Beiträge von Print Instructor

    Hallo,

    in der Feuchtmittelzentrale die Ventile für den Zu- und Ablauf so einstellen, dass ausreichend Feuchtmittel in den Wasserkasten läuft aber auch schnell wieder abfliesen kann.

    Je nach Maschinentyp gibt es einen Hahn direkt am Zulauf aber auch Einstellmöglichkeiten in Form eines Rücklaufventils.

    Ansonsten mal in den Tank schauen, vielleicht braucht Ihr 1% von einem Anti-Shaum-Mittel, welches Ihr zusetzen könnt.

    Hallo,

    sollte mal jemand die Dosier- und Tauchwalze ausbauen und die Isolierung dahinter kontrollieren.

    Farbaufbau an einer Isolierung welche sich vom Wasserkasten abgelöst hat.

    Ansonsten sind solche Probleme grundsätzlich im Zusammenspiel ´Farbe und Feuchtmittelzusammensetzung´ zu finden.


    Mit Grüßen

    Hallo, hier mal ein Auszug aus meinem Bericht zu diesem Effekt, welches sich an mancher SM74 zum Problem entwickelt. Warum das so ist ... findet Ihr am Ende.


    Problembeschreibung

    Während des Druckens treten zeitweise und unvorhergesehen, in Verbindung mit Rastertönen, Erscheinungen der Streifenbildung partiell auf. Das Auftreten der Torsions- bzw. Mikrostreifen beschränkt sich hauptsächlich auf Rastertöne im Bereich von 20-60% Flächenbelegung auf homogenen Bildflächen von Druckprodukten. Diese Streifen haben ihre Ursache zumeist in Biege- oder Torsionsschwingungen bzw. sind Ausdruck des Schablonierens.


    Praktische Maßnahmen zur Minimierung bzw. vollständigen Eliminierung der Torsionsstreifen sind wie folgt:

    1. die korrekte Einhaltung der Vorgaben zur Justierung des Farb- und Feuchtwerkes, nach Herstellerangaben.

    2. die korrekte Abstimmung des Feuchtmittels unter Beachtung des pH- Wertes und der Alkoholmenge wie auch Kühl-

    temperatur des Feuchtmittels. (ALC mind. 6%)

    3. die regelmäßige Reinigung des Walzenstuhls mit einer speziellen Paste zur Reduzierung von Kalkablagerungen.

    4. die Verminderung von seitlichem Spiel an den Auftragswalzen innerhalb der Lagerschalen.

    5. der sofortige Austausch abgenutzter Gummiwalzen und die regelmäßige, optische Kontrolle dieser durch den Drucker.

    6. der sofortige Austausch beschädigter Lager an Gummiwalzen und oszillierenden Walzen.

    7. die korrekte Einstellung der Zylinderaufzüge an Platten,- Gummi,- und Gegendruckzylindern.

    8. die Einstellung einer optimalen Farbe- zu Wasserbalance während der Produktion.

    Des weiteren hat der Maschinenbediener auf folgende Punkte besonders zu achten:

    1. Sicherstellung der korrekten Druckbeistellung zwischen Platten- und Gummizylinder. (Aufzugsstärken beachten)

    2. Sicherstellung einer korrekten Druckbeistellung zwischen Gummi- und Druckzylinder ohne Überdruckeffekte.

    3. häufiges Erneuern des Gummituchs und der Unterlagebögen, beim Aufziehen ist ein Drehmomentschlüßel zu verwenden. (mind. 50nm)


    Es liegt die Vermutung nahe, dass der Effekt der Torsionsstreifen durch die Mechanik des Druckwerkes und im besonderen im Bereich der oszillierenden Reiberwalzen hervorgerufen wird. Durch den Einbau spezieller Reiberwalzen, als Schlupfreiber bezeichnet, könnten die partiell auftretenden Torsionsstreifen auf ein minimum reduziert werden.

    Tatsache ist, das gerade bei diesem Maschinentyp diese Torsionsstreifen auftreten können !!

    Der Austausch des Gegendruckzyl.-Bleches im letzten Druckwerk ist Druckersache. Meist ist dieses auszutauschen bei sogenannten ´plus´ Maschinen, mit Nut und Perforiereinrichtung.

    Laut HEIDELBERG ist der Austausch in den davor liegenden Druckwerken einzig Technikersache.(!) Da kann vieles schiefgehen.

    Und nicht die Maschine ´tippen´, wenn die Spannleiste eingebaut ist, sondern mit Hand drehen.

    Viel Glück !!

    Hallo,

    zu diesem Problem kann ich sagen, dass dies nur Maschinen mit Baujahr vor 2000 betrifft.

    `ROBBI´ hat recht mit seiner Aussage.

    Die zweigeteilte Lagerschale der Tauchwalze hat innen eine Feder, welche normal dafür sorgt, dass beim Anstellen des Feuchtwerkes die Dosierwalze (Chrom) sich auf der Tauchwalze abrollt und zur Feuchtauftragswalze geht.

    Bei Maschinen mit Baujahr vor 2000 ist diese Feder schwächer geworden, mit den Jahren.


    Entweder bei HD anfragen und Feder erneuern ... oder ... die oben liegende Innensechskant Imbussschraube etwas anziehen. Hier ist jedoch mit Vorsicht vorzugehen, da bei zuviel Spannung die Justage Chromwalze zu Feuchtauftragswalze nicht mehr möglich ist. Auch bei zu alten Gummiwalzen (Umfang kleiner um 2mm) sollte mal über einen Austausch nachgedacht werden.


    HD wird wahrscheinlich empfehlen die beiden Lagerschalen an Tauchwalze komplett zu erneuern.

    Die kennen das Problem mit den alten Maschinen, geben das aber nicht zu.

    Der Antriebsmotor kann defekt sein.
    Wenn alle Parameter stimmen, der Sensor hinten mit einem Abstand von zirka 0.10 eingestellt ist (Spalt bei eingebautem Modul prüfen), die Spannung des Waschtuches in Ordnung ist --- dann kann es eigentlich nur der Motor sein.

    Hallo,
    also hierzu (Abrollumfang) habe ich eine andere Meinung.
    Aus Erfahrung kann ich nur davon abraten eine ICP-Folie auf ein Stahlblech zu kleben.


    1. Passerdifferenzen sind hier bestimmt zu sehen.
    2. Walgen bei Druck-An wird die Folie nicht lange durchhalten.


    Der Austausch von nur einem Zylinder-stahlblech, von einem günstigeren Anbieter, mit 3 original HD-Blechen auf den anderen Druckwerken, führte schon zu einer Passerdifferenz von bis zu 0.3mm.
    Gerade bei günstigeren Anbietern gibt es Dickenunterschiede in den Zylinderblechen, was zu den oben beschriebenen Differenzen führen wird.

    Folgende Möglichkeit:
    Wenn sich diese Passerdifferenzen nach dem Schöndruck (1-4) zeigen, und diese wirken bei Betrachtung wie ein ´Zweiertakt´- 1. Bogen gut, zweiter Bogen schlecht - dann liegt dies an der hinteren Saugleiste der Speichertrommel vor dem Wendezylinder.


    Bei 70 gramm Papier sind alle Sauger auf der Saugstange zu entfernen !! Mit Saugern wird die Bogenkante unregelmäßig und Passerprobleme entstehen.
    Die Drehbewegung beider Saugstangen kontrollieren. Einzelne Sauger einsprühen und auf Gängigkeit prüfen.
    Wartung an Saugstange nicht vergessen.
    1. Versuch: mit Drehbewegung beider Saugstangen
    2. Versuch: ohne Drehbewegung der Saugstangen


    Dann zeigt sich welche Version die bessere ist.

    Das PH-Messgerät von HANNA benötigt eine monatl. Kalibrierung mit zwei Flüssigkeiten. (ph-4, ph-7)
    Falls das nicht gemacht wird, sind erhebliche Abweichungen zu erwarten.


    Ich gebe norbert recht, ein ´herumstochern´ macht keinen Sinn.
    Objektive Beurteilung eines aussenstehenden.

    Hierzu hätte ich einige Fragen, die zur Klärung beitragen können.


    1. womit wird der PH-Wert ermittelt ?
    2. Ist die Kühlung des Feuchtmittels zuverlässig ?
    3. Wie wird IPA dosiert ? (Schwimmersystem ?)
    4. Welche Druckplatten werden verwendet ? (Prozesslos ?)
    5. Wie wird der Zusatz dosiert ? (Handmischung oder Automatisch?)


    Es gibt hierbei viele Einflußfaktoren und vielleicht sollte mal eine OBJEKTIVE PRÜFUNG stattfinden.