Beiträge von Boston Presse

    Hallo, ja das habe ich mir schon gedacht, daß nicht mit Farbe gedruckt wird. Grundsätzlich machst du nichts falsch. Wenn du mit der Pertinaxplatte zurecht kommst ist es gut. Ich habe mit der etwas weicheren Teflonplatte gute Ergebnisse erziehlt und die Pertinaxplatte nur bei Blindprägung benutzt. Wichtiger sind allerdings die beiden dünnen Stangen an der Anlage. Leider wissen viele Drucker nicht wofür die Stangen benutzt werden, daher eine kurze Erklährung: Die Stangen werden nur beim Druck ohne Marken (Register) benutzt um einen 2mm kleineren Greiferrand zu ermöglichen oder mit der Kleinformat-Seitenmarke(ja,die gibt es auch). Da der Bogen dadurch 2mm weniger im Greifer ist, kann nicht ausgeschlossen werden, daß der Bogen nicht bis an die Seitenmarke geschoben wird. So kann es leicht zu Registerfehlern kommen. Bei Drucken mit Farbe und hohem Farbanteil kann der Greifer den Bogen evtl. nicht halten, der Bogen bleibt auf der Form kleben und landet auf den Walzen.

    Wünsche noch ein schönes Wochenende

    Schön,daß es jetzt läuft und wir helfen konnten. In eigener Sache möchte ich doch gerne wissen warum die Stangen an der Anlage angebracht wurden. Einen Sinn dafür kann ich auf den Fotos nicht erkennen. Erfolgt der Druck mit oder ohne Marken (Register)? Auch der Aufzug sieht ein wenig suspekt aus,womit (Form)wird denn gedruckt?

    Da ist schon vieles richtig erklährt, doch warum sind die Stangen an der Anlagezur Greiferrandreduzierung eingebaut? Wird ohne Registereinrichtung gedruckt? Die vorderen Federn haben so nicht die richtige Wirkung. Der Stapel steht zu hoch, die Bogen "springen" nicht an die Sauger. Der Hahn für die Blasluft steht zwar in der Stellung auf aber kommt genug an? Papierstaubsiebe und Pumpe kontrollieren. Die vorderen Bäser durch probieren auf die richtige Höhe bringen. Bei 260 gr. sollte die Saugerstange ausreichen, sonst 3 schwarze Faltenbalgsauger benutzen und die restlichen Sauger abstellen.

    Nein, hat Heidelberg nicht vorgesehen. Der kleine oszilierende Reiber ließe sich evtl. abstellen aber der Antrieb vom großen Farbzylinder ist in einer Schnecke zwangsgeführt und kann daher nicht abgestellt werden.

    Die Frage verstehe ich nicht ganz, warum die Verreibung abstellen? Zum Stanzen und gleichzeitigen numerieren wird eine "flache" Stanze benötigt, da die Auftragswalzen in der Maschine bleiben müssen. Ein abstellen der Verreibung bringt also keinen Vorteil, hat aber auch keinen Nachteil.

    Hallo Melissa,

    die Huber Farbe kenne ich (noch) nicht. Von allen Metallic-Farben ist Gold am schwierigsten zu drucken. Bei Silber habe ich eine Offsetfarbe von Hartmann, um Gold zu drucken gibt es mehrere Möglichkeiten, zunächst kommmt es sehr auf das zu bedruckende Material an. Auf rauem Untergrund gibt es keinen Glanz. Meine Goldfarbe mische ich bislang aus Firnis und Bronzepaste,statt Firnis kann auch Lack eingesetzt werden. Die Ergebnisse werden besser, wenn das Motiv 2x gedruckt wird.Zum ersten mit einer Unterdruckfarbe in Gelb bis Orange, je nach gewünschtem Goldton, und dann mit Bronzefarbe überdrucken. Für Gold benutze ich einen zweiten Walzensatz, da schon die kleinste Verunreinigung dem Gold den Glanz nimmt. Eine edle Variante Ist die Handbronzierung, dabei wird Bronzepuder in die noch frische Farbe des gedruckten Motiv gestreut und mit einem Wattebausch dann von der überschüssigen Bronze befreit. Um all den Problemen aus dem Weg zugehen gibt es noch die Heißfolien-Prägung.

    Klebeband benutze ich nicht. Die Duploflex Folie 0,20mm ist 30cm breit und eignet sich gut zur flächigen Verklebung. Zum Ablösen die Folie mit einem Fön erwärmen (Vorsicht bei Kunststoff-Klischees), oder eine Ecke anheben und Formenwaschmittel dahinter laufen lassen.Die Folie läßt sich so leicht abziehen.

    Der Ablauf sieht aus als ob alles richtig gemacht wird. Das Ergebnis sieh aber nach überstrahlen aus. Mein Vorschlag: Schicke mir einen deiner Filme und ich mache mit meinem Material eine Platte, die ich dann zurückschicke, so können wir den Film als Übeltäter ausschließen. Als Test kann ich auch einen meiner Filme (Lino 330) mitschicken. Meine Platten haben auch Stahlrückseite und sind 0,94mm dick. Mit was für einer Druckpresse arbeitest du?

    Die Standarthöhe für Magnetfundament und Buchdruckpressen ist 0,94 bzw.0,95 mm. Damit wird die Deutsche Schrifthöhe von 23,56mm erreicht oder benutzt du eine andere Schrifthöhe? Alles was eine Stahlrückseite hat, kann auf einem Magnetfundament befestigt werden. Nyloprint z.B. hat eine rote Beschichtung, der Markenname und die genaue Bezeichnung steht auf der Packung. Die Frage nach den Filmen ist nicht beantwortet. Also nochmal: Reprofilm aus dem Laserecorder oder bedruckte Folie ( wird fälschlicher Weise oft als Film bezeichnet) ? Stimmt die Schichtseite und die Dichte von 4,2-4,5 ? Auswaschen von Hand oder Maschine, mit Plüsch oder Bürste? Vakuum und Folie sind ok?

    Der Fehler liegt sehr oft bei der Belichtung, die Verarbeitung im Raum sollte bei gelben Licht erfolgen um eine Vorbelichtung auszuschalten. Wie sieht es mit dem Trocknen und Nachbelichten (härten) aus?

    Die Standarthöhe für Magnetfundament und Buchdruckpressen ist 0,94 bzw.0,95 mm. Damit wird die Deutsche Schrifthöhe von 23,56mm erreicht oder benutzt du eine andere Schrifthöhe? Alles was eine Stahlrückseite hat, kann auf einem Magnetfundament befestigt werden. Nyloprint z.B. hat eine rote Beschichtung, der Markenname und die genaue Bezeichnung steht auf der Packung. Die Frage nach den Filmen ist nicht beantwortet. Also nochmal: Reprofilm aus dem Laserecorder oder bedruckte Folie ( wird fälschlicher Weise oft als Film bezeichnet) ? Stimmt die Schichtseite und die Dichte von 4,2-4,5 ? Auswaschen von Hand oder Maschine, mit Plüsch oder Bürste? Vakuum und Folie sind ok?

    Der Fehler liegt sehr oft bei der Belichtung, die Verarbeitung im Raum sollte bei gelben Licht erfolgen um eine Vorbelichtung auszuschalten. Wie sieht es mit dem Trocknen und Nachbelichten (härten) aus?

    Hallo Dennis,Um deine Fragen zu beantworten benötige ich mehr Informationen: Z.B. Welche Auflage, Format, Papierqualität und Umfang haben die Bücher und soll von Bleisatz oder Polymerplatten gedruckt werden. Das so etwas teuer weden kann, sei nur am Rande bemerkt.

    Die KORS ist ja bekanntlich eine 1-Farben Maschine. Jakob hat schon alles Wichtige geschrieben. Da alle relevanten Informationen fehlen, kann ich nur vermuten.

    Und meistens steht der rechts oben.

    Von wo aus gesehen? Der Farbsatz sollte immer an der Anlage stehen (Vordermarke und Seitenmarke)!

    aber ich hab immer wieder Ausreißer.

    Dann handelt es sich bestimmt um Registerfehler, also Fehler der Bogenanlage oder stark arbeitendes Papier.

    Abhilfe: Siehe oben.

    Leider weden diese Tiegel sehr hoch gehandelt, obwohl die Maschinen unter 25x35 cm kaum genügend Druckkraft aufbringen um Letterpress-Prägedruck zu ermöglichen. Es sind halt ca.100 Jahre alte Buchdruckmaschinen und keine Prägepressen. Das ist es aber nicht alleine, Stege, Werkzeuge, Farbe, passende Möbel etc. müssen beschafft werden. Ob Motor- oder Fuß-betrieben ist kein großer Unterschied, beide haben ein Schwungrad was sich dreht und müssen über Kupplung und Bremse angehalten werden. Alles Andere ist der gleiche Arbeitsaufwand.

    Um Anfängerfehler zu vermeiden empfehle ich einen Workshop, um mit der Materie vertraut zu werden und erst danach die passende Maschine zu beschaffen.

    Den Bildern nach zu urteilen handelt es sich um einen Bosten Trettiegel. Nach 20 Jahren sind die Walzen nicht mehr in Ordnung, auch wenn sie schön aussehen. Ob es sich um ein Deutsches Fabrikat handelt, kann ich nicht erkennen. In der Zeit um 1900 gab es einige Maschinenfabriken, die solche Tiegel gebaut haben. Ob nun Boston, Gally oder ein anderes System, wichtig ist mit welcher Schrifthöhe der Tiegel arbeitet und ob ihr arbeiten wollt. In Deutschland ist die genormte Schrifthöhe ab 1907 23,56 mm. Ausländische Maschinen arbeiten mit anderen Schrifthöhen, einige lassen sich nicht umstellen. Alle Materialien wie Schrift, Blindmatererial, Stege, Schließzeuge etc. sind auf die Schrifthöhe abgestimmt. Wenn die Maschine nicht auf Deutsche Höhe eingestellt werden kann, bleibt alles eine Insellösung.

    Hallo Mona,

    Die Aussage Bosten-Tiegel ist ein weiter Begriff und nennt nur Funktionsweise der Maschine. Zuerst sollte bestimmt werden um welche Maschine ( Hersteller/ Modell ) es sich handelt.

    Wenn die Walzenspindeln noch vorhanden sind können die Walzen neu bezogen werden, sonst müssen vorher die Spindeln angefertigt werden. Firmen wie Westland, Böttcher oder Sauer sind eine gute Adresse. Hilfreich ist es, wenn die seitlichen Führungsräder noch vorhanden sind, daraus läßt sich der Walzendurchmesser ableiten. Ersatzteile gibt es z.B. für den Heidelberger Tiegel, bei den historischen handbetriebenen Bostenpressen eher nicht. Um genauers sagen zu können, sollte die Maschine zuerst eindeutig identifiziert werden. Fotos sind da sehr hilfreich.

    Um helfen zu können melde dich bitte nochmal mit neuen Informationen und Fotos.

    Die „Reflektion gibt es nicht im Deutschen

    dieser physikalische Effekt exestiert auch in Deutschland, nur wird er Reflexion geschrieben und ist lat. Ursprungs und bedeutet zurück (werfen).

    Glauben ist so eine Sache, dafür ist die Kirche zuständig aber in den meisten Fällen kann mann davon ausgehen,daß kompetentes Wissen weitergegeben wird. Das Fachbücher Fehler enthalten ist bekannt, also viel lesen, vergleichen und dann eine eigene Meinung bilden. Oft ist es der Standpunkt, von dem aus eine Sache betrachtet wird und es gibt neue Erkenntnisse, Bezeichnungen sowie Schreibweisen für alte Funktionen.

    Es ist gut, daß es das Druckerquitz gibt, plötzlich erinnere ich mich an vergessene Dinge. Jedoch finde ich, daß ein Drucker an der Maschine von vielen Dingen nach denen gefragt wird, noch nie etwas gehöhrt hat und für die tägliche Arbeit auch nicht benötigt.

    Schaut doch einmal ins Internet unter dem Stichwort "Letterpress". So wird der künstlerisch benutzte Buchdruck in Deutschland und Weltweit genannt. Es gab in den letzten Jahren viele Neueinsteiger die sich mit der historischen Technik auseinandersetzen, leider ist Deutschland das Schlußlicht.