Photopolymer-Platten belichten/Anfängerprobleme

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich bin neu hier im Forum und hoffe sehr, dass mir jemand helfen kann. Kann es sein, dass die Photopolymer Platten ein Haltbarkeitsdatum haben, nachdem sie nicht mehr verwendet werden können/unbrauchbar werden? Oder liegt es an den Röhren des Belichtungsapparates, dass die Platten nichts werden?

    Ich habe es bereits mit zwei Platten versucht mit dem gleichen Ergebnis. Zwar zeichnet sich das Motiv auf der Oberfläche ab, man kann die Belichteten Stellen erkennen, wenn ich es aber im warmen Wasser ablösen möchte, tut sich rein gar nichts :-(... Belichtet habe ich 8 Minuten lang, so hat es mir der Vorbesitzer erklärt. Da ich ein absoluter Anfänger bin, folgte ich natürlich auch seiner Anweisung. Bevor ich aber noch mehr Platten verschwende, frage ich hier nach und hoffe, dass mir jemand helfen kann.


    Der Belichter mit dem ich es gemacht habe, ist mit 4 TL20W/05 Leuchtröhren von Philips ausgestattet. Vakuum funktioniert einwandfrei. Gerät schaltet nach abgelaufener Zeit automatisch ab. Die Photopolymer-Platten tragen die Bezeichnung LSL94SM, haben eine magnetische Basis.

    Nun zum eigentlichen Problem: Es hört sich sicherlich blöd an, aber das Ablösen der unbelichteten Photopolymer Schicht nach dem Belichten der Platten funktioniert bei mir gar nicht :-( Was mache ich falsch? Weder mit einer weichen Bürste noch ohne mechanische Hilfe. Es tut sich rein gar nichts. Kann es sein, dass die Platten zu alt sind? Belichte ich vielleicht zu lange? Die Platten sind in einer schwarzen Folie gelagert, wurden in einem abgedunkelten Raum (Rolladen runter, Spalt für einen Lichtstrahl, dass man etwas erkennen kann offen) bearbeitet und nichts.


    Für jeden Hinweis bin ich sehr dankbar. Wer kann mir helfen?


    Eine verzweifelte Anfängerin

    ;(

  • Hallo, die Platten haben kein Verfallsdatum. Nach deiner Beschreibung haben die Platten zu viel Licht bekommen. Nur die unbelichtete Schicht ist wasserlößlich. Die Bezeichnung der Röhren im Belichter sagt mir nichts, es müssen UV-Röhren sein z.B. Philips TL-44D25/09N. Zu den Problemen habe ich schon mehrfach geschrieben. In fast allen Fällen ist die falsche Dichte der Filmvorlage bzw. des Laser oder Tintenstrahl-Druckers die Ursache. Ich verwende auch Platten mit Stahlrückseite,die MS 94C Miraclon von Kodak. Meie Belichtungszeiten mit Film (keine bedruckte Folie) sind ca. 2-3 min.belichten, 3min. auswaschenbei 30 Grad,10 min. trocknen bei 60 Grad und anschließender Härtung (nachbelichten ohne Folie und Vakuum) 8-10 min. Ein Musterstück meiner Platten und einen passenden Film kann ich dir zu testzwecken schicken. Wenn du tiefer in das Thema Fotopolymer-Platten einsteigen willst, biete ich auch ein Tagesseminar an.

  • Hallo Boston Presse,

    die Röhren, die in meinem Gerät sind, sind UV-Röhren, es sei denn sie können veralten? :/....Ein Transparentpapier gedruckt auf Laserdrucker mit 100%schwarz galt als Belichtungsvorlage. So soll es beim Vorbesitzer auch funktioniert haben :-( und seine Platte ist tatsächlich etwas geworden.


    Dein Angebot würde ich sehr gerne annehmen, das hört sich super an. Gerne kannst Du mir ein Musterstück Deiner Platten zukommen lassen und den Film zum Probieren. Wie bringe ich aber das Motiv auf den Film? Mit Transparentpapier das im Laser bedruckt wird, war sehr einfach. Auch mit unter einer der Gründe warum ich das Gerät mit den Platten gekauft habe, weil es von der Handhabung so simple schien...Meine Ergebnisse sind aber mehr als unzufrieden stellend.
    Damit ich sicher gehen kann, dass es nicht an den Platten liegt und ich nicht gleich neue kaufen muss, darf ich Dir auch eine meiner zukommen lassen, damit Du sie testest, ob sie tatsächlich ok sind oder es an meinem falschen Vorgehen liegt?


    Wann finden die Seminare statt? Ich wäre in der Tat daran interessiert :-)

  • Hallo Bozena-Lilianna,

    die UV-Röhren altern,sie erzeugen wie alle Leuchtstofflampen dann weniger Licht. Ein Transparentpapier mit Laserdrucker bedruckt bringt nicht eine Dichte von log.4-4,5 die für eine Druckvorstufe erforderlich sind. Es gibt Folien für den Tintendrucker, die dann mit einer speziellen Tinte brauchbare Ergebnisse für den Siebdruck erzeugen. Den Film belichte ich mit einer Linotronic, der Testfilm ist hat die nötige Dichte und ist mit einem Motiv bebildert. Der Test grenzt somit Fehler am Gerät, Platten, Film und Verarbeitung ein. Gerne teste ich auch eine deiner Platten.


    Meine Seminare beinhalten Intensiv-Schulung für ein oder 2 Personen und werden auf den jeweiligen Teilnehmer abgestimmt. Sie dauern von 9.00-17.00 Uhr. Feste Termine gibt es nicht, wird dann abgestimmt. Ab 7.Januar 2020 können Termine gemacht werden.

    Für den Adressenaustausch und weitere Informationen bitte an meine e-mail Adresse khr@redecker-hf.de

  • Alles klar.....vielen Dank Boston Presse.

    Habe noch gestern Abend Folien bedruckt, ich dachte, ich starte noch den letzten Versuch... Zwei Folien 100% schwarz, auf Laser gedruckt, diese aufeinander gelegt und 8 Minuten mit Vakuum belichtet. Ich war sooooo angespannt.....Aber siehe da, diesmal hat es tatsächlich funktioniert :) Yippie!! Es lag, wie du bereits am Anfang richtig vermutet hast an der Dichte.
    Meine Form hat sich im Wasser abgelöst, morgen teste ich die Prägung...


    In der Tat hätte ich noch ein paar Fragen an Dich und erlaube mir Dich persönlich anzuschreiben ;)...
    Danke Dir!

    GLG Bozena-Lilianna