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Dann bist du, Hitchhiker, noch einer von den glücklichen Druckern, welche eine Maschine stehen lassen können bis im Forum nach vielleicht einer Woche zwanzig mögliche Ursachen des Problems aufgezeigt worden sind, die Maschine deswegen aber immer noch nicht produziert.
Ich weiss nicht, wie das in anderen Druckereien ist, bei uns ist jedes Mal grosse Hektik angesagt, wenn eine Maschine ausfällt und Termine eingehalten werden müssen.
Ein paar hundert Euro Reparaturkosten sind Pinuts im Vergleich zu den Kosten, wenn eine XL-Maschine schon nur einen Tag ausfällt.
Ein herzliches Hallo zurück.
Wow, du hast eine der legendären Roto-Bürooffset gefunden und willst diese wieder in Betrieb nehmen.
Ich schätze, deine Maschine hat ungefähr Jahrgang 1970. Viel jünger kann sie nicht sein, die Zeit des Bürooffsets ging bereits Mitte 70er Jahre zu Ende und die Firma Roto ist anfangs 80er Jahre pleite gegangen - wenn ich mich nicht irre.
Wofür willst du die Maschine denn einsetzen? Aus Freude an der Maschine oder zur (verkaufbaren) Produktion von Drucksachen? Ist letzteres der Fall, rate ich dir vom Versuch ab.
Die Maschinen wurden damals vor allem in grösseren Verwaltungen eingesetzt zum Kopieren von kleineren Auflagen. Man muss bedenken, dass damals die Xerographie-Kopierer erst im Kommen, noch sehr teuer und von der Geschwindigkeit heutiger Maschinen weit entfernt waren. Als Alternative zu Sprit-Kopien waren die Bürooffset-Maschinen damals eine sehr gute Alternative mit hoher Qualität der gedruckten Kopien.
Für den professionellen Drucker war die Druckqualität aber bereits damals nicht genügend. Ich denke darum, Betriebsanleitung, Knoffhoff usw. sind kaum über dieses Forum zu finden. Wie es mit Druckplatten und Belichtungsgeräten für die Roto bestellt ist, kannst du in einem aktuellen Thread zur AB Dick hier im Forum nachlesen.
Alternativ gäbe es dann noch die Silver Digiplate von Mitsubishi. Die kann man noch kaufen und wird in DPX und SDP-Eco Belichtern benutzt.
Superinformation. Habe ich nicht gewusst, dass Mitsubishi solche Platten herstellt. Wenn diese noch produziert werden, müssten sie auf dem DPM-Belichter verarbeitbar sein.
Bei sämtlichen SM-52 Maschinen befindet sich der Sensor für die Elektronische Doppelbogenkontrolle in oder an den Ziehmarken!
Die beiden Sensoren am vorderen Anlagetisch sind nur für spät/früh und Schrägbogen!
Es ist auch nicht möglich bei uns die Elektronische Doppelbogenkontrolle auszuschalten und dann wie von euch beschrieben mit der Mechanischen zu drucken.
Wenn das bei deiner Maschine so ist, kann ich keinen Rat geben.
Ich schätze nach meiner Erfahrung, dass mindestens seit fünfzehn Maschinenjahrgängen der Doppelbogensensor in der Mitte vor dem Saugband angebracht ist und in der von mir beschriebenen Weise funktioniert. Die Fotozellen unter den Seitenmarken dienen einzig der Ziehkontrolle.
Bei der PM QM46 musste damals der Bogen für die Doppelbogenkontrolle in einem Messdurchgang eingemessen werden. Wenn dann beispielsweise Makulatur oder Papier aus einem anderen Ries durchgelassen wurde, konnte es sein, dass die Maschine dies als Doppelbogen erkannte. Vielleicht ist hier ein ähnliches Problem oder einfach und am wahrscheinlichsten: Die Maschinensteuerung hat einen Defekt.
Hallo Maxlas,
hier steht was von Presstek dabei. LINK entweder mal bei dem Händler oder bei http://www.presstek.com nachfragen. Dort gibt es auch Druckplatten zu bestellen.
Viele Grüße
Mac-steve
Presstek ist der letzte Maschinenbauer, welcher auf die DI-Technologie setzt. Die Platten, welche direkt in der Druckmaschine bebildert werden, sind aber nicht die gleichen, welche auf dem DPM-Belichter verwendet werden. DI-Platten sind u. a. prozessfrei, die DPM-Platten werden nach dem Belichten mit Aktivator und Stabilisator entwickelt.
Ob man den DPM-Belichter auf DI-Platten umstellen könnte, weiss ich nicht nicht. Wahrscheinlich ist der DPM-Laser für DI-Platten zu schwach und emitiert eine ungeeignete Frequenz.
Wir haben jahrzehntelang mit Supermaster-Polyesterplatten (und Vorgängermaterial) gedruckt. Für einfache, einfarbige Drucksachen waren die geradezu ideal. Das war aber noch in der analogen Zeit, als man für einfache Drucksachen mit Aufsichtsvorlagen gearbeitet hat. Zum Belichten hatten wir eine automatische Tageslichtkamera, eine supergeniale Maschine, welche wir in den Nullerjahren noch verkaufen wollten. Aber schon damals war kein Markt mehr vorhanden für diese Druckplattentechnologie.
Und heute sind bei den Gebrauchtmaschinenhändler viele digitale Geräte wie DPM zu finden. Unverkäuflich, weil es wahrscheinlich kein Plattenmaterial mehr gibt.
Bei den neueren Doppelbogenkontroll-Einrichtungen muss nichts eingestellt werden, weil diese nicht die Papierdicke als Auslösekriterium zum Auslösen messen, sondern die Papiergrenzflächen. Funktioniert auch so bei vielen Digitaldruckmaschinen.
Selbstredend funktionieren diese Doppelbogenkontroll-Einrichtungen nicht bei Kuverts u. ä., weil da immer mehr als 2 Papiergrenzflächen gemessen werden. Da brauchts dann die mechanische Doppelbogenkontrolle, wenn die elektronische abgeschaltet werden muss.
Ist das Gesuchte MEGA-Plate, Supermaster usw.?
Ich bin der Meinung, dass solches Material nicht mehr produziert wird, vielleicht sind irgendwo noch Restposten zu finden.
Auch das Ende von grafischen Filmen für konventionelle Druckplatten zeichnet sich ab. Als Alternative zu CTP-Systemen sind heute Druckfolien üblich, welche im Laserdruck oder mit Inkjet bebildert werden. Auf Youtube sind unzählige Clips von "Hinterhof"-Druckereien zu finden, welche zum Teil beachtliche Resultate mit solchen Druckplatten auf ABDicks & Co. erzielen.
Ich meine mich zu erinnern, das die Doppelbogenkontrolle in der Ziehmarke war und eingestellt über die Bedruckstoffdicke
Ich kenne die Doppelbogenkontrolle der SM52 nur so, wie von mir beschreiben. Vielleicht ist es bei den alten SM52 anders. Uriels Leitstand scheint nicht neuerer Bauart zu sein. Ein Foto des Anlagetisches wäre hilfreich.
Bei unserer SM52 kann man die elektronische Doppelbogenkontrolle über den Leitstand deaktivieren. Wenn dies bei deiner SM auch möglich ist, kannst du versuchen, nur mit der mechanischen Doppelbogenkontrolle zu drucken.
Was auch den Fehler verursachen kann, wenn bei der mechanischen Doppelbogenkontrolle der Auslösschalter verharzt ist und nicht in der Nichtauslöseposition liegt.
Übrigens hat die elektronische Doppelbogenkontrolle nichts mit den Seitenmarken zu tun. Die elektronische Doppelbogenkontrolle ist in der Mitte des Anlagetisches vorne bei den Greifern. Unten im Tisch ist der weisse Reflektor zu sehen, eventuell muss dieser mal mit Druckluft ausgeblasen werden.
Man sollte sich in jedem Betrieb immer wieder die Gebrauchsanweisung der Brandlöscheinrichtungen vor Augen führen und auch den Umgang mit den Geräten regelmässig üben.
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Der Ryobi Drucker fühlt sich gerade ausgegrenzt
.
Für den Ryobi-Drucker gibts auch was Feines: einen japanischen Ausreisswein.
Wir sollten einen Comic rausbringen! 14 tägig 😉
Ein Drucker als Superheld 🦸♂️
Genau, nicht mit 180 km/h über die Landstrasse, sondern mit 18000 Bogen/h durch die Maschine.
Und dazu immer ein frisches Druck-An-Bier im Feuchtwerk... des Druckers.
Was für Werner das Bölkstoff-Bier ist, ist für den Drucker das Trockenstoff-Bier. Prost!
Is jetz Feierabend, Scheff? Nönö, Werner - ääääh - Cyberfisch!!!
Hallo Papiermensch
Es kann eine durchgebrannte Sicherung sein, es kann der durchgebrannte Motor sein oder im günstigsten Fall der Motorschutzschalter, welcher herausgesprungen ist und einfach wieder hineingedrückt werden muss. Wobei ich denke, dass dieser kleine Motor nicht über einen Schaltschütz vor Überlast gesichert ist.
Mit Hilfe der Stromlaufpläne, welche mit jeder Maschine mitgeliefert werden, sollte es möglich sein, die betreffende Steuereinheit des Motors im Schaltkasten zu finden. Eventuell ist auf dem Motor ein gelber Aufkleber mit einer Nummer zu finden. Dieser hilft, sich auf den Plänen besser zu orientieren.
Ob man mit Druckerwissen einen Schaltplan lesen kann, sei dahingestellt. Ich kann es jedenfalls nicht. Bei uns wird bei einem elektrischen Problem zuerst der Dorfelektriker oder eine elektromechanische Werkstätte angefragt. Aber bei den heutigen Maschinen kapitulieren diese noch bald einmal. Dann ist der Anruf bei Heidelberg fällig.
Ehrlich, ich hätte keine Freude an einer "Wäscheleine" mit Unnützem und "Kehricht" dran.
Ich als Jubilar würde mich freuen über einen gemeinsamen Ausflug mit den Nachbarn in ein Druckmuseum, einen grafischen Betrieb, eine Papierbütte, einen Zeitungsbetrieb oder so. Bestimmt gibt es eine solche Institution in der Nähe.
Anschliessend bei einem Essen über das gemeinsam Gesehene reden und den Tag mit einem Glas Wein abschliessen, das würde mich sehr freuen und mit den Nachbarn innig verbinden.
@cyberfish auch ein Hobby will finanziert werden. Aber bis der Brotkorb mit so einem Schätzchen gefüllt ist, wurde ich wohl unter meinem Idealgewicht liegen. 🤣 Aber du hast Recht, wo ein Wille ist ist auch ein Weg
Der Normalfall im Grafischen ist ja der, dass ein Arbeitsplatz Investitionen in sechsstelliger Höhe braucht. Umso schöner ist es, dass es auch heute noch Drucker gibt, die ohne Horrorinvestitionen mit solchen "Schätzchen" ihren Brotkorb füllen können. Ein paar dieser Drucker schreiben hier im Forum mit, ihnen gilt meine Hochachtung.
Ich selbst habe als Kind auf solchen "Schätzchen" gedruckt, beispielsweise den Jahrgang auf Halsetiketten von Weinflaschen. Stundenlang, tausende von Etiketten, das hat mir gereicht, es nie mehr tun zu müssen. Die Lust am Drucken habe ich jedoch bis heute nicht verloren, ich schätze aber sehr die Errungenschaften der Technik, auch wenn diese sauteuer sind und nicht vergleichbar mit bescheidenen Investitionen fürs Neugummieren von Schätzchens Farbwalzen.
Die Maschine ist in einem unsäglichen Zustand: fehlende Rolle, fehlende Schrauben, metrische Schrauben in Zollgewinde gemurkst, usw.
Naja, wer sich auf eine 150-jährige Maschine einlässt, kann kaum erwarten, dass diese kein bewegtes Maschinenleben hinter sich hat.
Fehlende Schrauben, vermurkstes Gewinde kann man ohne Riesenaufwand reparieren zum Beispiel mit einer Gewindebuchse oder einem Helicoin.
Die fehlende 3. Walze (Rolle) brauchts wahrscheinlich nicht und wenn doch, kann die Spindel von einem Mechaniker nachgebaut werden. Was es auf jeden Fall braucht, das Aufarbeiten der beiden vorhandenen Farbwalzen. Sonst sieht die Maschine eigentlich sehr gut aus, wenn keine Risse vorhanden sind, kann damit bestimmt gedruckt werden.
Was man nicht selbst reparieren kann, kostet. die Frage ist, wieviel es kosten darf. Es kommt immer darauf an, was man mit der Maschine machen will. Für einmal im Jahr auf dem Antikmarkt vorführen, wie früher gedruckt wurde, braucht es keine Restauration der Maschine. Will man hingegen mit der Maschine versuchen, seinen Brotkorb zu füllen, wird man um die Revision der Maschine nicht herumkommen.
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Ich finde es hier im Forum sehr interessant, wie verschieden enthusiastisch an eine Aufgabe herangegangen werden kann. Der eine (in einem anderen Thread) mutet sich zu, einen OHT komplett zu zerlegen, um diesen stückweise aus einem Kellerloch zu kriegen, der andere kapituliert bereits an einer vermurksten Schraube...
Wie läuft es denn bei anderen Belichtern?
Kenne ich von unserer DPX gar nicht anders als mit normalen PCs.
Ich kenne:
Hardware-RIP und Hardware-Steuerung auf der Maschine
Software-RIP auf spezieller Hardware und Hardware-Steuerung auf der Maschine
Software-RIP auf externer spezieller Hardware mit Hardware-Steuerung auf der Maschine
Software-RIP mit Software-Steuerung auf freier Hardware
Gern geschehen, Stolki
Danke an Nick, die Bedienungsanleitung hat bei uns auch gefehlt.