Beiträge von Robert Kleist

    @björn

    Erst einmal Glückwunsch zu Deinen konstruktiven Gedanken. Das unterscheidet Dich wohltuend zu gewissen Meinungen im parallelen Strang "Geld regiert die Welt".

    Wenn Du nicht bis zur Rente an der Maschine stehen möchtest, dann kommst Du in unserer Branche sehr schwierig ohne eine Weiterbildung mit den entsprechenden "Nachweisen" weiter. In DACH sind nun mal schriftliche Nachweise wichtig.

    Zum "Industriemeister Printmedien" rate ich ab. Hier hat man aus niederen Beweggründen seitens des Verbandes eine sehr gute Weiterbildung, den alten Industriemeister Druck, geschliffen und pervertiert.

    Ein Studium sehe ich in Bezug auf das Verhältnis zwischen eingesetzter Zeit (3-5 Jahre) und den resultierenden Verdienstmöglichkeiten als ungünstig. Wo gibt es denn noch lohnende Jobs für echte Druckingenieure?

    Aus meiner Sicht ist der Drucktechniker ein sehr guter Kompromiss zwischen beiden Ausbildungen.


    Ob Du die Weiterbildung jetzt beginnst oder noch ein Jahr die zusätzliche Kohle sparst, kannst nur Du selber entscheiden.

    Allerdings gilt immer noch das alte Sprichwort: Was Du heute kannst besorgen, dass verschiebe nicht auf morgen...

    Zum Schluss noch zwei Hinweise aus eigener Erfahrung.

    Lieber eine Vollzeitmaßnahme als Teilzeit und lieber eine Schule in Süddeutschland als in der Mitte oder im Norden.

    Beste Grüße,

    Robert.

    Diese konsequente Schlechtmachen der Druckbranche betrachte ich als wenig zielführend.

    Statt zu jammern ist jeder gefragt, den eigenen Hintern aus der Wohlfühlzone hoch zu bekommen!

    Sei es durch Weiterbildung oder Umzug.

    Der Markt gibt nun mal keine Stundenlöhne zwischen 15 und 20 € für "spielen" am Tiegel oder an einer Maschine im Viertelformat mehr her. Das ganze nennt man Marktwirtschaft und ist durch den Einzelnen nicht zu ändern.

    Bietet für die fähigen und willigen Drucken aber auch viele Chancen.

    Zu Österreich. Auch hier gibt es Topfirmen in der Branche. Z.b. Estermann oder Oberndorfer Druckerei.

    Beste Grüße, Robert.

    Nexpert91

    Danke für den fundierten und sehr schlüssig klingenden Beitrag!

    Einzig die Aussage "Anzahl der Absolventen wird beschränkt" erscheint mir wie Propaganda des Verbandes.

    Wenn dem so wäre, würde nicht so lange Zeit bis zum Start des nächsten Kurses verstreichen... Ich denke eher, die große Zeitspanne bis September 2018 ist mehr den mangelnden Anmeldungen geschuldet...

    Danke noch einmal für den Bericht und beste Grüße,

    Robert.

    fliege

    Wenn sich ein ehemaliger Absolvent melden würde, wäre das natürlich optimal.

    Ansonsten finde ich 3.800€ + Fahrtkosten + Hotelkosten + Verdienstausfall schon heftig.

    Zudem erscheint mir der Fülle des Stoffumfanges, verteilt auf neun Tage, von denen der erste bzw. letzte Tag erfahrungsgemäß nicht voll gerechnet werden kann, als sehr viel. Das lässt immer nur ein kurzes Anreißen zu.

    Wenn man die Anzahl der Absolventen der bisherigen Kurse auf den Bildern durchzählt, stellt man fest, das diese nicht mehr werden...

    Aber wie gesagt, das sind Eindrücke von der Betrachtung der Seite. Ein echter Erfahrungsbericht würde mich auch interessieren.

    Beste Grüße, Robert.

    @ Printgott.

    1.) Gehälter werden immer in brutto angegeben.

    2.) Zu diesen Konditionen werdet Ihr niemanden (mit brauchbaren Kontakten!) finden

    3.) Provision auf den Umsatz oder auf den Erlös?!

    Wir zahlen nur auf Erlös - sonst schleppen die Außendienstler jeden Kram an welcher nicht passt


    Beste Grüße, Robert.

    Die Mitarbeiter tun mir leid.

    Wenn ich schon lese:

    "Majid Sedai bekanntgegeben, bei Bad Nenndorf mindestens 50 Mio. Euro in ein neues Druckzentrum investieren"

    "Ausbleiben des Geldes habe der Unternehmer mit Verzögerungen beim Versuch von Anteilsverkäufen im Iran begründet"

    Fallen mir noch noch böse Sachen ein, welche ich lieber nicht ausformuliere...

    @ FrankenBinder

    Eigentlich ist das hier ja ein Druckerforum:-) Aber ich versuche anhand der Erfahrungen mit unserer Weiterverarbeitung Dir zu helfen.

    "kleiner Hinweis zu den 15€"

    15€/h sind doch für das "Dorf" und einen Quereinsteiger nicht schlecht. Bedeutend mehr wirst Du im Bereich Schneiden/Falzen/Heften kaum bekommen. Und ob sich ein Umzug/längere Fahrtstrecke für 2€/h mehr (welche Du erst bekommen musst) lohnt?

    Die Ebene Abteilungsleiter/Produktionsleiter ist in der Regel wenn man von außen kommt, ohne Meisterabschluss selten zu erreichen.

    Echte Industriemeister Buchbinderei, wie auch fähiges Personal in der WV ist immer gesucht.

    Gegen eine Internetdruckerei spricht nichts. Entscheidend ist was unten auf dem Gehaltszettel steht.

    "denke keine wirklichen Milestones an Erkenntnissen zu gewinnen"

    Ordentliches Selbstbewustein:-) Was ist mit den Bereichen Buchfertigung, Decken, Prägen, Veredeln, Kalkulation, Betriebswirtschaft, Psychologie, Projektmanagement usw?!

    Meines Wissens soll die Meisterschule in München ganz gut sein.

    Viel Erfolg!

    Robert Kleist

    @presswerker

    Die genaue Quellenangabe interessiert mich auch sehr. Meine Kenntnisse zum Thema entsprechen (noch)den von inkman.

    Bei unseren "grünen" Kunden ist UV nicht besonders gefragt. Die entsprechenden Einkäufer mögen "kein Plastik auf Papier". O-Ton des Einkäufers eines sehr großen ökologischen Versandhandels...

    Wenn es diesbezüglich neue Erkenntnisse gibt, wäre dies interessant.

    ...also wir kaufen Papier bei Auflagen von 500.000 Ex. in Preis/Tonne ein :)

    Die Maschinenstundensätze erscheinen sehr hoch. 260€ für eine Schneidemaschine? 260€ für eine Falzmaschine?

    Wo liegt den diese Schule in der so realistisch und branchennah kalkuliert wird??

    Schönen Tag noch...

    @'Tramiska

    Sehr gute Beurteilung der Weiterbildungsmöglichkeiten im Druckbereich.

    Leider gibt es den alten Industriemeister Druck mit anspruchsvoller praktischer Prüfung nicht mehr.

    Die Nachfolgevariante "Industriemeister Print" hat im Markt keinen Wert. Wer benötigt schon einen reinen Theoretiker mit einer sehr kurzen und oberflächlichen Ausbildungszeit (Stundenanzahl) ohne jegliche Praxis?

    Dank an die entsprechenden verwirrten Verbandsfunktionäre, welche damit wunderbar am Bedarf der Branche vorbei entschieden haben.

    Angeblich soll ja der Industriemeister Buchbinderei auch noch entsprechend kastriert werden...

    Fazit:

    Der Drucktechniker ist eine gute Entscheidung als Weiterbildung in der Druckbranche.

    Danke für das Einstellen des Beitrages.

    Interessant finde ich im Artikel die Konstellation der Druckerei mit Akzidenz und Verpackung.

    Alles zusammen mit 80 Mitarbeitern.

    In Deutschland herrscht ja mehr Spezialisierung. Entweder Akzidenz oder Verpackung.

    Vielleicht liegt hier eine Ursache in den schlechten Zahlen.

    Beste Grüße, Robert Kleist

    @'bastlwastl

    Bedingt natürlich einen zweiten Durchgang am Sammelhefter.

    Beim ersten Durchgang Beschnitt vorn, ohne Umschlag, eine Klammer.

    Zweiter Durchgang dann Umschlag, zwei Klammern, Beschnitt Kopf/Fuß.

    Haben wir einige Male für einen Uhrenhersteller realisiert der da viel Wert darauf gelegt - und es bezahlt hat.

    Beste Grüße.

    Das Problem ist so alt wie der Rollenoffset in Kombination mit Heatset - also Standard.

    Es sollte eigentlich jedem Fachmann bzw. Produktioner in der Branche bekannt sein.

    Ob es deswegen unter die allgemeine Beratungspflicht einer Druckerei fällt, weiß ich leider auch nicht.

    Minimierung (keine Eliminierung!) des Sachverhaltes schafft nur eine geringere Laufgeschwindigkeit in Kombination mit geringeren Temperaturen im Ofen.

    Je nach Erfahrungswerten der Papiersorten kann man auch den Umschlag gleich einen Hauch größer anlegen.

    Beide Maßnahmen kosten allerdings Geld - und das möchten die wenigsten Kunden in diesem Segment zusätzlich bezahlen.

    @ Hugl00

    Prinect in Verbindung mit einer selbstprogrammierten Software in welcher unserere Planung abgebildet ist.

    Die Strukturierung der "Planungssoftware" haben wir uns bei einem Onlinedrucker abgeschaut - da kann man hinsichtlich Effizienz einiges lernen.

    Grüße, Robert Kleist

    Hallo Thomas,

    außer einigen Artikeln im DD, welche aus meiner Sicht nicht unbedingt herstellerunabhängig sind, kenne ich keine Literatur.

    Hier im Forum gibt es ja auch min. einen Strang zur Thematik. Welche darüberhinaus gehenden Informationen benötigst Du?

    Wir hatten die Technologie einige Zeit im Haus, haben uns aber dann aus kalkulatorischen Gründen dagegen entschieden.

    Es liegen also Erfahrungswerte vor...;-)

    Beste Grüße,

    Robert.

    Im Kollegenaustausch erfuhr ich kürzlich, dass der Industriemeister Printmedien angeblich neu strukturiert werden soll.

    Grund und Ausrichtung waren aber nicht in Erfahrung zu bringen.

    Weiß hier jemand in der großen Runde mehr?

    Sollte man wirklich die bildungspolitisch äußerst fragwürdige Entscheidung von 2009 (Abschaffung des Industriemeisters Druck und somit aller praktischen Prüfungselemente, hin zum "Powerpointmeister") rückgängig machen wollen?


    Das wäre ja einmal wirklich für die Branche gedacht!

    Von den Kollegen im Siebdruck höre ich schon länger, dass sie wieder einen eigenständigen Industriemeister mit spezifischer und praktischer Prüfung möchten.


    Es soll wohl auch eine Petition innerhalb der Branche umlaufen für die Wiedereinführung der praktischen Elemente in der Meisterprüfung.


    Wer hat davon gehört?

    Grüße,
    Robert Kleist

    Wir haben seit Jahren keine Auftragstaschen mehr.

    An den Formproof kommt ein in der Vorstufe generierter Aufkleber mit Barcode und Auftragsnummer.

    Die Maschinen in Druck und Weiterverarbeitung sind mit Rechnern und Scannern bestückt, so dass sich jeder Mitarbeiter in den aktuellen Auftragsstand einlesen kann. Suchende Sachbearbeiter, welche Daten auf der Tasche ändern wollen gibt es nicht mehr.

    Schlankes und effizientes System.

    Grüße, Robert Kleist