Buchdruck in der geschilderten Form ist eine künstlerische Form des Buchdruckes und mit Offsetdruckereien nicht zu vergleichen. Nachfolger gibt es kaum, da versäumt wurde in der alten Technik auszubilden. Dadurch stirbt auch der Brauch des Gautschens. Mit welchem Recht sollten die heutigen "Medienverunstalter", die nicht einmal den Unterschied zwischen Schriftgröße und Schrifthöhe kennen, diese Wassertaufe erhalten?
Die heutigen Offsetmaschinen sind technisch auf excellentem Stand und produzieren Drucke von nie dagewesener Qualität. Die gedruckten Inhalte, die Sprache und die Typographie sind jedoch unter aller Sau. Fachwissen ist für das Gros der Auflagen nicht mehr gefragt,jedes halbwegs intelligente Büromädchen kann einen Farbdrucker bedienen. Es zählt nur die Masse und der Preis des fertigen Produktes.
Ist es da nicht schön ,daß es immer noch Buchdrucker gibt die mit (inzwischen historischer) Technik besondere anspruchsvolle Produkte herstellen, die sich deutlich von der Masse abheben?
Die Industrie kann und will dieses nicht leisten.
Gott grüß die Kunst.