Beiträge von Skipper

    Zu ISO: Wenn ich als Vorgabe des ISO Prüfers NUR den neuen, aktuellen Fächer verwenden soll, bleibt mir leider nichts anderes übrig. Über Sinn und Zweck von einer ISO möchte ich hier nicht diskutieren, dafür ist mir meine Zeit zu schade.

    Zu DeltaE: Ein Wert von 3 wird mir von unserer Quali um die Ohren gehauen. Alles was über 1.5 liegt ist außer der Toleranz.

    Ich denke eher, da der letzte Versuch von Pantone gescheitert ist, ein neues Mischsystem zu etablieren versuchen sie es jetzt anders. Ich brauche mehr Transparentweiss und mehr Grundfarben. Da können auf alle Fälle die Farbhersteller mehr verkaufen.

    Zudem weichen einige Farben ziemlich stark von den alten Farben ab. Pantone 116C ist ein gutes Beispiel.

    Ich arbeite bei einem pharmazeutischen Verpackungshersteller, wo es auf absolute Farbtreue ankommt.

    Und wir Drucker mischen die meisten Farben selbst.

    Welcher Spezialist hat sich die neuen Farbfächer bzw. Mischrezepte bei PANTONE ausgedacht? Nicht nur, dass man 4 neue Grundfarben im Lager vorhalten muss…

    Die Farbmischrezepte sind völlig unsinnig.

    Wo ich zum Beispiel für P306C zwei Farben zum Mischen verwende (Pro. Blue und Transparentweiß) sind es nun vier! (siehe Foto alter Fächer/neuer Fächer)

    Die willkürliche Anordnung der Farben im Fächer (nicht numerisch geordnet) waren ja schon gewöhnungsbedürftig. Aber DAS jetzt hier…

    Problem ist mittlerweile im Griff. Ich habe mir mit einem Stück HT-Rohr aus dem Baumarkt (ca. 10 - 15cm lang) und 8 Lagen Insektenschutzgitter eine Art Filter/Sieb gebaut, durch den der Rücklauf vom Lack wieder in den Lackeimer läuft.

    Das Sieb verhindert, dass der größte Teil des Schaumes in den Eimer gelangt.

    Zusätzlich kann man noch mit einem Wasserzerstäuber die wenigen kleinen Bläschen auf der Oberfläche mit 1-2 Sprühstößen zum platzen bringen. Auf diese Weise habe ich mit zwei 25kg Gebinden insgesamt 10 Stunden drucken können, ohne einen einzigen Ausfall der Lackpumpe durch Schaumbildung. Das Problem des Lackaufbaus an der Hinterkante und den Aussparungen der Lackplatte hat sich dazu auch erledigt.

    Lack hat Viskosität V90.

    Lanze steckt nicht im frischen Lack, sondern läuft über eine selbstgebaute "Rinne" (Stück von Offsetplatte) langsam in den Eimer zurück.

    Rasterwalze ist Zecher 120L/cm 45Grad 12,7 cm2/m2

    Moin.

    Wir nutzen den 210 Softtouch-Lack von WB.

    Ich habe dauernd das Problem, dass nach ca. 1 Stunde der Lack derart durchgeschäumt ist, dass mir meine Lackpumpe stehen bleibt.

    Zudem baut der Lack an den Kanten der Lackaussparung enorm auf sodass die Bogen zum Zusammenkleben neigen.

    Maschine: Komori S40

    Lackwerk: Komori/H+B Lithocoat Aqueous

    Lackplatte: Strip Plate Poly 125

    Das Thema Graubalance wird viel zu oft überschätzt!
    Wie mein alter Chef schon vor 15-20 Jahren sagte: Wir verkaufen das Produkt, nicht den Druckkontrollstreifen!
    :opa:
    Grundsätzlich werden natürlich ersteinmal die Standarddichten angefahren. Nutzt einem bloß nichts, wenn das Motiv nicht so aussieht, wie es der Kunde wünscht.
    Doch grundsätzlich sollten Farbkorrekturen von der Vorstufe gemacht werden, bevor in der Druckmaschine irgendwelche abenteulerlichen Dichtewerte gefahren werden.