Hallo Boston Presse,
hier müssen wir glaube ich, zwei Faktoren unterscheiden. Die optische gemessene Dichte und die reale UV-Dichte können bei Epson Ultrachrome-Tinten, HP Vivera-Tinten, sowie Canon Lucia-Tinten um den log-Faktor +1.0 auseinander liegen. Die Pigmentteilchen dieser Tinten sind mit einem Kunstharz umgeben, der den Ausdrucken eine Lebensdauer von 80-100 Jahren verleiht (unter Laborbedingungen). Dieser Umstand hat für uns Repotechniker aber den angenehmen Nebeneffekt, das UV-Licht nicht durchdringen kann (UV-Blocker-Kunstharz). Dabei ist es übrigens vollkommen egal mit welcher Farbtinte man druckt. Auf meinen Demos sind die Interessenten immer ganz erstaunt, dass man mit einem gelb bedruckten Film kopieren kann. Zur einfachen RIP-Kalibration benutzt man jedoch zumeist Photo Black, da es sich leicht mit klassischen Filmdensitometern vermessen lässt. Ein gutes Inkjetfilm-RIP (z.B. StudioRIP) besitzt die Möglichkeit, die Ausdruckfarbe zu wechseln ohne die Kalibration zu ändern. Die Druckdüsen sind schließlich für alle Farben gleichartig.
Für einen Epson SureColor P-Drucker messe ich gewöhnlich den Vollton (Photo Black) mit optisch Dmax 3.7 unkalibriert und 3.4 - 3.5 nach der Kalibration auf einem hochwertigen Inkjetfilm. Billigfilme sollte man vermeiden. Das entspricht laut Epson Deutschland einer UV-Volltondichte von 4.4 - 4.5. Der entscheidende Punkt ist nicht nur eine hohe Enddichte - nein, der Film soll auch trocken aus dem Drucker kommen und bei Negativfilmen sollen feine Serifen und Details nicht zu laufen.