Lehrbetrieb gab es noch eine große Buchdruckabteilung mit einigen OHZ und OHT und auch noch zwei alte Anlegerinnen, die manchmal die Maschinen besser im Griff hatten als der "Meister". Obwohl mir die beiden Damen viel beigebracht haben, würde ich mich kaum trauen eine OHT zu kaufen und zum Laufen zu bringen.


    Was ich damit meine, Adana mit Nyloprints zu betreiben ist, glaube ich eine ganz schön "exklusives" Hobby. Sich dann noch an eine OHT zu trauen, Hut ab! Ich würde Anfängern daher eher mal zur guten alten Linolplatte oder Holzschnitt raten, vielleicht ein paar günstige englische Schriften, so wie sie oft bei ebay.co.uk angeboten werden und deren Schrifthöhe auf die Adana ausgelegt sind, erwerben und wenn dann das Druckergebnis stimmt, kann man ja immer weiter experimentieren.

  • Hallo Setzerin!


    Bin erst gestern in diese Site gestolpert da wir eine Heidelberg Quickmaster DI gekauft haben, die Meinungen gehen hier von super bis supersch.... auseinander. Mal sehen.
    Als gelernter Buch- Offsetdrucker bin ich nach einigen Umwegen (Endlosdruck, Directmail, selbständig) wieder in einem Lettershop gelandet, Digitaldruck, kuvertieren etc.
    Zum Rillen und perforieren haben wir kürzlich aus einer Insolvenz hier in Wien um Eu. 600,- einen OHT Baujahr 64 ersteigert, (Ich:Baujahr 1956) habe aber auch alles mögliche für Drucken mitgenommen, Walzen etc. und die Maschine wieder in Betrieb genommen. Ist wie Radfahren, verlernt man nie mehr wenn man es einmal kann. In wenigen Monaten hat sich die Maschine bezahlt
    mit Eindrucken in Fototaschen. stanzen, rillen perforieren. Bei uns in Österreich werden in letzter Zeit immer wieder Leute gesucht, die dieses alte Handwerk noch beherrschen, für mich ist
    es jedesmal wieder schön die alte Karre zu starten.


    Grüße aus Wien


    Peter

  • Mensch Norbert,


    finde das klasse das du so ein Projekttag gemacht hast. Hab ja selber zwei Grundschulkinder.. die hätten da sicher auch gerne mitgemacht und mir dann voller Stolz ihre Kunstwerke gezeigt. (und ich hätte da auch gerne mitgemacht.. alleine der Kreativitätswillen :D )

  • Mensch Norbert,


    finde das klasse das du so ein Projekttag gemacht hast. Hab ja selber zwei Grundschulkinder.. die hätten da sicher auch gerne mitgemacht und mir dann voller Stolz ihre Kunstwerke gezeigt. (und ich hätte da auch gerne mitgemacht.. alleine der Kreativitätswillen :D )


    Danke Maddin :)


    aus welcher Ecke bist du denn ?, habe demnächst ein Projekt in einem Montessori KiGa, noch ein oder zwei in der Förderschule
    und im Sommer ein richtig grosses mit ca 60 Kindern zum Sommerfest des Jugendamtes




    Gruss, Norbert

  • Wie wärs mal mit Kartoffel-druck. So hab ichs gelernt. :D



    Grüß dich Mac-Steve,



    die Richtung in der ich das mit den Kindern mache ist die Sozial-Pädagogische
    Kartoffel- und Stempeldruck seis mit Korken, Styropor und oder Kartoffeln, Äpfeln usw
    sind nicht das Ziel meiner Arbeit mit den Kindern...


    Drucken hilft Lernen
    und ist fächer- und fachbereichsübergreifend.
    Schule, Freizeit und Elternhaus können sich in Text und Illustration verbinden.
    Durch den Druck und die nachfolgende Publikation werden selber erlebte und
    erdachte Dinge wichtig und mitteilenswert. Schrift hilft, gibt eine Stimme
    und wird endlich wieder als wichtiges Ausdruckmittel erlebt.


    Ein Projekt mit 10 - 13 Kindern dauert ca 1.5 - 3 Std


    Gegenwärtig mache ich das komplett kostenlos, rein ohne kommerzielle Interessen und finanziere alles..Material, Farben und Fotos selbst


    Das mag jetzt dem einen oder anderen ad Absurdum erscheinen...ist aber so


    Die auf den Fotos abgebildete Abziehpresse, sowie die Erstausstattung an Farben,
    bekam ich von unserem Kollegen Spinetti leihweise und kostenlos zur Verfügung gestellt !


    Gestern orderte ich nen Karton an Farben für die Projekte..
    In den "Gesuchen" steht ein Gesuch von mir nach einer Abziehpresse..kann ruhig schon alt sein..muss sie mir halt leisten können ;)




    Gruß, Norbert

  • Respekt für deine Arbeit.


    Der Kartoffeldruck war nur eine Idee, weil man den eigentlich ohne große Hilfsmittel auch zu Hause hin bekommt. Ob sich die Eltern darüber freuen ist vielleicht eine andere Frage.