Beiträge von Cyberfisch
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Maik, nach den beiden eher Negativberichten in diesem Thread würde mich sehr interessieren, welche denn deine Erfahrungen mit wasserlosem Offset sind. Nach meiner heutigen Google-Recherche funktioniert das wohl mit den Toray-Platten gut, zumindest in Nischenmärkten und in Avantgard-Betrieben.
Wenn aber alles so super ist wie von dir in Beitrag Nr. 15 dargelegt, frage ich mich ernsthaft, ob denn die Druckereichefs allesamt blöd sind, wenn sie am Wunder dieses modernen Druckens nicht teilhaben wollen.
Wasserlos habe ich bis jetzt nur als Nischenprodukt gekannt, beispielsweise beim Anilox-Offset oder bei den DI-Maschinen. Dass diese Maschinen jedoch wahre Wunder vollbringen, wäre mir neu.
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Meine persönliche Erfahrung mit den wasserlosen Toray-Druckplatten geht zurück auf die letzten Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Wir setzten diese Platten damals ausschliesslich für Copyshop-Druckaufträge ein. "Normale" Druckaufträge liefen bei uns über OHT und OHZ.
Damals waren plüschbezogene Feuchtwerke Standard, morgens bei Arbeitsbeginn oder auch bei schwierigen Druckformen konnte es schon mal dauern, bis der Drucker in die Farbe gefunden hatte. Da schien der wasserlose Offset wie ein Geschenk Gottes zu sein, sich mit den ungeliebten Plüschwalzen nicht mehr rumschlagen zu müssen: keine Wassernasen mehr, kein Emulgieren, kein Tropfen und Schmieren.
Mit den Toray-Druckplatten klappte es damals auch ganz gut, vorausgesetzt, man wollte damit keine grösseren Auflagen drucken. Die alltäglichen Copyshop-Auflagen waren aber in der Regel klein, tonen wegen sich erwärmendem Druckwerk eigentlich kein Problem.
Das Problem mit den Toray-Platten war stets die Erwärmung des Druckwerks. Mit beginnendem Warmwerden der Walzen war das Grundtonen der Platte unvermeidbar. Platte putzen half nichts, im Gegenteil, die Silikon-Beschichtung der Platte war so empfindlich, dass Putzen unvermeidbar zu Kratzern führte.
Ich nehme an, die Toray-Platten von damals sind nicht mehr mit den heutigen weiterentwickelten Toray-Platten zu vergleichen. Die Feuchtwerke von damals sind jedoch auch weiterentwickelt worden. Was damals ein Wasserschwall war, ist heute zu einem feinen Film geworden. Ich sehe den Vorteil des wasserlosen Druckens von damals heute überhaupt nicht mehr. Ohne Wasser wird zwar eine Einflussgrösse beim Drucken eliminiert, dafür muss jedoch die Einflussgrösse der Toray-Platte in Kauf genommen werden.
Ob die Berechenbarkeit der Toray-Platten heute mit Farb- und Druckwerktemperierung gegeben ist, bezweifle ich.
Wie die Toray-Platten heute belichtet und entwickelt werden, weiss ich nicht. Jedoch wird das Handling der Platte kaum einfacher sein als bei den modernen prozesslosen Druckplatten. Von den Plattenkosten ganz zu schweigen.
Es mag heute Anwendungen geben, wo der wasserlose Offset unerlässlich ist. Für den normalen Offsetalltag sehe ich jedoch mit den Toray-Platten mehr ungelöste als gelöste Probleme im Drucksaal.
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Kupplungshebel abbauen
Schwungradschutz abbauen
Riemen abheben und neuen auflegen
Ich denke, mit etwas mechanischen Verständnis findet man die richtigen Schrauben, welche gelöst werden müssen. Habs zwar noch nie getan, der letzte Riemenwechsel an unserem OHT wurde mit einem neuen Motor damals von Heidelberg gewechselt.
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Ich gehe einig mit Manufaktur und meine, dass Heidelberg die Tiegel bis zuallerletzt in Schwarz gehalten hat. "Die Schwarzen aus Heidelberg" war über viele Jahrzehnte zum Inbegriff für Maschinenbauqualität geworden, warum sollte Heidelberg am Schluss auf Farbtupfer setzen? Auch die "Rotaspeeds", die erste Generation von Heidelbergs Offsetmaschinen war in Schwarz.
Farbige Varianten von Heidelberger Maschinen kenne ich vor allem bei den OHZs. Die werden auch heute noch revidiert und umgebaut und erhalten ein zweites Leben zum Beispiel als Stanz- oder Prägemaschinen. Klar, dass die revidierten Maschinen auch optisch hübsch für ihr neues Leben sein müssen. Da kommt dann neben einer teilweisen neuen Verschalung auch Farbe mit ins Spiel.
Der rote Tiegel wird auch so eine überholte Maschine sein. Wahrscheinlich wurde ihm das Folienheissprägemodul später angebaut und um die Maschine hochwertiger wirken zu lassen, wurden die einfach zu übermalenden Teile rot gespritzt.
Auf Maschinensucher findet man bisweilen exotische OHTs. Ich habe da schon mal einen komplett in himmelblau gehaltenen OHT gesehen. Oder auch OHTs von Schweden, welche zwar in Schwarz gehalten sind, aber wegen der dort geltenden Arbeitssicherheit einen kompletten Dachüberbau haben.
Speedmaster, ich denke, die Wette hast du verloren. Vielleicht kannst du deinen Wetteinsatz aber etwas mindern, denn ein bisschen hast du sogar recht. Die neueren OHTs sind tatsächlich nicht komplett schwarz. Schwungradkasten und Werkzeugschublade sind zwar nicht rot, aber immerhin anthrazit, was in gewissem Sinn auch eine Farbe ist...
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... hab Platten im Verdacht, aber halt nur Vermutung.

Um auszuschliessen, dass die Platten nicht ursächlich sind, kann folgender Test gemacht werden:
- Testform vollflächig mit typischem Problemraster belichten
- Druckplatte andrucken, Fehler bestimmen.
- Druckplatte ausspannen und um 180 Grad gedreht einspannen und andrucken.
Ist der Fehler vom Druckende zum Druckanfang nicht mitgewandert, kann die Druckplatte als Problemursache ausgeschlossen werden.
Wir wissen ja nicht, wie die Platten in King Tigers Betrieb hergestellt werden. Konventionell entwickelt kann schon die Entwicklerstation das beschriebene Problem verursachen, beispielsweise, wenn zu wenig Entwickler regeneriert wird. Oder wie Karsten, unser Weiser aus dem Morgenland - ääääh, nein, natürlich aus dem Drucksaal - meint: "Vielleicht mal einen Lappen in die Hand nehmen..." und die Entwicklerstation schrubben.
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Wie meint Karsten jeweils: "Bloss nicht zu viele Infos."
...und am besten gleich noch falsche Fotos posten. Alles andere könnte ja zur Eingrenzung des Problems führen.
Nun ja, dann verlasse ich mich hier einmal mehr aufs Hellsehen.
Eigentlich ist es unmöglich, dass die Justierschrauben des Markenlineals den Aufzug berühren können, geschweige, dass sich die Arretierung dermassen verklemmt, dass die Zange zum Lösen der Kupplung benötigt wird. Aus Unachtsamkeit kann es vorkommen, dass der Drucker die untere Klemmstange des Aufzugstraffens nicht vollständig in die Haltefeder drückt, dann kann es sein, dass die Justierschrauben des Markenlineals die Klemmstange berühren. Das hat jedoch kein Verklemmen zur Folge, sondern Passerprobleme, welche vom Drucker sofort erkennbar sind.
Die Schrauben rechts und links des Markenlineals sind ausschliesslich zur Paralleljustierung des Druckbogens zum Druckbild. An den unteren Schrauben ist vom Drucker nichts zu verstellen.
Somit ergeben sich nur zwei Möglichkeiten zur Ursache des Problems: Es ist an der Maschine rumgeschraubt worden, dann muss der Schraubenmeister selber das Zurückdrehen finden. Oder es liegt ein mechanischer Defekt vor, welcher das Markenlineal über den Sollwert hebt. Die Steuermechanik der Marken befindet sich hinter dem Schwungrad. Vielleicht ist dort ein Riss im Gestänge zu entdecken, eine ausgeschlagene Steuerrolle usw.
Oder aus Mangel an Informationen ganz anders gefragt: Berühren die Schrauben wirklich den Aufzug? Oder könnte es sein, dass nur der Kupplungszapfen schwergängig ist, dass er mit einer Zange gezogen und verdreht werdenmuss????
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Hallo Rudolph
Ich bin ob deines am Samstag geposteten Fotos einigermassen verwirrt.
Bei unserem Tiegel (Baujahr nach 1970) läuft der Entkupplungszapfen für den Druck ohne Schiebemarken oberhalb eines Bahnsegments. Beim Entkuppeln wird der Kupplungszapfen nach oben gezogen und seitlich verdreht (wie auf dem Schild sichtbar). Beim Einkuppeln wird der Zapfen wieder zurückgedreht und im Loch des Bahnsegments arretiert.
Auf deinem Foto sehe ich dieses Bahnsegment jedoch nicht, nur eine Welle mit Loch. Ich kann nicht nachvollziehen, wie in diesem Loch der Kupplungszapfen arretiert werden soll.
Wäre wichtig zu wissen, welche Historie die Maschine hat: seit jeher im Betrieb, neu angeschafft, Maschinenunfall, daran gebastelt usw.
Fotos mit eingekuppelter Schiebemarken-Mechanik wären auch hilfreich. Vielleicht wurde die Konstruktion mal geändert und ist nur auf den neueren Maschienen wie von mir oben beschrieben.
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Hallo Moselprinter
Wenn du die Chromwalzen im Verdacht hast, für die Wassernasen ursächlich zu sein, empfehle ich dir vor dem Reiberwechsel den Wink eines altgedienten HD-Monteur aus der guten alten GTO-Zeit zu probieren.
Er hat uns damals empfohlen, die Chromwalzen regelmässig mit Wienerkalk zu reinigen und zu "entfetten", was wir damals bei unserer GTO auch regelmässig getan haben. Wienerkalk ist ein sehr feines Reinigungs- und Poliermittel, welches den Chrom von Ablagerungen des Wassers und des Feuchtmittelzusatzes befreit.
Diesen Tipp des HD-Monteurs haben wir seit dem Wechsel auf SM nicht mehr befolgt bis vor etwa zwei Jahren, als wir auch Probleme mit Wassernasen bei gleichzeitigem Schmieren in der Mitte hatten. Uns hat das Reinigen der Chromwalzen damals Linderung gebracht.
Vor Jahren hat man Wienerkalk in jeder Drogerie kaufen können. Heute fragt die Drogerieverkäuferin zurück: "Wienerwas?".
Heute findet man Wienerkalk noch in alternativen Internetshops. Das überall erhältliche SIGOLIN geht zum Reinigen des Chroms jedoch auch. Der Hauptbestandteil von Sigolin ist der genannte Wienerkalk.
Angewendet nach Gebrauchsanweisung reinigt Sigolin den Chrom blitzesauber. Da die mit Sigolin gereinigten Feuchtwalzen aber die Tendenz haben, farbfreundlich zu sein, ist an die Sigolin-Behandlung das gründliche Reinigen der Chromwalzen mit Alkohol unerlässlich.
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Naja, für meinen Geschmack sind die beiden Maschinen in einem grässlichen Zustand. Der Rost am OHT geht wohl weit über Flugrost hinaus und der komplette Walzenstuhl des Monopols müsste wohl erneuert werden, wenn darauf wieder Produktion laufen soll.
"Kostenlos" wird auch in diesem Fall nicht "gratis" heissen. Zum "Kostenlos" wird mindestens der Auf- und Ablad kommen sowie der Transport, zusätzlich die nicht unerhebliche Restauration der Maschinen. Ich meine sogar, dass der Zahn der Zeit am OHT bereits soweit genagt hat, dass mit dieser Maschine nicht mehr 100-prozentig präzise gedruckt werden kann.
Wahrscheinlich hat der verstorbene Drucker den OHT irgendwann günstig gekauft, jedoch nie damit gedruckt. Ich schliesse dies daraus, weil die Maschine noch auf dem Transportpalett steht und zum Beispiel die Kurbel für die Geschwindigkeitsverstellung nicht montiert ist. Auch würde kein Drucker die Farbwalzen unter der Maschine lagern, dort wo Schmieröl drauf tropfen kann.
Meine Empfehlung an diejenigen, welche mit der Übernahme der Maschinen liebäugeln: Schaut euch zuerst die Gebrauchten bei professionellen Maschinenhändlern an. Gerade die A4-OHTs sind heute auch fast "kostenlos" zu haben, jedoch in einem weitaus besseren Zustand. Dies, weil die Zeit dieser Maschinen wohl langsam ausläuft. Ein Maschinenhändler hat mir mal gesagt, dass er 10 OHTs an Lager habe, diese aber fast keine Nachfrage mehr hätten. Wenn er wieder einen reinnehmen müsse, gehe der schlechteste seines Bestandes in den Schrott...
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Auf dem neu hochgeladenen Foto sieht man, dass der Tiegel wohl nicht mehr so tipptopp ist:
Zweite Farbwalze mit Spindel und Lagerschale fehlt.
Farbkasten ist nicht mehr vorhanden.
Farbwalzenarm scheit mal gebrochen und wieder zusammengebraten worden sein.
Willst du mit dem Tiegel noch drucken?
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Im Vergleich mit Johne-Tiegeln um 1925 sieht der für mich aus wie vor 1900.
Bei Flickr ist eine Johne-Tiegel-Gallery zu finden.
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Auf der Veranstaltung sind die Drucker weitestgehend unter sich, ob da soviel Kundenaquise möglich ist?
ADP, was Aquise ist, hast du falsch verstanden. Eine Seilschaft bilden, besteht nicht nur aus Kundenaquisition. Fast noch wichtiger ist das Knüpfen eines Beziehungsnetzes zwischen Agentur, Multimedia, Druckerei, Buchbinder, Versenden, Medien usw., welche sich gegenseitig Kunden weiterreichen. Warum sollte also Kundenaquise bei einer Award-Verleihung nicht möglich sein, wenn sich "gleich und gleich" zusammenfinden?
Mit einem gewonnenen Award kann sich jeder Betrieb auch herrlich bei seinen bestehenden und anzuwerbenden Kunden in Szene setzen. Der Wert eines gewonnenen Branchenawards ist ja für Aussenstehende selten abschätzbar. Die einen machen es heute mit einem "nachhaltigen" Mäntelchen, die anderen mit dem "gewinnen" eines Awards.
Vor Jahren haben sich grafische Betriebe mit Ihrem erreichten ISO-Zertifikat von den anderen Betrieben abzusetzen versucht. Heute hat dieses Zertifikat wohl jeden grösseren Betrieb erreicht, damit ist also kein dicker Pott mehr zu aquirieren. Und wenn wir ehrlich sein wollen, Awards und ISO-Zertifikat haben einiges gemeinsam: Sie besagen nur, was sein könnte, ob's im Betrieb auch gelebt bzw. produziert wird, bleibt jedoch ungewiss...
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Diese Veranstaltung braucht eigentlich kein Mensch. Eine Möchtegern Selbstbeweihräucherung vom allerfeinsten. (...)
Ja, eigentlich sind solche Veranstaltungen unnötig, weil die mit einem Award gewürdigten Leistungen in den allermeisten Fällen auch sehr bescheiden sind.
Es geht bei solchen Veranstaltungen aber auch nicht ums Preise verteilen, das ist nur der äussere Aufhänger dafür. Es geht ums Networken, sehen und gesehen werden, Kontakte knüpfen, Geschäftsbeziehungen neu knüpfen oder festigen. Kurz, Aquisition, wie diese heute gerade bei jungen Geschäftsleuten üblich ist.
Ich bin noch ein Patron der alten Garde, für die Kundenaquisition habe ich stets die Leistung meines Betriebs in den Fokus gestellt. Um jüngere Kundschaft anzuwerben, ist dies heute jedoch nicht mehr die richtige Strategie. Wenn sich ein junger neudeutscher CEO in den sozialen Medien präsentiert, zum Beispiel wie er Marathons, Triathlons und Ironmans absolviert und auf seine Work-Life-Ballance stolz ist, wird der Cyberfisch höchstens ein mitleidiges Lächeln von ihm ernten, wenn er sich als fleissiger, pflichtbewusster, kompetenter Druckpartner vorstellt.
Seilschaften bilden, das ist auch heute das Zauberwort im Geschäftsleben. Auf dem Dorf im Kleinen ist das noch immer am Stammtisch möglich, für die grossen Dimensionen sind es heute Awardverleihungen, Symposien, Kongresse usw.
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Ich kenne ähnliches auch nur als Hängeregistratur für grossformatige Filme und Andrucke.
Interessant zu wissen wäre, was auf dem Zettel mit dem grünen Strich geschrieben steht.
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Cyberfisch nach der Fragestellung will er die Druckmaschine verstehen. Das bringe ich dir in 3-4 Tagen bei, bei nem Kurs in Radebeul. Das heißt nicht das du drucken kannst. Reine Maschinen Bedienung
Also ich lese aus Martinx' Fragestellung anderes. Wobei ich denke, dass Martinx eher ein Einkäufer von Druckdienstleistungen oder ein Multimediaschaffender sein könnte.
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Wenn du im Außendienst bist und Farbe oder Gummitücher in die Richtung verkaufst, frag doch einfach Mal bei nem guten Kunden, ob du dich Mal nen paar Tage daneben stellen kannst.
Da hoffe ich für Martinx doch sehr, dass er keine Farben oder Gummitücher einem Drucker verkaufen muss.
Jeder Drucker riecht geradezu, wenn ein Ahnungsloser vor ihm steht, der versucht, Druckzubehör, Maschinen oder Papiere anzupreisen.
"Troubleshooting" in ein paar Tagen lernen... Aber, aber, Karsten, da verleugnest du doch dein grosses Fachwissen, welches du dir in vielen Jahren Berufserfahrung verinnerlicht hast.
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Kaschke hat die passenden Teile für dein Kompressormodell.
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Redigitalisieren von CMYK-Farbauszug-Filmen kenne ich noch aus den 90er Jahren des vorderen Jahrhunderts. Damals war das für manchen Vorstufenbetrieb überlebenswichtig, damit auf den immer schneller fahrenden DTP-Zug aufgesprungen werden konnte. Verglichen mit heutigen Farbauszügen waren die redigitalisierten Daten aber eher "mässig" und verloren bald schon an Bedeutung. Mit den aufkommenden Flachbettscannern und Photoshop war das Neuanlegen von Daten einfacher, billiger und besser geworden. Redigitalisierung von Farbauszügen wird heute wahrscheinlich niemand mehr anbieten.
Für den Kunden wäre es natürlich ein Superservice, wenn 30-jährige Filme für den Druck noch verwendet werden könnten. Betriebswirtschaftlich macht dies aus meiner Sicht jedoch nur Sinn, wenn man einen netten Kollegen in der Nähe kennt, der konventionelle Platten noch belichten kann.
Wenn ein Plattensatz irgendwo in der Republik belichtet wird und aufwändig per Post zur Druckmaschine geführt werden muss, birgt dies doch einige betriebswirtschaftliche Gefahren in sich.
Aus eigener Erfahrung kenne ich die letzte Generation der konventionellen "greentech" (o.ä.) AGFA-Platten. Die sind beispielsweise sehr anfällig gegen Unterstrahlung beim Belichten. Und wir haben damals vor 6 Jahren mit hoher Filmdensität und Belichtungsrandschärfe gearbeitet, welche vor dreissig Jahren mit der damaligen Technik gar nicht erreicht werden konnte.
Ich kann mir vorstellen, dass es schwer sein wird, einen 30-jährigen CMYK-Filmsatz ohne Unterstrahlung und Passerdifferenzen zu belichten. Auch Filme altern, verziehen sich und verlieren an Densität. Das Fatale, die Qualität der Druckplatten ist aber erst beim Einrichten in der Druckmaschine zu erkennen.
Mein Empfehlung: Finger weg von den alten Filmen. Der Kunde hat vor dreissig Jahren eine Investition getätigt, welche längst abgeschrieben ist. Ohne Problem kann dem Kunden nahegelegt werden, neue Druckvorlagen herzustellen, welche jedoch in dreissig Jahren eventuell auch nicht mehr verwendet werden können.
PS: Unser digitales Druckvorlagenarchiv umfasst die Zeit von über dreissig Jahren. Die Daten wären eigentlich noch vorhanden, das Problem besteht jedoch darin, die Daten in neue Betriebssysteme und neue Programmversionen zu überführen. Auch alte PDF-Daten sind nicht immer einfacher im Handling. Es kostet einfach - und das ist auch gut so. Was vor dreissig Jahren vom Kunden bezahlt wurde und heute "gratis" weiterverwendet werden soll, hilft keiner Druckerei im Kampf ums Dasein...
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Wer Offset- und Digitalgedrucktes ausrüstet, weiss, dass Digitaldrucke niemals so genau geschnitten, geklebt, gebunden usw. werden können wie im Offset Gedrucktes. Warum soll auf einmal in der Königsdisziplin des Ausrüstens, dem Falzen, Digitaldrucke einfach zu verarbeiten sein? Im Gegenteil, beim Falzen macht sich der Digitaldruck besonders negativ bemerkbar, genau so, wie Georg K. dies beschreibt.
Um überhaupt eine Chance zu haben, Digitaldrucke einigermassen akzeptabel zu falzen, muss die Falzmaschine 1A eingestellt und mit 1A Walzen bestückt sein. Und auch mit einer "neuen" Maschine wird es kaum möglich sein, einen solchen Zick-Zack-Falz in guter Qualität herzustellen.
Noch etwas zur "guten Behördemaschine" für 3000 Euro:
3000 Euro Falzmaschinen sind reichlich auf dem Markt zu finden. Warum so günstig...? Weil diese Maschinen abgefahrene Walzen haben und mit einem fünfstelligen Eurobetrag revidiert werden müssen. Der Händler sagt aber bestimmt etwas anderes...