Beiträge von karsten1077

    Mein normaler Ablauf ist so. Während des Tages. Standardwerte anfahren, mit Proof vergleichen. Weicht der Proof unabhängig von pk stark ab, rufe ich meinen Meister an. Wenn er sagt ok läuft es so. Wenn der Kunde zum abstimmen kommt, fahre ich auch erst Standard an. Dann kann er seine Werte so verschrauben wie er will. Kunde unterschreibt und ich bin raus. Wenn es in der Nachtschicht nicht passt, drucke ich 2-3000 BG nach meinem Gutdünken. Höhere Auflagen schmeiße ich mittlerweile ganz stumpf raus. Mitten in der Nacht anrufen tue ich niemanden mehr. Sollen sie sich den nächsten Tag drum kümmern.

    @Dexter schlecht geschissen oder was? Wann habe ich gesagt das mich das Thema nicht interessiert. Meine Ausbildung ist jetzt 25 Jahre her. Als ich die Ausbildung angefangen habe, haben wir 2 Wochen vorher ne 6 Farben Speedmaster CD in Betrieb genommen. Da stand ein CP 2000 Messtisch daneben. In den 3 Jahren Ausbildung, wurde der vielleicht 3 mal benutzt. Aussage war, das funktioniert sowieso nicht. Unser Abteilungsleiter war noch vom alten Schlag. Wenn wir da z.b. für Henkel Haarfarbe gedruckt haben, wurden einige Gesichter mit Seidenbogen unterlegt, das die über den Bogen gleichmäßig waren. Da wurde in der Vorstufe gar nichts geändert. Das geilste war mal ein Einkäufer von BAT, Camel Druckabnahme. Alles lag auf dem Tisch, proofs, Grenzmusterkatalog, Farbmuster unserer gemischten Farbe usw. Der Typ guckt mich an, hier haste 5 Mark. Geh mal zum Automat und hol ne Schachtel. Gesagt, getan. Er reißt die Folie ab, schmeißt die Schachtel auf den Tisch. So soll's werden. Das war meine Ausbildung. Proof ist nun mal Proof und kein Auflagen Druck.

    Für was ihr alle Zeit habt zum spielen. Im anderen thread feilscht ihr um jeden Bogen Maku. Jetzt wollt ihr mit dem Proof identische farbbogen. Kalibrierung ist bei uns alle paar Monate. Standardwerte werden angedruckt, ausgemessen, Kurve korrigiert. Das gleiche in der Vorstufe für den proofer. Das das nicht identisch auf Proof Papier und Proof Tinte ist, sollte jedem der 3 Jahre Ausbildung durchlaufen hat, klar sein. Annähernd gleich, aber nicht 1:1.

    Also ich kann diese Art der Kalkulation nicht nachvollziehen. Sobald irgendwas schief läuft, ist der ganze Auftrag gefährdet. Mal ne andere Frage, was macht ihr wenn Material übrig bleibt? Auf dem Stapel waren wegen mir 4000bg. 3850 habt ihr verbraucht. Also bleiben 150bg übrig. Je nach grammatur, 1-3cm. Unsere Maschine schaltet ca. 2cm vor stapelende ab. Schmeißt ihr den Rest weg, oder hebt ihr sowas auf? Beschriften, einpacken, ordentlich wegstellen?

    Wie gesagt, meiner Erfahrung nach interessiert es später wirklich niemand ob du Meister Hwk, IHK, oder Techniker gemacht hast. Sagen zwar immer alle das Hwk mehr praktisch veranlagt ist, aber kenne einige Hwk die nur av machen, IHK die in einem kleinen Familien Betrieb sind. Ich selber habe Techniker gemacht und war als instruktor für KBA unterwegs. Die typischen Techniker Jobs, Verkauf , AV habe ich gar keinen Bock zu.

    Ich würde es davon abhängig machen, zu welchem Verein der Betrieb gehört. Hwk oder IHK. Wo du den Meister gemacht hast interessiert später keine Sau. Wenn es in deinem Betrieb sowieso irrelevant ist, würde ich vielleicht noch auf die Kosten schauen. Beteiligt sich dein Betrieb evtl. daran?

    Da muß ich Heidelbergianer 100% Recht geben. Drupa ist nur Show. Aufträge werden wochenlang vorher getestet, Papierlauf optimiert. Wenn man mal eine neue Maschine kauft, nehmt mal einen Stick mit Daten mit zur Vorführung. Die sollen die Daten vom Stick nach ihren Standards belichten und in die Maschine nehmen. Dann schaut mal wie viel maku da gebraucht wird.

    Wenn die maku nicht verwendet werden kann, muß der Bubi wohl mit guten Bogen einrichten. Aber wenn ich meine 8 Farben mit 100bg einrichten, reicht beim Bubi ja bestimmt 5-10 BG 🤣😜

    Das kann man so pauschal nicht sagen, kommt immer auf die Umstände an. Vorheriger Auftrag, Qualitätsanspruch... Vor allem dann läuft doch mal was schief, dann geht der Alarm los. Haben wir noch mehr von dem Material? Suchen, maku aussuchen usw. Hätte man vielleicht einfach ein paar Bogen mehr eingerichtet, wäre es vielleicht anders gewesen

    GlueCut irgendwann ist halt rein physikalisch das Ende der maku Reduzierung Mal erreicht. Es dauert nun Mal eine gewisse Zeit, bis die Farbe vom Farbkasten über 9-12 walzen an der Druckplatte angekommen ist. Alle Faktoren der Maschinen Justage, die dann den Prozess beeinflussen, chemische Faktoren alles spielt mit rein. Jeder der behauptet, das jeder Druckbogen der aus seiner Maschine ab 100-150 BG Makulatur verkaufbar ist, ist ein Spinner der in einer Traumwelt lebt. Das wird im Offsetdruck auch in weiteren 20 Jahren nicht passieren.