Beitrag 259, Was sind die Motive für so genannte „Hi - Fi - Skalen“?

  • Wenn man sich von der Masse absetzen will, kann man z. B. Objekte planen, die mit der Normskala nicht oder nur schwer darstellbar sind. Es mag aber auch sein, dass jemand aus Reklamegründen immerhin diesen Eindruck erwecken will. Immer wieder gibt es solche Wellen. Dann gibt es darin natürliche auch Mitläufer wie immer, die von ihren Verkäufern angestoßen werden, unbedingt auch so etwas anzubieten. Auf diesem Wege haben alle Druckfarbenhersteller mal solche Systeme "selbst entwickelt". Man muss nur ein eigenes Motiv nehmen, damit es nicht zu plump ausschaut. Solange man bei drei Buntfarben bleibt, ist es immer leicht, es bei einer Druckerei unterzubringen, die einfach mal damit werben will.


    Man kann z. B. die Pigmentierung der bunten Skalenfarben hochsetzen. Oder man kann die Farbtöne der drei Pigmente bewusst verändern. So war einmal die japanische Farbenskala ein Hype, bei der das Magenta blaustichiger war als bei uns. Das hat kalte Rottöne stärker herausgebracht als die Normskala. Lange hat sie sich nicht gehalten, weil wir in Westeuropa und USA eher warme Rottöne schätzen. Das geht bis in die Automobilprospekte, wo die Rücklichter "richtig leuchten" müssen.

    Geht man die Sache fachmännisch an, kann durchaus Bemerkenswertes herauskommen.


    Beispiele für solche Sonderskalen aus meinen Notizen sind:

    Novaspace, Novart und Novastar von Flint, Aniva von Epple, hicos von MHM, high end von SunChemical, Tempo Max+ von Sicpa und high body von Jännicke & Schneemann.